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Macht Armut krank? Unterstützungsangebote zur Gesundheitsförderung sozial benachteiligter Menschen

Titel: Macht Armut krank? Unterstützungsangebote zur Gesundheitsförderung sozial benachteiligter Menschen

Fachbuch , 2021 , 87 Seiten

Autor:in: Annemarie Treiber (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Deutschland gehört zu den wohlhabendsten Ländern der Welt, aber die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Doch soziale Benachteiligung und soziale Ungleichheit bleiben nicht folgenlos, da es Zusammenhänge zwischen Armut und der Gesundheit von Menschen gibt.

Wie kommt gesundheitsrelevantes Verhalten zustande? Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit im Zusammenspiel mit Armut und Gesundheit? Welche Unterstützungsangebote gibt es bereits?

Annemarie Treiber untersucht die Zusammenhänge zwischen der sozialen Lebenslage und der Gesundheit von Menschen. Sie geht insbesondere darauf ein, wie die Soziale Arbeit durch Unterstützungsangebote zur Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention bei von Armut betroffenen Menschen beitragen kann. Am Beispiel der Stadt Wiesbaden zeigt sie, welche Projekte und Angebote bereits existieren und inwiefern sie wirksame Mittel zur Gesundheitsförderung darstellen.

Aus dem Inhalt:
- Gesundheitsfürsorge;
- KiEZ;
- Frühe Hilfen;
- Salutogenese;
- Resilienz;
- Chancengleichheit

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gesundheitswissenschaftliche Grundlagen

2.1 Gesundheit und Krankheit

2.2 Soziale Determinanten von Gesundheit

3. Soziologische Handlungstheorien und deren Beiträge zur Erklärung von gesundheitsrelevantem Verhalten

3.1 Agency

3.2 Soziologische Handlungstheorien

3.3 Verknüpfung von Agency und Struktur

4. Soziale Lebenslagen und Gesundheit

4.1 Armut und soziale Ungleichheit

4.2 Zusammenhänge von Armut und Gesundheit

5. Die Notwendigkeit von Hilfsangeboten

6. Soziale Arbeit im Kontext von Armut und Gesundheit

6.1 Von der Gesundheitsfürsorge bis zur Gesundheitsförderung

6.2 Gesundheitsförderung

6.3 Gesundheitsförderung, Krankheitsprävention und die Soziale Arbeit

7. Gesundheitsfördernde und krankheitspräventive Unterstützungsangebote der Sozialen Arbeit

7.1 Frühe Hilfen: Begriffsbestimmung, Leitbild und Leitsätze

7.2 Das Netzwerk KiEZ

7.3 Die Teestube

8. Zusammenfassung

9. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Armut und gesundheitlicher Chancenungleichheit sowie die Möglichkeiten der Sozialen Arbeit, durch spezifische Unterstützungsangebote in Wiesbaden präventiv und gesundheitsfördernd einzuwirken.

  • Soziologische und gesundheitswissenschaftliche Erklärungsmodelle für Gesundheitsrisiken.
  • Die Wechselwirkungen zwischen Armut, Bildung und individueller Gesundheit.
  • Methodische Ansätze der Sozialen Arbeit zur Förderung der Gesundheitskompetenz.
  • Praxisnahe Analyse von Unterstützungssystemen wie "Frühe Hilfen", "KiEZ" und der "Teestube".

Auszug aus dem Buch

Die salutogenetische Perspektive

Aaron Antonovsky, der als Begründer des Konzepts „Salutogenese“ gilt, versteht Gesundheit als Prozess. Dies kann als Gegenpol zum Konzept der Pathogenese gesehen werden. Nach Antonovsky gibt es keinen ganz gesunden Menschen. Zudem seien auch in einer sterbenskranken Person noch gesunde Anteile vorzufinden. Weiter sei ein Mensch nicht entweder gesund oder krank, sondern befände sich auf einem Kontinuum, einem Prozess von gesund und krank (vgl. Antonovsky 1997: 2.e2).

Die salutogenetische Perspektive geht der Erforschung gesundheitserhaltender und gesundheitsfördernder Prozesse nach. Sie widmet sich Fragen wie:

„Warum bleiben Menschen trotz zahlreicher alltäglicher Belastungen, krankheitserregender Risikokonstellationen, einer Vielzahl potenziell gesundheitsgefährdender Einflüsse, auch trotz schwerwiegender kritischer Lebensereignisse gesund?

Wie schaffen sie es, sich von Störungen und Erkrankungen wieder zu erholen?

Was zeichnet Menschen aus, die trotz extremer Belastungen nicht psychisch dekompensieren oder somatisch erkranken?“ (Franzkowiak, Homfeldt, Mühlum a.a.O.: 62).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Schere zwischen Arm und Reich sowie die negativen Auswirkungen von Armut auf die Gesundheit in Deutschland.

2. Gesundheitswissenschaftliche Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Gesundheit und Krankheit als soziokulturelle Konstrukte und führt grundlegende Modelle wie die Pathogenese und Salutogenese ein.

