Architektur im Dritten Reich


Seminararbeit, 1999
20 Seiten

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Geschichte des Pariser Platzes
Bautätigkeiten im 18. Jahrhundert
Das Brandenburger Tor
Bautätigkeiten im 19. Jahrhundert
Pariser Platz Nr.1, Nr.6 und Nr.7
Pariser Platz Nr. 5
Pariser Platz Nr. 2
Geplante Änderungen am Brandenburger Tor

Frühe städtebauliche Ziele des Nationalsozialismus
Die Rolle Berlins als neue Welthauptstadt

Nationalsozialistische Architektur
Das Reichsluftfahrtministerium

Bautätigkeiten und Pläne während des Nationalsozialismus
Die Ost-West-Achse
Geplante Änderungen am Pariser Platz
Pariser Platz Nr. 5a und 6
Die Nord-Süd-Achse

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Einleitung

Die Umgestaltung Berlins zur Welthauptstadt kann schon sehr früh in den Plänen Hitlers nachgewiesen werden. Jene Pläne welche dann tatsächlich, zumindest auf dem Reißbrett, entstanden sind, lehnen sich sehr stark an den frühesten Vorstellungen Hitlers an. Wieweit war aber die Einzelperson Hitlers ausschlaggebend für die architektonischen Neuerungen im Dritten Reich, und wieweit war das städtebauliche Programm der Nationalsozialisten ein parteipolitisches Programm, welches seine eigenen Ziele verfolgte?

Ausgehend vom Pariser Platz, welcher zwar in den Plänen nur eine untergeordnete Rolle spielt, aber dafür um so mehr das repräsentiert, was Hitler an der Architektur des 19. Jahrhunderts kritisierte, soll hier eine Untersuchung auf den geplanten Wandel Berlins unter nationalsozialistischer Herrschaft versucht werden. Hierbei wird Bezug genommen auf die persönlichen Einstellungen Hitlers, wobei immer in Frage gestellt werden muß, wieviel davon von ihm selber ausging. Obwohl er sich in „Mein Kampf“ bereits architekturinteressiert gibt und diesen Wesenszug auch während seiner gesamten Amtszeit beibehält, darf man nicht vergessen, daß sein Machwerk keine Einzelleistung war, sondern vielmehr bereits als parteipolitische Rede konzipiert wurde.

Hitler stellte sich selbst gerne als Künstler dar, doch paßte diese Darstellung auch in die Präsentation seiner gesamten Erscheinung und lassen sich solche Anspielungen auch in anderen Bereichen von „Mein Kampf“ finden. Dieses Sammelsurium an Eigenschaften verlieh Hitler jene Menschlichkeit, um welche er so bestrebt war, die er aber nicht besaß.

Da sich während des nationalsozialistischen Regimes am Pariser Platz keine tatsächlichen Veränderungen feststellen lassen, können hier nur die Pläne des Architekten Albert Speers herangezogen werden, welcher hauptverantwortlich für die etwaigen Bauwerke war. Diese Pläne standen jedoch im starken Einfluß der Nord- Süd-, und der Ost-Westachse, welche zur Bewältigung der Verkehrsproblematik, wie auch für zukünftige Repräsentationszwecke geplant und teilweise auch ausgeführt wurden.

Ebenso wie der Reichstag, war auch der Pariser Platz in dieser Planung nur mehr ein Relikt aus vergangenen Zeiten, welcher in den Plänen angesichts der ausufernden Bauwerke Speers zu verschwinden gedroht hätte. Anbetracht dieses Umstandes kann man keine Arbeit alleine über den Pariser Platz schreiben, ohne die gewaltigen Bauwerke außer acht zu lassen, welche in seiner Nachbarschaft gestanden hätten, hätte der Nationalsozialismus den Krieg gewonnen und die nötigen Geldmittel besessen.

Der Pariser Platz ist somit vielmehr Ausgang einer Untersuchung dieser Pläne.

Geschichte des Pariser Platzes

Mit der Gründung von Dorotheenstadt 1674, verlagerte sich das Stadtbild Berlins weiter nach Westen und schloß an den Tiergarten an, dem Jagdgebiet der preußischen Könige. Den Ausgang bildete das Thiergarten Tor im Westen, welches einen Vorläufer des Brandenburger Tores darstellt.1 Dieses Tor (Abb.1) besaß jedoch noch nichts von dem Prunk, welches jenes, 1791 von Carl Gotthard Langhans fertiggestellte, heute noch besitzt. Es war vielmehr ein Zweckbau, welcher das noch nicht erschlossene Gebiet an der Grenze des Tiergartens abschließen sollte.

