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Shitstorm und Skandalisierung in den traditionellen Medien. Wie lässt sich die Skandalisierung mit dem Phänomen des Shitstorms in Bezug setzen?

Titel: Shitstorm und Skandalisierung in den traditionellen Medien. Wie lässt sich die Skandalisierung mit dem Phänomen des Shitstorms in Bezug setzen?

Hausarbeit , 2020 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Massenmedien allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit setzt das moderne Phänomen des Shitstorms in Zusammenhang mit der Skandalisierung in den klassischen Medien. Die Forschungsfrage lautet: Wie lässt sich der Shitstorm als Phänomen in den Prozess der Skandalisierung einordnen? Welcher Bezug ergibt sich von dem Shitstorm auf die Skandalisierung, die in den traditionellen Medien stattfindet?

Diese Fragen sollen beantwortet werden, indem erst die beiden Phänomene einzeln dargestellt werden. Es wird der bisherige Forschungsstand aufgezeigt und die beiden Grundbegriffe erklärt. Im dritten Abschnitt werden die zentralen Unterschiede genannt, um die Grenzen deutlich zu machen und eine gegenseitige Bezugnahme vorzubereiten. Der Aspekt der neuen Teilhabe des Publikums wird dabei besonders beleuchtet. Danach werden die Gemeinsamkeiten der Phänomene dargestellt, um einen Bezug zueinander herzustellen. Anschließend wird der Shitstorm in die Skandalisierung als Prozess eingeordnet. Zuletzt werden die Chancen und Risiken dieser Verbindung diskutiert und die Extremfälle der Eingliederung geschildert, um die Bedeutung des Shitstorms für die Skandalisierung deutlich zu machen.

Bei der Literatursuche zu dem Thema wurde darauf geachtet, aktuelle Quellen zu nutzen, da der Shitstorm wie bereits dargelegt ein relativ junges, durch die Digitalisierung möglich gemachtes, Phänomen ist.
Die Systematik dieser Hausarbeit lässt sich so erklären, dass mithilfe bisheriger Forschung sowohl qualitative als auch quantitative Studien verwendet wurden, um die Forschungsfrage zu beantworten und das Thema umfassend darzustellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Shitstorm

2.1 Die Skandalisierung in den Medien

3. Zentrale Unterschiede der beiden Phänomene

3.1 Die neue Teilhabeoption

4. Gemeinsamkeiten der beiden Phänomene

5. Eingliederung in den Prozess der Skandalisierung

6. Chancen und Risiken

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Interdependenz zwischen dem Online-Phänomen des Shitstorms und klassischen Skandalisierungsprozessen in den Medien. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie sich das Publikum durch digitale Teilhabeoptionen vom passiven Rezipienten zum aktiven Akteur wandelt und welchen Einfluss dies auf die Definition und den Verlauf von gesellschaftlichen Skandalen hat.

  • Wandel der Rolle des Publikums vom Rezipienten zum Akteur
  • Wechselwirkungen und Interdependenz zwischen Social Web und Leitmedien
  • Funktion des Shitstorms als Indikator für gesellschaftliche Empörung
  • Vergleich von Kommunikationsstrategien (Professionalität vs. Enthemmung)
  • Risiken der Digitalisierung für professionelle journalistische Standards

Auszug aus dem Buch

3.1 Die neue Teilhabeoption

Laut Kuhlhüser (2016, S. 53-56) ist der Shitstorm zwar in die Gattung der Skandale einzuordnen, da beide denselben Anlass, einen in die Öffentlichkeit geratener Missstand, haben. Der neue Aspekt bei einem Shitstorm ist allerdings die Teilhabeoption des Publikums. Daraus ergibt sich eine neue Dimension des Skandals. Es entsteht ein neues Selbstverständnis von den Nutzern, die sich vom Publikum zum Akteur umwandeln und selber zu der Skandalisierung beitragen können. Es findet eine Verschiebung des passiven Rezipierens ins aktive Mitmachen statt.

So lässt sich der Shitstorm sogar teilweise als ganz neues Skandalschema einordnen, da er sich von den Massenmedien entkoppelt und emanzipiert. So wird das bisherige Publikum nun selber zu den Initiatoren und Enthüllern. Durch den Shitstorm können einzelne Stimmen massenhaft Aufmerksamkeit erzeugen und lenken (vgl. Detel & Pörksen, 2012, S. 23) .

Denn das Publikum nimmt nicht nur an dem Skandal teil, sondern ermöglicht ihn in manchen Fällen sogar selbst, wie von Pörksen und Detel (2012) an dem Beispiel des Rücktritts des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler, der durch einen Shitstorm durch einen Studenten ausgelöst wurde, gezeigt wird. Hier wurde das im Mittelpunkt stehende Interview erst veröffentlicht, danach von der Leserschaft als brisant bewertet und erst anschließend durch Aufforderung an die großen Medienhäuser zu einer genaueren Recherche als Skandal in der Öffentlichkeit behandelt. Die Autoren sehen damit das Publikum oder Teile des Publikums selbst “in (die) Rolle des Rechercheurs, Archivars und des Informanten, des Beweis-Lieferanten und des journalismusaffinen Anklägers in Erscheinung treten” (S. 34).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen des Shitstorms ein, begründet dessen gesellschaftliche Relevanz als neue Kontrollinstanz und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Einordnung in den Skandalisierungsprozess.

