Sophokles - Antigone


Referat / Aufsatz (Schule), 1999
7 Seiten, Note: 2+

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Antigone

Die staatsmännische Grundsätze liegen für Kreon darin, daß sein Volk, wie auch sein Militär ihm bedingungslos folgen muß (Zeile 164- 168). Auch ist dem Monarchen, der er jetzt ist die Macht von den Göttern (Gottesgnadentum) gegeben ("schwer erschütterten den Staat/ Die Götter und errichteten ihn neu."). Daraus ist für ihn zu schlußfolgern, daß er ein guter Staatsmann sein muß, da er sagt, daß "man Eines Menschen Herz/ Sein Denken und sein Wollen ganz erkennen" kann "Eh' er in Staat und Ämtern sich erprobt." So kann er nur ein guter Staatsmann sein. Ein guter Staatsmann muß stark sein und Härte zeigen. So ist derjenige nach Kreons Meinung, der "nicht an seinen besten /Entschlüs- sen festhält, sondern ängstlich schweigt, /Ein Feigling". Einem Monarch muß der Staat wichtiger sein, als seine besten Freunde, sowie Verwandte. Egal ob arm oder reich- jeder Verräter wird hingerichtet (Z. 192).

Gerade vor diesen darf er keine Schwäche zeigen (Z. 183- 184). So wird er, was er bei Zeus schwört niemals Schwäche zeigen. So muß er auch Antigone töten, da er sonst gegen seine Grundsätze verstößt. Wenn man Härte zeigt, wird sich auch keiner der Feinde mehr trauen, das Reich anzugreifen. So kann man sich "Auf rechter Bahn" Freunde schaffen, da man "den Feind der Stadt" nicht zum Verbündeten macht, da man dann "Unheil" im Staate schaffen würde. All dies muß auch für die Brüder von Antigone gelten. So wird "Etokles, der für sein Vaterland /Gekämpft hat und gefallen ist als Held" "in das Grab mit allen Weihen" gesenkt, "Dagegen sein Bruder, Polyneikes, /Der landverwiesen war und wiederkam/ Und seiner Väter Stadt und Götterbilder Verbrennen wollte, den's gelüstete, /Sein eigenes Volk zu morden, zu versklaven, /Kein Grab zuteil und keine Totenklage." Dies ist zwar sehr hart, jedoch muß er seine Stärke zeigen, da er erst seit kurzer Zeit Herrscher ist und die Gefahr einer Revolte besteht. Die ist sein Wille (Z. 207) Dieses "mein" veranschaulicht sein kommendes totalitäres System, in dem jeder, der eine andere Meinung hat oder seinen Befehlen nicht befolgt bestraft wird. Diejenigen, die sich an seine Befehle halten wird er belohnen (Z. 207- 210). Seine ganze Rede zielt im Grunde auf Kreons Alleinherschaft, bei der bedingungslose Folgschaft verlangt wird und ohne sie das gesamte System zusammenbrechen würde, da dann nach Kreons Meinung Anarchie herrschen würde. So muß ihm das Volk in jeder Lage gehorchen, da er dann keine Macht mehr hätte. So muß er immer Stärke und Härte vor seinem Volk, Militär, Höflingen zeigen. Ohne diese Demonstration seiner Macht gäbe es überall Aufstände und jeder würde versuchen die Herrschaft zu erreichen. Kreon handelt somit sehr klug, da er schon mit dieser Rede vor seinem Volk Macht demonstriert. Für heutige Begriffe ist diese Einstellung sehr veraltet.

