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Inwiefern beeinflusst ein Interviewer den Ausgang des Gesprächs?

Title: Inwiefern beeinflusst ein Interviewer den Ausgang des Gesprächs?

Term Paper , 2020 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Lea Bayer (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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Eine der Grundregeln im Journalismus ist, dass das Interview vom Journalisten geleitet wird, doch inwiefern trifft das heutzutage überhaupt noch zu? Inwiefern leiten Journalisten in der heutigen Zeit noch die Interviews und beeinflussen aktiv den Verlauf des Interviews? Diese Frage thematisiert die folgende Seminararbeit.

Um diese Frage klären zu können, werden zu Beginn die verschiedenen Arten/Formen von Interviews erläutert, um einen besseren Überblick über das Thema zu erhalten. Daraufhin werden Interviewstrategien und Fragetechniken erläutert. Inwiefern haben diese einen Einfluss auf den Verlauf eines Interviews? Danach wird das Thema, in welchem Sinne der Journalist das Gespräch leitet, behandelt. Daraufhin werden andere Beeinflussungsmöglichkeiten (Machtgefälle, Anstieg an PR-Mitarbeitern und Autorisierung) erläutert. Anschließend folgt ein Fazit.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Interviewarten

3. Interviewstrategien und Fragearten

4. Die Beeinflussung von Interviews

4.1 Inwiefern ein Journalist das Interview leitet

4.2 weitere Beeinflussungsmöglichkeiten

4.2.1 Machtgefälle

4.2.2 Anstieg an PR-Mitarbeitern

4.2.3 Autorisierung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die Rolle des Interviewers im journalistischen Kontext und analysiert, inwiefern dieser den Verlauf und den Ausgang eines Gesprächs durch verschiedene Techniken, Rahmenbedingungen und externe Faktoren aktiv beeinflussen kann.

  • Grundlagen journalistischer Interviewarten
  • Einfluss von Fragetechniken auf die Gesprächsführung
  • Die Bedeutung von Machtgefällen zwischen Journalist und Interviewpartner
  • Der wachsende Einfluss der PR-Arbeit auf das Interviewergebnis
  • Rechtliche und ethische Aspekte der nachträglichen Autorisierung

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Machtgefälle

Optimalerweise sollten Journalist und Informant sich auf Augenhöhe begegnen und gleichberechtigt sein, auch wenn ein Machtgefälle vorhanden ist. Daran halten sich aber nicht alle Prominenten und versuchen das Interview zu dominieren und zu beherrschen. „Wenn die Interviewten am längeren Hebel sitzen, weil sie beispielsweise einflussreiche Politiker oder Manager sind, untergraben sie mitunter journalistische Interessen – wie etwa ehrliche und klar verständliche Antworten.“ Zudem können Informanten aufgrund ihrer informativen Hoheit alles erzählen, was sie möchten und somit auch die Unwahrheit sagen. Deshalb sollten Journalisten, vor allem bei Interviews mit Machtgefälle, darauf achten die Fakten und Informationen zu überprüfen, um eine Veröffentlichung von Unwahrheiten vorzubeugen und gegebenenfalls von ihrer publizistischen Hoheit (Der Journalist entscheidet, ob er das Interview veröffentlicht oder nicht.) Gebrauch machen. Doch das ist in der Praxis nicht immer möglich, da Organisationen, die einflussreiche Interviewpartner vertreten werden, oft Druck auf den Journalisten ausüben und dieser dadurch sinnleere Phrasen veröffentlichen muss. „Dies droht Journalisten zum Beispiel dann, wenn sie Vertreter großer Anzeigenkunden interviewen, von denen ihre Redaktionen wirtschaftlich abhängig sind. Bei Lifestyle-, Produkttest- und Wirtschaftsmedien ist das besonders häufig der Fall.“

Ein anderes Problem bei Interviews mit Machtgefälle ist, dass der Prominente, Politiker, Manager meist eine gut ausgestattete Kommunikationsabteilung hat. „Ist der Termin einmal gesetzt, müssen Fragen vorher zugestellt werden. Als Journalist kann man sich da noch einigermaßen rausmogeln. Man schickt ein paar vage Fragen ein und spart sich die konkreteren fürs Gespräch auf. Während des Gesprächs sorgt dann allerdings ein Aufpasser aus dem Kommunikationsteam dafür, dass man sich an die abgemachten Themen hält.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Interviews als journalistisches Instrument ein und erläutert die zentrale Forschungsfrage nach der Einflussnahme des Interviewers auf den Gesprächsverlauf.

