Leben und Werk Friedrich Fröbels


Hausarbeit, 2001

30 Seiten


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Inhaltsverzeichnis

1. Geschichtlicher Hintergrund der Zeit Fröbels

2. Leben Friedrich Fröbels
2.1 Kindheit und Jugend und die Frankfurter Zeit
2.2 Bei Pestalozzi
2.3 Göttingen
2.4 Berlin - Die Lützower Jäger
2.5 Keilhau
2.6 In der Schweiz
2.7 Die letzen Jahre

3. Das Werk und die Errungenschaften Fröbels
3.1 Die Sphäre
3.2 Die Menscherziehung
3.3 Spielgabe
3.4 Mutter- und Koselieder
3.5 Kindergarten

4. Gruppenarbeit und Zusammenfassung
4.1 Persönliches Fazit und
4.2 Diskussion
4.3 Gruppenarbeit
4.4 Diskussion

5. Anhang
5.1 Zeittafel des Lebens Friedrich Fröbels
5.2 Thesen zur Sphärentheorie
5.3 Handout zum Referat

6. Literaturverzeichnis

1. Geschichtlicher Hintergrund der Zeit Fröbels

Thema des Referats ist das Leben und Wirken Friedrich Fröbels Ziel des Vortrags ist es, euch einige Fakten aus dem Leben Fröbels zu präsentieren und einige seiner Theorien, aber auch seine wichtigsten Errungenschaften bekannt zu machen.

Wir werden Lebenslauf und Werk gemischt vortragen um euch einen ungefähren Überblick darüber zu geben, wann welches Werk entstanden ist.

Um zu verstehen, von welcher Zeit wir reden, zitiere ich aus dem Buch „Klassenbuch 1“:

„ In der Kleinkinderschule sind gegen hundertundvierzig Knaben und Mädchen von zwei bis sechs Jahren unter der Leitung eines alten Ehepaars täglich sechs bis acht Stunden beisam- men. Solchen, deren Eltern den ganzen Tag abwesend sind, gibt der Lehrer ein Mittagbrot für sechs Pfennig. Dieäußere Einrichtung der Schule ist zweckm äß ig, die innere hat mich unan- genehmüberrascht. Die armen Kleinen werden schon mit Schulkenntnissen abgequält, und dies auf die traurigste Weise. Die Haare standen mir zu Berg, als die Kinder folgende Fragen im Chor und taktm äß ig beantworteten: Wie heißt das Buch, in welchem Gott mit uns spricht? Was für Teile hat die Bibel? Womit beginnt das Alte, das Neue Testament? Was ist Taufe?

Wovon handelt das achte, vierte, sechste, das siebente Gebot? Was für Lehranstalten sind in Berlin? Was für Beamtete? Was für Königreiche sind in Europa? Was für Flüsse in Deutsch- land, Frankreich, Spanien? - Die vierjährigen Buben und Mädchen, die vom Ehebruch spra- chen, kommen mir zeitlebens nicht aus dem Gedächtnis “ (Enzensberger, 1972, 145f.)

Zur politischen Situation schreibt Wilma Grossmann in dem Buch Kindergarten:

„ Zur gesellschaftlichen Funktion vorschulischer Einrichtungen

Fragen wir uns, welche gesellschaftlichen Bedingungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts zur Gründung der ersten Kleinkinderschulen und Kleinkinderbewahranstalten führten, so lassen sich drei Voraussetzungen nennen:

- Veränderte Produktionsformen bedingten die Gründung und die Ausbreitung der Manu- fakturen, was eine Trennung von Familie und Produktionsstätte zur Folge hatte. Damit verlor die Familie eine wichtige erzieherische Funktion, denn die heranwachsenden Kinder konnten nun nicht mehr durch Nachahmung des beruflichen Handelns ihrer Angehörigen bruchlos in die Berufsrolle hineinwachsen.

- Die Entstehung der Klasse des besitzlosen Proletariats mit Frauen- und Kinderarbeit brachte eine Verschlechterung der allgemeinen Lebensbedingungen, und hieraus folgte eine hohe Kindersterblichkeit, ein Absinken des Bildungsniveaus und die Gefährdung der psychischen und physischen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen.

- In der geistesgeschichtlichen Bewegung der Aufklärung wurde das Bürgertum selbstbewusster und beanspruchte politische Mitbestimmung im Staat.

Aus diesen hier skizzierten gesellschaftlichen und geistesgeschichtlichen Voraussetzungen lassen sich die zwei Funktionen ableiten, die dieöffentlichen Einrichtungen für Vorschulkinder haben sollten:

- Sie sollten zum einen für die Kinder der unteren Schichten ausfallende Erziehungsaufgaben der Familie wahrnehmen, und

- Sie sollten zum anderen einen allgemeinen Bildungs- und Erziehungsauftrag erfüllen, der den neuen Bedürfnissen des sich von der Vorherrschaft des Adels emanzipierenden Bürgertums entsprach. “ (Grossmann, 1987, 15)

Aber es war die Zeit des sogenannten Klassenkampfes, des Aufstandes gegen die „hohen Herren“ und das erste Aufblühen demokratischer Ideen und Strukturen (Curr- lin, http://www.gzg.fn.bw.schule.de/schulen/emigrate/dokument/german19/summary/ index19.htm 2000). Die alten Muster galten nicht mehr (Leben in der Großfamilie, das Kind sieht die Eltern bei der Arbeit und wächst in der Familie auf).

Uns muss bei der Bewertung der Leistung Fröbels klar sein, dass dieser zuerst nur mit den Kindern arbeitete, die aus einem besser gestellten Elternhaus kamen. Die anderen Kinder wurden in sogenannten „Kleinkinderbewahranstalten“ untergebracht. Dies nur um unsere romantischen Vorstellungen etwas zu korrigieren. Erst später arbeitete Fröbel auch mit Kindern aus ärmeren Schichten.

Es gibt, soweit wir das in Erfahrung bringen konnten kein Buch, in dem alle oder zumindest viele Briefe Fröbels zusammengefasst sind. Deshalb sind die Zitate Fröbels alles indirekte Zitate, die meisten von Helmut Heiland.

Bezeichnenderweise wird dieses Referat von zwei Männern gehalten. Aus der Biographie Fröbels von Heiland (vgl. Heiland, 1982, 8) wissen wir, dass Fröbel in einer Umgebung aufwuchs, in der nur wenig Frauen vorkamen.

2.1 Kindheit und Jugend und die Frankfurter Zeit

Friedrich Wilhelm August Fröbel wurde am 21. April 1782 in Oberweißbach im Thüringer Wald als sechstes Kind der Familie geboren. Neun Monate nach seiner Geburt starb seine leibliche Mutter. Sein Vater Johann Jacob Fröbel heiratete nach zwei Jahren erneut, nämlich Friederike Sophie Otto aus Eisleben. Mit dieser verstand sich der junge Fröbel überhaupt nicht, so dass er weitgehend sich selbst überlassen blieb. Denn seine Adoptivmutter zog sich von ihm zugunsten ihrer leiblichen Kinder Karl Popo und Johanna Sophie zurück. Später verweigerte sie ihm sogar das „Du “ und redete ihn mit „Sie “ an. Auch der Vater hatte keine Zeit für ihn. Jakob Fröbel war Dorfpfarrer in Oberweißbach. Friedrich Fröbel wurde deshalb als Kind genötigt, den konservativen Glauben seines Vaters mitzuleben.