Vorgeschichte nach Sophokles

Laios, König von Theben, raubte Chrysippos, den Sohn des Königs Pelops von Pisa. Dieser verfluchte Laios: Er werde von seinem Sohn getötet werden. Als seine Frau nach dieser Prophezeiung ihm einen Sohn gebar, ließ er ihm die Fußknöchel durchstechen, und ihn im Gebirge aussetzen. Ein Hirte erbarmte sich des Knaben und nahm ihn mit sich nach Korinth, zu König, Polybos, der das Kind als seinen Sohn aufnahm und ihm den Namen Ödipus - Schwellfuß - gab. Als er erwachsen war, begab sich Ödipus aufgrund von Zweifeln an seiner Abstammung zum Orakel nach Delphi. Hier erfuhr er, daß er seinen Vater töten und seine Mutter heiraten würde. Er kehrte aufgrund der Prophezeiung nicht nach Korinth zurück, sondern begab sich auf Wanderschaft. Unterwegs traf er einen Reisenden, den ihm unbekannte, leiblichen Vater Laios. Die einander Fremden gerieten in Streit, und im Kampf erschlug Ödipus den Vater. Er gelangte nach Theben, wo er die Stadt von der Sphinx, die von Hera als Strafe für die Entführung des Chrysippos geschickt worden war, befreite. Die Königsherrschaft wurde ihm verliehen und er heiratete - unwissend - seine Mutter Jokaste, die Frau des ehemaligen Herrschers Laios. Vier Kinder gingen aus der Ehe hervor: die Söhne Eteokles und Polyneikes und die Töchter Antigone und Ismene. Eine Pest suchte nach Jahren Theben heim: Die Strafe der Götter für den Vatermord und den Inzest des Ödipus. Dieser erfuhr, als er das Orakel befragte und Nachforschungen anstellte, von seinem Fluch. Er stach sich die Augen aus, und verließ Theben. Jokaste tötete sich. Eteokles und Polyneikes übernahmen zunächst gemeinsam die Königsherrschaft, doch bald zerstritten sich die Brüder, und Eteokles jagte Polyneikes hinfort. Dieser heiratete in Argos die Königstochter, und kehrte mit einer Streitmacht zurück, um sein Recht einzufordern. Im Kampf töteten die Brüder sich gegenseitig und die Angreifer kehrten geschlagen nach Argos zurück. Kreon, der Bruder Kokastes übernahm die Herrschaft, und verbat die Bestattung ja sogar die Klage um den Verräter Polyneikes, während er Eteokles als Helden begraben ließ.

Herkunft der griechischen Tragödie

Ihren Ursprung hat die Tragödie im Dionysoskult. Dionysos, Sohn des Zeus und der thebanischen Königstochter Semele, war der Gott des Weines und der Ekstase, einer der Hauptgötter der späteren griechischen Welt. Seine Verehrung fand ihren Höhepunkt in den Dionysien, einem mehrtägigen Opferfest und Dichterwettbewerb, das der Thyrann Peisistratos im 5. Jahrhundert in Athen einführte. Vermutlich beabsichtigte er, daß die Dichterkomponisten den lokalen Kult mit seiner eigenen Legende verknüpfen und seine Herrschaft so legitimieren würden. Der Dionysoskult bestand schon lange Zeit, und auch die Tragödie entwickelte sich bevor die Dionysien sie als eigenständige Kunstform etablierten. Es gibt viele Theorien, wie sich die Tragödie aus der Dionysosverehrung entwickelte. Eine sieht im Chor den Ursprung. Die Chorlieder enthielten mit der Zeit mehr und mehr dialogische Elemente, bis der Dithyrambendichter Arion dem Chor einen Sprecher, den Hypokités, voranstellte. Als erster Schauspieler begründete er die Entwicklung des Gemeindekultliedes zur Tragödie. Gegen diese Theorie spricht die in der Tragödie immer noch bestehende scharfe Trennung von Chor und Schauspielern in sprachlicher, szenischer, Choreograph-ischer und musikalischer Hinsicht. Diese Tatsache spricht für die Vereinigung unterschiedlicher Elemente als Ursprung der Tragödie. Ein Element war das Opferlied, Dithyrambos, des Chores. Das andere die Tradition des improvisierten Versliedes, eine allein bei Götterfesten zugelassene Scherz- und Spottrede. Der Hypokrités war die erste Verbindung zwischen Tanzlied und Versrede. Seine Aufgabe war es die hochstilisierten Chorlieder in einem gesprochenen Versproömium zu erklären. Der religiöse Ursprung der Tragödie, und ihr Fortbestehen im kultischen Rahmen der Dionysien prägt ihre Thematik. Die mythische Überlieferung ist Stoffquelle, im Mittelpunkt der Tragödie steht das Handeln und Leiden einer Gestalt des Mythos. Aristoteles definiert in seiner Poetik die Funktion der Tragödie so: Sie bewirkt durch Erregung von Furcht/Jammer und Mitleid/Schauder die Katharsis, Reinigung, von diesen Affekten. Die Tragödie beschränkt sich aber nicht auf die Erzeugung dieser Affekte. Denn das mythische Geschehen, also die Handlung, war Allgemeinwissen. Vom Dichter wurde nicht neuer Stoff, sondern eine Stellungnahme zum Mythos verlangt. Beim Publikum setzte also eine Reflexion über die Motive des Mythos, und ihre Interpretation durch den Dichter ein.

