Raumfahrt - Fortschritt in Wissenschaft und Technik


Referat / Aufsatz (Schule), 2000
5 Seiten, Note: 1

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Referat

Thema: Fortschritt in Wissenschaft und Technik ermöglichen eine immer genauere Erforschung des Weltraums und liefern damit Belege für die Entstehungstheorie des Weltraums.

Sehr geehrter Herr Späth, liebe Klassenkameraden und Klassenkameradinnen. Ich werde heute für euch einen Vortrag über das Thema halten. Wie ihr sehen könnt, habe ich ziemlich viel Material mitgebracht, um euch die einzelnen Aspekte des Themas noch anschaulicher erklären zu können. Nach dem Vortrag werdet ihr noch genug Zeit haben, mir Fragen zu den einzelnen Abschnitten zu stellen, die ich sehr gerne beantworten will.

(Einleitung

Das Universum zeigt sich auch weiterhin in seinen noch unerforschten unendlichen Weiten, trotz menschlicher Anstrengungen über mehrere Jahrtausende hinweg, seine Geheimnisse zu entdecken. Gerade darin liegt die Faszination des Themas: Wir können auch heute noch nicht mit Bestimmtheit sagen, was uns dort draußen alles noch erwartet. Aber durch immer bessere Technik und Forschung und durch immer mehr Wissen lernt die Menschheit immer mehr Geheimnisse des Universums kennen. Und trotzdem kennen wir bis heute hin nur einen kleinen unbedeutsamen Teil des Kosmos. Jahr für Jahr tastet sich die Menschheit weiter vor, in der Hoffnung anderes Leben zu entdecken oder die Frage zu beantworten, wie alles Leben überhaupt entstanden ist. Und wer weiß, vielleicht schafft dies die Menschheit eines fernen Tages auch, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

(Hauptteil

Bereits 289 v. Chr. ermittelte Aristarch die Entfernung und Größe von Sonne und Mond. Aristarch muß ein sehr weiser und kluger Mann gewesen sein, denn so etwas herauszufinden, obwohl es zu dieser Zeit noch gar nicht die technischen Möglichkeiten gab ,sich die Sonne und den Mond mittels eines Fernrohrs genauer zu betrachten und deren Entfernung zu bestimmen, bedurfte einer enormen technischen Intelligenz und Vorstellungskraft. Der grch. Gelehrte und Dichter Eratosthenes berechnet um 288 v. Chr., also 1 Jahr, nachdem Aristarch die Entfernung und Größe von Sonne und Mond ermittelt hatte, annähernd richtig den Erdumfang auf 39816 km.

Auch im deutschen Volk zeigte sich -allerdings erst im Ausgang des Mittelalters - immer mehr Interesse an der Astronomie. So wurde 1460 n. Chr. die erste deutsche Sternwarte in Nürnberg eingerichtet. Johannes Kepler stellte 1609 das 1. und 2. Keplersche Gesetz auf. 1618 folgte dann das dritte.

1610 hatte der italienische Gelehrte Galileo Galilei die Jupitermonde und den Phasenwechsel der Venus entdeckt. Mit G. Galilei fing die technische Entwicklung an, mit der man den Weltraum erforscht, denn er konstruierte ein Teleskop nach niederländ. Vorbild. Schon zu der damaligen Zeit machte sich die Menschheit Gedanken über Entstehung und Entwicklung unseres Sonnensystems. Der erste Versuch einer wiss. Erklärung der Entstehung des Sonnensystems wurde 1755 von Immanuel Kant, einem deutschen Philosophen, gegeben.

Nach heutigen Erkenntnissen nimmt man an, daß hoch verdichtete Materie vor etwa 15 Mrd. .Jahren, durch eine Urexplosion bedingt, anfing sich auszubreiten (Hubble-Effekt). Die sog. Urknall-Theorie ist jedoch nicht die einzige und nicht unumstritten ! (Andere Forscher nehmen ein in der räuml. Dichte der Materie zeitl. im wesentl. unveränderl. Weltall an; Materie soll im Laufe der Expansion des Weltalls ständig neu erzeugt werden).

