Diese Einsendeaufgabe aus dem Bereich biologische Psychologie befasst sich zunächst mit dem somatischen und vegetativen Nervensystem. Daraufhin werden die Hormone der Hypophyse analysiert. Abschließend wird das Thema des Neurofeedbacks behandelt.
Das vegetative Nervensystem (kurz VNS), auch autonomes Nervensystem (ANS) genannt, dient als System des Kommunikationsaustausches zwischen den menschlichen Organen. Neben dem vegetativen Nervensystem existiert noch das endokrine System (auf Basis von Hormonen) als essenzieller Überträger von Daten. Bedeutende Aufgaben des VNS umfassen etwa die Regelung des Stoffwechsels, die Regelung der Körpertemperatur, der Atmung, des Kreislaufes, der Verdauung sowie der Fortpflanzung. Im Gegensatz zu dem somatischen Nervensystem unterliegt es keiner willkürlichen und unmittelbaren Kontrolle, darum ist es auch unter dem Namen “autonomes Nervensystem“ bekannt. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Somatisches und vegetatives Nervensystem
2. Hormone der Hypophyse
3. Neurofeedback
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über zentrale Aspekte der Biologischen Psychologie, wobei sie insbesondere die funktionale Gliederung des Nervensystems, die hormonelle Regulation durch die Hypophyse sowie die therapeutischen Einsatzmöglichkeiten von Neurofeedback untersucht.
- Struktur und Funktionsweise des vegetativen und somatischen Nervensystems
- Physiologische Bedeutung und Wirkungsweisen ausgewählter Hormone der Hypophyse
- Neuroendokrine Einflüsse auf Sozialverhalten und körperliche Regulation
- Grundlagen, technische Anwendung und klinische Indikationen von Neurofeedback
Auszug aus dem Buch
Neurofeedback
Bei Neurofeedback wird der Klient verkabelt. Dabei werden Elektroden mit einer Paste auf verschiedene Regionen des Kopfes befestigt. Diese Elektroden messen die Gehirnströme des Klienten und teilen diese Messinformationen dem Computer mit. Die gemessenen Gehirnströme werden anschließend mit einer Software ausgewerteten und an den Monitor gesendet, auf den der Klient blickt. Auf diesem Monitor läuft ein sogenanntes Feedback, was z.B. ein Film oder ein fliegendes Flugzeug sein kann. Dieses Feedback beinhaltet die gemessenen Hirnströme und dabei werden die Aktivitäten des Gehirns gespiegelt. Je nachdem welche Aktivitäten das Gehirn setzt, wird es unterschiedlich belohnt. Das Prinzip des Neurofeedbacks funktioniert mithilfe der operanten Konditionierung. Das Gehirn lernt also durch positive oder negative Konsequenzen, welches Verhalten zu einer Belohnung und welches zu einer Bestrafung führt. Neurofeedback macht sich dieses Verhalten zu Nutze, so fliegt z.B. ein Raumschiff schneller, wenn das gesetzte Verhalten des Gehirns als richtig und belohnenswert empfunden wurde.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Somatisches und vegetatives Nervensystem: Dieses Kapitel erläutert die anatomische und funktionale Differenzierung zwischen dem willkürlichen somatischen und dem unbewussten vegetativen Nervensystem sowie deren Zusammenspiel.
2. Hormone der Hypophyse: Der Abschnitt beschreibt die Bedeutung der Hypophyse als Regulationszentrum und analysiert detailliert die Wirkungen spezifischer Hormone wie Oxytocin, Somatotropin, ACTH und Vasopressin.
3. Neurofeedback: Dieses Kapitel führt in die Grundlagen des Neurofeedbacks mittels EEG ein und diskutiert dessen Anwendung bei verschiedenen Störungsbildern wie ADS/ADHS, Migräne und Epilepsie.
Schlüsselwörter
Biologische Psychologie, Nervensystem, Somatisches Nervensystem, Vegetatives Nervensystem, Hypophyse, Oxytocin, Vasopressin, Somatotropin, ACTH, Neurofeedback, EEG, Operante Konditionierung, Selbstregulation, Gehirnaktivität, Psychosomatik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt grundlegende physiologische und psychologische Mechanismen des menschlichen Körpers und Gehirns im Kontext der Biologischen Psychologie.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Themen umfassen die Steuerung des Nervensystems, die hormonelle Regulation durch die Hypophyse sowie moderne therapeutische Ansätze der Gehirnselbstregulation.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen neurobiologischen Prozessen und psychischen bzw. körperlichen Funktionen verständlich darzulegen und therapeutische Interventionsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird thematisiert?
Die Arbeit fokussiert sich primär auf die neurobiologische Perspektive und erläutert als therapeutische Anwendung die Methode des Neurofeedbacks basierend auf der operanten Konditionierung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Nervensystems, die detaillierte Analyse hypophysärer Hormone und die Erläuterung der Neurofeedback-Technik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Nervensystem, Hypophyse, Neurofeedback, Oxytocin, Somatotropin und Selbstregulation.
Wie beeinflusst Oxytocin das menschliche Sozialverhalten?
Oxytocin wirkt bindungsfördernd, unterstützt soziale Interaktionen und spielt eine zentrale Rolle bei der Ausbildung von Bindungsgefühlen, insbesondere zwischen Eltern und Kindern sowie bei sexuellen Interaktionen.
Wie funktioniert das Neurofeedback-Training bei Migränepatienten?
Das Training zielt darauf ab, durch EEG-gestützte Rückmeldung die Selbstregulation langsamer Hirnpotenziale zu verbessern und den zerebralen Blutfluss zu beeinflussen, um so die Anfallshäufigkeit zu reduzieren.
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- Stefan Gruber (Author), 2020, Somatisches und vegetatives Nervensystem, Hormone der Hypophyse, Neurofeedback, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/988522