Bautätigkeiten im 18. Jahrhundert

Ab 1733 begannen die Bautätigkeiten um dieses Tor herum, welchen den Quarée umgaben. Diese ersten Gebäude des Pariser Platzes waren die Palais' von folgenden Personen:

-Graf Friedrich Ludwig von Wartersleben. Pariser Platz Nr. 1&2
-Geheimer Rat und Hofmarschall Johann Georg von Geuder. Pariser Platz Nr. 3
-Meyer Ries. Pariser Platz Nr. 4
-Obrist-Lieutnant Bernhard von Bauvrye. Pariser Platz Nr. 5
-Geheimer Rat und Stadtpräsident Heinrich Adam von Neuendorf. Pariser Platz Nr. 6&72

Alle dieser Häuser weisen einen gewissen Typus aus, sie sind zweistöckig mit knapp über die Oberfläche ragenden Kellergeschoß. Abgeschlossen werden sie von Mansardendächern, deren Höhe in etwa jener der beiden Stockwerke entspricht. Die Fassaden bestehen aus etwa zehn Fensterachsen, wobei nur ein leicht vorgezogener Mittelrisalit bei Pariser Platz Nr. 3 diese Gleichmäßigkeit stört.3 Dadurch gelangte der Platz zu Attraktivität und die Palais wurden im Laufe der Geschichte verkauft, vermietet und umgebaut.

Das Brandenburger Tor (Abb. 2)

Im Zuge dieser Wertsteigerung des Gebietes, wurde 1791 das neue Brandenburger Tor fertiggestellt, welches die neu angelegte Straße nach Potsdam eröffnen sollte. Somit wurde es auf der einen Seite Grenze Berlins, auf der anderen Seite präsentierte es den, vom Stadtschloß kommenden Monarchen, welche auf dem Weg nach Potsdam waren, den Beginn der neuen Prachtstraße durch den Tiergarten. Langhans orientierte sich beim Bau des Tores am griechischen Stil, wobei er den Wünschen Friedrich Wilhelms II folgte, welcher, den Vorlieben seines Onkels und Vorgängers Friedrich Wilhelm I zum Trotz, das genaue Gegenteil von dessen Architektur bieten wollte.

Der griechische Stil fand somit wieder Einzug in die Architektur Berlins und das Brandenburger Tor steht als beeindruckender Beweis da. Mit Schinkel wird dieser Stil dann in ganz Deutschland eingeführt und zur Perfektion ausgeweitet. Die sechs geriefelten Säulen tragen eine geschlossene Attika, welche von der von Gottfried Schadow gestalteten Quadriga gekrönt wird. Die tempelartigen Nebengebäude dienten als Zoll und Wache. Als 1868 die Stadtmauer endgültig abgebrochen wurde, wurden die Durchgangshallen an den Seiten des Tores zugefügt, welche ebenfalls im griechischen Stil gehalten sind. Während das Gebälk und das Kapitell dorisch sind, lassen sich die Säulen eher dem ionischen Stil zuordnen. Langhans spielt also bewußt mit den verschiedenen Stilen und kommt zu keiner klaren Linie, womit das Tor nicht eindeutig klassifiziert werden kann.4

1814 wurde der Siegesgöttin von Schinkel ein eisernes Kreuz zugeführt, welches ein Symbol des Freiheitskampfes gegen Frankreich sein sollte. Die Gerüchte, daß die Quadriga eigentlich mit Blickrichtung stadtauswärts montiert hätte werden sollen, erwiesen sich jedoch als falsch und wurden nach dem zweiten Weltkrieg vom Kommunismus dazu benützt, um eine weitere Ausgrenzung des Westens zu erzielen.5

Bautätigkeiten im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert kommt es dann zu einem Verkauf der jeweiligen Häuser am Pariser Platz, wie auch zu einer Umgestaltung derselben. Neubautätigkeiten konnten jedoch wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage nach den Befreiungskriegen erst ab dem Jahr 1830 durchgeführt werden.

Pariser Platz Nr.1, Nr.6 und Nr.7

Über den Hintergrund des Umbaus dieser Gebäude gibt es nur Spekulationen, fest steht, daß 1844 Carl August Sommer die Bauerlaubnis für Pariser Platz Nr.6 und Nr.7 erhält. Sie wurden von Friedrich August Stüler um ein Stockwerk erhöht und an der Ecke zur Kasernenstraße wurde ein Turm zugefügt.