Durch die immer besser werdende Technik wird es der Menschheit möglich, immer tiefer ins Weltall zu schauen. Nachdem bereits im Altertum und im Mittelalter die benachbarten Planeten, wie Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn bekannt waren, war es nur eine Frage der Zeit, bis man die anderen Planeten in unserem Sonnensystem entdecken würde. Der nächste Planet, den man entdeckte, war der Uranus, der 1781 von F. G. Herschel entdeckt wurde. (Bild vom Uranus zeigen) Leverries, ein Wissenschaftler und Astronom ,hatte schon wichtige Hinweise auf einen weiteren Planeten geliefert. Durch seine Erkenntnisse gelang es J. G. Galle 1846 schließlich, den Neptun zu entdecken.( (Bild vom Neptun zeigen) Erst 1930 gelingt es C. Tombaugh , Pluto, den von der Sonne entferntesten Planeten, zu beschreiben.(Bild von Pluto zeigen) Gehen wir kurz weiter auf neue technische Entwicklungen und neue Entdeckungen ein:

1917 gelang es H. D. Curtis mit Hilfe eines Teleskops, die Entfernung des Andromedanebels zu bestimmen. Der Andromedanebel ist übrigens das am weitesten entfernte Objekt im Weltraum, was man mit bloßem Auge sehen kann.( Bild vom Andromedanebel zeigen) 1929 erleben wir in der Weltraumforschung einen besonderen Höhepunkt: E.P.Hubble stellt nämlich aus der Flucht des Spiralnebels fest, daß sich das Weltall ausdehnt.

Ich möchte an dieser Stelle nun ein weiteres Kapitel meines Themas aufschlagen:

Am 5.Februar 1957 hatten die Amerikaner von ihrer Radarbeobachtungsstation in Samsun, Türkei, den Start einer sowjetischen Interkontinentalrakete beobachtet, die bei Krassny Jar gestartet und bei Wladiwostok niedergegangen war. Am 23. August des gleichen Jahres gaben die Sowjets bekannt, daß sie interkontinentale Atomraketen besaßen. Die Amerikaner hatten ihnen zu diesem Zeitpunkt in Sachen Raketen nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Für die Amerikaner war jeder weitere gelungene Versuch der Sowjets ein Horror und mit großer Angst verbunden. Im gleichem Jahr startete auch der erste künstliche Erdsatellit, Sputnik 1, der Sowjets. Sputnik heißt übrigens übersetzt „Weggefährte“. Eigentlich war es für die damalige Zeit ein neues technisches Wunder, was die sowjetischen Ingenieure dort geleistet hatten, denn sie schafften es im Laufe der Jahre, immer größere und schwerere Satelliten in ihre vorgesehene Umlaufbahn zu bringen.( Sputnik 1= 83kg; Sputnik 3= 1,5t ).

Was ist eigentlich das Besondere an einer Rakete? Eine Rakete ist ein Flugkörper, der im Gegensatz zum Flugzeug keine Atmosphäre benötigt und alle zum Antrieb notwendigen Mittel mit sich führt. Eine Rakete besteht aus Zelle und Triebwerk. In der Zelle befinden sich der Treibstoffvorräte, die Steuerungsgeräte, die Nutzlast und ,bei bemannten Raketen, die Besatzung. Das Triebwerk erzeugt den Vortrieb oder Schub der Rakete. Er entsteht durch einen mit großer Geschwindigkeit ausgestoßenen Gasstrom. Der dabei auftretende Rückstoß treibt die Rakete in entgegengesetzter Richtung vorwärts. Eine Steuerung der Rakete nach dem Start kann man nur dadurch erreichen, daß man die Richtung der ausströmenden Gase verändert.

Nach den bisherigen Erfolgen der sowjetischen Ingenieure, wunderte es niemanden mehr ,daß der Russe Jurij Gagarin 1961 der erste Mensch im All war.

In der Zwischenzeit waren freilich auch die Amerikaner nicht untätig und wollten ebenfalls ihren ersten Satelliten ins All schicken. So wurde die NASA (National Aeronautics and Space Administration) gegründet. Ihr Ziel war klar. Die Amerikaner wollten als erste Astronauten auf dem Mond landen. Dies sollte ihnen auch gelingen. Wir schreiben das Jahr 1969.

Am 20.Juli startete Apollo 11 von Cape Canavarel mit dem Ziel , daß erstmals ein Mensch seinen Fuß auf den Mond setzen sollte. An Bord waren die drei amerikanischen Astronauten: Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Mike Collins. Um 15 Uhr, 17 Minuten und 42 Sekunden landete die sog. Mondfähre „Eagle“ auf dem Mond. Diese Stunden waren für Abermillionen von Menschen rund um die Erde vor ihren Fernsehern wahrscheinlich das Aufregendste, was man als Zuschauer je erleben kann.

