Schiller, Friedrich - Leben und seine Werke bis zur Entstehung seines Dramas Maria Stuart


Referat / Aufsatz (Schule), 2000

4 Seiten, Note: 1-2


Gratis online lesen

Schillers Leben und seine Werke bis zur Entstehung seines Dramas ,,Maria Stuart".

(Von Susan Rasemann und Andreas Schneider)

Johann Christoph Friedrich von Schiller wurde am 10.November 1759 in Marbach am Neckar als zweites Kind des württembergischen Offiziers Johann Caspar Schiller und der Gastwirtstochter Elisabeth Dorothea (geb. Kodweiß) geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Lorch und Ludwigsburg.

Sein Berufswunsch war Pfarrer zu werden. Doch sein Landesherr, der Herzog Karl Eugen wollte aus ihm in seiner neu gegründeten ,,militärischen Pflanzschule" ein Offizier und Beamten machen.

1773 musste Schiller mit 13 Jahren auf den Befehl des Herzogs hin in diese Militärpflanzschule auf Schloss Solitude bei Stuttgart eintreten. Dort nahm er das Studium der Rechte (also Jura) auf.

Ein Jahr später wurde die Schule nach Stuttgart verlegt und um eine medizinische Abteilung erweitert, dies nutzte er um das Studium der Medizin zu ergreifen, obwohl er ursprünglich zum Juristen bestimmt war.

Die Abkoppelung von der Außenwelt und von dem Elternhaus machten dem jungen Schiller in der kasernenmäßig organisierten Anstalt, wo sogar das Lesen verboten war, schwer zu schaffen. Zu seiner Ablenkung schrieb er Dramenentwürfe, machte Festgedichte, stürzte sich in lärmende Geselligkeit und führte mit den Kameraden bohrende und heftige Diskussionen.

Im Dezember 1780 verließ er die Militärschule mit abgeschlossenem Medizinstudium und war nun schlecht bezahlter ,,Regimentsmedikus" im württembergischen Heer.

Schließlich gelang es ihm 1781 aufgrund von den Ideen der Sturm- und Drangdichtung sein erstes Drama ,,Die Räuber" zu schreiben.

Am 13.Januar 1782 brachte Heribert von Dalberg das Drama Schillers im Nationaltheater von Mannheim auf die Bühne, dieses machte ihn mit einem Schlag sehr bekannt . Jedoch bekam Schiller darauf wegen unerlaubter Reise ins Ausland von dem Herzog Schreibverbot und Arrest erteilt.

Kurz darauf, im September 1782 floh er mit seinem treuen Freund dem Musiker Andreas Streicher unter falschem Namen ins ,,Ausland", nach Mannheim, wo er hoffte sein inzwischen fertig gewordenes Drama ,,Fiesco" aufführen zu können.

Die Mutter seines Schulfreundes, Frau von Wolzogen bot ihm auf ihrem Gute Bauerbach bei Meinigen eine Zuflucht. So konnte er in Ruhe sein bürgerliches Trauerspiel, ,,Luise Millerin", später in ,,Kabale und Liebe" umbenannt, vollenden.

Im Juli 1783 nach der Aufführung von ,,Kabale und Liebe" kehrte Schiller nach Mannheim zurück.

Der Mannheimer Dalberg hatte ihm für ein Jahr die Stelle eines Theaterdichters angeboten diese nahm Schiller an. Nach diesem Jahr stand er wieder vor dem Nichts, bis ihm unbekannte Verehrer in Leipzig ihre Hilfe anboten.

Von 1785 bis 1787 verbrachte er seine Zeit als Gast im Hause des Juristen Christian Gottfried Körner der sein treuer Freund wurde und ihn förderte.

Er erlebte dort zwei glückliche Jahre, in denen er das Lied ,,An die Freude" und das dramatische Gedicht ,,Don Carlos" schrieb.

Schiller zeigte eine fortschreitende Reife vor allem bei der Umschreibung des Werkes ,,Don Carlos". Er verwandte zum ersten Mal die fünffüßigen Jamben, was eine bewusste Hinwendung zur Klassizität bedeutete.

Im Jahre 1787 wagte er sich aus der Obhut seines Freundes Körner, um sich mit den großen Geistern der Nation zu messen und in der Nähe Goethes Wielands und Herders, in Weimar, eine Existenz zu gründen. Dort lernte er zum ersten Mal die Philosophie Kants kennen.