1847 erwirbt Sommer für 30.000 Taler das Grundstück Pariser Platz Nr. 1 und der von Stüler errichtete Neubau kommt 1848 zu seiner Vollendung.6 Dieser Neubau entsprach dem Geschmack Friedrich Wilhelm IV mehr als das vorherige Gebäude, wie auch auf die das Brandenburger Tor umgrenzende Architektur, ein großes Augenmerk gelegt wurde. Pariser Platz Nr. 1 und Nr. 7 waren von nun an spiegelbildlich gebaut und wurden nur geringfügig geändert.

Stüler führte die Architektur der Quaderfassade seines Lehrmeisters Schinkel weiter, obwohl er sie nicht so monumental gestaltete, da es sich bei den Häusern für Sommer ja um Mietshäuser handelte (Abb.3).7 Durch seine Aufstockung der Häuser, womit er die barocke Traufhöhe brach, erhielt die Nordseite des Platzes ein einheitliches architektonisches Ensemble.8 Diese Aufstockung sorgte jedoch auch für Kritik und der Architekt Ezechiel forderte vom König diesem Bauvorhaben Einhalt zu gebieten, da es der architektonischen Wirkung des Tores schade.9 Doch stieß er damit auf taube Ohren, da auch der König mit dieser Veränderung einverstanden war.

Pariser Platz Nr. 5

Ab 1866 wird der Pariser Platz immer mehr zum Repräsentationsplatz des Reiches, die heimkehrenden Truppen wurden hier empfangen und gewürdigt. Mit dem Hintergrund des Brandenburger Tors sollte auf das schlichte Preußische gedeutet werden, weshalb das Tor auch nicht durch Neuerungen verändert werden durfte. Dieser Repräsentationscharakter verstärkt sich um so mehr, als 1860 die französische Botschaft in Pariser Platz Nr. 5 einzieht und das Gebäude für ihre Zwecke umbaut. 1879 wurde dieser Umbau von den Architekten Kyllmann und Heyden fertiggestellt und zeigt eine modernisierte Fassade, ein erhöhtes Dach, wie auch eine, von vier Säulen getragene Unterfahrt (Abb. 4). Schon zuvor hatte das Gebäude dem französischen Staat als Gesandtschaftshotel gedient.

Pariser Platz Nr. 2

Als am 8. September 1931 die amerikanische Botschaft Pariser Platz Nr. 2 erwirbt sind die Zeichen in Deutschland bereits vom Nationalsozialismus getrübt und der Repräsentationscharakter hat keine Möglichkeit mehr sich ganz zu entfalten. Ebenso mußten die Gebäudebeschädigungen, welche durch einen Dachstuhlbrand am 15. April 1931 entstanden waren behoben werden. Die Botschaft zog dann 1939 endgültig in das vormals Blüchersche Palais, welches 1871 im Stil der Renaissance unter Carl Richter errichtet wurde, ein. Durch diesen an Schinkel orientierten Renaissancestil, hebt es sich von den anderen Gebäuden ab, welche die großformatigen Einzelformen von neubarocken Häusern aufweisen.10

Geplante Änderungen am Brandenburger Tor

Obwohl das Tor als geschichtsträchtig angesehen wurde und ab 1868 nicht verändert werden durfte, finden sich ab 1898 die ersten Pläne das Tor freizulegen.11 Um den anwachsenden Straßenverkehr von Berlin nach Charlottenburg flüssiger zu gestalten, wurde angeregt, eines oder gleich alle beide Nachbargebäude des Tores abzureißen und den gewonnenen Platz für den Verkehr zu nutzen (Abb. 5). Ebenso gab es Pläne zur Untertunnelung des Platzes, da doch auch an der Unveränderlichkeit des Tores festgehalten wurde. Kaiser Wilhelm II zeigte sich jedoch von der Idee der Freilegung begeistert und ließ einen Wettbewerb ausschreiben, um dem Tor einen neuen Abschluß nach Westen zu geben. Obwohl Ernst von Ihne als Sieger in diesem Wettbewerb gekürt wurde, realisierte man die Pläne nie, als Grund wird bislang das Fehlen der notwendigen finanziellen Mittel vermutet. Doch bereits dreißig Jahre später kommt diese Idee wieder auf, diesmal jedoch unter ganz anderen Vorzeichen.