Als Fröbel 15 Jahren alt war nahm Fröbels Onkel Superintendent Johann Christoph Hoffmann ihn mit zu sich nach Stadtilm. In diesem Abschnitt seines Lebens erlebte Fröbel erstmals etwas wie Annahme. Hier vermittelte ihm sein Onkel auch ein positi- ves Verständnis von Christentum. Auch die Tatsache, dass sich Frömmigkeit und nationales Erfassen der Geschichte des Christentums sich nicht ausschließen müs- sen erfährt Fröbel hier. Dadurch änderte sich bei Fröbel die negative Auffassung von Religion, die sich bei ihm durch die Erlebnisse seiner Kindheit aufgebaut hatten. In Stadtilm ging er ganz normal zur Schule (Elementarschule) und machte anschlie- ßend eine Lehre als Feldmesser. Da seine schulischen Leistungen nicht so hervor- ragend waren, wurde ihm zunächst ein Studium verwehrt. Seine Leistungen die er in der Lehre erbrachte, erkannte der Förster Witz, in dessen Försterei (nahe Hirsch- berg/Saale ) Fröbel seine Lehre als Feldmesser antrat, nicht an und entließ ihn we- gen mangelnder Leistung im Jahre 1799. Der Vater war ratlos, was denn aus dem jungen Menschen, welcher sein Sohn Friedrich war, denn werden sollte. Erst der Be- such bei Fröbels Bruder Traugott in Jena, der dort Medizin studierte, ließ bei Fröbel erneut den Wunsch entstehen, selbst ein Studium aufzunehmen. Wieder zuhause bei seinem Vater in Oberweißbach, hatte er große Mühe seinen Vater davon zu ü- berzeugen, dass das Studium für ihn das Richtige sei. Nach längerem Zögern aber willigte der Vater endlich ein und akzeptierte sogar auch Friedrichs Wunsch nach der Auszahlung seines mütterlichen Erbteils. Somit begann er im Wintersemester 1799/1800 im Alter von 17 Jahren ein Studium der Naturwissenschaften, mit dem Schwerpunkten Botanik bei Professor Bartsch und Chemie bei Professor Göttling, in Jena. Dieses Studium musste er aber im vierten Semester abbrechen, da seine Schulden zu groß wurden. Auch sein Vater sich weigerte seine Schulden zu bezah- len. Für eine Zeitlang musste Fröbel deshalb sogar im Karzer einsitzen. Erst als er bereit war auf sein väterliches Erbteil zu verzichten, löste ihn der Vater aus. Nach seiner Freilassung aus dem Karzer kehrte er, erneut gedemütigt, wieder nach Ober- weißbach zurück und pflegte seinen inzwischen schwer erkrankten Vater bis zu des- sen Tod. Sein Vater starb als Fröbel gerade 20 Jahre alt war am 10. Februar 1802. Daraufhin bat Fröbel seinen Freund Kulisch in Frankfurt, ihm bei der Stellensuche behilflich zu sein. Fröbel wollte im Baufach tätig werden und suchte eine dement- sprechende Stelle. Bevor er jedoch in Frankfurt am Main eintraf, besuchte er noch seinen Freund Meyer auf dessen Gut Krumbeck in der Uckermark. Bei seiner Abrei- se schrieb er seinem Freund Meyer in dessen Stammbuch:

„ Dir gebe das gütige Geschick eine ruhige ländliche Wohnung, ein biederes, treues Weib, stets einen heiteren Sinn und inneren Frieden; mich treibe es rastlos durch die Welt, und nur soviel Zeit zur Ruhe und Erholung vergönne es mir, als nötig ist, um meinen Standpunkt zu der Welt und den Menschen erkennen zu können. Du gib den Menschen Brot; mein Streben sei, die Menschen ihnen ( sich ) selbst zu geben. “ (Fröbel zit. n. Heiland, 1995, 18f).

Später erkannte man, dass hier die ersten pädagogischen Äußerungen Fröbels zu lesen waren, welche auch die ersten Andeutungen auf sein Erziehungskonzept der Lebens-Einigung enthielten.

Beim Eintreffen von Fröbel in Frankfurt, stellte Kulisch, der Hauslehrer bei Familie von Holzhausen war, ihm seinem Bekannten Gottlieb Anton Gruner vor, der Leiter der Frankfurter Musterschule war, die nach Pestalozzis pädagogischen Prinzipien lehrte. Gruner hatte in einer Erziehungsanstalt mit dem Namen Schnepfenthal gear- beitet und war auch schon bei Pestalozzi in Iferten gewesen. Gruner lud Fröbel ein an seiner Schule Lehrer zu werden. Fröbel nahm dieses Angebot nur zögernd an. Erst als er erfuhr, dass seine ganzen Unterlagen und Nachweise seiner bisherigen beruflichen Tätigkeit auf dem Postwege verloren gegangen waren, erkannte er dies als eine Art „Göttliche Fügung“ und nahm es als seine Berufung an, seine neue Ver- pflichtung als Lehrer wahrzunehmen. Dazu schrieb er seinem Bruder Christoph:

Ich muss Dir aufrichtig sagen, dass es auffallend ist, wie wohl ich mich in meinem Geschäfte befinde... es war mir, als wäre ich schon längst Lehrer gewesen und eigentlich zu diesem Geschäfte geboren; es schien mir, als hätte ich nie in einem andern Verhältnisse als diesem Leben wollen “ (Fröbel zit. n. Heiland, 1995, 20).

Gruner war es auch, der ihn anregte, sich mit Pestalozzis Schriften zu beschäftigen. Von Pestalozzis Elementarmethode begeistert, wollte Fröbel in den Herbstferien nach Iferten zu Pestalozzi reisen, aber seine finanziellen Mittel reichten dafür leider nicht aus.

Da Kulisch Hauslehrer bei der Familie von Holzhausen war, welche aus einem be- güterten und angesehenen Frankfurter Adelsgeschlechts entstammte, führte er Frö- bel auch dort ein. Nachdem Fröbel einen engen geistigen Kontakt zu Caroline von Holzhausen aufgebaut hatte, wurde er selbst Hauslehrer bei dieser Familie. Die Be- ziehung zu Caroline von Holzhausen war für das weitere Leben von Fröbel prägend (Heiland 1995, 38). Nach mehreren Kurzaufenthalten bei Pestalozzi beschließt Frö- bel mit seinen drei Zöglingen zu Studienzwecken und um die Kinder dem direkten Einfluss des leiblichen Vaters zu entziehen, längere Zeit als Schüler Pestalozzis nach Iferten zu gehen.

2.2 Bei Pestalozzi

Eigentlich war es eine Flucht zu Pestalozzi, damit er die drei Söhne von Holzhausen nach seinen Vorstellungen erziehen konnte, denn er hatte andere Vorstellungen von Erziehung als Georg von Holzhausen, der leibliche Vater der drei. Es war ihm be- wusst, dass ein durch verständnisvolles erzieherisches Bemühen gekennzeichnetes Familienleben eine breite bzw. die beste Basis für die Entwicklung des heranwach- senden Menschen geschaffen wurde. Dies konnte seiner Meinung nach die Familie von Holzhausen ihren Kindern aber nicht bieten. Nach Fröbel setze dies bei den El- tern die Kenntnis und Einsicht voraus, dass ein Kind ein eigenständiges Wesen ist. Ein Kind braucht also den kontinuierlichen, vertrauensvollen und aufgeschlossenen

Umgang der Eltern, was nach Fröbels Meinung bei der Familie von Holzhausen nicht gegeben war. Prinzipiell stimmt er also dem Gedanken der naturgemäßen Entwick- lung Pestalozzis zu. Pestalozzis Elementarmethode wollte aber alles auf Mathematik, Anschauung, Formen und Formeln zurückbringen, somit bestimmte für Pestalozzi die Methode die kindliche Entwicklung. Auch Fröbel war grundsätzlich dieser Meinung, nur sollte seiner Meinung nach sich die Methode der kindlichen Entwicklung anpas- sen und nicht umgekehrt.

