Das Ziel meiner vorliegenden Arbeit ist, die relevantesten orthographischen Prinzipien in der deutschen Sprache vorzustellen. Diese werden anhand der Analyse des Basistexts „Erstsemester: So verhindern nervöse Studenten Patzer im Referat“ in verschiedener Hinsicht dargestellt. Diese Arbeit lässt sich hauptsächlich mit dem Leitprinzip der Graphem-Phonem-Korrespondenz durchführen. Darüber hinaus werden auch weitere, mit dem Leitprinzip zusammenhängenden Prinzipien, im Verlaufe meiner Arbeit analysiert. Zur Herangehensweise dieser Arbeit wurden einige Beispiele aus dem Text ausgewählt, auf die für die Verdeutlichung der abweichenden Prinzipien zurückgegriffen wird. Bei der Wiedergabearbeit vom Basistext wird die empirische Vorgehensweise zur Anwendung kommen, um die Vermittlung der verschiedenen Orthographieprinzipien in der deutschen Sprache voranzubringen.
Als Erstes stellt sich natürlich die Frage, was Orthographie und Graphematik überhaupt sind und wie sie zu der Thematisierung und der Entwicklung der deutschen Sprache beitragen. Infolge dieser Fragestellung werden die theoretischen Gesichtspunkte vor dem Eingehen auf die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Orthographieprinzipien vorgestellt. (bzw, die Differenzierung zwischen Orthographie und Graphemik und die Fachtermini im Bereich Orthographie und Graphematik). Diese Vorstellung besteht darin, sich mit dem theoretischen Bereich der Orthographie und Graphematik intensiver zu beschäftigen und zum praktischen Hauptteil meiner Arbeit zu machen, um damit die Analyse zu ermöglichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zur Vorstellung der Theorie
2.1 Graphematik vs Orthographie
2.2 Primäre Fachtermini im Bereich Graphematik und Orthographie
3. Wiedergabe orthographischer Prinzipien mithilfe des Basistexts „Erstsemester: So verhindern nervöse Studenten Patzer im Referat“
3.1 Das Leitprinzip der Graphem-Phonem-Korrespondenz
3.2 Das morphologische Prinzip
3.3 Das silbische Prinzip
3.4 Das ästhetische Prinzip
3.5 Das etymologische Prinzip
3.6 Das grammatisch-syntaktische Prinzip
4. Fazit
5. Bibliographie
6. Anhang
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die wichtigsten orthographischen Prinzipien der deutschen Sprache theoretisch zu erläutern und ihre praktische Anwendung anhand einer Analyse des Basistextes "Erstsemester: So verhindern nervöse Studenten Patzer im Referat" von Verena Wolff zu untersuchen.
- Grundlagen der Graphematik im Vergleich zur Orthographie
- Analyse des Graphem-Phonem-Korrespondenz-Prinzips
- Untersuchung morphologischer und silbischer Schreibprinzipien
- Bedeutung des ästhetischen und etymologischen Prinzips für die deutsche Rechtschreibung
- Syntaktische und grammatikalische Regeln bei der Textschreibung
Auszug aus dem Buch
3.1 Das Leitprinzip der Graphem-Phonem-Korrespondenz
Im weiteren Verlauf gehe ich auf den Hauptteil meiner Arbeit ein: Das Leitprinzip der Graphem-Phonem-Korrespondenz (sog. Phonologisches Prinzip). In diesem Teil werden hauptsächlich von mir ausgewählte Beispiele präsentiert. Da die deutsche Sprache im Grunde aus alphabetischen Lautschriften besteht, ist das Phonologische Prinzip als Grund- oder Leitprinzip der Graphem-Phonem-Korrespondenz wahrzunehmen. Was noch unterschieden werden muss, sind die zwei dem Leitprinzip untergelegenen Prinzipien. Dazu sagt Staffeldt (2010: 151);
„Wir können also schon einmal zwei Untertypen dieses Grundprinzips identifizieren: das phonetische Prinzip und das phonologische Prinzip. Nach dem phonologischen Prinzip wird in etwa so geschrieben, wie die Formen auf der Ebene des Sprachsystems lautlich repräsentiert sind. Nach dem phonetischen Prinzip dagegen wird, so gut es geht, geschrieben wie gesprochen. Insbesondere die Dialektschreibungen versuchen, so lautgetreu wie möglich zu sein. Vgl. Etwa das bekannte plattdeutsche Kinder-/Liebeslied „Dat du mien leevesten büst“.“
Aus der Erklärung lässt sich ableiten, dass das phonetische Prinzip sich auf ein Phon (Laut) fokussiert. Hingegen wird das phonologische Prinzip mit dem Phonem zusammengehängt. Daraus folgt, dass sich das phonologische Prinzip im Laufe der Zeit gestärkt hat, während das phonetische Prinzip aufgrund der sprachlichen Varianz (dialektal und in der zeitlichen Entwicklung) nachgelassen hat. Trotz der Unzulänglichkeit der Grapheme für die 1:1 Graphem-Phonem-Beziehung reicht es aus, wenn Phoneme zu Graphemen nach der Regel einsortiert werden können (Vgl. Altmann/Ziegenhain 2010: 125).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Definition der Zielsetzung der Arbeit, die darin besteht, orthographische Prinzipien theoretisch und empirisch anhand eines Basistextes zu veranschaulichen.