Frühe städtebauliche Ziele des Nationalsozialismus

Im neunzehnten Jahrhundert begannen unsere Städte immer mehr den Charakter von Kulturstätten zu verlieren und zu reinen Menschenansiedlungen herabzusinken. Die geringe Verbundenheit, die unser heutiges Großstadtproletariat mit seinem Wohnort besitzt, ist die Folge davon, daß es sich hier wirklich nur um den zufälligen örtlichen Aufenthaltsraum des einzelnen handelt und um weiter nichts. Zum Teil hängt dies mit dem durch die sozialen Verhältnisse bedingten häufigen Wechsel des Wohnortes zusammen, der dem Menschen nicht die Zeit zu einer engeren Beziehung mit seiner Stadt gibt, zum anderen aber ist die Ursache hierfür auch in der allgemeinen kulturellen Bedeutungslosigkeit und Ärmlichkeit unserer Städte an sich zu suchen.12

Hitler machte es von Anfang an zum Zeichen seiner Politik, daß die Architektur des Nationalsozialismus in der Geschichte, aber auch im sozialen Bereich eine bedeutende Rolle spielen sollte. Durch die Architektur eines Systems läßt sich seinen Ansichten nach auf die Größe des dahinterstehenden Volkes schließen und die Deutschen waren zweifellos das mächtigste Volk, wenn man Hitlers Gedankengängen folgt. Somit gingen seine Pläne dahin, in Deutschland die größten und beeindruckensten Bauwerke der Welt zu erschaffen und Berlin selbst zur Welthauptstadt auszubauen.

Die geplanten Bauwerke hatten somit mehrere Aufgaben im Gesamtkonzept des Nationalsozialismus:13

1. Abbau eines vermeintlichen deutschen Minderwertigkeitkomplexes - das deutsche Volk sei das führende der Welt.
2. Bauten zur Stärkung der Autorität der Bewegung.
3. Bauvorhaben als Aggressionsersatz in Zeiten verminderter Macht - Vorbereitung und Rahmen für Expansionsziele.
4. Bauten als trojanisches Pferd: Friedenswilligkeit.
5. Bauten als Katalysator zur schnelleren Herbeiführung des gewünschten Endzustandes.

Besonders die letzten beiden Punkte sind interessant, da man die Bautätigkeit als Friedenszeichen deuten wollte. Daß dieser Ansatz aber nicht stimmen kann, ist schon deswegen gegeben, weil man für die geplanten Bauwerke Arbeiter und Material aus den zu erobernden Gebieten benötigt hätte. Diese Rechnung war Hitler vor seinem Rußlandfeldzug auch klar. So wollte er die deportierten Helotenarmeen ab 1941 zur Zwangsarbeit in den Steinbrüchen einsetzen.14 Doch selbst wenn die Nationalsozialisten den Krieg gewonnen hätten, wäre es ihnen nicht möglich gewesen die Bauvorhaben in der vorgesehenen Zeit fertigzustellen, wie auch Speer später zugibt.

Das Ganze war ein reines Schaustück; in meiner persönlichen Entwicklung war dies ein entscheidender Schritt von dem beabsichtigten Neo-Klassizismus, wie er im Neubau der Reichskanzlei vielleicht noch spürbar war, zu einer lärmenden und neureichen Repräsentationsarchitektur.15

Wenn man nur die Bauvorhaben in München und Berlin zeitgerecht zu Ende bringen wollte, hätte es der vierfachen Jahresproduktion an Granit aus Dänemark, Frankreich, Italien und Schweden bedurft.16

Die Rolle Berlins als neue Welthauptstadt

Dadurch, daß Berlin zur Welthauptstadt auserkoren wurde, zentrierte sich hier natürlich alle Konzentration zur Verwirklichung der gesteckten Architekturziele. Als Vorbild, oder besser als Gegner im Bereich der Stadtgestaltung wurde immer Rom gesehen.

Selbst im Prunke des Roms der Spätzeit nahmen den ersten Platz nicht die Villen und Paläste einzelner Bürger, sondern die Tempel und Thermen, die Stadien, Zirkusse, Aquädukte, Basilisken usw. des Staates, also des ganzen Volkes ein.17

Ebenso wurde betont, daß die Gebäude Roms auch nach Jahrhunderten noch stehen würden, gleiches wurde auch für die Prunkbauten des Nationalsozialismus geplant. Sie müßten in 10 000 Jahren [...] noch stehen wie sie sind.18 Sämtliche Staatsbauten sollten deshalb in Granit ausgeführt werden, damit sie in alle Ewigkeit bestehen können.