1810 kommt es in Iferten zu einer tiefen Zerrissenheit und inneren Spannung durch die unterschiedlichen Charaktere Niederers und Schmids, den beiden wichtigsten Mitarbeitern Pestalozzis. Auslöser hierfür war die Tatsache, dass Pestalozzi die Lan- desbehörde um eine Überprüfung seiner Elementarmethode bat (Niederer war für, Schmid gegen eine entsprechende Überprüfung der Elementarmethode). Die Prü- fung fiel negativ aus. Fröbel unterstützte Schmid in seiner ablehnenden Haltung, da er Niederers spekulative Interpretation der Elementarmethode ablehnte. Diese Aus- einandersetzung führte zum Konflikt und zum Weggang Fröbels aus Iferten. Der Konflikt mit Pestalozzi und der Weggang Fröbels aus Iferten, hatten aber auch weit- reichende Folgen im Verhältnis zur Familie von Holzhausen. So machte Caroline von Holzhausen Fröbel Vorwürfe, während Georg von Holzhausen dem Vorschlag Frö- bels zustimmte mit den drei Zöglingen Iferten zu verlassen. Nachdem sie wieder in Frankfurt eingetroffen waren, bat Fröbel Herrn von Holzhausen ihn von seiner Auf- gabe zu befreien und die Erziehung der Zöglinge jemandem zu übertragen, der voll- kommener und kenntnisreicher sei. Herr von Holzhausen entsprach Fröbels Bitte nach Entbindung seiner Aufgabe und kündigte ihm im März 1811 die Hauslehrer- stelle.

2.3 Göttingen

Daraufhin ging Fröbel nach Göttingen, denn seine Idee war es, Pestalozzis Gedanken der Elementarmethode mit seiner philosophischen Idee der Sphäre zu vereinigen. Diese von Fröbel aufgestellte Bildungsidee ließ ihn 1807 ein breit angelegtes Studium beginnen, welches für ein Jahr geplant war. Aber es dauerte letztendlich wesentlich länger, nämlich drei Semester in Göttingen und später noch mal vier Semester in Berlin, davon waren drei Semester Assistenzzeit und ein Semester Studium. Durch diese Verlängerung seines Studiums wird deutlich, wie unzureichend ausgebildet er sich fühlte. Fröbel studierte also zunächst in Göttingen drei Semester asiatische Sprachen, Chemie, Physik und Mathematik.

An dieser Stelle fragt man sich nun vielleicht, warum jemand der pädagogisch arbeiten will, Naturwissenschaften studiert, deshalb hier ein Zitat von Dr. Mathias Brod- beck:

„ Dieses Konglomerat an Lernstoff ist wiederum ein Hinweis auf seine Hilflosigkeit und Un- erfahrenheit in der damals noch nicht ausgereiften pädagogischen und psychologischen Wis- senschaft. Diese waren einfach noch nicht systematisiert bzw. bestanden noch gar nicht. “ (Brodbeck, Matthias, http://www.jena.thur.de/other/froebel/biograf/fr.html )

Fröbels Studium in Göttingen hängt eng mit dem Aufbau des Sphärengesetzes zusammen. Hier entwickelte Fröbels die Grundzüge seiner Theorien.

2.4 Berlin - Die Lützower Jäger

Von Göttingen ging Fröbel nach Berlin, um an der neu gegründeten Universität Kri- stallographie bei Christian Samuel Weiß zu hören, denn er wollte einen theoretisch - systematischen Hintergrund erhalten, um einen besseren Zusammenhang seiner bereits vorausgegangenen Erarbeitung seiner philosophischen Position, der Ein- heitskonzeption der Sphäre, zu begründen, was in Göttingen nicht möglich war.

Beim Befreiungskrieg 1813, der begonnen wurde, um Deutschland aus der napoleo- nischen Unterdrückung zu befreien, erkannte auch Fröbel trotz seiner Lebensfremd- heit die große Bedeutung dieses Kampfes für sein Vaterland. So unterbrach er sein Studium in Berlin und trat in das Lützowsche Freikorps unter der Führung Jahns ein. Fröbel war keineswegs kriegsbegeistert, sondern er fühlte sich eben als Deutscher, dessen Pflicht es war, sein Vaterland zu unterstützen. Somit nahm er aus philosophi- schem bestimmtem nationalem Bewusstsein und pädagogischer Verantwortung am Krieg teil. Während seines Dienstes im Lützower Freikorps führte Fröbel ein Kriegs- tagebuch und schrieb über vierzig Briefe an Professor Weiß nach Berlin. Sowohl im Kriegstagebuch, als auch in den Briefen finden sich neben Reflexionen über den Krieg und das Soldatentum auch eine Fülle von geognostischen Beobachtungen, welche verdeutlichen, dass Fröbel auch als Soldat die Zeit fand, wissenschaftlich zu arbeiten.

Außerdem lernte er während des Krieges zwei Theologiestudenten kennen, nämlich Wilhelm Middendorf und Heinrich Langethal, die nachdem Krieg seine Mitarbeiter werden sollten. Als besondere Eigenschaften nennt Heiland Middendorfs Eloquenz und Verbindlichkeit so wie Langethals Eifer und Kreativität. Die Bewegungsspiele z. B. beruhten zum größten Teil auf Langethals Ideen (Heiland, 1995, 56).

Fröbel scheidet am 31.Juni 1814 aus dem Kriegsdienst aus. An weiteren Kriegen gegen Napoleon hat er nicht mehr teilgenommen. Nach dem Krieg haben ihm Middendorf und Langethal tatkräftig beim Aufbau von Keilhau unterstützt.

2.5 Keilhau

Heiland schreibt, dass Fröbel mit dem theoretischen Hintergrund seiner Sphärentheorie und der selbst übernommenen Verpflichtung sich um die Erziehung der Kinder seines verstorbenen Bruders zu kümmern, am 13. November 1816 eine Erziehungsanstalt in Griesheim/Thüringen gegründet hat. Diese siedelte im Juni 1817 nach Keilhau bei Rudolstadt / Thüringen um (Heiland 1995, 58):

Aus einem unbekannten Punkte, aus einem kleinen verborgenen Tale unseres gemeinsamen Vaterlandes redet eine kleine Gesellschaft von Menschen, welche Glieder von nur wenigen Familien, sämtlich Deutsche sind, zu euch. Sie sind Glieder aller Familienverhältnisse, sie sind Vater, Mutter, Eltern, sie sind Bruder, Schwester, Geschwister, sie sind Verwandte und Freunde; Vater- und Mutter-, Bruder- und Schwestersinn und -liebe, Liebe zu den Verwand- ten und Sinn für Verwandtschaft, Freundesherz, Liebe zu den Freunden verknüpfen sie und verknüpfen sie seit langem... Eine Liebe vereinte sie, die Liebe zum Menschen, zur Ausbildung und Darstellung des Menschlichen, der Menschheit im Menschen. (Fröbel zit. n. Heiland, 1982, 59)

So beginnt die erste Schrift aus Keilhau, die Keihauer Werbeschrift. Fröbel wollte, so schreibt der Biograph:

seine Sphärentheorie und Pestalozzi Methode zu einer schulischen Menschenbildung verbinden. . (Heiland, 1982, 59)

Das Haus war wie ein Internat strukturiert, den Kindern sollte jedoch trotzdem eine „gesunde“ familiäre Umgebung geboten werden.