Aufgaben: - Erläutern und bewerten Sie die Interpretation Hegels zu Sophokles 'Antigone' - Vergleichen Sie Hegels Ansichten über den Hauptkonflikt mit den Ihrigen! Belegen Sie Ihre Aussagen!

Georg Friedrich Wilhelm Hegel lebte von 1770 bis 1831 und war ein Philosoph. So interpretierte er z.B. das Werk 'Antigone' von Sophokles (497 v.Chr.- 406 v.Chr.). In dieser Interpretation erläutert er den Hauptkonflikt von 'Antigone' und wertet die Schuld von Kreon und Antigone. So meint Hegel, daß der Konflikt zwischen den Geboten der Götter, die eine Familie einzuhalten hat und dem Gesetz eines Staats-mannes besteht. In diesem Fall hält sich Antigone an die Göttergebote, indem sie ihren im Krieg um Theben gefallenen Bruder Pholyneikes begräbt. Kreon, der neue König von Theben, hingegegen hatte ein Gesetz erlassen, daß dieser nicht begraben werden darf. So zählt für Kreon nur noch seinen Befehl, wie für Antigone nur das Gesetz der Götter gilt. Hegel bezeichnet diese Handlungsweise als "einseitig" und somit zur Hälfte falsch. Zur Hälfte falsch aus dem Grund, daß man sich nach der Meinung von Hegel an alle Gesetze halten sollte, weil "nur die Einseitigkeit gegen die Gesetze auftritt." Damit haben aber beide auch ein "ausgeglichenes Gelten", mit dem ihre Meinungen gleichberechtigt sind und beide recht haben- Kreon, indem er sich auf seine staatsmännischen Rechte als Herrscher bezieht, Antigone auf alte Traditionen und Bräuche, welche die Götter aufgestellt haben. So haben für Hegel beide schuld und recht, da er sagt, daß "jede dieser beiden Seiten nur die eine Seite der sittlichen Mächte verwirklicht." Im Gegensatz zu Hegel, der beiden die gleiche Schuld und das gleiche Recht gibt, bin ich der Meinung, daß Kreon mehr Schuld hat, da er bis zum letzten an sein Gesetz geglaubt hat.

Damit verstieß er gegen eine höhere Macht, da sein Gesetz sterblich ist, das der Götter hingegen nicht. Antigone erfasste diesen Umstand, und sie ist meiner Meinung nach weniger Schuld, da sie lieber dem ihr höchstgestellten Wesen glaubte und sein Gesetz beachtete. Da Hegel in der Zeit der Auflärung lebte, ist es möglich, daß er der deistischen Bewegung angehörte und alles sehr rational sah. Auch wurde in dieser Zeit der vernünftige Mensch herausgebildet, der eigenständig denkt und nicht nur an das glaubt, was seine Religion ihm als Gesetz aufgibt. Meiner Meinung nach liegt der Hauptkonflikt in 'Antigone', wie Hegel schon angemerkt hat, im Messen der weltlichen und geistlichen Gesetze. In diesem Fall stimme ich mit ihm überein. So wehrt sich Antigone gegen ihren Onkel, indem sie gegen sein Gesetz verstößt. Der jedoch gibt seiner Meinung bis zum Ende, er wird von Teiresias überredet, nicht nach. So "lauern die unerbittlichen Erinnyen, Des Hades Rächer-innen und der Götter" ihm dann überall auf. Auch "zerrütten ganze Städte sich," in denen "an zerfetzten Leichen wilde Tiere Und Hunde Totendienst versehn". Am Ende widerruft Kreon jedoch seinen Befehl, doch ist es zu spät, denn er hat den "Obern eins hinabgestoßen, Ein Leben ehrfurchtslos ins Grab verbannt, und einen" "den Göttern drunten" vorenthält, "Entweiht, entheiligt, ohne Grab, den Toten!" Es ist uralter Brauch, Tote zu begraben, denn sie gehören weder den Menschen, "noch den Göttern droben". Sie müßen einfach begraben werden. Antigone trifft auf diesem Gebiet keine Schuld, da sie nicht gegen diese Gebote verstoßen hat. Darum denke ich, daß der Hauptkonflikt von 'Antigone' von den Geboten der Götter und den Gesetzen des Staates handelt, da Antigone unter anderem lebendig eingemauert wurde, als sie sich dem Befehl Kreons wiedersetzte und den Befehlen der Götter gehorchte. Mit diesem gottlästerndem Gesetz brachte Kreon Schande über seine Familie und sein Volk. Am Ende sagt der Chor: "Was der Götter ist, entweihe keiner!" Damit gibt der Chor Kreon die Schuld und bescheinigt ihm, daß er den Konflikt verloren hat, ja sogar seine ganze Familie starb.