Aber Rom war nicht nur im architektonischen Sinn Vorbild für das Dritte Reich, Hitler zieht in seinen historischen Vorstellungen auch einen Schulterschluß von den Römern zu den Germanen. Auf diesen begründet er die 2000 jährige Existenz der deutschen Weltmacht und Kulturgeschichte.19 Somit war Berlin als Welthauptstadt der direkte Nachkomme Roms, welcher dieses jedoch an Größe und Imposanz übertreffen mußte. In Berlin sollte eine Stadt entstehen, welche in Jahrtausenden noch von der Macht des Nationalsozialismus zeugen sollte. Mit der momentanen Erscheinung Berlins konnte dieses Vorhaben aber nicht erreicht werden, weshalb sich Hitler auch sehr unmutig über die Gestalt Berlins äußerte.

Würde das Schicksal Roms Berlin treffen, so könnten die Nachkommen als gewaltigste Werke unserer Zeit dereinst die Warenhäuser einiger Juden und die Hotels einiger Gesellschaften als charakteristischen Ausdruck der Kultur unserer Tage bewundern. Man vergleiche doch das böse Mißverhältnis, das in einer Stadt wie selbst Berlin zwischen den Bauten des Reiches und denen der Finanz und des Handels herrscht.20

Vergleicht man die Funktion der Gebäude am Pariser Platz bei der Machtübernahme Hitlers, so läßt sich sogleich feststellen, daß er als Beispiel für die Ankreidungen Hitlers bestens dienen konnte.

-Pariser Platz Nr. 1: Nach mehreren Besitzerwechseln zu Beginn des Jahrhunderts kam es schließlich in den Eigentum der Rheinischen Hypothekenbank und war somit im Besitz eines Finanzunternehmens.
- Pariser Platz Nr. 2: Wird 1931 vom Bankdirektor Wilhelm Zindim an die Vereinigten Staaten von Amerika zur Nutzung als Botschaft verkauft.
- Pariser Platz Nr. 3: Als Eigentümer wird ab 17. Juli 1880 der „von Rohdichsche Legatenfonds zu Berlin“ geführt.
-Pariser Platz Nr. 4: Sitz der preußischen Akademie der Künste seit 1902
-Pariser Platz Nr. 5: An Frankreich zur Nutzung als französische Botschaft verkauft.
-Pariser Platz Nr. 6: Von Bergbau und Fabrikbesitzer Fritz von Friedländer-Fueld an Marie Anne von Goldschmidt-Rothschild vererbt.
-Pariser Platz Nr. 7: Im Besitz der Familie Liebermann.
-Unter den Linden 1: 1905 von Lorenz Adlon gekauft und zum Hotel ausgebaut.

Diese Aufzählung soll verdeutlichen, daß die Bauwerke und die Nutzung dieser Bauwerke mit den Ansichten Hitlers konform gehen. Der „Empfangssalon der Republik“ hat in den Plänen der Nationalsozialisten in dieser Form keinen Platz und nur dank seiner Geschichtsträchtigkeit wurde er nicht von Beginn an niedergerissen. Vor allem das Brandenburger Tor war dem Berliner so wertvoll, daß jede Umänderung durch ein neues System zu einem Aufruhr im Volk geführt hätte, was nicht Absicht der Regierenden sein konnte.

Doch auch die anderen Pläne Hitlers und Speers waren so gewaltig, daß sie damit einen großen Teil der Berliner Bauwerke vernichtet hätten, wären sie je verwirklicht worden. In direkter Nachbarschaft zum Pariser Platz hätte der Schnittpunkt der geplanten Nord-Süd- und Ost-Westachse entstehen sollen, welcher den Königsplatz samt Kuppelhalle gebildet hätte.

Nationalsozialistische Architektur

Zum offiziellen Baustil des Nationalsozialismus wurde der Neoklassizismus erklärt.21 Da sich sowohl Hitler, als auch Speer für den Klassizismus und den neo- absolutistischen Städtebau begeistern konnten22, wurden auch alle zukünftigen Großbauten in diesem Stil geplant. Allerdings wurde kein einheitlicher Stil für die vielen Projekte gefunden, auch wenn sie alle die gleiche Grundarchitektur hatten. Es wurde jedoch im Gebrauch der späteren Gebäude unterschieden, in welchem Stil sie gebaut werden sollten.

