Intermediationsleistungen des Bankbetriebs. Ansätze zur Erklärung der Existenz von Geschäftsbanken


Hausarbeit (Hauptseminar), 1998

22 Seiten, Note: 2,3


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I. Inhaltsverzeichnis

II. ABBILDUNGSVERZEICHNIS UND TABELLENVERZEICHNIS II

III. ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS III

IV. VARIABLENVERZEICHNIS IV

1 ANSÄTZE ZUR ERKLÄRUNG DER EXISTENZ VON FINANZINTERMEDIÄREN

2 MONITORING
2.1 ANNAHMEN DES MODELLS
2.2 SCHULDVERTRAG
2.3 DIREKTE ÜBERWACHUNG
2.4 DELEGIERTES MONITORING
2.5 ABSCHLIEßENDE BEMERKUNGEN

3 LIQUIDITÄTSSCHAFFUNG UND -SICHERUNG
3.1 ANNAHMEN DES MODELLS
3.2 SITUATION OHNE FINANZINTERMEDIÄR (WETTBEWERBSLÖSUNG)
3.3 SITUATION MIT FINANZINTERMEDIÄR
3.3.1 Depositenvertrag 8
3.3.2 Verbesserung der Depositenverträge durch Konvertibilitätsbeschränkung 9
3.3.3 Optimale Depositenverträge mit zufälligen Abhebungen 9
3.3.4 Staatliche Depositenversicherung 10
3.4 ABSCHLIEßENDE BEMERKUNGEN

4 DER VERHANDLUNGSANSATZ
4.1 ANNAHMEN DES MODELLS
4.2 DIREKTINVESTITION
4.3 VERHANDLUNGSDELEGATION
4.4 DAS ZUSTANDEKOMMEN EINES VERTRAGES
4.5 ABSCHLIEßENDE BEMERKUNGEN

5 WEITERE ERKLÄRUNGSVERSUCHE UND ZUSAMMENFASSUNG

V. LITERATURVERZEICHNIS VI

Hauptseminar Geldtheorie II Susan Drechsler

II. Abbildungsverzeichnis und Tabellenverzeichnis

Abbildung 1 Direkte Finanzierung: Jeder Kreditgeber überwacht seinen Kreditnehmer

Abbildung 2 Intermediäre Finanzierung als delegiertes Monitoring

Tabelle 1 Liquiditätssituationen der Wirtschaftssubjekte

III. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

IV. Variablenverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Ansätze zur Erklärung der Existenz von Finanzintermediären

Finanzintermedi‰re sind Institutionen, die sich auf Kauf, Verkauf und Vermittlung von Finanzdienstleistungen und ñinstrumenten spezialisiert haben. Sie nehmen somit eine Mittlerstellung zwischen kapitalanbietenden und kapitalsuchenden Wirtschaftssubjekten ein.1Der typische Finanzintermedi‰r ist die Bank, die als H‰ndler von Finanztiteln ge- sehen werden kann: Sie nimmt Einlagen von Darlehensgebern auf und gibt sie an Dar- lehensnehmer weiter. F¸r die Existenz von Finanzintermedi‰ren gibt es in der Literatur verschiedene Theorien. Das Modell auf das hier als erstes eingegangen werden soll, wurde von Diamond2entwickelt und besch‰ftigt sich mit dem Monitoring, d.h. der ‹- berwachungs- und Kontrollfunktion der Finanzintermedi‰re (Kapitel 2). Ein weiterer Erkl‰rungsansatz ist von Diamond und Dybvig3. Er hat die Liquidit‰tsschaffung und - sicherung zum Inhalt (Kapitel 2). Ein drittes Modell ist der Verhandlungsansatz von Bester4. Er befaflt sich mit der T‰tigkeit der Finanzintermedi‰re als Vermittler von In- vestitionsprojekten (Kapitel 4). Weiterhin gibt es noch verschiedene allgemeine Erkl‰- rungsversuche, auf die im abschlieflenden Kapitel 5 eingegangen wird.

2 Monitoring

2.1 Annahmen des Modells

In diesem Modell unterstellt Diamond eine einperiodische Ein-Produkt-Volkswirtschaft, in der ein Zinssatz R herrscht und in der alle relevanten Wirtschaftssubjekte risikoneut- ral sind. Es existieren N voneinander unabh‰ngige Unternehmer, die keine eigenen Mit- tel besitzen, sowie m Kapitalgeber, von denen jeder ¸ber Finanzen i.H.v. m-1< 1 ver- f¸gt.

Jeder der Unternehmer plant, ein Investitionsprojekt durchzuf¸hren, welches einen Er- trag y [mit 0 ≤ y < ∞] erwirtschaftet. Dazu werden die finanziellen Mittel mehrerer Ka- pitalgeber gebraucht. Sie werden dem Unternehmer die benˆtigten Mittel zur Verf¸gung stellen, wenn sie davon ¸berzeugt sind, dafl der erwartete Projektertrag den (Alternativ-) Zinssatz ¸bersteigt [EW(y) ≥ R]. Im Finanzierungsvertrag wird f¸r das Ende der Perio- de eine Kapitalr¸ckzahlung z, f¸r die 0 < z ≤ y gilt, des Unternehmers an die Kapitalge- ber vereinbart.5

Nun wird unterstellt, dafl allein der Unternehmer die tats‰chliche Hˆhe des Projektertrags beobachten kann. Diese Informationsasymmetrie6zieht ein Moral ñ Hazard ñ Problem7dahingehend nach sich, dafl f¸r den Unternehmer ein Anreiz besteht, ¸ber die tats‰chliche Hˆhe des Projektertrags zu t‰uschen. Er kˆnnte trotz besserer Ergebnisse behaupten, dafl der Erlˆs nicht ausreicht, um die Kapitalr¸ckzahlung zu t‰tigen, damit sich seine eigenen Konsummˆglichkeiten vergrˆflern. Deshalb mufl sichergestellt werden, dafl der Unternehmer den realisierten Ertrag zum Periodenende richtig (nicht zu tief) ausweist und die Kapitalr¸ckzahlung i.H.v. z > 0 vornimmt.

