Was genau ist Stress? Welche inneren und äußeren Prozesse werden in Stresssituationen durchlaufen und welche Bewältigungsstrategien stehen zur Verfügung? Viele Schüler sind unter anderem aufgrund des durch gesellschaftliche Richtlinien verstärkten Leistungsdrucks immer häufiger gestresst. Es handelt sich um einen Teufelskreis, in dem ein zu hohes Stresslevel zu verminderter Leistung in Prüfungssituationen, und dies wiederum zu einer daraus resultierenden Stresserhöhung führt. Vor allem bei Schülern, ohne hinreichende familiäre Förderung und Unterstützung, steht die Lehrperson in der Verantwortung durch pädagogische Operationen eine Stressreduktion aufseiten des Schülers zu bestärken. Im Folgenden wird Stress zunächst definiert, Auslöser werden erläutert und die psychologischen sowie physiologischen Auswirkungen aufgezeigt.
Anschließend wird die Thematik mithilfe des allgemeinen Anpassungssyndroms von Hans Selye und des transaktionalen Stressbewältigungsmodell von Richard Lazarus theoretisch eingebettet. Daran anschließend werden mögliche Stressfaktoren in der Institution Schule und daran angepasste Stressbewältigungsmöglichkeiten vorgestellt. In diesem Zusammenhang wird der Fokus besonders auf die Möglichkeiten der Lehrperson, die Stressreduktion der Schüler zu erzielen, gelegt. Abschließend folgt ein Fazit, welches die wesentlichsten, in der Arbeit herausgearbeiteten, Aspekte, zusammenfasst
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Was ist Stress?
- Das allgemeine Anpassungssyndrom nach Hans Selye
- Alarmreaktion
- Widerstandsphase
- Das transaktionale Stressbewältigungsmodell von Richard Lazarus
- Bewertungsprozess und Bewältigungsverhalten
- Primäre Bewertung
- Sekundäre Bewertung
- Prozess der Stressbewältigung: Coping
- Stress in der Schule
- Möglichkeiten der Lehrperson für Stressreduktion der Schüler
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit dem Phänomen des Stresses und dessen Auswirkungen auf Schüler, insbesondere im Kontext der Schule. Ziel ist es, die Entstehung von Stress, seine physiologischen und psychologischen Auswirkungen sowie verschiedene Modelle der Stressbewältigung zu beleuchten. Zudem werden Möglichkeiten der Lehrperson aufgezeigt, um die Stressreduktion der Schüler zu fördern.
- Definition und Arten von Stress
- Physiologische und psychologische Folgen von Stress
- Theoretische Modelle der Stressbewältigung (Selye und Lazarus)
- Stressfaktoren in der Schule und Strategien zur Stressreduktion
- Rolle der Lehrperson bei der Stressbewältigung von Schülern
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt das Thema Stress als allgegenwärtiges Phänomen im Alltag vor und beleuchtet dessen Relevanz im Schulkontext. Die Fragestellung nach den Möglichkeiten der Lehrperson zur Stressreduktion bei Schülern wird formuliert.
- Was ist Stress?: Dieses Kapitel definiert Stress und unterscheidet zwischen Eustress und Distress. Es werden verschiedene Stressoren sowie deren Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit beschrieben.
- Das allgemeine Anpassungssyndrom nach Hans Selye: Dieses Kapitel stellt das Konzept von Hans Selye vor, das die physiologischen Anpassungsreaktionen des Körpers auf Stress beschreibt. Die drei Phasen - Alarmreaktion, Widerstandsphase und Erschöpfungsphase - werden erläutert.
Schlüsselwörter
Stress, Stressbewältigung, Stressoren, Anpassungssyndrom, Selye, Lazarus, Schule, Lehrperson, Schüler, Leistung, Druck, pädagogische Operationen, Stressreduktion, Coping, Coping-Strategien, emotionale Regulation, Resilienz, Ressourcen, Unterstützung, Wohlbefinden.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Eustress und Distress?
Eustress ist positiver Stress, der motivierend wirkt, während Distress als belastend empfunden wird und langfristig zu gesundheitlichen und psychischen Problemen führen kann.
Was besagt das transaktionale Stressmodell von Richard Lazarus?
Es besagt, dass Stress nicht allein durch Umweltreize entsteht, sondern durch die individuelle Bewertung einer Situation (primäre und sekundäre Bewertung) und die verfügbaren Bewältigungsstrategien (Coping).
Welche Phasen hat das Anpassungssyndrom nach Hans Selye?
Es besteht aus drei Phasen: der Alarmreaktion, der Widerstandsphase und – bei langanhaltendem Stress – der Erschöpfungsphase.
Wie können Lehrpersonen Schülern bei der Stressreduktion helfen?
Lehrkräfte können durch pädagogische Operationen, die Förderung von Resilienz, emotionale Regulation und die Bereitstellung von Ressourcen den Leistungsdruck mindern und Unterstützung bieten.
Welche Stressfaktoren sind typisch für die Institution Schule?
Dazu gehören insbesondere Leistungsdruck, Prüfungssituationen, soziale Konflikte und gesellschaftliche Richtlinien, die hohe Erwartungen an die Schüler stellen.
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- Liam Oels (Author), 2018, Stressreduktion bei Schülern. Wie kann die Lehrperson dies erreichen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/990535