Fische. Wer ist schneller? (Biologie, Klasse 6)

Wie angepasst und vielfältig sind Fische?


Unterrichtsentwurf, 2019

12 Seiten, Note: 2,0

N. H. (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Großer Unterrichtsentwurf
1.1 Lemgruppenanalyse
1.2 Sachanalyse
1.3 Didaktische - Methodische Analyse
1.4 Lemzielformulierung
1.5 Bibliographie
1.6 Aufbau der Unterrichtseinheit
1.7 Stundenverlauf
1.8 Anhang

1.1 Lerngruppenanalyse

Allgemeines. Der Biologieunterricht findet in der Klasse ... zweimal pro Woche statt, am Donnerstag von ... - ... Uhr sowie am Freitag von ... - ... Uhr. Die Klasse besteht aus ... Schülerinnen und Schüler1 (... m; ... w). Die Klasse wird regulär vom Fachlehrer ..., seit anderthalb Jahren, unterrichtet.

Nach Informationen des Lehrers gibt es zwei SuS, welche(-r) die ... Klasse wiederholen musste.

Inneres Gefüge der Lerngruppe. Die SuS bilden seit letztem Schuljahr einen Klassenverband, der den Eindruck erweckt, dass sie sich als Klasse verstehen und Zusammenhalten. Es gibt zwar verschiedene Gruppen, die sich auch im Sitzplan manifestiert haben, was hin und wieder zu Schwierigkeiten während des Unterrichts führen könnte. Jedoch ist es möglich Partnerarbeit sowie Gruppenarbeit mit neu zusammengesetzten Gruppen durchzuführen. Das zeigt, dass der Klassenverband funktioniert und Kooperation zwischen den verschiedenen Gruppen der Klasse im Unterricht möglich ist.

Leistungsvermögen und Arbeitshaltung. Insgesamt tritt die Klasse aktiv auf, da die SuS mich schon einige Zeit kennen, und sind zudem auch sehr leistungsstark einzuschätzen. Viele SuS besitzen eine rasche Auffassungsgabe und nehmen aktiv am Unterrichtsgeschehen teil. Zahlreiche Wortmeldungen sowie Fragen an die Lehrkraft sind keine Seltenheit in dieser Klasse.

Lehrer-Schüler-Verhältnis. Herr ... genießt in der Klasse Anerkennung und Akzeptanz. Er wird sowohl als Mensch, als Lehrer und auch als Experte seines Faches respektiert. Er hat die Fähigkeit die Klasse mit Handzeichen zu „steuern“. Es gibt Gesten und Zeichen, die die ganze Klasse versteht und sich danach richtet. Obwohl ich in der Klasse nur kurze Zeit unterrichtet habe, akzeptierten mich die SuS als angehenden Lehrer. Mein Verhältnis zur Klasse charakterisiere ich insgesamt als respektvoll, offen und über weite Strecken als spannungsfrei.

1.2 Sachanalyse

Forscher zählen aus heutiger Sicht etwa die Hälfte aller Wirbeltiere zu den Fischen. Einige von ihnen werden gerade einmal einen Zentimeter groß, andere dagegen bis zul8 Meter lang. Aus wissenschaftlicher Sicht werden Fische systematisch in Knorpelfische, wie beispielsweise Haie oder Rochen und in Knochenfische untergliedert, welche die bei weitem größte Gruppe ausmachen.2

Zahlreiche Fischarten bewegen sich durch das Schlagen der Schwanzflosse und Schlängelbewegungen des Körpers im Wasser fort. Die Brust- und Bauchflossen steuern die Auf- bzw. Abwärtsbewegungen. Rücken- und Afterflosse halten den Fisch in einer geraden Linie und dienen, zusammen mit Bauch- und Brustflosse, auch für Drehungen um die eigene Achse. Die über den Schuppen liegende schleimige Haut erleichtert das Gleiten im Wasser. Die unterschiedlichen Körperformen der Fische sind Folge der Anpassung an verschiedene Lebensräume.3

Schnellschwimmer, wie beispielsweise Thunfisch oder Forelle, besitzen einen langgestreckten, torpedoförmigen Körper mit spitzem Kopf und flachen Seitenformen, wodurch der Strömungswiderstand im Wasser herabgesetzt wird. Diese Arten leben im freien Meer oder in Fließgewässem und sind gewandte Jäger.