Schätzke nennt drei Stilrichtungen, welche im Dritten Reich geplant wurden. Auf der einen Seite die monumentalisierende Staats- und Parteiarchitektur und daneben der Heimatschutzstil und ein sachlicher Baustil für die Industrie- und Ingenieurarchitektur.23

Für die gewaltigen Repräsentationsbauten in Berlin kam natürlich nur erst genannte Stilrichtung in Frage, welche die Macht des Dritten Reiches symbolisieren sollte.

Das Reichsluftfahrtministerium

Neben der Größe der Bauten fällt auch ihre Schlichtheit auf, welche bereits beim ersten fertiggestellten Gebäude Berlins, nach der Machtergreifung Hitlers feststellbar ist. Das 1935/36 von Ernst Sagebiel errichtete Reichsluftfahrtministerium in der Wilhelmstraße zeigt sich von der Straßenseite her einheitlich verschlossen und kompakt, dafür sind die Hoftrakte kammartig angelegt und wirken dadurch aufgelockerter und rhythmisierter.24 Jene Ansicht, die aber das Volk von dem Gebäude hat, verzichtet auf die Gliederung durch Gesimse, Lisenen oder balkonartige Vorbauten, sondern gibt sich schlicht und sachlich (Abb.6). Der Kontrast zu den Höfen macht aber sichtbar, daß sich das Regime nicht an die eigenen Architekturvorhaben hielt.

Unter solcher Hülle entfaltete sich ein Surrogat aus vielfältigen Stil-Entlehnungen, die erst den Versuch vervollständigten, mit Hilfe beeindruckender Architekturen die deutsche Gesellschaft zu blenden. Alles was gut und teuer war, Dignität und Mystisches signalisierte, war brauchbar.25

Hier kommt wieder das deutliche Element der Propaganda zum Tragen, welches mit allen Mitteln versuchte das Volk von der Richtigkeit des Regimes zu überzeugen. Hatte man zwar den Neoklassizismus zum offiziellen Architekturstil erhoben, so verwendete man trotzdem andere Richtungen, je nachdem ob sie brauchbar erschienen oder nicht. Das Hauptaugenmerk lag aber trotz allem auf der Größe der Bauwerke, doch nicht nur der Bauwerke, sondern ebenso in der Gestaltung der Straßen, mit welchen jene Bauwerke erreichbar sein sollten.

Bautätigkeiten und Pläne während des Nationalsozialismus

Wie bereits erwähnt sollte Berlin nicht nur die Hauptstadt des Dritten Reiches werden, sondern überhaupt zur Welthauptstadt mutieren. Da Hitler bereits vor seiner Machtübernahme oft die Infrastruktur Berlins kritisiert hatte, war klar, daß man dieser Stadt ein völlig neues Aussehen geben mußte. Dieser Umbau sollte bis 1950 abgeschlossen sein, bei einer Finanzierung von 60 Millionen Reichsmark pro Jahr. Wegen der Unkooperativität der Berliner Stadtverwaltung wurde 1936 Albert Speer als „Generalbauinspektor“ eingesetzt und ihm die Verantwortung für die Neugestaltung Berlins übertragen. Speer entwickelte aus früheren Skizzen von Hitler eine Ost-West- und Nord-Süd-Achse, welche die Anbindung an die, um Berlin herumführende, Ringautobahn gewährleisten sollten. Am Achsenkreuz dieser beiden Monumentalstraßen sollte unweit des Pariser Platzes die Kuppelhalle entstehen. Doch auch die beiden Straßen selbst wären von monströsen Bauwerken gesäumt gewesen.

Die Ost-West-Achse

Sie sollte als via triumphalis des Dritten Reiches dienen, doch war diese Idee nicht neu. Unter den Linden war mit den Präsentationsbauten Oper, Humboldtuniversität, Zeughaus, Neue Wache und anderen Bauwerken bereits um 1800 zu einer Paradestraße modelliert worden. Auch die Straße durch den Tiergarten mit ihren Anschluß an die Charlottenburger Chaussee war bereits gegeben und wurde in der Vergangenheit für Sieges- und Militärparaden genutzt.26 Die Architekten des Nationalsozialismus mußten sie also nur noch dem Geschmack des Führers anpassen, die Straße selbst mußte nicht mehr gezogen werden. Die Veränderungen welche ab 1937 begonnen wurden, bezogen sich hauptsächlich auf Begradigung und Niveaukorrekturen. Der große Stern wurde von 80 m auf 200 m vergrößert und in seiner Mitte die um sieben Meter erhöhte Siegessäule aufgestellt, welche zuvor vor dem Reichstag ihren Platz hatte. Die Beleuchtung dieser Paradestraße erfolgte mittels Laternen, welche Albert Speer entworfen und nach Hitlers Zustimmung auch die ganze Straße entlang aufgestellt hatte.