Fröbel selbst wirkte in Keilhau von 1817 bis 1831.

Aus seinen früheren Erfahrungen als Erzieher heraus wollte er die Kinder in einer bestimmten Art und Weise an das spätere Leben heranführen: Körperliche und gei- stige Beschäftigung sollten die Kinder gleichermaßen aktivieren. Wichtig für Fröbel war, dass die Familien die eigenen Kinder erziehen sollten. Nur wo das nicht gege- ben war, (wie bei der Familie von Holzhausen) sollte Fremderziehung an die Stelle der Erziehung durch die Eltern treten.

Der Erzieher muss das Kind mit klarem Bewusstsein nach klaren Gesetzen und in sprechenden Formen - also durch ein organisches Lebensganzes -, somit kunstm üß ig, erregen, alles, was er, der Zögling, tun, wissen und haben will, in sich zu suchen und zu finde aus seinem eigenen Lebensquell zu erfinden. Er lehrt den Zögling die Erfindungskunst durch bewusstes kunstm äß iges Erregen dieser Kunst. (Fröbel zit. n. Heiland, 1982, 62)

Fröbels Gedanke war, dass das Innere des Kindes durch das Äußere geweckt wird. Gleichzeitig war ihm auch das Eingehen auf die kindliche Individualität wichtig. Fröbel wollte mit der Art seiner Erziehung freie, denkende, selbsttätige Menschen bilden und ihnen soziales, musisches, schöpferisches und kreatives Lernen und Tun ermöglichen. In Keilhau ging man ungezwungen miteinander um, so duzte man sich. Ein Zeichen für den freien Geist war auch, dass Fröbel, entgegen der herrschenden Mode, Zeit seines Lebens seine Haare lang trug.

Die Formel seines gesamten Unterrichts lautete: Tue dies, und siehe was in dieser bestimmten Beziehung aus deinem Handeln folgt, und zu welcher Erkenntnis es dich führt (Heiland, 1982, 70)

Die beiden Theologiestudenten (Wilhelm Middendorff und Heinrich Langenthal), die Fröbel im Krieg kennen gelernt hatte und für seine Theorien begeistern konnte, folgten ihm nach Keilhau.

Die Zahl seiner Zöglinge stieg von sechs im Jahre 1816 auf 57 im Jahre 1825.

1818 heiratete Fröbel die geschiedene Henriette Hoffmeister. Wohl zum einen um den Kindern eine möglichst familiäre Atmosphäre zu bieten, vielleicht aber auch um sich von der nie ganz geklärten Beziehung zu Caroline von Holzhausen zu lösen. (Heiland, 1995, 66)

Fröbels Bruder mit Familie sowie seine verwitwete Schwägerin folgten nach Keilhau. Verschiedene Anlässe verursachten einen Rückgang an Zöglingen auf 5 im Jahre 1829:

Die Schule bekam einen schlechten Ruf, weshalb der politische Druck auf die Eltern, die ihre Kinder in der Schule unterbrachten wuchs. Grund hierfür war u. a. dass Johannes Barop, ein wichtiger Mitarbeiter Fröbels, einer Burschenschaft angehörte; man nannte Keilhau deswegen „Demagogennest“.

Fröbel übergab 1830 die Leitung von Keilhau an Johannes Arnold Barop (Heiland, 1995, 66).

Fröbel plante in Helba bei Meiningen eine Pflege- und Entwicklungsanstalt für 3-7 jährige sowie eine Volkserziehungsanstalt (eine Arbeits-Produktionsschule für Knaben) sowie eine Erhebungsanstalt, (von Fröbel Volkshochschule genannt). Dieses Projekt zerschlugt sich allerdings (Heiland, 1995, 72). Eine Reise nach Frankfurt bildete dann eine Zäsur in Fröbels Leben.

In der Zeit in Keilhau entstanden die meisten Schriften Fröbels. Die wichtigsten sind die sechs Keilhauer Werbeschriften, worin er seine Idee von der Erneuerung des deutschen Volkes durch Erziehung und seinem Bildungsplan für Keilhau erklärt. Außerdem gab Fröbel eine Wochenschrift die er „Die erziehende Familie“ nannte und ein Werk genannt die „Menschenerziehung“ heraus.

2.6 In der Schweiz

Fröbel zog von Keilhau nach Frankfurt um dann 1831 in die Schweiz umzusiedeln.

Dort gründete er auf Schloss Wartensee eine weitere Anstalt. Diese Schule war auch als Internat geplant, blieb dann aber doch Tagesschule (Heiland, 1995, 85).

Fröbels Neffe Ferdinand kam, um mit Fröbel zu arbeiten. Im Mai 1833 gibt Fröbel die Schule auf und zieht nach Willisau um. Trotz Anfeindungen, vor allem aus der katholischen Kirche, wurde die Schule durch die Landesbehörden anerkannt. Im März 1834 folgte Langenthal Fröbel in die Schweiz. Gleichzeitig startete Fröbel ein Lehrerseminar. Im Mai 1836 reiste Fröbel nach Berlin, um den Nachlass seiner Schwiegermutter zu regeln. Von dort aus kehrte er nicht in die Schweiz zurück sondern reiste nach Keilhau um dann in Bad Blankenburg zu wohnen.

Wie wir schon von Rousseau und Pestalozzi gehört haben, war auch Fröbel ein Vielschreiber!

In seiner Zeit in der Schweiz schrieb Fröbel weniger Veröffentlichungen als vielmehr Briefe. Über 200 Briefe z. T. sehr lang sind aus dieser Zeit (ca. 5 Jahre) bekannt. Ein Teil davon hatte autobiographischen Inhalt.

Die Schulen in der Schweiz hatten ähnliche Strukturen wie schon Keilhau. Aber hier nahm Fröbel auch eine Einteilung in „einfache bürgerliche Kinder“ und solche, die für das höhere Geschäftsleben und die Wissenschaft bestimmt sind vor (vergl. Heiland, 1995, 89). Es entstanden strukturierte Bildungspläne auch für Kinder unter 7 Jahren. Hier entstanden auch schon die ersten Ansätze für den Kindergarten in Form einer Art Elementarstufe. Fröbel erkannte, dass der schulische Unterricht, den die Kinder von 4-6 Jahren schon bekommen, nicht altersgerecht war. Statt sturem Auswendig- lernen ging es Fröbel um Anschauen, Sprechen, Zählen, Singen, Bauen, Turnen und Erzählen.

Die Sphäre, die Idee, dass Natur und Geist als Polaritäten sich einander gegenüber stehen beschäftigte Fröbel auch hier. Die Idee der „Lebenseinigung“ entstand in der Schweiz. Darunter verstand Fröbel das sich bewusst machen der eigene Situation und Lebensgeschichte (Heiland, 1995, 90).

2.7 Die letzen Jahre

In der Zeit in der Fröbel in Bad Blankenburg lebte, schrieb er viel, so arbeitete er z.

B. die theoretischen Grundlagen für die Spielgaben aus. 1839 stirbt seine lungen- kranke Frau. 1840 trennte sich sein langjähriger Mitarbeiter Langenthal (der bis dahin die Schule in Willisau leitete) aus, wenn man den Angaben trauen kann, religiösen Gründen von ihm.

