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Untersuchung der Komplexität des frühen altfranzösischen Schriftsystems anhand der Straßburger Eide von 842

Titel: Untersuchung der Komplexität des frühen altfranzösischen Schriftsystems anhand der Straßburger Eide von 842

Hausarbeit , 2019 , 30 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Annabelle Koberg (Autor:in)

Französische Philologie - Linguistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das von Trudel Meisenburg beschriebene Modell zur Klassifizierung von Schriftsystemen nach dem Parameter der Tiefe, auf die schriftlichen Anfänge des (Alt-)Französischen am Beispiel der Straßburger Eide von 842 anzuwenden und im Anschluss an eine linguistische Untersuchung des verwendeten Graphiesystems die Komplexität desselbigen nach phonologischen und morphosemantischen Kriterien festzustellen. Nach einer kurzen theoretischen Übersicht über Schriftsysteme im Allgemeinen, sowie der vereinfachten Beschreibung des konkreten Systems zur Klassifizierung von Schriftsystemen nach Meisenburg, deren Arbeit Grundlage der folgenden Analyse bilden wird, werden in einem ersten Schritt die Straßburger Eide vorgestellt und kontextualisiert werden, um daraufhin eine genaue Analyse der phonologischen und morphonologischen/morphosemantischen Ebene der Eidestexte vorzunehmen. Diese soll schließlich zur Einstufung des vorliegenden Schriftsystems nach dem Parameter der Tiefe nach Meisenburg führen und damit die Komplexität des früh-altfranzösischen Schriftsystems nachweisen. Die vorliegende Arbeit orientiert sich an der konkreten Frage, ob das in den Eidestexten früh verschriftlichte Altfranzösisch als eher flaches oder eher tiefes Schriftsystem gewertet werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1.Themeneingrenzung

2. Schriftsysteme

2.1.Klassifizierung von Schriftsystemen nach Meisenburg

2.2.Modell (ortho-)graphischer Komplexität

3. Analyse

3.1.Korpus: Die Straßburger Eide

3.1.1.1.Kontextualisierung

3.1.1.2.Politisch-historischer Hintergrund

3.1.1.3.Inhalt der Straßburger Eide

3.1.1.4.Sprache der Straßburger Eide

3.2.Korpusauswahl und Begründung

3.3.Methode und Vorgehen

3.4.Analyse des Schriftsystems

3.4.1.1.Phonologische Untersuchung

3.4.1.2.Morphosemantische/ Morphonologische Untersuchung

4. Fazit

5. Bibliographie

6. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Komplexität des frühen altfranzösischen Schriftsystems anhand der Straßburger Eide von 842. Ziel ist es, das von Trudel Meisenburg entwickelte Modell zur Klassifizierung von Schriftsystemen nach dem Parameter der Tiefe auf die Eide anzuwenden und linguistisch zu prüfen, ob es sich bei dieser frühen Form der Schrift um ein eher flaches oder ein eher tiefes System handelt.

  • Analyse von Schriftsystemen nach dem Parameter der Tiefe
  • Kontextualisierung und sprachliche Untersuchung der Straßburger Eide
  • Phonologische Analyse der protoromanischen Eidestexte
  • Untersuchung morphosemantischer und morphonologischer Aspekte
  • Vergleich mit dem lateinischen Vorbild

Auszug aus dem Buch

3.4. Untersuchung

Wie bereits erwähnt stand den ersten romanischen Schreibern lediglich das begrenzte Zeicheninventar des klassischen Lateins zur Verfügung, das bis dato folgende Buchstaben umfasste: (Beaulieux 1967:36). Kann das Lateinische als Idealtyp eines phonographischen (=flachen) Schriftsystems bewertet werden, so verhielt es sich anders für die ersten Schriften der romanischen Sprache: Zur Zeit der Verschriftlichung der Straßburger Eide repräsentierte dieses Alphabet schon nicht mehr die ursprüngliche lateinische Lautung, sondern die lautlichen Mutationen des Vulgärlateins mit seinen zahlreichen Unterschieden auf allen Dimensionen der sprachlichen Variation (Meisenburg 1996:33); die Aufgabe, dieses unvollkommene Zeichensystem nun zu verwenden, um eine Sprache abzubilden, die mit dem klassischen Latein so gut wie nichts mehr gemein hatte, stellte die Autoren folglich vor einige Hindernisse (Beaulieux 1967: 36).