Die Anreizgestaltung kann auf drei verschiedenen Wegen geschehen, und zwar

- durch Festlegen eines Schuldvertrages zwischen Kapitalgeber und Unternehmer,
- durch direkte ‹berwachung der Unternehmer durch die Kapitalgeber oder
- durch Delegation der Monitoring - Aufgabe an einen Finanzintermedi‰r.

2.2 Festlegung eines Schuldvertrages

Den Anreiz, die Kapitalr¸ckzahlung korrekt vorzunehmen, bilden in Diamonds Modell nicht-pekuni‰re Strafen8. Die Strafzahlungen Φ(z) werden zusammen mit dem R¸ckzahlungsversprechen h in einem Schuldvertrag zwischen Kapitalgeber und Unternehmer festgelegt.

Die Strafzahlungen bewirken folgendes: Solange er kann [y ≥ h], ist es f¸r den Unternehmer optimal, das R¸ckzahlungsversprechen voll zu erf¸llen [z = h]. Anderenfalls [y < h] wird er den Kapitalgebern den ganzen verf¸gbaren Ertrag ¸berlassen [z = y].9Wenn der Unternehmer mindestens soviel zur¸ckzahlt, wie er versprochen hat [z ≥ h], wird keine Strafzahlung f‰llig [Φ(z) = 0].

Wenn er weniger zur¸ckzahlt, als er versprochen hat [z < h], betr‰gt die Strafzahlung die Differenz aus dem R¸ckzahlungsversprechen und der tats‰chlichen R¸ckzahlung [Φ(z) = h ñ z] so dafl es sich f¸r ihn nicht lohnt, zu l¸gen.

Der optimale Vertrag ist ein Schuldvertrag mit einer nicht-pekuni‰ren Strafzahlung Φ(z) und dem kleinstmˆglichen R¸ckzahlungsversprechen h, welches die Kapitalgeber noch mindestens mit einer Zahlung in Hˆhe des Zinssatzes R versorgt.10 Die Mˆglichkeit des Schuldvertrages beinhaltet aber auch einige Nachteile:

- F¸r den Unternehmer besteht die Gefahr einer Bestrafung, wenn sein Ertrag

zu niedrig ausgefallen ist, um alle seine Verbindlichkeiten zu begleichen.11

- Um die Strafen gegen¸ber dem s‰umigen Unternehmer durchzusetzen, ent-

stehen gesellschaftliche Kosten12.

2.3 Direkte Überwachung

Wenn ein Kapitalgeber Kontrollkosten K > 0 in die ‹berwachung des Unternehmers investiert, wird gew‰hrleistet, dafl er (und nur er) dessen Aktionen und den Projektertrag beobachten kann, so dafl eine T‰uschung durch den Unternehmer nicht mˆglich ist. Bei der Kontrolle eines Unternehmers durch m Anleger entstehen Kontrollkosten i.H.v. m×K, bei der Kontrolle von N Unternehmern erhˆhen sich die Kontrollkosten auf m×N×K (siehe Abbildung 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Direkte Finanzierung: Jeder Kreditgeber ¸berwacht seinen Kreditnehmer13Gesamtkosten: m× N × K

Der Nachteil dieser Lˆsung ist, dafl jeder der m Kapitalgeber einzeln den Betrag K auf- wenden mufl, was f¸r ihn dann zu teuer ist, wenn er nur einen relativ kleinen Anteil an der Kapitalr¸ckzahlung des Unternehmers besitzt. Weiterhin ¸bersteigen mit zuneh- mender Zahl der Kapitalgeber die aufgewandten Kosten den Nutzen bzw. die Ersparnis- se durch das Monitoring. Deshalb kˆnnte es rentabler sein, delegiertes Monitoring zu betreiben d.h. die Monitoring-Aufgabe an einen Finanzintermedi‰r zu ¸bertragen.

2.4 Delegiertes Monitoring

Ein Finanzintermedi‰r ist ein risikoneutraler Agent ohne eigene finanzielle Mittel, der Einlagen von Kapitalgebern erh‰lt. Die Einlagen stellt er dann den Unternehmern, die er im Namen der Kapitalgeber kontrolliert, zur Verf¸gung,.

Die R¸ckzahlungen der Unternehmer an den Finanzintermedi‰r betragen pro Unter-

nehmer GN =∑N

i=1

gi(yi). Hier mufl gi(yi) ≤ yi gelten, da ein Unternehmer nur entspre-

chend seinen Erlˆsen zur¸ckzahlen kann. F¸r die R¸ckzahlungen des Finanzintermedi‰rs an die Kapitalgeber mufl ZN ≤ GN gelten, da auch er nur das zahlen kann, was er von den Unternehmern erhalten hat.14

Weil die Kapitalgeber die Aktionen zwischen den Unternehmern und dem Finanzinter- medi‰r nicht beobachten kˆnnen, besteht f¸r letzteren ein Anreiz zu behaupten, er h‰tte keinen oder nur einen geringen Betrag von den Unternehmern erhalten. Deshalb schlie- flen die Kapitalgeber und der Finanzintermedi‰r einen Schuldvertrag in der im Kapitel

2.2 beschriebenen Weise15ab, der ihn vom L¸gen hinsichtlich seines eigenen realisierten Ertrags abhalten soll. Dieser Schuldvertrag soll einen Anreiz f¸r den Finanzintermedi‰r geben, die Delegationsaufgabe wahrzunehmen.