3. Soziologische Handlungstheorien und deren Beiträge zur Erklärung von gesundheitsrelevantem Verhalten: Es werden soziologische Ansätze zur Agency und Struktur verknüpft, um zu erklären, wie soziale Faktoren individuelles Verhalten beeinflussen.

4. Soziale Lebenslagen und Gesundheit: Der Fokus liegt auf der Definition von Armut sowie der Analyse der engen Korrelation zwischen sozioökonomischem Status und Gesundheitschancen.

5. Die Notwendigkeit von Hilfsangeboten: Dieses Kapitel diskutiert die ethischen und rechtlichen Anforderungen an eine solidarische Gesundheitsversorgung zur Bekämpfung von Chancenungleichheit.

6. Soziale Arbeit im Kontext von Armut und Gesundheit: Es wird die historische Entwicklung der Gesundheitsfürsorge zur Gesundheitsförderung innerhalb der Sozialen Arbeit nachgezeichnet.

7. Gesundheitsfördernde und krankheitspräventive Unterstützungsangebote der Sozialen Arbeit: Detaillierte Vorstellung und Analyse der Wiesbadener Angebote: "Frühe Hilfen" (FrAnKHA), "KiEZ" und die "Teestube".

8. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert die Kausalität zwischen Armut und Krankheit und bekräftigt die Bedeutung der Sozialen Arbeit als Akteur der Gesundheitsförderung.

9. Ausblick: Abschließende Betrachtung zukünftiger Forschungsfelder, insbesondere in ländlichen Regionen und der schulischen Prävention.

Schlüsselwörter

Armut, Gesundheit, soziale Ungleichheit, Soziale Arbeit, Salutogenese, Prävention, Gesundheitsförderung, Wiesbaden, Bildungsarmut, Chancengleichheit, KiEZ, FrAnKHA, Teestube, Lebenslagen, Habitus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Armut und soziale Ungleichheit die Gesundheit von Menschen beeinflussen und welchen Beitrag die Soziale Arbeit in Wiesbaden leisten kann, um diese gesundheitlichen Benachteiligungen durch gezielte Hilfsangebote abzumildern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Gesundheit und Krankheit, die Soziologie des Gesundheitsverhaltens, der aktuelle Forschungsstand zu Armut und Gesundheit sowie die praktische Umsetzung von Gesundheitsförderung in kommunalen Projekten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwiefern die Soziale Arbeit durch spezifische Unterstützungsangebote in Wiesbaden zur Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention bei armutsbetroffenen Menschen beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die existierende Studien, sozialwissenschaftliche Theorien sowie die Sozialraumanalyse der Stadt Wiesbaden heranzieht und analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Gesundheitswissenschaften, soziologische Theorien, Armutsforschung) und einen praktischen Teil, in dem konkrete Wiesbadener Angebote vorgestellt und analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Besonders prägend sind die Begriffe Armut, soziale Ungleichheit, Gesundheitsförderung, Salutogenese und Soziale Arbeit im Gesundheitswesen.

Was genau ist das Angebot "FrAnKHA"?

FrAnKHA steht für "Frühe Anleitung durch Kinderkrankenschwestern, Hebammen und Ärztinnen" und bietet Schwangeren und Eltern mit Kindern im ersten Lebensjahr in Wiesbaden niedrigschwellige gesundheitliche Beratung durch Hausbesuche.

Was ist die Funktion des Netzwerkes "KiEZ"?

KiEZ (Kinder-Eltern-Zentren) sind Anlaufstellen in Wiesbadener Stadtteilen, die Eltern durch niedrigschwellige Angebote in ihrer Erziehungskompetenz stärken und so Bildungs- und Entwicklungsprozesse ihrer Kinder fördern.

Welchen Zweck erfüllt die "Teestube" in Wiesbaden?

Die Teestube ist eine Tagesaufenthaltsstelle für wohnungslose und sozial ausgegrenzte Menschen, die neben Grundversorgung (Nahrung, Sanitäranlagen) auch medizinische Hilfe, soziale Beratung und Beschäftigungsprojekte bietet.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Sozialen Arbeit?

Die Autorin sieht die Soziale Arbeit als einen essenziellen Akteur an, da sie durch ihre ganzheitliche Sichtweise und lebensweltorientierte Arbeitsweise in der Lage ist, auch in schwierigen Lebenslagen gesundheitsfördernd und präventiv tätig zu werden.

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Details

Titel
Macht Armut krank? Unterstützungsangebote zur Gesundheitsförderung sozial benachteiligter Menschen
Autor
Annemarie Treiber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
87
Katalognummer
V990664
ISBN (eBook)
9783960959717
ISBN (Buch)
9783960959724
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesundheit Soziale Arbeit Armut Sozialarbeit Gesundheitsfürsorge KiEZ Frühe Hilfen Salutogenese Resilienz Chancengleichheit soziale Ungleichheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annemarie Treiber (Autor:in), 2021, Macht Armut krank? Unterstützungsangebote zur Gesundheitsförderung sozial benachteiligter Menschen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/990664
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