Schlangenformen, wie Aal oder Neunauge, haben eine stark verlängerte Wirbelsäule, womit sie bestens an ihre Verstecke in Höhlen angepasst sind.

Sogenannte Langsamschwimmer zeichnen sich durch einen gedrungenen Körper auf. Diese bezeichneten hochrückigen Arten (z.B. Karpfen, Brasse) sind bedächtige Schwimmer und bevorzugen die Uferregionen stehender oder langsam fließender Gewässer. Durch ihren höheren Rücken ist der Strömungswiderstand bei diesen Fischen höher als bei den langgestreckten Arten.

Plattfische, wie beispielsweise Scholle oder Flunder, besitzen durch ihre Scheibenform eine große Haftfläche, die sie vor Strömungen am Meeresboden schützt.

Sehr langsame Schwimmer sind die Seepferdchen. In aufrechter Haltung bewegen sie sich durch das schnelle Wedeln mit der Rückenflosse vorwärts. Da sie nicht gegen die Strömung schwimmen können, halten sie sich mit dem Greifschwanz an Pflanzen fest.4

1.3 Didaktische-Methodische Analyse

Aus oben genannten Vorbedingungen ergibt sich für die Reihenplanung eine starke Fokussierung auf die Untersuchung von Tieren in ihren Lebensräumen im Unterrichtsfach Biologie. Mit Verweis auf den Lehrplan5 sollen die zentralen Kompetenzbereiche „inhaltsbezogene und prozessbezogene Kompetenzen“ als Bestandteile für den Biologieunterricht verwirklicht werden. Es entspricht auch den Vorgaben des schulintemen Curriculums der ... Schule, welches ebenfalls im Inhaltsfeld -Wirbeltiere: einen Schwerpunkt auf der Untersuchung von Fischen legt.6

Die vorliegende Stunde ist eingebettet in die Reihe „Wie angepasst und vielfältig sind Fische?“. Ziel der Stunde sind die zu beschreibendenden Körperformen von Fischen, durch die SuS.

Die Gegenwerts- und Zukunftsbedeutung des Themas als Unterrichtsgegenstand ergibt sich aus der Haltung der Fische als Haustiere bei den SuS. Durch eigene Aquarienhaltung haben die Lernenden bereits Erfahrungen mit Formen, Bewegung und Ernährung verschiedener Arten gemacht und respektieren die Tiere als Lebewesen. Schüler ohne eigenes Aquarium begegnen Fischen am häufigsten bei den Mahlzeiten. Obwohl das Fleisch für den Menschen ein wichtiger Eiweißlieferant ist, steht durch zunehmende Überfischung und die damit einhergehende Verteuerung Fisch immer seltener auf unserem Speiseplan.

Das Hauptanliegen der Stunde besteht darin, die SuS gruppenweise das Experiment zur Widerstandsmessung von Fischkörpem selbstständig durchführen zu lassen. Dabei sollen die Ergebnisse zu Protokoll gebracht und die aufgestellten Thesen ausgewertet werden. Durch die abschließende Ergebnispräsentation der einzelnen Gruppen ziehen die SuS Schlussfolgerungen zur Lösung der Problemfrage und nehmen dadurch Stellung zu der Anpassung der Fische an ihren Lebensraum.

Die Entscheidung der Sozialform (arbeitsteilige GA) ist dahingehend zu begründen, dass diese die selbstständige und eigenverantwortliche Erarbeitung unterschiedlicher Inhalte fördert. Die SuS können in kurzer Zeit verschiedene Inhalte erarbeiten.7 Die Auswahl der Gruppenzuteilung erfolgt dabei auf Grundlage der Lemgruppenanalyse durch den Lehrer. Ebenso bietet die Erarbeitung in Gruppen den zurückhaltenden SuS die Möglichkeit zur Beteiligung und Einbringung und scheint demnach der Lemgruppe entsprechend eine sinnvolle Maßnahme zur inneren Differenzierung zu sein. Gerade dieser Punkt ist im Hinblick auf die oben genannten passiv-agierenden SuS erwähnenswert.8

1.4 Lernzielformulierung

Stundenziel

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten unterschiedliche Körperformen von Fischen und wenden das erarbeitete Wissen in einem selbstständig durchgeführten Modellversuch an.