2. Interviewarten: Dieses Kapitel differenziert zwischen verschiedenen Interviewformen wie Sach-, Meinungs- und personalisiertem Interview und erläutert deren spezifische Anforderungen an den Journalisten.

3. Interviewstrategien und Fragearten: Es wird analysiert, wie unterschiedliche Fragetechniken – von offenen über geschlossene bis hin zu provokativen Fragen – genutzt werden können, um den Gesprächsfluss gezielt zu steuern.

4. Die Beeinflussung von Interviews: Der Hauptteil untersucht die diversen Einflussfaktoren auf ein Interview, darunter journalistische Leitungsbefugnisse sowie externe Faktoren wie Machtverhältnisse, PR-Einfluss und Autorisierungsprozesse.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit für Journalisten, sich ihrer steuernden Rolle bewusst zu sein und durch kritische Reflexion Manipulationen zu minimieren.

Schlüsselwörter

Journalismus, Interview, Interviewer, Gesprächsführung, Fragetechniken, Machtgefälle, PR-Arbeit, Autorisierung, Interviewvorbereitung, Medienethik, Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Interviewstrategie, Journalistische Unabhängigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der journalistischen Praxis des Interviewens und der Frage, inwiefern der Interviewer das Gespräch durch seine Fragestellung und sein Verhalten aktiv lenken oder beeinflussen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die unterschiedlichen Interviewarten, die Anwendung von Fragetechniken, die Rolle des Machtgefälles zwischen den Akteuren sowie den wachsenden Einfluss von PR-Strategien und Autorisierungsanfragen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Journalisten durch ihre Techniken den Verlauf von Interviews beeinflussen und welche Möglichkeiten sie haben, trotz externer Störfaktoren oder Machtungleichgewichte ein authentisches Gespräch zu führen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender journalistischer Fachliteratur, Leitfäden und medienethischer Richtlinien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Einflussmöglichkeiten des Journalisten, untersucht die Auswirkungen von Machtgefällen bei Interviews mit Prominenten und beleuchtet die Problematik der PR-Interessen sowie der nachträglichen Autorisierung von Zitaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Journalismus, Interview, Gesprächsführung, Machtgefälle, PR-Einfluss, Autorisierung und Medienethik.

Welche Rolle spielt die "Autorisierung" in dieser Untersuchung?

Die Autorisierung wird als kritisches Instrument betrachtet, das einerseits zur Korrektur von Fehlern dienen kann, andererseits aber häufig von PR-Abteilungen genutzt wird, um Inhalte nachträglich im Sinne des Interviewpartners zu verändern oder zu glätten.

Wie gehen Journalisten mit einem Machtgefälle im Interview um?

Die Arbeit empfiehlt, sich des eigenen Handlungsspielraums bewusst zu sein, Fakten sorgfältig zu überprüfen und sich nicht durch einflussreiche Gesprächspartner oder Anweisungen von PR-Mitarbeitern in der journalistischen Unabhängigkeit einschränken zu lassen.

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Details

Title
Inwiefern beeinflusst ein Interviewer den Ausgang des Gesprächs?
College
Wiesbaden University of Applied Sciences
Grade
2,0
Author
Lea Bayer (Author)
Publication Year
2020
Pages
15
Catalog Number
V988310
ISBN (eBook)
9783346347275
ISBN (Book)
9783346347282
Language
German
Tags
Journalismus Interview Interviewer Interviewarten Interviewstrategien Beeinflussungsmöglichkeiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lea Bayer (Author), 2020, Inwiefern beeinflusst ein Interviewer den Ausgang des Gesprächs?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/988310
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