Indem die Kapitalgeber die Aufgabe des Monitoring an einen Finanzintermedi‰r delegieren, reduzieren sich die Kontrollkosten von m× N× K auf N× K. Dabei entstehen bei den Kapitalgebern Delegationskosten D. Die Gesamtkosten des delegiertes Monitoring setzen sich somit aus den tats‰chlichen Kontrollkosten N× K und den

Delegationskosten D zusammen. Delegiertes Monitoring macht sich dann bezahlt, wenn N×K + D < m×N×K gilt (siehe Abbildung 2).16

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Intermedi‰re Finanzierung als delegiertes Monitoring17Gesamtkosten: N × K + D

Die Division durch N ergibt K + (DN × N-1) < m × K. Daraus folgt, dafl die Delegations- kosten pro ¸berwachtem Unternehmer DN bei N → ∞ gegen Null gehen, was wiederum bewirkt, dafl die Gesamtkosten des Monitoring pro Unternehmer gegen K konvergieren.

Darin zeigt sich die grofle Rolle, die die Diversifizierung im Modell von Diamond spielt. Die Diversifizierung, d.h. Ausweitung seines Portfolio bewirkt, dafl nur eine geringe Wahrscheinlichkeit besteht, dafl tats‰chlich Strafen auf ihn zukommen. Da der Finanzintermedi‰r die Unternehmen beobachtet, ist er in der Lage, firmenspezifische Informationen auszuwerten und so eventuelle Risiken systematisch zu begrenzen. Die Existenz vieler unabh‰ngiger Bankschuldner bewirkt somit eine Risikodiversifizierung und mit N → ∞ eine Senkung der Wahrscheinlichkeit der Zahlungsunf‰higkeit der Bank und damit der Straf- bzw. der Delegationskosten.18Diese Folge des sog. Gesetzes der groflen Zahl f¸hrt dazu, dafl die tats‰chlichen Ertr‰ge des Intermedi‰rs je betreutem Projekt gegen ihren Erwartungswert konvergieren.19

2.5 Abschließende Bemerkungen

Das Modell von Diamond stellt die F‰higkeit des Finanzintermedi‰rs, Schuldner und Gl‰ubiger kosteng¸nstiger zusammenzubringen als sie es im direkten Kontakt kˆnnten, in den Vordergrund.20Ein Nachteil dieses Modells besteht z.B. darin, dafl in der Realit‰t kaum voneinander unabh‰ngige Unternehmen oder Banken mit unendlich vielen betreuten Unternehmen existieren.21Von Baltensperger wird beanstandet, dafl es sich hierbei nur um ein einperiodisches Modell handelt, bei dem der Aufbau eines guten Rufes durch langfristige Beziehungen aufler acht gelassen wird. Ein Vorteil dieses Modells kann darin gesehen werden, dafl die von der Bank angebotene Kontraktform die eines Schuldvertrages ist, die man auch in der Realit‰t finden kann.22

3 Liquiditätsschaffung und -sicherung

3.1 Annahmen des Modells

In diesem Modell untersuchen Diamond und Dybvig die Nachfrage nach Liquidit‰t und die Transformation illiquider Anlagen in liquide Finanzinstrumente durch die Bank. Sie gehen wiederum vom Vorhandensein von Informationsasymmetrien aus. Das Modell hat drei Perioden T0, T1 und T2. Es existiert eine Produktionstechnologie, welche bei Einsatz einer GE in T0 einen Ertrag von R > 1 in T2 erwirtschaftet. Wird die Produktion in T1 unterbrochen, wirft sie einen Ertrag in Hˆhe der Einzahlung (also eine GE) ab. Weiterhin gibt es im Modell zwei Typen von Anlegern. Typ 1 ist, z.B. wegen Krankheit, in Periode T1 gezwungen zu konsumieren. Typ 2 wird erst in Periode T2 konsumieren. Diese Situation ist in Tabelle 1 dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1 Liquidit‰tssituationen der Wirtschaftssubjekte23

In T0 weifl niemand, zu welchem Typ er gehˆrt. Diese Entscheidung f‰llt erst in T1 und ist f¸r die Teilnehmer nicht beobachtbar (private Information, Informationsasymmetrie). Somit besteht in T0 f¸r jeden Anlager das Risiko, vom Typ 1 zu sein.24

3.2 (Wettbewerbslösung)

In dieser Situation werden die Vermˆgenswerte von jedem Wirtschaftssubjekt selbst gehalten, d.h. nicht bei der Bank hinterlegt. Der Konsum des Typs i in der Periode k wird mit cki bezeichnet, wobei folgende Konsumverteilungen existieren: c11 = 1, c22 = R, c21 = c12 = 0.

Im Falle von Informationssymmetrie, d.h. wenn die Typen ˆffentlich beobachtbar w‰- ren, w¸rde im Zeitpunkt T0 ein Versicherungsmarkt entstehen. Auf dem kˆnnten sich die Anleger gegenseitig gegen das Risiko versichern, vom Typ 1 zu sein. Nachdem alle Anleger ihre Mittel zum Zeitpunkt T0 investiert haben, zieht Typ 1 in T1 seine Investition zur¸ck. Von der Investition des Typ 2 wird ebenfalls ein bestimmter Teil zur¸ckgezogen, und zwar zu Gunsten von Typ 1. Dieser erh‰lt somit etwas mehr, als seine Einzahlung in T0 betrug und Typ 2 erh‰lt etwas weniger als den Bruttoertrag R. So kommt es zu einem Risikoausgleich zwischen Typ 1 und Typ 2. Die optimalen Konsumniveaus im Fall einer Versicherung betragen somit c11* > 1 und c22* < R. Diamond und Dybvig gehen in ihrem Modell jedoch von Informationsasymmetrie aus, d.h. die Typenzugehˆrigkeit ist in T1 nicht ˆffentlich beobachtbar. Deshalb besteht trotz der obigen Versicherungslˆsung f¸r jeden Anleger der Anreiz, ¸ber seinen Typ zu t‰uschen. Typ 2 kˆnnte behaupten, vom Typ 1 zu sein, um die vorzeitige Zahlung i.H.v. c11*- 1 zu bekommen. Deshalb ist die gegenseitige Versicherung der Anleger im Fall herrschender Informationsasymmetrie wenig effizient.25

Aus diesem Grund wird ein Finanzintermedi‰r eingef¸hrt, dessen Aufgabe darin besteht, das individuelle Liquidit‰tsrisiko der Konsumenten, d.h. das Risiko, zu vorzeitigem Konsum veranlaflt zu sein, zu versichern.

