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Der "Vanitas-Gedanke" in der Liebeslyrik des Barock

Title: Der "Vanitas-Gedanke" in der Liebeslyrik des Barock

Term Paper , 2018 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Die folgende Hausarbeit gilt der Untersuchung des „Vanitas“ und des „Memento mori“ in der Liebeslyrik des Barockzeitalters. Dies soll Aufschluss geben, welche bedeutende Rolle beide Begriffe in der Epoche von 1600 bis 1720 gespielt haben. Meine Analyse soll die Zerrissenheit der Menschen und deren pessimistische Grundeinstellung aufzeigen, welche in der Liebeslyrik des Barock erkennbar ist.

Ich habe mich speziell für die Untersuchung der Liebeslyrik entschieden, da das Motiv des „Vanitas“ und die Liebeslyrik meiner Meinung nach einen großen Kontrast darstellen, und ich es sehr interessant finde, wie diese in der Barockzeit zusammengeführt wurden. Die zwei ausgewählten Gedichte „Ach „Liebste / las vns eilen“ von Martin Opitz, sowie das Gedicht „Sonnet. Vergänglichkeit der Schönheit.“ von Christian Hofmann von Hofmannswaldau, lassen sich auf Grund ihrer für den Barock typischen Merkmale als eindeutig dieser Zeit angehörig identifizieren. Gedichte aus der Zeit des Barock verdeutlichen den engen Zusammenhang von Leben und Tod, der Tod wird allem Lebendigen angehaftet. Auch Liebe und Schönheit sind ihm unterworfen und damit vergänglich. Dies wird in den beiden ausgewählten Gedichten sehr deutlich thematisiert, weswegen ich sie gewählt habe. Beide Autoren waren essentielle Dichter dieser Epoche und haben die Lyrik des Barock stark geprägt. Dennoch weisen beiden Autoren auch viele Unterschiede auf, beispielsweise in Stil und Form.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fragestellung

3. Merkmale des Barock

3.1. Allgemeines

3.2. Themen und Intentionen

3.3. Liebeslyrik im Barock

4. Interpretation der Gedichte

4.1. „Ach Liebste, laß uns eilen“ (Martin Opitz)

4.2. „Sonnet. Vergänglichkeit der Schönheit“ (Christian Hofmann von Hofmannswaldau)

4.3. Gemeinsamkeiten und Unterschiede & Vergleich im Hinblick auf die Fragestellung

5. Zusammenfassung und Schlussfolgerung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung der Vanitas- und Memento-mori-Motive in der Liebeslyrik des Barockzeitalters, um aufzuzeigen, wie das Bewusstsein für die Vergänglichkeit von Leben und Schönheit das Lebensgefühl dieser Epoche prägte. Durch die Analyse ausgewählter Gedichte von Martin Opitz und Christian Hofmann von Hofmannswaldau soll die Zerrissenheit des Menschen zwischen Lebenslust und Todesbewusstsein verdeutlicht werden.

  • Die historische Rolle der Vanitas- und Memento-mori-Motive zwischen 1600 und 1720.
  • Stilistische und thematische Merkmale der barocken Lyrik.
  • Vergleichende Analyse der Gedichte „Ach Liebste, laß uns eilen“ und „Sonnet. Vergänglichkeit der Schönheit“.
  • Die Spannung zwischen dem „Carpe-diem“-Motiv und der barocken Endlichkeitsthematik.

Auszug aus dem Buch

3. Liebeslyrik im Barock

Die überwiegende Zahl der Barockgedichte hatte die Form eines Sonetts. Sie bestanden aus zwei Strophen mit vier Versen (Quartette) und zwei weiteren Strophen mit drei Versen (Terzette). Damit entsprach die Poesie dem geltenden Maßstab für klare Gliederungen und Strukturen. Auch die schwärmerische Liebeslyrik des Barock hielt meist die Vorgaben ein und wurde entweder im hohen, im mittleren oder im niederen Stil verfasst. Sonette priesen die Schönheit und Tugend der Angebeteten in bildhaften Umschreibungen an. Das Sonett wurde deshalb so häufig im Barock verwendet, weil es sich besonders dazu eignet, in spitzfindigen antithetischen Beschreibungen zur prägnanten, belehrenden Pointe am Schluss zu gelangen. Um Originalität ging es den Dichtern kaum. Dafür waren sie zu sehr darum bemüht, die verlangten Muster einzuhalten und keine eigene Sprachfarbe erkennen zu lassen. Auch die Frau selber wurde in der barocker Liebeslyrik nicht als etwas Originelles angesehen, sie wurde oft verdinglicht und die Körperteile der Frau zu Gegenständen des Genusses gemacht. Die Geliebte war oft die Unerreichbare und aus diesem Grund gibt es in der Barocker Literatur auch häufig die unerfüllte Liebe.