Ab 1844 begann Fröbel vermehrt zu reisen um seine Idee von den Kindergärten publik zu machen. Er rief zur Gründung von „Vereinen erziehender Männer und Väter für Erziehung der Kinder und des Menschen“ auf.

Im Kontakt mit der „Volkslehrerschaft“ bekam Fröbel Unterstützung für seine Kindergartenidee.

Die bürgerliche Revolution 1848 begrüßte Fröbel, da er sich hiervon eine größere Anerkennung seiner Idee von den Kindergärten versprach.

Fröbel gab weiterhin Bildungskurse für Kindergärtnerinnen. Er zog nach Bad Marienberg um, Dies war ihm vom Herzog von Meinigen angeboten worden. Im Juni 1851 heiratete er die 33 Jahre jüngere Luise Levin.

Der Verleger Wichard Lange kümmerte sich um die Herausgabe der Schriften Fröbel z. B. der zweiten Kindergartenwochenschrift.

Am 23.8.1851 wurden die Fröbelschen Kindergärten in Preußen verboten. Ein Ver- bot, dass erst nach dem Tod Fröbels 1860 wieder aufgehoben wurde. Der Vorwurf war, dass die Kindergärten „Teil eines sozialistischen Systems ist, das Kinder zum Atheismus erzieht“ (Heiland, 1995, 120). Fröbel wehrte sich, hatte aber keinen Er- folg.

Fröbel starb am 21.6.1852 auf Schloss Mariental.

3.1 Die Sphäre

Die Definition der Sphäre war der erste erfolgreiche Versuch den Zusammenhang zwischen Einheit und Mannigfaltigkeit philosophisch zu begreifen. Hierzu ein philosophischer Erklärungsversuch von Maria Bode:

„ Das sphärische Gesetz stellt sich dar als mathematisch-geometrische Beschreibung und be- griffliche Formulierung des Gedankens einer Entfaltung der Einheit zu einer ( polaren ) Zweiheit, die zugleich die Richtung des Strebens ( die Entfaltungstendenz ) beibehält und doch in einer direkten, damit ausgleichenden Bezogenheit diese Zweiheit aushält. “ (Heiland, 1972, 67).

Das Sinnbild der Sphäre ist die Kugel, weil sie immer das stetige, allseitig schaffende und das von neuem In-sich-ruhende verkörpert. Durch die Kugel tritt nach allen Sei- ten und Richtungen ihr Zentrum von Innen heraus. Das daraus resultierende Sein ist sich selbst bewusst und ruht in sich, d.h. jede Erscheinungsform hat die Gesetzmä- ßigkeit sich von Innen nach Außen zu äußern. Jedes Bewusstsein des Seins bedingt das Heraustreten an sich, das Heraustreten an sich bedingt den Gegensatz. Eine entscheidende Grundform der Gegensätze findet sich wieder in der geschlechtlichen Polarität von Mann und Frau, sowie in den Gegensätzen von Tag und Nacht, als auch in den Gegensätzen von Erkennen und Empfinden. Um dieses noch deutlicher zu machen, möchte ich ein Beispiel geben, wie Fröbel seine Theorie für sich in die Praxis umzusetzen versucht hat, anhand seiner Erklärung zur Ehe:

“ Die Verschiedenheit der Intensität der beiden Pole ist keine andere als die... Sexualver- schiedenheit. Der Mensch ... ist das... sich zur individuellen Selbstständigkeit und Bewusst- sein, d. i. zu einem geschlossenen Ganzen sich zu erheben, im Gegensatz heraustretende Göttliche selbst. Als Gegensätze können sich nur die gleichen Gegensätze, d. i. ein + und - , die in gleichen Verhältnissen zu dem Ewigen, welches ich x bezeichnen will, stehen, zum vollendeten Bewusstsein und zur Erringung vollkommener Selbstständigkeit erheben. Eine solche Verbindung nennen wir Ehe. “ (Fröbel zit. n. Heiland, 1995, 44).

3.2 Die Menscherziehung

Die Menschenerziehung war Fröbels Hauptwerk und als umfangreiches Beratungswerk für Familie und Unterricht gedacht. Der vollständige Titel lautet: Die Menschenerziehung, die Erziehungs-, Unterrichts- und Lehrkunst Band 1. Fröbel beginnt sein Werk mit folgenden Worten:

“ ( § 1) In allem ruht, wirkt und herrscht ein ewiges Gesetz. Es sprach und spricht sich inäußern, in der Natur, wie im Innern, in dem Geiste und in dem beides Einenden, in dem Leben, immer gleich klar und gleich bestimmt dem aus, den entweder von dem Gemüte und Glauben aus die Notwendigkeit erfüllt, durchdringt und belebt, dass es gar nicht anders sein kann, oder dem, dessen klares ruhiges Geistesauge in demäußern und durch dasäußere das Innere schaut und aus dem Wesen des Innern dasäußere mit Notwendigkeit und Sicherheit hervorgehen sieht. “ (Fröbel zit. n. Greßler, 1913, 1)

Zum besseren Verständnis seines Buches gab Fröbel eine Disposition heraus, die später von Wichard Lange, selbst Mitarbeiter Fröbels und späterer Herausgeber von seinen Schriften, bei der Neuauflage mit eingefügt und mit 105 Paragraphen versehen wurde. Der erste Teil umfasst 23 Paragraphen, diese fassen die Sphärenreflexion der letzten 15 Jahre zusammen. Sie enthalten aber auch neben dieser Zusammenfassung die philosophische Grundlegung der Menschenerziehung. Diese Grundlegung hat drei pädagogische Folgerungen :

- Erziehung und Unterricht haben Produktivität des heranwachsenden Menschen zu bestätigen und weiterzuführen.
- Unterricht ist erarbeitender, darstellender Unterricht, der vom Schüler ausgeht und ihn mit der Gesetzlichkeit des Seins konfrontiert.
- Unterricht soll auch körperlich - manuelles Arbeiten mit einbeziehen.

Der zweite Teil der Menschenerziehung behandelt die Entwicklungsabschnitte des Säuglings und des Kleinkindes. Fröbel sieht den Säugling als verinnerlichendes Um- welteinflüsse aufnehmendes Wesen. Nach seiner Meinung äußert das Kleinkind In- neres durch Sprache und Spiel. Durch die Beschreibung des Knabenalters aus sei- ner Sicht, steht der Knabe vor einer neuen Stufe der Verinnerlichung, nämlich der Aneignung.

Die Menschenerziehung ist zum Großteil Theorie der Schule und des schulischen Bildungsplans. Der Bildungsplan gliedert sich in fünf Unterrichtsbereiche. Er sieht Religion, Natur, Mathematik, Sprache und Kunst vor. Dazu gehört ebenfalls die Darstellung von siebzehn Lehrgängen, die in zwei Hälften aufgeteilt sind. Die erste Hälfte umfasst zwölf Teile zum elementaren Unterricht und die zweite Hälfte enthält den fachlichen Unterricht im Knabenalter.