3.3 Situation mit Finanzintermediär

3.3.1 Depositenvertrag

In diesem Fall schlieflt die Bank mit einem Anleger einen Depositenvertrag ab, in wel- chem letzterem der Anspruch einger‰umt wird, im Falle des R¸cktritts in T1 eine Zah- lung von r1 f¸r jede der Bank in T0 ¸berlassenen GE zu erhalten. Die Auszahlungsw¸n- sche der Anleger werden dabei sequentiell (nacheinander) solange bedient, wie die Bank Geldmittel hat. Diese sogenannte Ñsequentialñserviceì ñ Nebenbedingung besagt, dafl die Auszahlungen an jeden Anleger von seinem Platz in der Warteschlange und nicht von zuk¸nftigen Informationen ¸ber den hinter ihm in der Reihe stehenden Anle- ger abh‰ngig sind.26Somit h‰ngt die Gesamtauszahlung V1 in T1 von r1 und fj, d.h. der Anzahl derer, die vor dem Anleger j in der Warteschlange standen ab; die Gesamtaus- zahlung V2 in T2 ist abh‰ngig von f, d.h. vom Anteil der Anleger, die in T1 zur¸ckgezo- gen haben.

Mit dem Depositenvertrag kann ein (Nash-) Gleichgewicht erreicht werden, das eine optimale Risikoteilung erlaubt. In diesem Ñgutenì Gleichgewicht ist es das Beste f¸r Typ 1, seine Einlagen in T1 zur¸ckzuziehen, und f¸r Typ 2, bis T2 zu warten.

Ein Bank Run ist ein Ñschlechtesì Gleichgewicht. Er kommt zustande, wenn in T1 alle Anleger in der Annahme, die anderen w¸rden dies ebenfalls tun, versuchen ihre Einlagen zur¸ckzuziehen. Ihre Angst resultiert dabei aus der Vermutung, die Bank kˆnnte ihre Liquidit‰t verlieren. Es ist so, dafl alles was bewirkt, dafl die Anleger einen Run erwarten, tats‰chlich zu einem solchen f¸hren wird. Bank Runs zerstˆren nicht nur die Risikoteilung der Anleger, sie vermindern auch die Effizienz der Wirtschaft, da alle Investitionen in T1 d.h. zu fr¸h abgebrochen werden.27

Es ist die Transformation illiquider in liquide Anlagen, die sowohl f¸r den von der Bank bereitgestellten Liquidit‰tsservice als auch f¸r deren Empfindlichkeit f¸r Bank Runs verantwortlich ist. F¸r alle r1 > 1 sind Bank Runs ein mˆgliches Gleichgewicht. Wenn r1 = 1 w‰re, w¸rde die Bank nicht f¸r Bank Runs anf‰llig sein, aber dann w¸rde auch kei- ne Bank nˆtig werden.28

Aus diesem Grund untersuchen Diamond und Dybvig bestimmte Maflnahmen, welche die Gefahr eines Bank Runs eliminieren kˆnnten.

3.3.2 Verbesserung der Depositenverträge durch Konvertibilitätsbeschränkung

Die Beschr‰nkung der Konvertibilit‰t29ist eine simple Variation des Depositenkontrakts, welche die Banken vor Bank Runs bewahren soll. Die Konvertibilit‰tsbeschr‰nkung bewirkt, dafl ein Anleger beim Zur¸ckziehen seiner Einlagen in T1 keine Auszahlung erh‰lt, wenn bisher zu viele Einlagen zur¸ckgezogenen wurden. Dadurch wird den Anlegern vom Typ 2 der Anreiz genommen, ihre Einlagen zu fr¸h, d.h. in T1 zur¸ckzuziehen, da sie keine Auszahlung erhalten w¸rden, weil vor ihnen schon ein Teil f¥ der Sichteinlagen zur¸ckgezogen wurden.

Die R¸ckzahlung V1 in T1 betr‰gt r1, falls die Grenze der Konvertibilit‰tsbeschr‰nkung noch nicht erreicht wurde [fj ≤ f¥]. Wenn durch den Anleger j der Wert f¥ ¸berschritten wird, bekommt er in T1 keine Auszahlung [V1 = 0]. Die Auszahlung V2 in T2 ist wiederum von f, den in T1 get‰tigten Auszahlungen, abh‰ngig.

In dieser Situation werden in T1 nur Anleger vom Typ 1 zur¸ckziehen [t = f]. Auflerdem wird in T1 kein Anleger vom Typ 2 zur¸ckziehen, da er einen hˆheren Ertrag erreicht, wenn er bis T2 wartet.