2. Der Shitstorm: Dieses Kapitel definiert den Shitstorm als Kommunikationsphänomen, beschreibt den Online-Enthemmungseffekt sowie typische Auslöser und charakterisiert den zeitlichen Verlauf.

2.1 Die Skandalisierung in den Medien: Hier wird der mediale Skandalisierungsprozess erläutert, insbesondere die normative Funktion von Skandalen und deren typischer Phasenverlauf von der Anfangs- bis zur Rehabilitationsphase.

3. Zentrale Unterschiede der beiden Phänomene: Das Kapitel kontrastiert die emotional aufgeladene und teils vulgäre Rhetorik von Shitstorms mit der objektiven Berichterstattung klassischer Medien und betrachtet unterschiedliche Motive der Aufdeckung.

3.1 Die neue Teilhabeoption: Der Fokus liegt auf der Emanzipation des Publikums, das sich vom passiven Rezipienten zum aktiven Akteur und Initiator von Skandalen wandelt.

4. Gemeinsamkeiten der beiden Phänomene: Es wird dargelegt, wie beide Phänomene ähnliche Stufen der öffentlichen Verarbeitung durchlaufen und in beiden Fällen die Rolle von 'opinion leadern' für die virale Verbreitung entscheidend ist.

5. Eingliederung in den Prozess der Skandalisierung: Dieses Kapitel analysiert die Interdependenz zwischen Social Web und klassischen Medien, wobei der Shitstorm sowohl als Auslöser als auch als Verstärker für mediale Skandalisierungen fungieren kann.

6. Chancen und Risiken: Es werden Gefahren wie der Verlust journalistischer Standards, die Gefahr der Trivialisierung und unvorhersehbare Konsequenzen für das Krisenmanagement von Akteuren diskutiert.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Interdependenz der beiden Phänomene und plädiert für weiterführende Forschung zur Auswirkung auf die Medienberichterstattung.

Schlüsselwörter

Shitstorm, Skandalisierung, Social Media, Online-Enthemmungseffekt, Partizipation, Gatekeeper, Interdependenz, Meinungsmacht, Krisenmanagement, öffentliche Empörung, Digitale Kommunikation, Diskurs, Journalismus, Medienethik, Teilhabeoption

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen dem modernen Phänomen des Shitstorms in sozialen Medien und dem klassischen Prozess der Skandalisierung durch professionelle Medienhäuser.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Rolle des Publikums als neuer Akteur, die Wechselwirkung (Interdependenz) zwischen Social Web und Massenmedien sowie die rhetorischen und ethischen Unterschiede der beiden Phänomene.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist zu klären, wie sich der Shitstorm als Phänomen in den bestehenden Prozess der Skandalisierung eingliedern lässt und welchen Bezug er auf die traditionelle Berichterstattung nimmt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche, die bisherige qualitative und quantitative Studien nutzt, um eine theoretische Fundierung und eine umfassende Darstellung des Themas zu leisten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen der Begriffe, arbeitet Unterschiede und Gemeinsamkeiten heraus, untersucht die neue Teilhabe des Publikums und diskutiert Chancen sowie Risiken der Verbindung von Online-Empörung und Mediensystem.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Shitstorm, Skandalisierung, Interdependenz, Partizipation und die Rolle der Journalisten als Gatekeeper im digitalen Zeitalter.

Warum wird der Begriff "Candystorm" erwähnt?

Der Candystorm bildet als virale Welle des positiven Zuspruchs das Gegenstück zum Shitstorm und zeigt, dass die Mechanismen der sozialen Netzwerke auch für positive Instrumentalisierung genutzt werden können.

Welche Rolle spielt der "Online-Enthemmungseffekt" laut Autor?

Der Autor führt diesen Effekt an, um zu erklären, warum die Rhetorik in Shitstorms oft emotional aufgeladener und vulgärer ist als in der professionellen, journalistisch geprägten Skandalberichterstattung.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Shitstorm und Skandalisierung in den traditionellen Medien. Wie lässt sich die Skandalisierung mit dem Phänomen des Shitstorms in Bezug setzen?
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
15
Katalognummer
V989150
ISBN (eBook)
9783346348500
ISBN (Buch)
9783346348517
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Germanistik Medienwissenschaft Kommunikationswissenschaft Shitstorm Soziale Medien Skandalisierung Skandale Sozialwissenschaft Medien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Shitstorm und Skandalisierung in den traditionellen Medien. Wie lässt sich die Skandalisierung mit dem Phänomen des Shitstorms in Bezug setzen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/989150
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Leseprobe aus  15  Seiten
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