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Die Bildungstheorie nach Wilhelm von Humboldt. Eine Frage nach der Aktualität

Title: Die Bildungstheorie nach Wilhelm von Humboldt. Eine Frage nach der Aktualität

Term Paper , 2018 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Cassandra Götz (Author)

Philosophy - Philosophy of the 19th Century
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Diese Hausarbeit wird sich mit der Bildungstheorie beziehungsweise dem Bildungsgedanken von Wilhelm von Humboldt befassen. Es wird zunächst auf seine Person und seinen Werdegang eingegangen. In weiteren Punkten wird der Begriff der Bildung und der Bildungsgedanke sowie das Bildungswesen, mit mehreren Unterpunkten angesprochen. Zuletzt wird die Frage beantwortet in wie weit Humboldts Bildungstheorie in der heutigen Zeit anzuwenden ist, beziehungsweise welche Parallelen erkennbar sind oder welche Unterschiede sich herauskristallisieren.

Wilhelm von Humboldt, ein Name den jeder schon mal gehört hat. In Berlin kennen ihn viele als den Menschen der unter dem Namen der heutigen Humboldt- Universität bekannt ist. Das er ein vielfältiger und sehr spannender Charakter war und auch noch immer ist, braucht man nicht weiter ausführen. Womit man Humboldt aber am häufigsten identifiziert ist der Begriff der Bildung. Weitergeführt mit dem Bildungsgedanken und dessen Theorie. Humboldt definierte allerdings nicht nur den Begriff der Bildung und den Bildungsgedanken, sondern beschäftigte sich auch intensiv mit der Auseinandersetzung von Bildung und Staat. Er machte sich vor allem für die jüngere Generation stark, damit diese ein freies und unabhängigeres Leben führen konnten.

Humboldt lebte zurzeit in der die Gesellschaft vom Staat unterdrückt wurde. Sein Ziel war es das Individuum in den Mittelpunkt zu stellen und von gesellschaftlichen Zwängen zu befreien. Nicht nur damals galt Wilhelm von Humboldt als ein geachteter und gefragter Bildungsreformer. Auch heute noch genießt er großes Ansehen. In vielen Studiengängen an Universitäten werden die Bildungsgedanken von Humboldt thematisiert. Außerdem werden seine Theorien häufig neu interpretiert oder mit aktuellen und anderen Theorien verglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wilhelm von Humboldt Biographie

3 Bildungsbegriff nach Wilhelm von Humboldt

3.1 Wechselwirkung von Ich und Welt

4 Bildungstheorie Hinführung zeitlich und geschichtlich

5 Bildungsprozess Kräftebildung

6 Bildungswesen

6.1 Allgemeinbildung

6.2 Elementarunterricht

6.3 Schulunterricht

6.4 Universitätsunterricht

7. Wie aktuell ist Humboldts Bildungsgedanke heute noch?

8 Fazit, Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert die Bildungstheorie von Wilhelm von Humboldt und untersucht deren Relevanz sowie Anwendbarkeit im modernen Bildungssystem. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie das Individuum in einen Prozess der Selbstentfaltung treten kann, ohne dabei von staatlichen oder gesellschaftlichen Zwängen in seiner freien Entwicklung gehemmt zu werden.

  • Biografie und prägende Einflüsse Wilhelm von Humboldts
  • Kernkonzepte des Bildungsbegriffs (Wechselwirkung von Ich und Welt)
  • Die Theorie der Kräftebildung zur Vermeidung einseitiger Entwicklung
  • Struktur des Humboldtschen Bildungswesens (Elementar-, Schul- und Universitätsunterricht)
  • Kritische Reflexion über die Aktualität und die Rolle des Staates im heutigen Bildungssystem

Auszug aus dem Buch

3.1 Wechselwirkung von Ich und Welt

Dafür Humboldt die Wechselwirkung vom Ich und der Welt ein zentraler Punkt war, wird dieser nochmals genauer definiert. Die Welt, also das äußere, betrachtet Humboldt als all das, was nicht der Mensch ist. Das Innere, also der Mensch wird als „verborgener Charakter“ bezeichnet. Der Mensch soll Zeit seines Lebens die Zukunft gestalten und daran arbeiten neue Antworten zu finden und sich nicht bloßen, schon gegeben Systemen hingeben. Dafür muss sich der Mensch allerdings erst selbst kennen und sich in eine sogenannte Einheit bringen. Humboldt sagt „die Wechselwirkung zwischen dem Innen des verborgenen Charakters und dem Außen der Welt ist von der Art des Genies, das eine bildende (dem verborgenen Charakter betreffende) und eine zeugende (seine Idee und Werke bzw. Kunstwerke, sowie Nachkommen betreffende) Wirkung hat.“ (Zöllner,1989, S.58).

Die Wechselwirkung ist somit die Bestimmung des Menschen. Die Wechselwirkung zwischen Ich und Welt hat weder einen Anfang noch ein Ende, sie ist immer und beständig da. Der Mensch und auch die „Nicht-Mensch“ (die Welt) Seite sind in jeglichem Prozess voneinander abhängig und gleichermaßen beteiligt. Wenn man von Welt und Ich spricht, betrachtet man auch immer zwei unterschiedliche Seiten, denn dem Ich ist die Welt immer auf neue und andere Weise fremd. Genau hier beginnt nun der Bildungsprozess. Das Ich, das neues und fremdes in der „Welt“ erkundet, entfremdet sich von sich selbst und kann sich dadurch auch verlieren. Wichtig ist nun die Rückkehr aus der Entfremdung. Ein verlieren muss vermieden werden. Es gilt, dass „von allem, was er außer sich vornimmt, immer das erhellende Licht und die wohltätige Wärme in sein Inneres zurückstrahle“ (Dörpinghaus und Uphoff 2012, S. 78 ff). Wenn dies geschaffen ist, ist das Individuum gefestigt und kann seinen Standpunkt definieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung Humboldts als Bildungsreformer und steckt den Rahmen für die Untersuchung seiner Theorie und deren heutige Relevanz ab.

2 Wilhelm von Humboldt Biographie: Das Kapitel skizziert den Lebensweg, die Herkunft und die prägenden Reise- und Studienphasen von Wilhelm von Humboldt.

3 Bildungsbegriff nach Wilhelm von Humboldt: Hier wird der theoretische Kernbegriff der Bildung als Wechselwirkung zwischen Individuum und Außenwelt definiert.

3.1 Wechselwirkung von Ich und Welt: Dieses Kapitel vertieft das Verständnis der ständigen Interaktion zwischen dem verborgenen Charakter des Menschen und der äußeren Welt.

4 Bildungstheorie Hinführung zeitlich und geschichtlich: Eine Einordnung der theoretischen Grundlagen Humboldts in den historischen Kontext der Aufklärung und der preußischen Zustände.

5 Bildungsprozess Kräftebildung: Dieser Abschnitt beschreibt das Ziel, die natürlichen Kräfte des Menschen durch harmonische Ausrichtung zur Ganzheit zu führen.

6 Bildungswesen: Eine Übersicht über das von Humboldt entworfene dreistufige Modell zur schulischen und universitären Bildung.

6.1 Allgemeinbildung: Zentrale Erörterung der Zugänglichkeit von Bildung jenseits staatlicher Bevormundung oder einseitiger Berufsausbildung.

6.2 Elementarunterricht: Darstellung der untersten Stufe des Bildungssystems als Fundament für Lese-, Schreib- und Rechenfertigkeiten.

6.3 Schulunterricht: Beschreibung der mittleren Bildungsstufe, in der eigenständiges Lernen und die Vorbereitung auf wissenschaftliche Einsichten im Vordergrund stehen.

6.4 Universitätsunterricht: Fokus auf die höchste Bildungsstufe als Ort forschenden Lernens und wissenschaftlicher Freiheit.

7. Wie aktuell ist Humboldts Bildungsgedanke heute noch?: Ein Vergleich zwischen den historischen Forderungen Humboldts und den heutigen staatlich regulierten Bildungssystemen.

8 Fazit, Ausblick: Eine abschließende Reflexion über den bleibenden Einfluss Humboldts auf die Pädagogik und unsere heutige Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Wilhelm von Humboldt, Bildungstheorie, Bildungsgedanke, Kräftebildung, Allgemeinbildung, Wechselwirkung, Ich und Welt, Bildungswesen, Elementarunterricht, Schulunterricht, Universitätsunterricht, Selbstbestimmung, Autonomie, Humanitas, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Bildungstheorie von Wilhelm von Humboldt und untersucht, inwiefern seine klassischen Thesen auf das heutige moderne Bildungssystem übertragen werden können.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Bildungsbegriff, der Wechselwirkung zwischen Individuum und Welt, dem Konzept der Kräftebildung sowie dem dreistufigen Bildungssystem Humboldts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Humboldts Vision eines freien, selbstbestimmten Bildungsprozesses darzulegen und Parallelen sowie Unterschiede zum aktuellen staatlich geprägten Bildungssystem herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer deskriptiven Darstellung des Humboldtschen Modells im Kontext historischer und pädagogischer Quellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biographische Einführung, eine theoretische Herleitung des Bildungsbegriffs sowie eine detaillierte Beschreibung der drei Bildungsstufen (Elementar-, Schul- und Universitätsunterricht).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist primär durch die Begriffe "Kräftebildung", "Allgemeinbildung", "Selbstbestimmung" und "Wechselwirkung" geprägt.

Wie unterscheidet sich der historische Kontext von heute?

Während Humboldt die Freiheit vom Staat forderte, um die Unterdrückung zu überwinden, ist der heutige Staat im 21. Jahrhundert massiv als Finanzier und Regulator von Lehrplänen in den Bildungsprozess involviert.

Welche Rolle spielt die Universität im Modell von Humboldt?

Die Universität bildet laut Humboldt das höchste Maß an Bildung und ist ein Ort, an dem Dozenten und Studenten gemeinsam forschen, um wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen und kritisch zu reflektieren.

Warum ist das Konzept der "Kräftebildung" für Humboldt wichtig?

Humboldt sah die Gefahr der Einseitigkeit, wenn sich ein Mensch nur auf einen Gegenstand oder Beruf konzentriert; das Ziel ist stattdessen eine harmonische Entfaltung aller menschlichen Anlagen.

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Details

Title
Die Bildungstheorie nach Wilhelm von Humboldt. Eine Frage nach der Aktualität
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
1,3
Author
Cassandra Götz (Author)
Publication Year
2018
Pages
16
Catalog Number
V989061
ISBN (eBook)
9783346348913
ISBN (Book)
9783346348920
Language
German
Tags
bildungstheorie wilhelm humboldt eine frage aktualität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Cassandra Götz (Author), 2018, Die Bildungstheorie nach Wilhelm von Humboldt. Eine Frage nach der Aktualität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/989061
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