Dieses Nash - Gleichgewicht ist ein Ñgutesì Gleichgewicht, da es optimale Risikotei- lung ermˆglicht. Die Anleger betreiben dominante Strategie. Sie w‰hlen die Gleichge- wichtssituation, egal was ihre Erwartungen bez¸glich der Reaktionen der anderen Anle- ger sind. Dieser Vertrag arbeitet aber nur perfekt, wenn t ex ante bekannt und nicht zu- f‰llig ist.30

3.3.3 Optimale Depositenverträge mit zufälligen Abhebungen

Wie Diamond und Dybvig zeigen, kˆnnen Depositenvertr‰ge, die der Ñsequentialñ serviceì ñ Nebenbedingung gehorchen m¸ssen, keine optimale Risikoteilung gew‰hrleisten, wenn statt t ein stochastisches und ex ante unbekanntes t¥ existiert.31Der Beweis kann folgendermaflen gef¸hrt werden:

F¸r alle Gleichgewichte unversicherter Bankvertr‰ge ist die Gesamtauszahlung V1 an Typ 1 abh‰ngig von seiner Stellung in der Linie [fj]. Es gilt V1(fj) und V2(f). Unter der Annahme eines Ñgutenì Gleichgewichts, d.h. wenn nur Anleger vom Typ 1 ihre Einlagen in T1 abheben, gilt fj = t und somit auch V1(t).

Nun kann t¥ unterschiedliche Werte t1 und t2 annehmen, wobei V1(t1) ≠ V1(t2) gilt. Es besteht der folgende Gegensatz: F¸r alle mˆglichen Realisationen von t¥= t ist V1(fj) konstant f¸r alle fj ∈ (0, t). Das impliziert, dafl c11(t) konstant und unabh‰ngig von der Realisation von t¥ sein mufl, aber da der in T2 mˆgliche Konsum von den Abhebungen in T1 abh‰ngig ist, variiert c22(t) mit t. Ein konstantes c11(t) und ein variables c22(t) widersprechen jedoch einer optimalen Risikoteilung.32

3.3.4 Staatliche Depositenversicherung

Die staatliche Depositenversicherung garantiert, dafl die versprochene Zahlung r1 auch tats‰chlich an die ausgezahlt wird, die in T1 ihre Einlagen zur¸ckziehen, unabh‰ngig von ihrer Stellung in der Warteschlange. Als Versicherer tritt der Staat und nicht der Finanzintermedi‰r auf, weil zur Finanzierung der Versicherung Steuern erhoben werden und letzterer nicht zur Steuererhebung legitimiert ist ñ er also gezwungen w‰re, Reserven zu halten, um das Versicherungsversprechen zu erf¸llen.

Die Auszahlungen an Typ 2 in T2 wird ¸ber Steuern finanziert, die der Staat von denen erhebt, die in T1 zur¸cktreten. Der Steuerbetrag λ ist dabei abh‰ngig von r1 und f.33 Eine staatliche Einlagenversicherung bewirkt, dafl es sich f¸r keinen Anleger lohnt, an einem Bank Run teilzunehmen. Auflerdem ist f¸r die Anleger die Verpflichtung des Staates so vertrauenerweckend, dafl sie nicht panisch werden und es gar nicht erst zu einem Run kommt.34

Auch im Fall unvollst‰ndiger Information ist aufgrund der Steuerfinanzierung gew‰hrleistet, dafl jeder den ihm zustehenden Betrag erh‰lt. Deshalb wird kein Anleger vorzeitig zur¸ckziehen.

Diamond und Dybvig beweisen, dafl staatlich versicherte Depositenkontrakte ein Optimum in Form eines Nash-Gleichgewichtes erreichen, wenn die Regierung eine Steuerhˆhe festlegt, von der sie die Einlagenversicherung bezahlen kann.

3.4 Abschließende Bemerkungen

Dieses Modell konzentriert sich auf die Gefahr eines Illiquidit‰tsrisikos, welches bei den Anlegern besteht. Als Auslˆser von Bank Runs werden nur die Bef¸rchtungen ¸ber Abhebungen anderer Anleger gesehen. Bedenken der Anleger bez¸glich eventueller Verluste und Insolvenz der Bank werden aufler acht gelassen.

Baltensperger kritisiert, dafl z.B. Anreizeffekte der Versicherung auf das Investitionsund Gesch‰ftsverhalten der Bank oder Insolvenzprobleme, die sich auf das Kredit- und Anlageverhalten der Bank zur¸ckf¸hren lassen, aufler acht gelassen werden.35

4 Der Verhandlungsansatz

4.1 Annahmen des Modells

Bester unterstellt in seinem Modell, auf dessen Ans‰tze hier nur kurz eingegangen wer- den soll, drei relevante Gruppen von Wirtschaftssubjekten, die auf dem Kapitalmarkt zusammentreffen: Investoren, Finanzintermedi‰re und Unternehmer. Die Unternehmer besitzen zwar genau wie die Finanzintermedi‰re kein Eigenkapital, sie verf¸gen jedoch ¸ber Investitionsprojekte, die allerdings finanziert werden m¸ssen. Das geschieht durch die Investoren, da diese als einzige ¸ber finanzielle Mittel i.H.v. W > 0 verf¸gen.36

Die Finanzierung kann auf zwei verschiedenen Arten erfolgen:

- durch Direktinvestition, bei der die Investoren nach Investitionsprojekten su-

chen und mit den Unternehmern ¸ber deren Finanzierung verhandeln oder

- durch Einschaltung eines Intermedi‰rs, dem der Investor die Suche und die

Verhandlungen mit den Unternehmern ¸bertr‰gt (Verhandlungsdelegation).37

Zur Finanzierung eines Investitionsprojektes ist das Kapital W eines Investors ausreichend, d.h. es ergibt keinen Vorteil, die Einlagen mehrerer Investoren zusammenzuziehen. Bester will damit zeigen, dafl Finanzintermediation auch ohne das Vorhandensein von Ñeconomies of scaleì38effizient ist.