Damit schließt Fröbels erster und letzter Band der Menschenerziehung . Weitere Bände waren geplant, sind aber von Fröbel nie geschrieben worden. Warum Fröbel sein Werk nicht vollendete, ist mit letzter Gewissheit nicht zu beantworten. Klar ist das die verschlechterten äußeren Bedingungen nicht ermutigend waren. Ebenfalls mussten weitere geplante Teile vielleicht auch deshalb scheitern, weil Fröbel nicht in der Lage war, den Zusammenhang von didaktisch - fachlichem Elementarunterricht und weiterführendem fachlichen Unterricht zu klären. Die hierfür erforderlichen Voraussetzungen hatte er nie erworben, daher blieb der Bildungsplan der Menschenerziehung nur ein Fragment (Heiland, 1995, 79).

3.3 Spielgabe

Das Sphärengesetz war und blieb die theoretische Grundlage für Fröbel. Auch die von Fröbel entwickelten Spielgaben hatten u. a. das Ziel, dem Kind spielerisch die Sphärentheorie nahe zu bringen (Heiland, 1982, 33).

In seiner Beschäftigung mit Kindern hatte Fröbel erkannt, dass Kinder eben nicht lernen wie Erwachsene, sondern sich die Welt spielerisch erschließen. Dies ist eine der wichtigsten Errungenschaften Fröbels neben der Entwicklung der Idee der Kindergärten! Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelt Fröbel seine Spielgaben.

Fröbel definiert die Kugel als Urgestalt aus der sich alles andere formt:

„ Innerlichesäußerlich,äußerliches innerlich zu machen, für beides die Einheit zu finden; dies ist die allgemeineäußere Form, in welcher sich die Bestimmung des Menschen ausspricht “ (Fröbel zit. n. Heiland, 1982,33f).

Fröbel unterscheidet:

1. Gruppe: die körperartigen Gaben. Die 1. Gabe ist der Ball, die 2. Gabe sind Kugel und Würfel, Walze und Kegel. Die weiteren Gaben sind geteilte Körper.

Vom geteilten Würfel gibt es 4 Gaben, die 3., 4., 5. Und 6. Gabe der ersten Gruppe. Bei der

3. und 5. Gabe entstehen würfelartige, bei der 4. und 6. Gabe durch Schnitte backstein-qua- derartige Körper.

2. Gruppe: die flächenartigen Spielmittel. Sie gehen von Tafelformen aus, und zwar von Quadraten, ungleichseitig-rechtwinkligen und gleichseitigen Dreiecken. Insgesamt ergeben sich zwölf Formarten. Hierzu gehört auch das Papierquadrat.

3. Gruppe: die linienförmigen Spielgaben. Hierzu gehören Holzstäbchen, Späne, Papierstreifen und gezeichnete Linien.

4 Gruppe: die punktförmigen Beschäftigungsmittel Hier handelt es sich um durchstochene Linien, Steinchen, Früchte, Perlen und Sand. (Heiland 1995, 100f).

Durch Zergliedern und Vereinen sollten die Kinder die Idee der Theorie Fröbels erfassen: Aus der Einheit in die Polarität und wieder in die Einheit. Dieses Wissen sollte sich das Kind autodidaktisch erschließen, also nicht durch Lehrer oder andere Erwachsene vorgeben bekommen (Heiland, 1995, 102).

Interessant ist zu sehen, dass Fröbel Strukturen, die er aus der Kristallographie kannte nahm, und sie in seine Gaben einbrachte (Quader, Zylinder, Scheiben des Sechseckes entspricht der Struktur des Graphits). Aus der Kristallographie weiß man, dass sich Strukturen, die sich im subatomaren Bereich bilden sich auch makroskopisch, also im Großen wiederfinden!

Fröbel wollte, dass das Kind durch die eigenständige Beschäftigung mit den Gaben sich selbst und die Umwelt erfährt. Im freien Spiel sollte das Kind außerdem die Spiel- und Naturgesetzlichkeit erahnen und nachempfinden (Heiland 1995, 95).

Im heutigen Kindergartenalltag spielen die Gaben keine Rolle mehr. Vielmehr finden sich speziell in den Montesorri-Kindergärten eine, wenn ich es richtig verstehe, Weiterentwicklung dieser Gaben.

3.4 Mutter und Koselieder

Eine der bahnbrechenden Erkenntnisse Fröbels war die, dass es eine enge Bindung zwischen Mutter und Kind gibt. Fröbel prägte eine Sicht, die heute noch gültig ist, und die aber damals absolut neu war.

Damit also aus dem Kind ein bewusstes Wesen wird, bedarf es der Hilfe von anderen Menschen, vor allem der Mutter oder aber Erziehern oder anderen Menschen. Dies geschieht nach Fröbels Ansicht indem dem Kind geholfen wird:

„ Dinge seiner Umgebung richtig anzuschauen “ damit das Kind die Dinge „ recht und richtig bestimmt und rein zu bezeichnen “ (vergl. Heiland, 1995, 77).

Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelte Fröbel seine Mutter- und Koselieder.

In den von Fröbel erstellten Mutter- und Koseliedern wird dem Kind geholfen, seinen eigenen Körper kennenzulernen, Dinge seiner Umgebung zu benennen und zu beurteilen. Dem Kind sollen die äußere Welt und Zwischenmenschliches sichtbar und hörbar gemacht werden. Das Kind soll erkennen, was es gerade tut und es sollen bei dem Kind soziale Gefühle geweckt werden.

Außerdem soll das Sprach- und Gesangsvermögen des Kindes trainiert werden, sowie dem die Grundzüge des Rechnens beigebracht werden (Heiland, 1995, 77). Einige Beispiele:

All all, mein Kind, all all

Beim Däumchen sag' ich Eins

Das ist die Mutter lieb und gut

Pautz!, da fällt mein Kindchen

Das Taubenhaus

Fröbel veröffentlichte die Mutter- und Koselieder im Jahre 1844. Er hatte schon lange daran gearbeitet. Es handelt sich bei den Mutter- und Koseliedern um eine Samm- lung von Liedern und Bildtafeln. Im Einzelnen sind es 7 Mutter- und Koselieder sowie 50 Spiellieder. Den ersten Liedern ist je ein Bild beigefügt, dem zweiten Teil der Lieder je eine Bildtafel.

3.5 Kindergarten

In den Jahren 1835/1836 wendete sich Fröbel von der schulischen Erziehung ab und widmete sich ganz der Erziehung von Kleinkindern und Vorschulkinder. Er wollte Kinder in einem guten geschützten Rahmen erziehen.

Fröbel nannte seine Einrichtungen Kindergärten. In dem Aufruf zur Gründung von Kindergärten heißt es:

„ Wie in einem Garten unter Gottes Schutz und unter Sorgfalt erfahrener, einsichtiger Gärtner in Einklang mit der Natur die Gewächse pflegt werden, so sollen hier die edelsten Gewächse, Menschen Kinder als Keime und Glieder der Menschheit, inübereinstimmung mit sich, mit Gott und mit der Natur erzogen (...) werden. “ (Fröbel zit. n. Berger, 1990, 10)

Da aber auch Naturerfahrungen Fröbel seit seiner eigenen Kindheit sehr wichtig wa- ren, hielt er vermutlich auch die Erziehung von Kindern in der Natur für sehr wichtig Kinder sollten durch Spielen in ihrer eigenen seelischen, geistlichen Entwicklung un- terstützt werden und so als Heranwachsende zur Harmonie mit der Welt, der soge- nannten Lebenseinigung geführt werden. Welt bedeutete für Fröbel der Mensch, Gott, die Natur und die (deutsche) Gesellschaft. Fröbel sah nicht die einzelne Ein- richtung als Ziel sondern das Gesamte, den Menschen in allen seinen Entwicklungs- stufen.

Am 28.6.1840 gründete Fröbel den ersten Kindergarten in Rudolstadt.

Den Eltern wurde angeboten, ihre Kinder zwei mal pro Woche zwei Stunden zu brin- gen. Angeboten wurde eine Stunde „bauen“ (mit den Gaben) und eine Stunde Be- wegungsspiele. Aus den Öffnungszeiten ergibt es sich, dass dieses Angebot nur für Kinder aus dem gehobeneren Mittelstand geeignet war. Die Arbeiterschicht musste ihre Kinder weiterhin in die Kinderbewahranstalten geben, die eine Ganztagsunter- bringung anboten.

Die Idee der Kindergärten war nicht nur eine Idee zu Betreuung und Schulung von Kindern sondern auch dazu gedacht, die Eltern und für die Erziehung zuständigen Erwachsenen anzuleiten.

Bis 1847 gab es insgesamt sieben Kindergärten. Aber auch einige der Kinderbe- wahranstalten, die von Fröbel gehört hatten, begannen nach seinen Konzepten zu arbeiten.

Aus der Gründung der Kindergärten ergab sich die Notwendigkeit, auch entsprechendes Personal auszubilden. Deshalb führte Fröbel Kurse für Kindergärtnerinnen und Kinderpflegerinnen durch. Es ging Fröbel darum, nicht nur die Kinder zu lehren, sondern auch Eltern und Erzieher (Kindergärtnerinnen) anzuleiten, seine Ideen in die Tat umzusetzen. War für Fröbel der Lehrerberuf eine Aufgabe der Männer, so sollten die „Kindergärtnerinnen“ Frauen sein. (vergl. Heiland, 1995, 105) Vielleicht liegt die Tatsache, dass Erzieherinnen in Kindergärten eher Frauen als Männer sind also in dem frühen Mutterverlust von Friedrich Fröbel begründet!

Von seiner Idee überzeugt, forderte Fröbel die Nationalversammlung auf, Kinder- gärten im gesamten Reich zu empfehlen. Dazu kam es nicht. Durch das Scheitern der Revolution 1848 kam es sogar dazu, dass Kindergärten ab 1851 verboten wur- den. Dieses Verbot wurde erst nach Fröbels Tod im Jahr 1860 aufgehoben.

Nach dem Tod Fröbels kümmerte sich dessen Nichte und Schülerin Bertha von Marenholz-Bülow um die Weiterverbreitung der Kindergartenidee Fröbels. Aber auch die Übertragung der Idee auf die für die untere Schicht vorhandenen Kleinkinderbewahranstalten ist ein Verdienst von Bertha von Marenholz-Bülow.

4.1 Persönliches Fazit

Mein persönliches Fazit möchte ich mit einem Zitat von Fröbel beginnen, dass er wie folgt formuliert hat:

„ Das kleinste Samenkorn trägt ... das große Ganze in sich und es entwickelt es im Zusam- menhange mit dem großen Lebensganzen. So trage auch ich als Mensch die ganze Vergan- genheit, die Fülle der Gegenwart und den Reichtum der Zukunft in mir “ (Fröbel zit. n. Brod- beck, http://www.jena.thur.de/other/froebel/biograf/fr.html , 2000).

Ich bin fasziniert und beeindruckt, wie ein Mensch es schafft, ein biblisches Gleich- nis, nämlich das Gleichnis des Samenkorns, so auf sein Leben zu übertragen und die Selbstdisziplin beherrscht, diese Erkenntnis auch durchzuhalten. Wenn man be- denkt welche negative Erfahrung er in der Kindheit mit Religion hatte und wie sich diese Einstellung durch den Onkel veränderte. Ebenfalls ist es bemerkenswert, wel- che Beobachtungsgabe Fröbel besitzt und diese versucht philosophisch auszudrü- cken. Durch die Erkenntnis auch den Reichtum der Zukunft in sich zu tragen, wirkt er auf mich sehr modern denkend. Denn wir dürfen bei allem was er geleistet hat, eines nicht vergessen, nämlich die Zeit in der er gelebt hat. Diese Zeit war geprägt von Re- volutionen und Kriegen. Durch die Teilnahme am Krieg im Lützower Freikorps hat er sich auch den Bedingungen seiner Zeit gestellt und sich nicht nur hinter seiner heilen philosophischen Welt versteckt. Ich denke auch das nur sehr wenige wie Fröbel in der Lage waren, so weitblickend zu denken wie er. Darum meine ich sagen zu kön- nen, dass er auf seine Weise schon ein Revolutionär auf seinem Gebiet war. Und zwar auch dann, wenn ihm gewisse entscheidende Fähigkeiten gefehlt haben, um sein Werk wirklich zu vollenden. Dabei möchte ich noch mal sein Werk der Men- schenerziehung erwähnen, welches er nie zuende geschrieben hat. Abschließend bin ich dennoch überrascht und erstaunt, wie lange seine Spielideen Bestand hatten und auch heute noch haben, was wiederum beweist, wie modern seine Ansichten waren. Auch wenn seine Spielideen in unserer heutigen Zeit mehr und mehr an Be- deutung verlieren, denke ich Fröbel würde sich in unserer heutigen Welt sehr wohl- fühlen und er wäre mit Sicherheit eine echte Bereicherung der pädagogischen Arbeit.

Meiner Meinung nach hat Fröbel für die damalige Zeit beachtliches geleistet. Er führ- te die Gedanken Pestalozzis weiter und versuchte sie weiter zu entwickeln. Fröbel hat meiner Ansicht nach mit hohem persönlichen Einsatz versucht seine Ideen zu realisieren. Die Anerkennung der kindlichen Individualität im Unterschied zu Erwachsenen und der Versuch dies z. B. mit der Entwicklung der Gaben und der Gründung von Kindergärten zu konkretisieren imponiert mir.

Fröbel hat, so wie ich es sehe versucht seine Theorien in die Praxis umzusetzen und auf der anderen Seite versucht das, was er erlebt hat wieder theoretisch zu formulie- ren.

Fröbel arbeitete überkonfessionell, was ihm den Zorn der Kirche(n) eintrug.

Aus meiner persönlichen Sicht der Bibel und des christlichen Glaubens verstehe ich allerdings den Zusammenhang zwischen Sphärentheorie und der Bibel nicht. Einige der theoretischen Grundlagen könnte ich nicht mittragen.

Auch finde ich die Tatsachen schwierig, dass Fröbel versuchte den Kindern beim spielerischen Erleben und Hantieren mit den Gaben ihnen gleichzeitig seine Theorien mit nahe zu bringen (vergl. Heiland1982, 55).

Hieraus leitet sich auch unsere erste Frage ab:

Soll einem Kind im Kindergartenalter eine Philosophie, ein Glaube oder eine Überzeugung nahe gebracht werden oder sollten Kinder in diesem Alter eher unbeeinflusst aufwachsen um sich nachher „selber ein Bild“ machen zu können?

4.2 Zusammenfassung nach der Diskussion

Bei der anschließenden Diskussion, fanden einige der Kommilitonen, dass es in Ordnung wäre, wenn Kindern ein gewisser pädagogisch-philosophischer Rahmen in einer Einrichtung vorgegeben wird, in der sie erzogen werden. Dennoch sollten die Kinder nicht in ein fertiges Schema gepresst werden. Jedes Kind wird sich im Laufe seines Heranwachsens und im späteren Leben seine eigene Philosophie bilden bzw. sich einer Religion anschließen.

In der Diskussion wurde deutlich, dass Kinder in dem Alter noch nicht in der Lage sind Fröbels komplexe Theorien zu verstehen. Seine Theorien konnten, wenn überhaupt, die Eltern verstehen und in der Familie umsetzen.

Es kam auch zur Sprache, dass eine moderne Pädagogik nur darauf ausgerichtet sein kann, Kinder für die eigenen Ideen zu gewinnen und nicht zu zwingen, denn Zwang führt nicht zum pädagogischen Erfolg.

Der Kindergarten in seiner heutigen Form hat u. a. die Aufgabe Kinder zu sozialisie- ren, d.h. sie in die Gesellschaft zu integrieren. Dies war zu Fröbels Zeit nicht die Auf- gabe des Kindergartens. Damals standen mehr Wissensvermittlung und Hilfe zur Entwicklung von Fähigkeiten im Vordergrund. Die Aufgaben des Kindergartens ha- ben sich damit gewandelt, von der reinen Wissensvermittlung hin zur Sozialisation, wobei allerdings auch die Vermittlung von Wissen wieder mehr in den Vordergrund rückt, da dies heutzutage von den Eltern z. T. nicht mehr bewerkstelligt wird bzw. nicht mehr bewerkstelligt werden kann.

5.1 Zeittafel des Lebens Friedrich Fröbels

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

5.2 Thesen zur Sphärentheorie

1. Es herrscht nur ein Grundgesetz durch das ganze Universum.

2. Dieses Gesetz ist das Gesetz des + und - oder des Gegensatzes.

3. Dieses Gesetz tritt aus der Mitte nach allen Seiten zugleich oder sphärisch heraus.

4. Diesem sphärischen Gesetz ist alles unterworfen, was ist.

5. Das ganze Weltall ist sphärisch.

6. Der Sitz des ewig Schaffenden... (ist) in der Mitte.

7. Alles was ist, ist seinem Wesen - Sein - nach so alt, als das Ewige selbst ist, folglich selbst ewig.

8. Alle menschliche Erkenntnis, alle Wissenschaft ist einfach.

9. Selbst Wissenschaft trägt in sich denselben Organismus~ ist ganz demselben Gesetz unterworfen, wie die Natur des All selbst: a. bildet aus sich heraus 1, 2, 3, 4,

b. ist sphärischer Gestalt.

10. Jeder Mensch ist bestimmt, das ganze Wissen in seinem Mannesalter zu umfassen. Jeder Mensch~ der zur vollkommenen Wissenschaft kommen will, muss sie in sich finden, sie aus sich herausbilden. Was als Wissenschaft da ist, ist ihm bloß Wegweiser. Alle Wissenschaft außer uns ist uns hypothetisch. Nur in uns liegt wahre Wissenschaft.

11. Die andere Zeit ist er bestimmt, der Menschheit zu leben.

12. So lebt er sich selbst.

13. Er und die Menschheit ist ein und dasselbe.

14. Die Menschheit und das Ewige ist gleich.

15. Im Menschen tritt das Grundgesetz der Natur - unter den Wesen~ die wir kennen -, der Gegensatz am bestimmtesten heraus.

16. Deshalb ist der Mensch auch geschaffen das ganze Universum in sich aufzunehmen, nachzuschaffen.

17. Dies zu tun, ist einzig Wissenschaft.

18. Nur in der Ehe ist vollkommene Wissenschaft.

19. Und die Wissenschaft ist umso vollkommener, je reiner, vollkommener und glücklicher die Ehe ist.

20. Ehe ist die Verbindung der gleichnamige[n] - ? - Gegensätze;

21. Das Weib ist ebenso zur Wissenschaft und zur Durchdringung derselben bestimmt wie der Mann.

22. Alle Sätze der Wissenschaft sind leicht und einleuchtend allgemein: verständlich und gründen sich auf die einfachste M. W. (Mathematik?)

23. Die Wissenschaft vereinigt Philosophie und Kunst.

24. Ohne beides vereint ist keine Wissenschaft möglich. Fröbel hat in Thesen 1811 seine Äußerungen zur Sphäre zusammengefasst. (Heiland, 1995, 68)

5.3 Handout zum Referat Klassiker der Pädagogik

Leben und Werk Friedrich Fröbels

Referat von:

und SA/SP 1

gehalten am 3.11.2000

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Fröbels Wahlspruch:

Kommt lasst uns unseren Kindern leben

Philosophische Grundlage

Das Sphärische ist die Darstellung der aus der Einheit sich entwickelnden, in ihr ru- henden Mannigfaltigkeit und die Darstellung der Rückbeziehung aller Mannigfaltigkeit auf die Einheit

Philosophische Grundlagen der Menschenerziehung

1. Erziehung und Unterricht haben Produktivität des heranwachsenden Menschen zu bestätigen und weiterzuführen.
2. Unterricht ist erarbeitender, darstellender Unterricht, der vom Schüler ausgeht und ihn mit der Gesetzlichkeit des Seins konfrontiert.
3. Unterricht soll auch körperlich - manuelles Arbeiten mit einbeziehen.

6. Literaturverzeichnis

Berger, Manfred: 150 Jahre Kindergarten, Ein Brief an Friedrich Fröbel, Frankfurt: Brandes und Apsel Verlag, 1990

Brodbeck, Dr. Matthias: F. W. A. Fröbel (1782 - 1852) Leben und Wirken in Bildern, Texten und Liedern, http://www.froebelweb.de/froebel.htm, Stand 14.10.2000.

Brodbeck, Dr. Matthias: Das Wirken Friedrich Wilhelm August Fröbels in Südthürin- gen, http://www.jena.thur.de/other/froebel/biograf/fr.html, Stand: 15.10.2000

Currlin, Wolfgang: Schematischer Überblick über historische Epochen und Haup- tereignisse der deutschen Geschichte des 19. Jahrhunderts, http://www.gzg.fn.bw. schule.de/schulen/emigrate/dokument/german19/summary/index19.htm, Stand 14.10.2000

Enzberger, Hans; Nitsche, Rainer; Roehler, Klaus; Schafhausen, Winfried: Klassenbuch 1, Ein Lesebuch zu den Klassenkämpfen in Deutschland 1756-1850, Darmstadt Luchterhand, 1972

F. G. L. Greßler: Greßlers Klassiker der Pädagogik, Schulbuchverlag von F. G. L. Greßler, Langensalza, 1913

Grossmann, Wilma: Kindergarten, Eine historisch systematische Einführung in seine Entwicklung und Pädagogik, Weinheim: Belz Verlag, 1987

Heiland, Helmut: Literatur und Trends in der Fröbelforschung, Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt, 1972

Heiland, Helmut: Beiträge zur Fröbelforschung, Hildesheim: Georg Olms Verlag, 1989

Heiland, Helmut: Fröbel und die Nachwelt, Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt, 1982

Heiland, Helmut: Friedrich Fröbel; in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Rheinbeck bei Hamburg: Rowohlt Verlag, 1995 , 2. Auflage

Müller, Winfried: Friedrich Wilhelm Fröbel - Christ und Pädagoge, http://www.thur.de/other/froebel/biograf/frwm.html#, Stand 14.10.2000

30 von 30 Seiten

Details

Titel
Leben und Werk Friedrich Fröbels
Autor
Jahr
2001
Seiten
30
Katalognummer
V99010
Dateigröße
468 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Leben, Werk, Friedrich, Fröbels
Arbeit zitieren
Oeter Berges (Autor), 2001, Leben und Werk Friedrich Fröbels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/99010

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