Sophokles - Leben und Werk

Sophokles wurde 496 v.Chr. in Athen als Sohn einer vornehmen Familie geboren. Er erhielt eine sorgfältige Ausbildung. Als junger Mann wurde ihm die Ehre zuteil, den Chor zu leiten, der den Sieg in der Seeschlacht bei Salamis im Jahr 480 v.Chr. besang. 468 v.Chr. besiegte Sophokles - damals achtundzwanzigjährig - im dramatischen Wettstreit den dreißig Jahre älteren Aischylos, der bis dahin als unbestrittener Meister der Tragödie gegolten hatte. Alle drei Jahre belegte Sophokles den ersten Platz, niemals den dritten, letzten - bis zu seinem Lebensende. Er starb um 406 v. Chr. Im Alter von etwa 90 Jahren und war damit Zeitzeuge der Blüte Athens. Sophokles wirkt 60 Jahre lang als Politiker und bekleidete hohe politische und kulturelle Ämter. Dieser Einfluß basiert auf dem Ansehen, das Sophokles zeit seines Lebens unter den Bürgern Athens genoß. Seine Stücke waren immer adäquater, künstlerisch perfekter Ausdruck seiner Zeit, und seine Person war ein Inbegriff der moralischen Integrität. Im Vergleich mit seinem Zeitgenossen und weniger erfolgreichen Konkurrenten Euripides treten diese Charaktereigen-schaften hervor. Sophokles bewahrte eine gewisse Distanz zum politischen Alltagsgeschehen, während Euripides es, auch in seinen Stücken, kommentierte und zu beeinflussen suchte. Während in einigen Stücken des Euripides Erotik ein zentrales Motiv ist, klammerte Sophokles sie aus. Er verehrte die Götter, oder wahrte zumindest den Anschein es zu tun, während Euripides sie in einigen Stücken verlachte, neue erfand. Euripides sagte Dinge, die jedermann wußte, aber nicht offen aussprach. Das tat Sophokles auch, nur viel subtiler und in einem moralisch integeren Kontext. Sophokles Handeln war also vom Ideal der Sophosyne, der Selbsterkenntnis und Mäßigung, ebenso geprägt wie seine Werke. Von den 120 Stücken, die er geschrieben hat, sind nur sieben überliefert, allerdings bieten diese einen guten Überblick über die Entwicklung von Leben und Werk. Sie umfassen nämlich eine Zeitspanne von 50 Jahren, von Aias (ca.453) bis Ödipus auf Kolonos (401, posthum). In allen Stücken findet sich das Motiv der Sophosyne und ihrem Gegenteil, der Hybris (Vermessenheit, Selbstüberhebung). Die Helden scheitern in ihrem Handeln und ziehen als letzte Konsequenz die Selbstzerstörung. Die Tragik besteht darin, daß die Helden durch die Eigenschaft scheitern, die sie ausgezeichnet hat. Aias scheitert an seinem Ehrgefühl.

Als er seine Ehre verteidigen will, stürzt er sich durch die Tat in Schande. Deianeira will aus Liebe die Treue ihres Mannes durch ein Geschenk zurückgewinnen - es tötet ihn. Die Helden folgen nicht dem Ideal der Sophosyne, der Selbsterkenntnis als Mensch, der nie göttlich sein kann, und der daraus folgenden Mäßigung des Handelns. Sie machen sich in ihrem Handeln der Hybris schuldig, denn absolut gerechtes Handeln ist nur Göttern möglich. In "Antigone" sagt der Chor am Ende: "Allen Segens Anfang heißt Besinnung, Was der Götter ist, entweihe keiner! Überhebung büßt mit großem Falle." (1349-1351) In der Überheblichkeit, der Übertreibung machen sich die Menschen schuldig. Also ist das Übermaß an gutem ebenso schändlich wie das böse Handeln - gerade in reinster Absicht überheben Menschen sich, lästern die Götter