Später konzentrierte Schiller sich auf seine geistlichen Studien worauf 1788 die ,,Geschichte des Abfall der vereinigten Niederlande" folgte die ihm 1789 eine Geschichtsprofessur in Jena einbrachte.

1790 heiratete Schiller Charlotte von Langefeld.

Er verbrachte viel Zeit mit seiner Geschichtsprofessur, mit seiner Zeitschrift ,,Thalia" und seinen literarischen Arbeiten was sich negativ auf seine Gesundheit auswirkte.

1791 erlitt er einen schweren Anfall seiner Lungenkrankheit und blieb seitdem ein leidender Mann mit gesundheitlichen Problemen.

1791-1793 schloss er die Darstellung der ,,Geschichte des Dreißigjährigen Krieges" an.

Durch seine angeschlagene Gesundheit konnte er seine akademische Tätigkeit nicht fortsetzen und musste schließlich die Hilfe seiner Gönner, Herzog von Augustenburg und Graf Schimmelmann annehmen, welche ihm für die nächsten 3 Jahre eine jährliche Pension von 1000 Talern auslegten. Um sich nun auszuruhen reiste Schiller in die schwäbische Heimat und wandte sich dem Studium der Philosophie Kants zu.

1793 schreib er in Auseinandersetzung mit dem Königsberger Philosophen seine Abhandlung ,,über Anmut und Würde".

1795 erklärt Schiller in seinen Briefen über die ästhetische Erziehung des Menschen" welche Bedeutung die Kunst besitzt." Die Kunst dient dem Menschen nicht durch unmittelbare moralische Belehrung. Aber als Reich der Schönheit offenbart sie die eigentliche Bestimmung des Menschen".

1795/1796 sucht sich Schiller schließlich über die Stellung seiner eigenen Kunst und Dichtung in der Abhandlung ,,über naive und sentimentalische Dichtung" klar zu werden. Im Juli 1794 kam es zu einer engeren Zusammenarbeit mit Goethe als sie sich nach einem naturwissenschaftlichen Vortrag begegnen und anschließend ihre Gedanken austauschen. Dieses angeregte Gespräch führte zu einem jahrelangen Briefwechsel unter den beiden Männern.

Seit 1799 wohnte Schiller ständig in Weimar und schrieb sein ,,Lied von der Glocke", welches das bürgerliche Leben in einer Reihe von typischen Bildern idyllischer oder balladenhafter Art vor uns ausbreitet.

Da Schiller nach seinen philosophischen Studien wieder zum Dichter geworden war, tat er sich mit Goethe zusammen. Sie ergänzten sich in Anregungen und Vorschlägen, kritisierten sich und legten ihre Ideen zusammen. Während dieser Zeit entstanden ,,Der Taucher", ,,Der Ring des Polykrates", ,,Die Kraniche des Ibykus", ,,Der Handschuh, ,,Die Bürgschaft" und ,,Der Kampf mit dem Drachen".

1800 schrieb er den ,,Wallenstein", indem er auf sein eigentliches Schaffensfeld der Tragödie zurückkehrte.

So entstand auch 1801 das Drama Maria Stuart, welches eine weltgeschichtlich bedeutsame Situation und ein machtpolitisches Ringen schildert.

In ununterbrochener Folge schuf Schiller die Reihe seiner klassischen Meisterdramen, bis ihm der Tod die Feder aus der Hand nahm.

Literaturverzeichnis:

- Geschichte der deutschen Literatur, Grabert und Mulot, Bayrischer SchulbuchVerlag, München, 1969

- Schiller, Benno von Wiese, Bibliographisches Institut Leipzig (ohne Datum)

- Die Welt von A-Z, Georg Westermann Verlag, 1952

- Encarta Enzyklopädie, Microsoft, 1998

- Internet:

- www. Uni-Karlsruhe.de
- www.WeltChronik.de

4 von 4 Seiten

Details

Titel
Schiller, Friedrich - Leben und seine Werke bis zur Entstehung seines Dramas Maria Stuart
Note
1-2
Autor
Jahr
2000
Seiten
4
Katalognummer
V98912
Dateigröße
371 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Das Leben von Schiller in einem zusammenhängenden 3 Seiten langen Text.
Schlagworte
Schiller, Friedrich, Leben, Werke, Entstehung, Dramas, Maria, Stuart
Arbeit zitieren
Andreas Schneider (Autor), 2000, Schiller, Friedrich - Leben und seine Werke bis zur Entstehung seines Dramas Maria Stuart, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/98912

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Schiller, Friedrich - Leben und seine Werke bis zur Entstehung seines Dramas Maria Stuart



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden