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Der Friedjung-Prozess. Untersuchung der Berichterstattung in den Zeitungen der österreichisch-ungarischen Monarchie

Título: Der Friedjung-Prozess. Untersuchung der Berichterstattung in den Zeitungen der österreichisch-ungarischen Monarchie

Trabajo de Seminario , 2017 , 18 Páginas

Autor:in: Gregor Reigner (Autor)

Medios / Comunicación: Periodismo, publicidad
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Diese Arbeit befasst sich mit dem Prozess gegen Heinrich Friedjung. Dieser Prozess entwickelte sich zu einem handfesten Skandal, der – dem aktuellen Forschungsstand zufolge – dem internationalen Ansehen der österreichisch-ungarischen Monarchie enorm schadete. Allerdings wird sich weniger mit dem Inhalt des Prozesses, als mehr mit der öffentlichen sowie politischen Reaktion beziehungsweise des Boulevards auf diesen konzentriert.

Hierzu setzt sich die Arbeit mit der medialen Berichterstattung (Zeitungen) auseinander, die den unterschiedlichen politischen Lagern zuzuordnen sind. Daraus ergibt sich auch die Gliederung dieser Arbeit: Zuerst wird kurz der Grund, Verlauf sowie die Folgen dieses Prozesses behandelt, danach widmet sich die Arbeit den Reaktionen der unterschiedlichen politischen Lagern (Sozialdemokratie, christlich-konservative, deutschnationale und bürgerlich-liberale) basierend auf der Berichterstattung der Zeitungen. Doch zuallererst wird mit der Zuteilung der verwendeten Zeitungen zu den politischen Lagern mittels eines eigenen Kapitels begonnen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Einteilung der verwendeten Zeitungen

Der Friedjung-Prozess und seine Folgen

Boulevard

Das bürgerlich-liberale Lager

Pester Lloyd

Neue Freie Presse

Agramer Zeitung

Conclusio

Das christlich-konservative Lager

Das Vaterland

Reichspost

Conclusio

Das sozialdemokratische Lager

Arbeiterwille

Arbeiter-Zeitung

Conclusio

Das deutschnationale Lager

Deutsches Volksblatt

Conclusio

Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Berichterstattung in der österreichisch-ungarischen Monarchie während des Prozesses gegen den Historiker Heinrich Friedjung. Ziel ist es aufzuzeigen, wie unterschiedliche politische Lager – bürgerlich-liberal, christlich-konservativ, sozialdemokratisch und deutschnational – den durch gefälschte Dokumente ausgelösten Skandal interpretierten und für ihre jeweilige politische Agenda instrumentalisierten.

  • Analyse der medialen Rezeption des Friedjung-Prozesses
  • Differenzierung der Berichterstattung nach politischen Lagern
  • Untersuchung der Instrumentalisierung des Prozesses zur Systemkritik
  • Betrachtung der nationalen und antislawischen Tendenzen in der Presse
  • Bewertung des Einflusses des Prozesses auf das internationale Ansehen der Monarchie

Auszug aus dem Buch

Der Friedjung-Prozess und seine Folgen

Heinrich Friedjung publizierte am 25. März 1909 den Artikel „Österreich-Ungarn und Serbien“ in der Neuen Freien Presse, in welchem er einen möglichen Einmarsch Österreich-Ungarns in Serbien begründete, falls die serbische Regierung ein Ultimatum nicht erfüllt hätte. Der Grund für dieses Ultimatum sei die offene, aggressive Opposition Serbiens zur Annexion Bosniens; die österreichisch-ungarische Regierung wolle mit einem in den Raum gestellten Einmarsch einem provozierten Aufstand in den Provinzen Bosnien und Herzegowina zuvorkommen, es ist gar von einer serbischen Verschwörung gegen Österreich die Rede – so nannte Friedjung namentlich mehrere kroatische Politiker, die angeblich mit der serbischen Regierung in Verbindung standen. Der wahre Hintergrund für diesen Artikel war jedoch die Bekämpfung der Kroatisch-Serbischen Koalition (HSK), welche v.a. seit der Annexion Bosniens in radikaler Opposition zu Österreich stand, denn, wie der Hauptkläger gegen Heinrich Friedjung (welcher wegen Verleumdung vor Gericht stand), Fran Supilo, vor Gericht nachwies, fußte der Artikel auf gefälschten Dokumenten, welche Friedjung vom Außenministerium erhalten hatte – die wegen Hochverrats angeklagten kroatischen Politiker wurden freigesprochen. Dies führte zu einer Schädigung des internationalen Ansehens Österreich-Ungarns, die schließlich auch zu einem Regierungswechsel in Kroatien führte, welche für die Annexion Bosniens zuständig und Hauptverantwortlich für die politischen Prozesse gegen die Mitglieder der HSK (einer der mächtigsten politischen Gruppen in Kroatien) war. Der Prozess gegen Heinrich Friedjung endete schließlich in einem Vergleich.

Zusammenfassung der Kapitel

Boulevard: Untersucht die Berichterstattung der illustrierten Kronen Zeitung, die den Prozess als internationale Blamage und sensationellen Skandal einordnete.

Das bürgerlich-liberale Lager: Analysiert die überwiegend pro-Friedjung ausgerichtete Berichterstattung, wobei der Pester Lloyd eine Ausnahme bildet, indem er den Prozess zur Kritik an zentralistischen Tendenzen nutzt.

Das christlich-konservative Lager: Beschreibt ein Lager, das den Prozess zwar zur Kritik an der kroatisch-serbischen Koalition nutzt, sich jedoch um eine ausgleichende Haltung bemüht.

Das sozialdemokratische Lager: Verdeutlicht die scharfe Systemkritik der sozialdemokratischen Presse, die den Prozess als internationales Debakel wertet und den „Klassenfeind“ Friedjung als Opfer des Regierungsapparats darstellt.

Das deutschnationale Lager: Zeigt die eher knappe Berichterstattung auf, die jedoch in ihrer tendenziellen Parteinahme für Friedjung und gegen die kroatisch-serbische Koalition mit dem liberalen Lager übereinstimmt.

Schlüsselwörter

Friedjung-Prozess, Österreich-Ungarn, Monarchie, Medienanalyse, Presseberichterstattung, Kroatisch-Serbische Koalition, Skandal, politische Lager, Nationalismus, Systemkritik, Aehrenthal, Hochverrat, Zeitungen, Dokumentenfälschung, Öffentlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die mediale Reaktion auf den Friedjung-Prozess in der österreichisch-ungarischen Monarchie, wobei der Fokus auf der unterschiedlichen Interpretation der Ereignisse durch verschiedene politische Zeitungslandschaften liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die mediale Berichterstattung über den Prozess, die Rolle der Presse als politisches Instrument, sowie die Auswirkungen der Affäre auf die Wahrnehmung der Monarchie und der involvierten politischen Akteure.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Es wird untersucht, wie die einzelnen politischen Lager (liberal, konservativ, sozialdemokratisch, deutschnational) den Prozess medial verarbeiteten und für ihre spezifischen politischen Positionen nutzten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine medienanalytische Untersuchung, bei der Zeitungsartikel aus verschiedenen politischen Spektren einer vergleichenden Inhaltsanalyse unterzogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der vier politischen Lager (bürgerlich-liberal, christlich-konservativ, sozialdemokratisch und deutschnational), wobei für jedes Lager die spezifische Berichterstattung ausgewählter Zeitungen detailliert analysiert wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Friedjung-Prozess, Medienanalyse, politische Instrumentalisierung, Kroatisch-Serbische Koalition und Monarchie.

Welche Rolle spielt das Außenministerium in der Argumentation der Arbeiter-Zeitung?

Die Arbeiter-Zeitung macht das Außenministerium unter Alois Lexa von Aehrenthal als eigentlichen Drahtzieher verantwortlich und sieht den Historiker Friedjung lediglich als unfreiwilliges Opfer und „Handlanger“ des Systems.

Warum wird der Pester Lloyd als Ausnahme unter den liberalen Zeitungen betrachtet?

Der Pester Lloyd nimmt eine kritische Haltung gegenüber Friedjung und Wien ein, da er den Prozess als „großösterreichischen“ Angriff auf ungarische Interessen deutet.

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Detalles

Título
Der Friedjung-Prozess. Untersuchung der Berichterstattung in den Zeitungen der österreichisch-ungarischen Monarchie
Autor
Gregor Reigner (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
18
No. de catálogo
V990125
ISBN (Ebook)
9783346351692
ISBN (Libro)
9783346351708
Idioma
Alemán
Etiqueta
Geschichte Österreich Neuzeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Gregor Reigner (Autor), 2017, Der Friedjung-Prozess. Untersuchung der Berichterstattung in den Zeitungen der österreichisch-ungarischen Monarchie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/990125
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