Da der größte Teil der Straße jedoch im Bereich des Tiergartens liegt, konnte man keine großen, repräsentative Bauten planen. Am heutigen Theodor Heuss Platz sollte ein Bahnhof zu Ehren Mussolinis entstehen, von welchem die Ehrengäste des Reiches über die geschmückte Ost-Westachse zum Königspalast geführt werden sollten.27

Die Pläne hierfür sind jedoch nur wenig ausgearbeitet, da das Hauptaugenmerk auf jenen Projekten lag, welche im Stadtinneren geplant waren. Ebenso gab es Probleme im Osten, weil es unmöglich war die Straße in gerader Linie weiterzuführen. Eine gerade Weiterführung dieser Straße hätte den Abriß des Berliner Stadtschloßes bedeutet, was aber nicht in Frage kam, da ja auch das Brandenburger Tor unangetastet bleiben mußte um keinen Unmut in der Bevölkerung zu erzeugen.

Die Alternativen, welche diskutiert wurden waren gekoppelt mit immensen Abrißarbeiten, nicht nur von Wohnhäusern, sondern auch von historischen Gebäuden.28

Eine dieser Varianten für die Weiterführung im Osten gleicht ziemlich genau der Stalinallee, welche nach dem Kriegsende von den Kommunisten verwirklicht wurde, doch entschloß sich der Nationalsozialismus letztendlich doch für einen anderen Plan. Dieser hätte zwar ein größeres Aufkommen von Abrißarbeiten erfordert, doch wäre er den Vorstellungen Hitlers eher gerecht geworden. Die Struktur der Stadt wurde dadurch aber auch wesentlicher beeinflußt, besonders durch die Bauwerke, welche die Straße hätten säumen sollen und an welchen zum Teil auch bereits begonnen wurde zu arbeiten.

Die Planungen für diese Straße hätten auch massive Änderungen am Brandenburger Tor und am Pariser Platz mit sich gebracht.

GeplanteÄnderungen am Pariser Platz

Während das Tor selbst durch die Pläne der Nationalsozialisten nicht verändert wurde, kam es zu einer Umgestaltungen der Häuser am Pariser Platz.29 Für das Tor gab es nur Pläne seine Nebengebäude zu entfernen und das Tor zu isolieren, um dem Verkehr auf der Ost-West-Achse mehr Platz zu schaffen. 1942/43 legte der Architekt Konrad Dammeier Pläne vor, um die Nebengebäude abzureißen, damit den Wachhäusern mehr Geltung geschenkt werden kann (Abb.7). Das Brandenburger Tor sollte dann gleichfalls isoliert am Pariser Platz stehen wie die Siegessäule am großen Stern30. Doch wie bereits dreißig Jahre zuvor wurden auch diese Pläne nicht in die Wirklichkeit umgesetzt und die gröbsten Veränderungen, welche am Tor stattfanden, waren die Beschädigungen durch den Beschuß der Alliierten.

Auch die Quadriga blieb unangetastet, obwohl ab 1940 überlegt wurde sie einzuschmelzen, um Material für die Waffenerzeugung zu bekommen. So wurden zwar die Kupferdächer des Tores eingeschmolzen, die Quadriga selbst erlitt jedoch keinen Schaden.31

Pariser Platz Nr. 5a und 6

Das Grundstück wurde am 29. März 1895 von dem Fabrikanten Fritz von Friegländer-Fueld erworben und ging nach dessen Tod an Marie Anne von Goldschmidt-Rothschild über. Die erbauten Häuser paßten den Nationalsozialisten aber nicht ins architektonische Bild und stellten, laut Völkischen Beobachter, ein Spiegelbild einer geschmacklich unsicheren Zeit dar.32 Am 16. Oktober 1938 wird dieses Grundstück dann von den Nationalsozialisten enteignet und als Besitzer wird der Generalinspekteur für das Straßenwesen eingetragen.