Zuvor, um 14.o8Uhr, hatten Armstrong und Aldrin die Landefähre genau nach Plan von der Apollo Kapsel getrennt, in der Mike Collins zwischenzeitlich allein den Mond weiter umrundete. Dieser beschrieb mit der Kapsel eine elliptische Bahn um den Mond mit einem Apolun von 106 Kilometern und einem Perilun von 15,7 Kilometern. Dies war die Voraussetzung für die Landung auf dem Mond. Die Landefähre wurde durch das Zünden eines eigenen Motors in Richtung des Erdtrabanten gesteuert und die erste Mondlandung damit eingeleitet. Das Manöver gelang. Auch der Rest der gesamten Expedition war erfolgreich. So konnten Millionen von Zuschauern um 21.56 live im Fernsehen direkt vom Mond Neil Armstrong sehen, wie er mit seinen Moonboots als erster Mensch den Mond betrat.

“ Das war ein kleiner Schritt für den Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit.“, so ungefähr lauteten seine unsterblichen ersten Worte vom Mond. 16 Minuten später folgte ihm Aldrin. Die Menschen auf der Erde sahen die Astronauten übermütig und in bester Laune auf dem Mond herumschwebend laufen, hüpfen und springen. Man kann sich ja vorstellen ,was in diesen Momenten im Kontrollzentrum der NASA unten auf der Erde sich abspielte, welche Freudentänze auch dort aufgeführt wurden, und wie der sowjetischen Raumfahrtbehörde in diesen Momenten zumute war. Sie hatten den Wettlauf um die erste Mondlandung endgültig verloren !

Nach zahlreichen Mißerfolgen und auch Katastrophen in der Raumfahrt war dieser Erfolg auch bitter nötig. Denn vor dem Start von Apollo 11 waren schon 8 amerikanische Astronauten ums Leben gekommen. Trotzdem ließen sich die Sowjets nicht einschüchtern und brachten 2Jahre später die erste Raumstation, Saljut 1, in die Erdumlaufbahn. 1973 startete dann das Weltraumlabor der USA Skylab als Antwort auf Saljut 1. Immerhin dauerte es noch 6 Jahre nach der Mondlandung , bis die US-Amerikaner und die Sowjets den ersten gemeinsamen Raumflug Apollo-Sojus unternehmen. Die Raketentechnik und die Navigationssysteme wurden von Jahr zu Jahr besser, und so starteten 1977 die unbemannten Sonden Voyager 1 und 2, deren Flug über Jupiter (1979) und Saturn (1980) bis zum Uranus (1986) führte. Dabei wurden einer der größten Planetoiden, Chiron, und neun Uranusringe entdeckt.

1986 war der Start für die noch heute genutzte Raumstation „Mir“, deren Aus allerdings unmittelbar bevorsteht. „Mir“ heißt übersetzt übrigens „Frieden“.

Neue Entwicklungen und Entdeckungen halten unvermindert an : 1988 entdecken US-amerikanische Forscher mit Hilfe modernster Technik ein 15 Mrd. Lichtjahre entferntes Sternsystem. Dieses Sternsystem ist bis heute die fernste bekannte Galaxis. 1990 gelingt der NASA eine weitere gigantische Höchstleistung: Sie bringen das Hubble Weltraumteleskop und den Röntgensatelliten ROSAT auf die Umlaufbahnen. Das Hubble Weltraumteleskop ist kein gewöhnliches Teleskop ,sondern eine ganze technische Einrichtung, welche im Weltraum schwebt und somit von der Atmosphäre unbeeinflusste Bilder liefern kann. (Zum Abschluss noch einige Bilder vom Teleskop zeigen.)

Dies ist der Abschluss meines kurzen Blickes in den Weltraum.

5 von 5 Seiten

Details

Titel
Raumfahrt - Fortschritt in Wissenschaft und Technik
Note
1
Autor
Jahr
2000
Seiten
5
Katalognummer
V98890
Dateigröße
347 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Referat wurde noch durch verschiedene Materialien ergänzt, die ich zuhause hatte, da ich mich für dieses Thema ganz besonders interresiere.
Schlagworte
Raumfahrt, Fortschritt, Wissenschaft, Technik
Arbeit zitieren
Florian Quanz (Autor), 2000, Raumfahrt - Fortschritt in Wissenschaft und Technik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/98890

Kommentare

  • Gast am 27.2.2001

    Danke!!!!.

    Echt super Referat hast du da geschrieben! Super das du es veröffentlich hast! Brauchte zwar nur den Teil der Mondlandung aber trotzdem hat es mir den A..... gerettet! Danke
    CU Chris

  • Gast am 15.12.2003

    Ein herrlicher Vortrag hat mir glatt ne' eins eingebracht

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Titel: Raumfahrt - Fortschritt in Wissenschaft und Technik


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