Vorlesungen:

Di 18-20, WR D 611, Beginn: 27.4.98

Die 'Antigone' gehört zu den Tragödien, an denen die meisten lernen, was tragisches Handeln im Sinne der Antike sein soll. Der konflikt zwischen dem sich frei bestimmenden, sich auf seine Grundrechte berufenden Individuum und der Staatsmacht scheint beispielhaft für den sogenannten tragischen Konflikt überhaupt zu sein. Diese Interpretationstendenz überträgt spezifisch moderne Denkkategorien auf Sophokles und verstellt sich damit den Blick für Sophokles' sehr viel differenziertere Analyse des Verhältnisses des Einzelnen zur Gemeinschaft und der Gründe, die menschliches Handeln zum Scheitern bringen. Das Seminar soll in einführender Weise die modernen und die antiken Verständnisvoraussetz- ungen tragischen Handelns behandeln (v.a. Schiller und Aristoteles) und auf die Interpretation der 'Antigone' anwenden.

Worin besteht der Hauptkonflikt der Antigone ?

Der Hauptkonflikt in der "Antigone" besteht zwischen dem König von Theben, Kreon, und den Gottestreuen Anhängern wie Antigone und Haimon. Kreon will an seiner einmal getroffenen Entscheidung festhalten. Er ist nicht bereit Polyneikes zu bestatten. Im Verlauf der Handlung stellen sich ihm sowohl dessen Schwestern, Antigone und Ismene, als auch sein weiser und alter Berater entgegen. Erst als sein Sohn und seine Frau seine Sturheit und Stärke nicht überleben, genausowenig wie Antigone, kommt er zur Einsicht. Auf der anderen Seite rebellieren gegen ihn die Schwestern des Toten, die Kreons Standpunkt nicht verstehen wollen. Sie können nicht akzeptieren das er als Herscher zu seiner Entschei-dung stehen muß.

Der Konflikt zwischen diesen Gruppen zieht sich durch die Antigone bis zum tragischen Ende.

Die Hauptcharaktere

Antigone:

Sie möchte dem Willen der Götter folgen, nur deren Gesetze sind für sie bindend. Kreons Wort bedeutet ihr daher weitaus weniger als die Ehre ihrer Familie. Sie ist stolz auf ihre Tat und kümmert sich nicht um ihren Tod. Sie ist zwar nicht einverstanden mit den Taten ihrer Brüder, aber sie liebt beide und haßt nicht etwa einen von ihnen.

Kreon:

Als Herrscher will er allen seine Macht beweisen. Sein Wort gilt in seinen Augen wie ein Befehl der Götter. Er kann Pholyneikes nicht vergeben und ist lange Zeit nicht bereit seine Entscheidung zu überdenken. Er ist der Meinung das Frauen Männern nicht gleichgestellt sind. Er bewundert Mut und Kraft von Kriegern, hält sich selbst für stark und tapfer.

Äußern Sie sich zum Sinn politischen Handelns !

Politisches Handeln hat nur dann einen Sinn, wenn es nach Meinung der Mehrheit positiv ist. Politik verliert ihre Existenzsberechtigung,wenn sie Menschen schadet oder nur ein Instrument zur Durchsetzung von individuellen Vorstellungen ist. Kreon stellt die Politik über alles andere,selbst über seinen Sohn. Er schadet damit nicht nur seiner Familie,sondern vor allem sich selbst. Die Politik welche ihn beherscht, säht schließlich Tod. Kreon ist sich dieser Tatsache nicht bewußt, aber Haimon weiß um den Zustand seines Vaters. Kreon schadet mit seiner übertriebenen Härte der Politik eines weisen Monarchen und nimmt seiner Position damit jeglichen Sinn.

7 von 7 Seiten

Details

Titel
Sophokles - Antigone
Note
2+
Autor
Jahr
1999
Seiten
7
Katalognummer
V98913
Dateigröße
393 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
War eine der langweiligeren, weil zu philosophischen Lektüren
Schlagworte
Antigone, Kreon, griechische Tragödie, Sophokles
Arbeit zitieren
Becher, Jerome (Autor), 1999, Sophokles - Antigone, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/98913

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