Annahmegem‰fl gibt es zwei Typen von Investitionsprojekten Typ A und Typ B. Der Anteil von Projekten des Typs A ist α mit 0 < α < 1, der restliche Teil aller Projekte (1 ñ α) ist vom Typ B. Projekt A unterliegt geringem bzw. gar keinem Risiko, Projekt B ist sehr stark risikobehaftet und sein Ertrag ist geringer als die Investition W.39

4.2 Direktinvestition

Im Falle der Direktinvestition sucht der Investor selbst nach einem profitablen Investitionsprojekt, z.B. mit Hilfe einer Kreditw¸rdigkeitspr¸fung, was f¸r ihn Suchkosten s > 0 pro Periode verursacht. Mit einer Wahrscheinlichkeit µ, f¸r die 0 < µ < 1 gilt, findet der Investor ein passendes Projekt, das es zu finanzieren lohnt. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 - µ schl‰gt die Suche fehl.40

Nachdem er eine geeignete Investitionsmˆglichkeit gefunden hat, ist der Investor in der Lage, das Risiko des Projekts einzusch‰tzen. Wenn das Projekt nicht riskant ist oder er ein vorhandenes Risiko als vertretbar einsch‰tzt (Projekt vom Typ A), handelt der In- vestor mit dem Unternehmer den Finanzierungsvertrag aus. Direktinvestition findet statt, wenn der Unternehmer ein Projekt vom Typ A gefunden hat, da nur dessen Ertrag die Investition W ¸bersteigt.41

Alternativ dazu kann der Investor die Analyse eines gefundenen Projekts beenden, wenn es ihm zu riskant erscheint (Projekt vom Typ B) und mit der Suche nach einem Projekt fortfahren, das besser geeignet ist. Diese Mˆglichkeit bezeichnet Bester als Ñoutside ñ optionì42

4.3 Verhandlungsdelegation

Im diesem Fall suchen Finanzintermedi‰re im Auftrag der Investoren nach mˆglichen Investitionsprojekten, analysieren sie und handeln Darlehensvertr‰ge mit den Unter- nehmern aus. Das bewirkt, dafl der Investor nur mit dem Finanzintermedi‰r kontrahiert, d.h. es findet kein direkter Kontakt zwischen dem Investor und dem Unternehmer statt. Bei der ‹bertragung der Verhandlungsmacht an den Finanzintermedi‰r ist der Investor nicht mehr in der Lage, dessen Suchverhalten zu ¸berwachen. Aus diesem Grund be- steht nun die Mˆglichkeit, dafl der Intermedi‰r ¸berm‰flig risikobehaftete Investitionen t‰tigt. Diese Gefahr besteht nat¸rlich im oben erl‰uterten Fall der Direktinvestition nicht.

Die Wahrscheinlichkeit mit der ein Finanzintermedi‰r ein Projekt vom Typ A ausfindig macht, betr‰gt µ × α; die Wahrscheinlichkeit f¸r das Auffinden eines Projekts vom Typ B betr‰gt µ × (1 ñ α). Es wird unterstellt, dafl der Finanzintermedi‰r keinen technologischen Vorteil gg¸. dem Investor hat. Auch seine Suchkosten betragen s > 0.43

Allerdings bestehen zwischen Direkt- und intermedi‰rer Investition zwei entscheidende Unterschiede:

- Im Falle der Verhandlungsdelegation unterzeichnet der Investor einen Ver-

trag mit dem Intermedi‰r, bevor die Suche nach einem Finanzierungsprojekt stattfindet. Im Vertrag werden Bedingungen f¸r die R¸ckzahlungen des Finanzintermedi‰rs an den Investor festgehalten.

- Der Investor ist nur im Falle der Direktinvestition voll ¸ber Risiken infor-

miert, da er nicht das Such- und Verhandlungsverhalten des Finanzintermedi‰rs beobachten kann. Der Intermedi‰r kˆnnte demzufolge glaubhaft behaupten, dafl Investitionsprojekt w‰re fehlgeschlagen.44

4.4 Das Zustandekommen eines Vertrages

Wenn der Investor (im Fall der Direktinvestition) oder der Finanzintermedi‰r (im Fall der Verhandlungsdelegation) einen geeigneten Unternehmer gefunden haben, treten sie mit diesem in Verhandlungen ein. Hier kommt wieder die Mˆglichkeit einer Ñoutside-optionì zum Vorschein, die das Verhalten der Verhandlungspartner bei Nicht¸bereinstimmung beschreibt.

In diesem Sinn haben Investor oder Finanzintermedi‰r die Ñoutside-optionì, also die Alternative, den Verhandlungsprozefl zu stoppen und nach einem anderen Unternehmer zu suchen. Das Ergebnis dieser Ñoutside-optionì ist in jedem Fall geringer als der erwar- tete Projektertrag.45

Die Verhandlungslˆsung kann durch folgende drei Merkmale definiert werden:

- Ein Finanzierungsvertrag kommt zustande, wenn der erwartete Ertrag das Ergebnis der Ñoutside-optionì des Investors bzw. des Finanzintermedi‰rs ¸- bersteigt.

- Im Falle eines Vertragsabschlusses bekommt jeder Verhandlungspartner die

H‰lfte des erwarteten Ertrages, es sei denn, dies w‰re weniger als die Ñoutsi- de-optionì ñ Auszahlung an den Investor bzw. an den Finanzintermedi‰r.

- Der Vertrag weist dem Investor bzw. dem Finanzintermedi‰r die Ñoutside-

optionì zu, wenn deren Wert die H‰lfte des erwarteten Ertrages ¸bersteigen sollte.46

4.5 Abschließende Bemerkungen

Der Hauptunterschied zwischen dem Modell von Bester und dem von Diamond (siehe Kapitel 2) besteht darin, dafl letzterer die Existenz von Ñscale economiesì annimmt. In Diamonds Ansatz brauchen Investitionsprojekte Einlagen von mehreren Kapitalgebern. Deshalb ist die Delegation der Monitoring ñ Aufgabe an einen Finanzintermedi‰r preiswerter, als wenn jeder der Kapitalgeber den Unternehmer einzeln beobachten w¸r- de. Auflerdem kann der Finanzintermedi‰r sein Portfolio ausweiten und in mehrere Pro- jekte investieren.

Bester schlieflt in seinem Modell die Existenz von Ñscale economiesì und Transaktionskostenvorteilen47aus. Er begr¸ndet dies damit, dafl die Vorteile der Finanzintermediation auch ohne diese zum Vorschein kommen. und beweist, dafl die Einschaltung eines Finanzintermedi‰rs hilft, das Problem der Unterinvestition zu lˆsen und Investitionen f¸r die Investoren attraktiver zu gestalten.48

5 Weitere Erklärungen und Zusammenfassung

Finanzintermedi‰re spielen eine Rolle bei der Vermˆgensumwandlung kleiner, liquider und weitgehend risikolos anzulegender Ersparnisse in grofle, meist l‰ngerfristig in Anspruch genommene und h‰ufig risikobehaftete Kredite (Losgrˆflen-, Risiko- und Fristentransformation).49Der Grund daf¸r, dafl diese Vermˆgenstransformationen durch Finanzintermedi‰re und nicht durch die Wirtschaftssubjekte selbst durchgef¸hrt wird, ist dafl bei den Finanzintermedi‰ren Ñeconomies of scaleì (Grˆflenvorteile) und Ñeconomies of scopeì (Diversifikationsvorteile) bestehen.50

Leland und Pyle unterstellen Informationsasymmetrien zwischen kapitalsuchenden und kapitalanbietenden Wirtschaftssubjekten als Prim‰rgrund f¸r die Existenz von Finanzintermedi‰ren, welche aufgrund ihrer Grˆflenvorteile Informationen sammeln und weiterverkaufen.51Im Gegensatz dazu werden von Benston und Smith Transaktionskosten als Ursache der Existenz von Finanzintermedi‰ren genannt.52

Eine weitere Aufgabe von Finanzintermedi‰ren, die speziell vom Bankensystem bew‰l- tigt wird, ist die Durchf¸hrung des Zahlungsverkehrs m. H. von Schecks, Bank¸berwei- sungen usw.53

Zusammenfassend l‰flt sich feststellen, dafl Finanzintermediation die Antwort auf die Unf‰higkeit der Marktmechanismen, Informationsprobleme effizient zu lˆsen, ist. Die verschiedenen Modelle unterstellen verschiedene Arten von Informationsasymmetrien, die Transaktionskosten hervorrufen und zeigen verschiedene Arten der Finanzintermediation, die versuchen dies zu verhindern.

Hauptseminar Geldtheorie I Susan Drechsler

V. Literaturverzeichnis

- Baltensperger, E.:"Banken und Finanzintermediäre",

in: Von Hagen, J. et al. (Hrsg.), Springers Handbuch der Volkswirtschaftslehre 1, Grundlagen, Berlin u. a. 1996, S. 269 - 304

- Benston, G. J./Smith, C. W.:"A Transactions Cost Approach to the Theory of Financial

Intermediation", in: The Journal of Finance XXXI, 1976, S. 215 - 231

- Bester, H.:"A Bargaining Model of Financial Intermediation",

in: European Economic Review 39, 1995, S. 211 - 228

- Bhattacharya, S./Thakor, A. V.:"Contemporary Banking Theory",

in: Journal of Financial Intermediation 3, 1993, S. 2 - 50

- Breuer, W.: „Finanzintermediation und Wiederverhandlungen“,

in: Kredit und Kapital 2, 1994, S. 291 - 309

- Diamond, D. W.:"Financial Intermediation and Delegated Monitoring",

in: Review of Economic Studies LI, 1984, S. 393 - 414

- Diamond, D. W./Dybvig, P. H.:"Bank Runs, Deposit Insurance and Liquidity",

in: Journal of Political Economy 91, 1983, S. 401 - 419

- Freixas, X./Rochet, J.-C.:"Microeconomics of Banking",

Cambridge (Mass.), London 1997

- Leland, H. E./Pyle, D. H.: "Informational Asymmetries, Financial Structure and

Financial Intermediation", in: The Journal of Finance XXXXII, 1977, S. 371 - 387

1 Vgl.Breuer, W.: ÑFinanzintermediation und Wiederverhandlungenì, in: Kredit und Kapital 2, 1994,

S. 291 ñ 309 insbes. S. 291

2 Diamond, D. W.:Ñ Financial Intermediation and Delegated Monitoringì in: Review of Economic Studies LI, 1984, S. 393 ñ 414.

3 Diamond, D. W./Dybvig, P. H.:ÑBank Runs, Deposit Insurance and Liquidityì, in: Journal of Political Economy 91, 1983, S. 401 ñ 419.

4 Bester, H.: "A Bargaining Model of Financial Intermediation", in: European Economic Review 39, 1995, S. 211 ñ 228 insbes. S. 214

5 Vgl.Diamond, D. W., a.a.O., S. 396

6 Informationsasymmetrien: Informationsunvollkommenheiten, z.B. fehlende Information oder falsch verteilte Information.

7 Moral Hazard: Risiko unehrlichen oder fahrl‰ssigen Verhaltens.

8 Nicht-pekuni‰re Strafen: Strafen, die den Unternehmer schlechter stellen ohne den Kapitalgeber besser zu stellen. Von Diamond werden z.B. genannt: aufwendiges Erkl‰ren schlechter Resultate, Verlust des guten Rufes aufgrund des Bankrotts, usw.

[...]


9 Vgl.Baltensperger, E., a.a.O., S.274.

10 Vgl.Diamond, D. W., a.a.O., S. 397.

11 Vgl.Breuer, W., a.a.O., S. 294.

12 Gesellschaftliche Strafkosten: Kosten f¸r Insolvenz- und Konkursverfahren.

13 Quelle:Freixas, X./Rochet, J.-C.: ÑMicroeconomics of Bankingì, Cambridge, London 1997, S. 30

14 Vgl.Diamond, D. W., a.a.O., S. 399

15 D.h.: Die Strafzahlungen betragen Φ(ZN) = 0, falls ZN ≥ HN und Φ(ZN) = HN ñ ZN, falls ZN < HN ist. Solange er kann [GN > HN], ist es f¸r den Finanzintermedi‰r optimal, das R¸ckzahlungsversprechen voll zu erf¸llen [ZN = HN]. Andernfalls [GN ≤ HN] wird er den Gl‰ubigern den ganzen verf¸gbaren Ertrag ¸berlassen [ZN = GN].

16 Vgl.Freixas, X./Rochet, J.-C., a.a.O., S. 31.

17 Quelle:Freixas, X./Rochet, J.-C., a.a.O., S. 30

18 Vgl.Baltensperger, E., a.a.O., S. 275 sowieDiamond, D. W., a.a.O., S. 402.

19 Vgl. Breuer, W., a.a.O., S 295.

20 Vgl.Baltensperger, E., a.a.O., S. 275.

21 Vgl.Breuer, W., a.a.O., S 296.

22 Vgl.Baltensperger, E., a.a.O., S. 276.

23 Quelle: eigene Mitschrift zur Vorlesung ÑGeldtheorieì, WS 1997/98.

24 Vgl.Diamond, D. W./Dybvig, P. H., a.a.O., S. 405f sowieBaltensperger, E., a.a.O., S. 277f.

25 Vgl. Diamond, D. W./Dybvig, P. H., a.a.O., S. 406f. sowie Baltensperger, E., a.a.O., S. 279f.

26 Vgl.Diamond, D. W./Dybvig, P. H., a.a.O., S. 408.

27 Vgl.Diamond, D. W./Dybvig, P. H.,a.a.O., S. 408ff. sowieBaltensperger, E., a.a.O., S. 280f.

28 Vgl. Diamond, D. W./Dybvig, P. H., a.a.O., S. 409 sowie Baltensperger, E., a.a.O., S. 281.

29 Konvertibilit‰t: Handelbarkeit, Austauschbarkeit

30 Vgl.Diamond, D. W./Dybvig, P. H.,a.a.O., S. 410f sowieBaltensperger, E., a.a.O., S. 280f.

31 Vgl. Diamond, D. W./Dybvig, P. H., a.a.O., S. 411 sowie Baltensperger, E., a.a.O., S. 281.

32 Vgl.Diamond, D. W./Dybvig, P. H.,a.a.O., S. 411f.

33 Vgl. Diamond, D. W./Dybvig, P. H., a.a.O., S. 413 sowie Baltensperger, E., a.a.O., S. 281.

34 Vgl.Baltensperger, E., a.a.O., S. 282.

35 Vgl.Baltensperger, E., a.a.O., S. 282f.

36 Vgl.Bester, H.,a.a.O., S. 214.

37 Vgl. Bester, H., a.a.O., S. 214.

38 Scale economies: Skaleneffekte, Grˆflenvorteile; Kostenersparnisse, die bei steigendem Output durch Spezialisierung, Lernprozesse und Kostengrˆflenvorteile entstehen

39 Vgl.Bester, H.,a.a.O., S. 215.

40 Vgl.Bester, H., a.a.O., S. 214.

41 Vgl.Bester, H.,a.a.O., S. 215.

42 Vgl. Bester, H., a.a.O., S. 214.

43 Vgl.Bester, H., a.a.O., S. 215.

44 Vgl. Bester, H., a.a.O., S. 215f.

45 Vgl.Bester, H., a.a.O., S. 216.

46 Vgl.Bester, H., a.a.O., S. 216.

47 Transaktionskosten: Such-, Kontroll-, Pr¸fkosten sowie Kosten des Geldverkehrs

48 Vgl. Bester, H., a.a.O., S. 212f.

49 Vgl.Freixas, X./Rochet, J.-C., a.a.O., S. 4f.

50 Vgl.Freixas, X./Rochet, J.-C., a.a.O., S. 18f.

51 Vgl.Leland, H. E./Pyle, D. H.: "Informational Asymmetries, Financial Structure and Financial Intermediation", in: The Journal of Finance XXXXII, 1977, S. 371 ñ 387, S. 382.

52 Vgl.Benston, G. J./Smith, C. W.:"A Transactions Cost Approach to the Theory of Financial Intermediation", in: The Journal of Finance XXXI, 1976, S. 215 ñ 231, S. 215.

53 Vgl. Baltensperger, E., a.a.O., S. 283.

22 von 22 Seiten

Details

Titel
Intermediationsleistungen des Bankbetriebs. Ansätze zur Erklärung der Existenz von Geschäftsbanken
Hochschule
Universität Leipzig
Veranstaltung
Hauptseminar Theorie des Bankverhaltens: Funktionen und Organisation der Kreditwirtschaft
Note
2,3
Autor
Jahr
1998
Seiten
22
Katalognummer
V98852
Dateigröße
472 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Intermediationsleistungen, Bankbetriebs, Ansätze, Erklärung, Existenz, Geschäftsbanken, Hauptseminar, Theorie, Bankverhaltens, Funktionen, Organisation, Kreditwirtschaft
Arbeit zitieren
Susan Drechsler (Autor), 1998, Intermediationsleistungen des Bankbetriebs. Ansätze zur Erklärung der Existenz von Geschäftsbanken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/98852

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