Teilziele

... Die SuS...

... erarbeiten Körperformen von Fischen und setzen diese in Verbindung zur Schwimmschnelligkeit

... formen unterschiedliche Körperformen und messen die Sinkgeschwindigkeit.

... begründen die Ergebnisse des Versuches mittels der erarbeiteten Ergebnisse.

Übergeordnete Kompetenzformulierung:

Die SuS nennen die typischen Merkmale von Fischen, z.B. Schuppen, Kiemen, Flossen und beschreiben die Angepasstheit der Fischarten an ihren Lebensraum. Anschließend führen die SuS einfache Experimente durch und werten diese aus, z.B. Versuch zu Körperformen und stellen die Ergebnisse biologischer Untersuchungen dar und erläutern diese adressatenbezogen.

1.5 Bibliographie

Literatur

Adamski, Peter: Gruppenarbeit, in: Mayer, Ulrich, Pandel, Hans-Jürgen und Schneider, Gerhard (Hg.): Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht, 3. Auflage, Schwalbach/ Ts. 2011, S. 497-515.

Balcombe, Jonathan: Was Fische wissen: Wie sie lieben, spielen, planen, Hamburg 2018, Teil I - Missverstanden Fische.

Dulitz, Michael u.a. (Hg.).: Unterricht Biologie Kompakt. Vielfalt unter Wasser: Fische, Seelze 2006.

Graf, Erwin: Biologiedidaktik für Studium und Unterrichtspraxis, Donauwörth 2004.

Hedewig, Roland. (Hg.): Unterricht Biologie. Fische - angepasst und vielfältig, Seelze 2006. Niedersächsisches Kultusministerium: Kerncurriculum Schuljahrgänge 5 - 10,

Naturwissenschaften, Hannover (Hg. 2013).

Scholz, Ingvelde: Pädagogische Differenzierung, Göttingen 2010.

Schulinternes Curriculum Biologie, Sekundarstufe 1.

Spörhase, Ulrike und Ruppert, Wolfgang (Hg): Biologie-Didaktik. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I/II. Berlin 2004.

Quellen

Prisma Biologie 5/6 Druck 2015 1. Auflage Ernst Klett Verlag GmbH.

[...]


1 Im Folgenden wird Schülerin und / oder Schüler mit SuS abgekürzt.

2 Vgl.: Balcombe, Jonathan: Was Fische wissen: Wie sie lieben, spielen, planen, Hamburg 2018, Teil I - Missverstanden Fische.

3 Vgl. Dulitz, Michael u.a. (Hg.).: UnterrichtBiologie Kompakt. VielfaltunterWasser: Fische, Seelze 2006, S.l f.

4 Vgl.: Hedewig, Roland. (Hg.): Unterricht Biologie. Fische - angepasst und vielfältig, Seelze 2006, S. 5 f.

5 Vgl.: Niedersächsisches Kultusministerium: Kemcurriculum Schuljahrgänge 5-10. Naturwissenschaften, Hannover 2013, S. 81

6 Vgl.: Schulintemes Curriculum Biologie, Sekundarstufe 1,S. ...

7 Vgl.: Adamski, Peter: Gruppenarbeit, in: Mayer, Ulrich, Pandel, Hans-Jürgen und Schneider, Gerhard (Hg.): Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht, 3. Auflage, Schwalbach/ Ts. 2011, S. 497-515, hier: S. 499 ff.

8 Vgl.: Scholz, Ingvelde: Pädagogische Differenzierung, Göttingen 2010, S. 40 ff.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Fische. Wer ist schneller? (Biologie, Klasse 6)
Untertitel
Wie angepasst und vielfältig sind Fische?
Note
2,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
12
Katalognummer
V988483
ISBN (eBook)
9783346360724
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Großer Unterrichtsentwurf
Schlagworte
Biologie, Unterrichtsentwurf, Fische, Körperbau, Schnelligkeit
Arbeit zitieren
N. H. (Autor), 2019, Fische. Wer ist schneller? (Biologie, Klasse 6), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/988483

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