Nicht nur gab es bereits „überflüssige“ Buchstaben, die lediglich als Alternativen für bereits vorhandene Zeichen dienten (so etwa für ), denen lautlich jedoch kein eigener Wert entsprach, sowie Buchstaben mit mehreren Lautentsprechungen (siehe M3), auch die Unerfahrenheit der Schreiber, sowie der Mangel an literarischen Vorbildern sorgten für Unstimmigkeiten in den ersten romanischen Graphien.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, das Modell von Trudel Meisenburg zur Komplexität von Schriftsystemen auf die Straßburger Eide anzuwenden.

2. Schriftsysteme: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen erläutert, insbesondere das Modell (ortho-)graphischer Komplexität, das als analytisches Werkzeug dient.

3. Analyse: Das Hauptkapitel widmet sich der detaillierten Untersuchung der Straßburger Eide, von ihrem historischen Kontext bis hin zur phonologischen und morphosemantischen Analyse des Schriftsystems.

4. Fazit: Das Fazit bestätigt Meisenburgs These eines relativ flachen Schriftsystems für das frühe Altfranzösische, da die Unregelmäßigkeiten primär auf die Unerfahrenheit der Schreiber und die lateinische Basis zurückzuführen sind.

5. Bibliographie: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendete Fachliteratur und Quellen auf.

6. Anhang: Der Anhang enthält die Straßburger Eide sowie ergänzende Skizzen und Tabellen zur Analyse.

Schlüsselwörter

Altfranzösisch, Straßburger Eide, Meisenburg, Schriftsysteme, Graphem-Phonem-Korrespondenzen, Komplexität, Tiefe, Phonologie, Morphosemantik, Vulgärlatein, Nithard, Graphie, linguistische Analyse, Schriftsprache, Lautwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Untersuchung der frühen schriftlichen Anfänge des Altfranzösischen, konkret anhand der Straßburger Eide von 842.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Klassifizierung von Schriftsystemen nach dem Parameter der Tiefe, die Analyse von Graphem-Phonem-Korrespondenzen sowie die Rolle der lateinischen Tradition bei der Entstehung romanischer Schriftsprachen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob das in den Straßburger Eiden verschriftlichte Altfranzösisch als eher flaches oder eher tiefes Schriftsystem gemäß dem Modell von Trudel Meisenburg zu bewerten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die theoretischen Konzepte von Trudel Meisenburg und wendet diese methodisch auf die phonologische und morphosemantische Ebene der Eidestexte an, unterstützt durch den Vergleich mit etablierten Lautgesetzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der historische Kontext und die inhaltliche Beschaffenheit der Eide dargelegt. Anschließend folgt eine detaillierte Untersuchung der lautlichen und graphischen Ebene, um die Regelmäßigkeit der Korrespondenzen zu prüfen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Altfranzösisch, Straßburger Eide, Meisenburg, Komplexität, Graphem-Phonem-Korrespondenzen und Schriftsystem.

Warum spielt das lateinische Erbe eine so große Rolle für die Untersuchung?

Das lateinische Erbe ist entscheidend, da die ersten romanischen Schreiber das lateinische Zeicheninventar nutzten, was zu Unregelmäßigkeiten führte, da dieses Alphabet nicht optimal auf die lautlichen Veränderungen des Vulgärlateins abgestimmt war.

Was bedeutet es, wenn ein Schriftsystem als "flach" eingestuft wird?

Ein flaches Schriftsystem zeichnet sich durch enge, regelmäßige Strukturen zwischen Lautung und Schreibung aus, was den Analyseaufwand für den Leser reduziert, aber hohe Anforderungen an den Schreiber stellen kann.

Zu welchem Ergebnis kommt die Autorin bezüglich der Komplexität?

Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass es sich um ein eher flaches Schriftsystem handelt, da die beobachteten Unregelmäßigkeiten nicht auf ein komplexes morphosemantisches System hinweisen, sondern auf die Unerfahrenheit der Schreiber.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Untersuchung der Komplexität des frühen altfranzösischen Schriftsystems anhand der Straßburger Eide von 842
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
1.0
Autor
Annabelle Koberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
30
Katalognummer
V990434
ISBN (eBook)
9783346352361
ISBN (Buch)
9783346352378
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Straßburger Eide altfranzösisches Schriftsystem diachrone Sprachwissenschaft (Romanistik)
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annabelle Koberg (Autor:in), 2019, Untersuchung der Komplexität des frühen altfranzösischen Schriftsystems anhand der Straßburger Eide von 842, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/990434
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  30  Seiten
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