2. Zur Vorstellung der Theorie: Theoretische Klärung der Begriffe Graphematik und Orthographie sowie Einführung in die notwendigen Fachtermini.
3. Wiedergabe orthographischer Prinzipien mithilfe des Basistexts „Erstsemester: So verhindern nervöse Studenten Patzer im Referat“: Detaillierte Analyse der fünf Hauptprinzipien (Phonem-Graphem-Korrespondenz, morphologisches, silbisches, ästhetisches, etymologisches und grammatisch-syntaktisches Prinzip) anhand konkreter Beispiele aus dem Text.
4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung des Wechselverhältnisses der Prinzipien und der Feststellung, dass die Interferenz zwischen diesen für die deutsche Rechtschreibung unverzichtbar ist.
5. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen.
6. Anhang: Abdruck des analysierten Basistextes.
Schlüsselwörter
Graphematik, Orthographie, Graphem, Phonem, Graphem-Phonem-Korrespondenz, Morphologisches Prinzip, Silbisches Prinzip, Ästhetisches Prinzip, Etymologisches Prinzip, Grammatisch-syntaktisches Prinzip, Auslautverhärtung, Silbengelenk, Gemination, Rechtschreibung, Schriftsystem.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Untersuchung der orthographischen Prinzipien der deutschen Sprache und deren Anwendung auf einen konkreten, praxisnahen Basistext.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themenfelder sind die theoretischen Grundlagen der Graphematik und Orthographie sowie die Analyse verschiedener Prinzipien wie der Laut-Schrift-Beziehung, morphologischer Konstruktionen und syntaktischer Regeln.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die relevantesten orthographischen Prinzipien vorzustellen und zu demonstrieren, wie diese in der geschriebenen Sprache zusammenspielen, um eine korrekte Rechtschreibung zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es wird eine empirische Vorgehensweise gewählt, bei der Beispiele aus einem Basistext extrahiert und systematisch den verschiedenen orthographischen Prinzipien zugeordnet und analysiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die einzelnen Prinzipien – von der Graphem-Phonem-Korrespondenz bis hin zum etymologischen und grammatisch-syntaktischen Prinzip – einzeln definiert und an Textbeispielen erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Graphematik, Orthographie, Phonem-Graphem-Korrespondenz, morphologische Prinzipien und Schriftsystem charakterisiert.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen Phonetik und Graphematik eine wichtige Rolle?
Die Unterscheidung ist essenziell, da die Graphematik das Schriftsystem als eigenständige Ebene betrachtet, während Phonetik und Phonologie sich auf die gesprochene Sprache beziehen. Ihr systematisches Zusammenspiel erklärt die Komplexität der Rechtschreibung.
Welchen Zweck erfüllt das ästhetische Prinzip bei der Schreibung?
Das ästhetische Prinzip ergänzt die anderen Regeln, indem es zur Schönheit der Schreibung und zur Effizienz beim Lesen beiträgt, etwa durch das Verbot von unübersichtlichen Buchstabenhäufungen.
Wie erklärt die Arbeit den Umgang mit Fremdwörtern im Deutschen?
Durch das etymologische Prinzip wird erläutert, wie Fremdwörter in das deutsche System integriert werden, wobei oft die Herkunftsschreibung beibehalten wird, diese sich jedoch an deutsche Regeln wie die Großschreibung von Substantiven anpasst.
Was besagt die Schlussfolgerung bezüglich des phonologischen Prinzips?
Das Fazit stellt fest, dass die 1:1-Beziehung zwischen Graphem und Phonem in der Realität selten ist, weshalb andere orthographische Prinzipien als unverzichtbare Kompensationsmechanismen fungieren.
- Arbeit zitieren
- Jinhyun Kim (Autor:in), 2019, Orthographieprinzipien in Verena Wolffs Text "Erstsemester: So verhindern nervöse Studenten Patzer im Referat", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/989761