Die Liebe im Barock war bedroht von der Vergänglichkeit (Vanitas) alles Lebenden. Den Tod hielt man sich selbst in der Liebe immer vor Augen (memento mori), denn die Menschliche Schönheit sei nur ein Schein und wäre vergänglich sowie alles menschliche Sein. Gerade aus diesem Grund aber versuchte man das Leben in vollen Zügen zu genießen und man strebte nach Diesseitslust (Carpe-DiemMotiv), was eine Situation ständiger Widersprüche entstehen ließ und die Wankelmütigkeit dieser Zeit klar zum Ausdruck bringt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themenfelder Vanitas und Memento mori innerhalb der Liebeslyrik des Barockzeitalters ein und erläutert die Zielsetzung der Analyse anhand zweier ausgewählter Gedichte.

2. Fragestellung: Das Kapitel definiert die zentralen Forschungsfragen der Arbeit, insbesondere hinsichtlich der geschichtlichen Hintergründe und der literarischen Umsetzung des Vanitas-Gedankens.

3. Merkmale des Barock: Hier werden der historische Kontext der Epoche, ihre thematischen Grundkonstanten sowie die spezifischen formalen und inhaltlichen Anforderungen an die Liebeslyrik dargelegt.

4. Interpretation der Gedichte: Dieser Hauptteil beinhaltet die detaillierte formale und inhaltliche Analyse der Gedichte von Martin Opitz und Christian Hofmann von Hofmannswaldau sowie deren anschließenden komparativen Vergleich.

5. Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse und stellt die Bedeutung der barocken Motive im Hinblick auf ein zeitloses Verständnis menschlicher Existenz dar.

Schlüsselwörter

Barock, Vanitas, Memento mori, Carpe diem, Liebeslyrik, Vergänglichkeit, Martin Opitz, Hofmann von Hofmannswaldau, Sonett, Todesbewusstsein, Diesseitslust, Literaturwissenschaft, Epochenmerkmale, Antithetik, Schönheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Stellung der Vanitas- und Memento-mori-Motive in der Liebeslyrik des Barock und untersucht, wie diese Gegensätze das Menschenbild dieser Zeit bestimmten.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Zentrale Themenfelder sind die Vergänglichkeit von Schönheit, die Spannung zwischen Lebensgier und Todesangst sowie die formale Gestaltung barocker Sonette.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Zerrissenheit der barocken Menschen durch die Analyse literarischer Texte aufzuzeigen und zu verstehen, wie die Dichter den Kontrast zwischen Diesseitslust und Vergänglichkeit thematisierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die sowohl formale als auch inhaltliche Aspekte (wie Verslehre, Metaphorik und Motivgeschichte) der ausgewählten Gedichte betrachtet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende Interpretation der Gedichte „Ach Liebste, laß uns eilen“ von Martin Opitz und „Sonnet. Vergänglichkeit der Schönheit“ von Hofmann von Hofmannswaldau sowie einen systematischen Vergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Barock, Vanitas, Memento mori, Carpe diem, Vergänglichkeit, Liebeslyrik und Sonett.

Warum spielt das Sonett eine so große Rolle im Barock?

Das Sonett bot mit seiner strengen, vorgegebenen Struktur den Barockdichtern den idealen Rahmen, um antithetische Inhalte und spitzfindige rhetorische Wendungen in einer belehrenden Pointe zusammenzuführen.

Wie unterscheidet sich das Verständnis von Liebe bei Opitz und Hofmannswaldau?

Während Opitz die Zeitlichkeit des Augenblicks stärker im Sinne einer direkten Aufforderung zum Genuss betont, arbeitet Hofmannswaldau stärker mit der kontrastreichen Gegenüberstellung von physischer Schönheit und der Unausweichlichkeit des Todes.

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Details

Title
Der "Vanitas-Gedanke" in der Liebeslyrik des Barock
College
University of Augsburg
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
17
Catalog Number
V988512
ISBN (eBook)
9783346347688
ISBN (Book)
9783346347695
Language
German
Tags
Lyrik Barock Vanitas Liebeslyrik Martin Opitz Christian Hofmann von Hofmannswaldau
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Der "Vanitas-Gedanke" in der Liebeslyrik des Barock, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/988512
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