Planung von Unternehmensanwendungen in der mittelständischen Produktion. Vernetzung und Digitalisierung


Hausarbeit, 2018

8 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung
1.1) Problemdarstellung für das Mittelstandsunternehmen „CasesAndMore GmbH“
1.2) Ziel und Umsetzung der planerischen Unternehmensanwendung für die „CasesAndMore GmbH“

2. Beschreibung und Dokumentation des zu digitalisierenden Prozesses „Kundenverwaltung“
2.1) Von der Datenmodellierung zum ERM-Modell
2.2) ERM-Modell für den Prozess „Kundenverwaltung“ der „CasesAndMoreGmbH“

3. Erfolgreiche Gestaltung des Workshops durch Konkretisierung prozessrelevanter Anforderungen und IT-relevanter Vorgaben
3.1) Prozessrelevante Anforderung an das Anwendungssystem
3.2) IT-relevante Vorgaben an das Anwendungssystem

4. Schlussfazit

5. Quellenverzeichnis

1. Einführung

Im heutigen digitalen Zeitalter, das in der Gesellschaft auch als Industrie 4.0 bezeichnet wird, stehen Unternehmen durch die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung vor immer neueren Herausforderungen. Vor allem im Marktkonkurrenzkampf mit anderen Unternehmen ist es heute unverzichtbar, die unternehmensinternen Arbeitsabläufe und Geschäftsprozesse ständig zu optimieren und zu verbessern, um auf dem Markt durch eine steigende Effizienz und Transparenz langfristig erfolgreich zu sein. Die schnelle Beschaffung, Bereitstellung und Verarbeitung von Informationen ist dabei ein wesentliches Merkmal, die in der Informationstechnik durch ERP-Systeme (Enterprise- Resource-Planning-System) sichergestellt werden. „Wenn ein integriertes Gesamtsystem alle wesentlichen operativen und Führungsfunktionen unterstützt spricht man von einem Enterprise-Resource-Planning-System (ERP-System). Dieses besteht aus einem Basissystem und funktionsbezogenen Modulen wie externes Rechnungswesen, Controlling, Beschaffung, Produktionsplanung- und Steuerung, Vertrieb- und Projektmanagement.“ 1

1.1 Problemdarstellung für das Mittelstandsunternehmen „CasesAndMore GmbH“

Während in Großunternehmen ein ERP-System bereits zum Standard gehört, gewinnen diese IT-Systeme auch für den Mittelstand immer mehr an Bedeutung, um weiter konkurrenzfähig zu bleiben.

Für das im Bereich Produktion/Holzverarbeitung tätige mittelständische Unternehmen „CasesAndMore GmbH“, das neue Absatzmöglichkeiten im Online-Handel durch eine Geschäfts-oder Produktidee sieht, arbeitet lediglich mit einem einfachen Warenwirtschaftssystem, welches ein integriertes Online-Banking sowie eine Umsatzsteuervoranmeldung und eine einfache Kontaktverwaltung bietet. Diese Systeme sind jedoch heute nicht mehr zeitgemäß, sodass sich ein modernes Anwendungssystem mit integriertem Online - Handel anbietet.

Das befreundete IT Unternehmen „IlikelT GmbH“ stellt hierzu sein Know-How zur Verfügung, um die Prozesse „Kundenverwaltung“, „Bewerberprozess“, „Shopsystem“1 2 und „Marketing“, die in ihrer Vorgehensweise weder geplant noch dokumentiert sind, mit selbst erstellter Software zu unterstützen.

Ein Workshop zwischen der „CasesAndMore GmbH“ und der „IlikelT GmbH“ soll dabei die benötigen Liefergegenstände für das System klarstellen und definieren (Lastenheft), die für ein qualifiziertes Angebot (Pflichtenheft) erforderlich sind. Auf den Prozess „Kundenverwaltung“ wir dabei in dieser Studienarbeit näher eingegangen.

1.2 Ziel und Umsetzung der planerischen Unternehmensanwendung für die „CasesAndMore GmbH“

Um zielgerichtet ein neues Anwendungssystem für das mittelfränkische Unternehmen erstellen zu können, ist vorerst eine Beschreibung und Dokumentation des zu digitalisierenden Prozesses „Kundenverwaltung“ und der dazu benötigten Daten zu treffen, ehe im Workshop zwischen der „CasesAndMore GmbH“ und der „IlikelT GmbH“ die relevanten Vorgaben und Anforderungen des Anwendungssystems konkretisiert werden können, um den Workshop schließlich erfolgreich durchzuführen.

2. Beschreibung und Dokumentation des zu digitalisierenden Prozesses „Kundenverwaltung“

2.1 Von der Datenmodellierung zum ER-Modell

Um den Prozess „Kundenverwaltung“ für das zu erstellende System ausarbeiten zu können, ist als erstes eine Modellierung der Daten notwendig, die bei der Spezifikation des Prozesses eine wesentliche Rolle spielt. Dazu folgt die (Zitat, Seite 163, Stahlknecht-Hasenkamp, Einführung in die Wirtschaftsinformatik, Springer Verlag) „Aufstellung eines semantischen Datenmodells (Datenmodellierung) in drei Schritten:

Schritt 1: Erfassung und Beschreibung aller relevanten (Daten-)-Objekte;

Schritt 2: Erfassung und Beschreibung der zwischen diesen Objekten bestehenden Beziehungen

Schritt 3: Darstellung der erfassten Objekte und Beziehungen in einem Modell, dem so genannten Semantischen Datenmodell (Semantik = Bedeutungslehre).“3

Da die „CasesAndMoreGmbH“ Absatzmöglichkeiten im Online Handel sieht, ergeben sich aus der Datenmodellierung die Anforderungen an das neue Anwendungssystem für den Online - Handel. Der Prozess „Kundenverwaltung“ wird im nächsten Schritt in einem ER-Modell (Entity-Relationship-Modell) grafisch dargestellt wird.

2.2 ERM-Modell für den Prozess „Kundenverwaltung“ der „CasesAndMoreGmbH“

Das ER-Modell ist durch klare Definitionen und eine übersichtliche grafische Darstellung gekennzeichnet.3 Das ER-Modell aus Abbildung 1 besteht dabei aus Entities (Rechtecke), Attributen (Ovale) und Beziehungen (Rauten).

Entitäten werden dabei als Rechtecke, Attribute als Ovale und Beziehungstypen in Form von Rauten dargestellt. „Entities sind reale oder abstrakte „Dinge“ (Objekte), die für eine Unternehmung von Interesse sind.“ 4 In Abbildung 1 fallen darunter „Artikel“, „Bestellung“, „Kunde“ und „Mitarbeiter“. „Werden gleichartige Entities zu einer Menge zusammengefasst, wird dieses als Entitytyp bezeichnet. Die einzelnen Ausprägungen des Entitytyps sind die Entities.“ 5 „Attribute sind Eigenschaften von Entities oder Beziehungen.“ 6 In Abbildung 1 fallen darunter z.B. Personalnummer, Artikelbeschreibung oder Name. „Beziehungen sind in logische Verknüpfungen zwischen zwei oder mehreren Entitytypen. Nach der Komplexität (Kardinalität) können 1:1, 1:n (bzw. n:1) und n:m Beziehungen unterschieden werden.“ 7 Mit diesen Bestandteilen lässt sich das ER-Modell in Abbildung 1 folgendermaßen beschreiben.

Ein Mitarbeiter betreut einen Kunden, während ein Kunde von genau einem Mitarbeiter betreut wird (1:1-Beziehung). Ein Kunde kann keine, eine oder mehrere Bestellungen beauftragen. Jede Bestellung kann aber nur von einem Kunden beauftragt werden (En- Beziehung). Eine Bestellung kann einen oder mehrere Artikel enthalten. Ein oder mehrere Artikel enthalten jedoch auch eine oder mehrere Bestellungen (n:m- Beziehung). Jeder Artikel wird von einem Mitarbeiter verwaltet. Ein Mitarbeiter verwaltet aber keinen, einen oder mehrere Artikel (n:1-Beziehung).

Aus dieser Beschreibung des Diagramms ergeben sich nun die Anforderungen, die später das System nach seiner Fertigstellung erkennen soll.4 5 6 7 8

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: ER-Modell für den Prozess ,,Kundenverwaltung“

3.Erfolgreiche Gestaltung des Workshops durch Konkretisierung prozessrelevanter Anforderungen und IT-relevanter Vorgaben

3.1 Prozessrelevante Anforderung an das Anwendungssystem

Für den Workshop ist es zunächst wichtig, die prozessrelevanten Anforderungen, die sich aus dem ER-Modell für das Anwendungssystem ergeben, zu erarbeiten und festzulegen. „Durch entsprechende planerische und organisatorische Maßnahmen sollen bereits im Vorfeld Gesetzesverstöße durch den Betrieb als Ganzes oder einzelner Mitarbeiter verhindert werden.“9 10

[...]


1 Stahlknecht - Hasenkamp, Einführung in die Wirtschaftsinformatik, tt.Auflage, Springer Verlag,

2 326-327

3 Stahlknecht-Hasenkamp, Einführung in die Wirtschaftsinformatik 11. Auflage, Springer Verlag, S.164

4 Vgl. Bettina Schwarzer/Helmut Krcmar, Wirtschaftsinformatik, Grundlagen betrieblicher Informationssysteme, 5. Auflage, Verlag: Schäffer -Poeschel, S. 103

5 Bettina Schwarzer/Helmut Krcmar, Wirtschaftsinformatik, Grundlagen betrieblicher Informationssysteme, 5. Auflage, Verlag: Schäffer -Poeschel, S. 103

6 Bettina Schwarzer/Helmut Krcmar, Wirtschaftsinformatik, Grundlagen betrieblicher Informationssysteme, 5. Auflage, Verlag: Schäffer -Poeschel, S. 103

7 Bettina Schwarzer/Helmut Krcmar, Wirtschaftsinformatik, Grundlagen betrieblicher Informationssysteme, 5. Auflage, Verlag: Schäffer -Poeschel, S. 103

8 Bettina Schwarzer/Helmut Krcmar, Wirtschaftsinformatik, Grundlagen betrieblicher Informationssysteme, 5. Auflage, Verlag: Schäffer -Poeschel, S. 103

9 ähnlicher Vergleich mit Bettina Schwarzer/Helmut Krcmar, Wirtschaftsinformatik, Grundlagen betrieblicher Informationssysteme, 5. Auflage, Verlag: Schäffer -Poeschel, S. 105, Abb. 4-9

10 Hans Rober Hansen, Jan Mendling, Gustav Neumann, Wirtschaftsinformatik, 11. Auflage, DE Gruyter Oldenburg, S. 41

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Planung von Unternehmensanwendungen in der mittelständischen Produktion. Vernetzung und Digitalisierung
Hochschule
Technische Hochschule Rosenheim
Note
1,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
8
Katalognummer
V988775
ISBN (eBook)
9783346350763
Sprache
Deutsch
Schlagworte
planung, unternehmensanwendungen, produktion, vernetzung, digitalisierung
Arbeit zitieren
Alexander Langenfaß (Autor), 2018, Planung von Unternehmensanwendungen in der mittelständischen Produktion. Vernetzung und Digitalisierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/988775

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