Dieser residierte aber vorerst in Pariser Platz Nr.3, da die Häuser von Nr. 5a und Nr.6 abgerissen werden sollten, um einem repräsentativen Bau einer obersten Behörde33 Platz zu machen.

Die einzige Bautätigkeit, welche dem Pariser Platz während der Herrschaft der Nationalsozialisten widerfuhr, war die Anlage eines ausgedehnten Bunkersystems, welches man vom Hotel Adlon aus betreten konnte und dessen Gänge bis hin zum Tiergarten reichten. Diese bis zu dreistöckigen Bunker verschoben jedoch die Geometrie des Platzes, was sich aber erst in den neunziger Jahren herausstellte, als man daran ging, die Spiegelbildlichkeit des Platzes wieder herzustellen.34

Die Nord-Süd-Achse

Ein Großbauereignis, welches zwar den Pariser Platz nicht bautechnisch betroffen, aber zur Bedeutungslosigkeit degradiert hätte, war die geplante Nord-Süd-Achse, die große Straße. Sie sollte sich vor dem Pariser Platz mit der Ost-West-Achse schneiden und eine weitere Verbindung mit dem Autobahnring darstellen. Viel wichtiger war sie jedoch als Repräsentationsstraße Berlins und des Dritten Reiches, da sämtliche parteilich wichtigen Gebäude die Straße flankieren hätten sollen.

Mit ihrer Vollendung sollte auch eine Ordnung in Berlin einziehen, welches für Hitler bis dahin nur eine ungeregelte Anhäufung von Bauten war.35

Die ersten Pläne Speers für die große Straße sind mit dem 10. November 1936 datiert36. Diese Pläne hätten um einiges mehr das Stadtbild beeinträchtigt, als die Ost-West-Achse, welche auf Großteils vorhandenen Straßenzügen geplant war. Dafür sollte sie sämtliche repräsentativen Bauwerke sammeln und dem Betrachter und Benutzer der Achse einen Eindruck von der Größe Berlins geben. Am südlichen Kopfende war der von Speer entworfene Südbahnhof geplant, welcher ein Durchgangsbahnhof in west-östlicher Richtung hätte sein sollen. Seine Dimension war dermaßen geplant, daß er den New Yorker Grand Central Terminal übertreffen sollte. Auf seinem 1000 x 330 Meter großen Vorplatz, sollten Beutewaffen den Sieg des Dritten Reiches versinnbildlichen und dem Reisenden sofort die Stärke Deutschlands zeigen.37

Ein weiteres Beispiel der deutschen Stärke war der nach Norden folgende Triumphbogen, welcher das Pariser Vorbild um mehr als das Doppelte überragt hätte. Er sollte für die Unbesiegbarkeit der deutschen Armee stehen und sämtliche Anrainergebäude in den Schatten stellen. Die umliegenden Gebäude wären am Pariser Platz gelegen, welcher sich zwischen zwei gigantischen Bauwerken wiedergefunden hätte; südlich der Triumphbogen und nördlich die Kuppelhalle des Königsplatzes (Abb.8).

Am Königsplatz, in direkter Nachbarschaft von Reichstag und Brandenburger Tor sollte die Kuppelhalle entstehen (Abb.9). Mit einer Seitenlänge von 315 Metern und einer Gesamthöhe von 290 Metern sollte sie 150 000 Menschen Platz bieten um den Worten des Führers zu folgen. Diente als Vorbild für die große Straße die Champs Elysee, so war es für die Kuppelhalle der Petersdom in Rom, welcher überboten worden wäre. Diesen zu übertreffen entstand alleine schon aus der Kritik Hitlers an dem geringen Fassungsvermögen von Kirchen, gemessen an der Anzahl der Gläubigen. Doch wäre Hitler selbst in diesem riesigen Saal verschwunden.

Als finiten Anspruch auf die Weltherrschaft sollte eine Weltkugel die Kuppelhalle bekrönen.38

Der Reichstag und das Brandenburger Tor wären innerhalb dieser Pläne nicht mehr gewesen als die Mahnmäler an eine vergangene Zeit, einer Zeit, als das Dritte Reich noch nicht für Ordnung in der Welt gesorgt hatte. Diese Funktion hätte man auch sofort erkannt, weil sie die einzigen, nicht abgerissenen, Gebäude gewesen wären, welche ohne Protz und Maßlosigkeit im Zentrum Berlins gestanden hätten.

Die nationalsozialistische Architektur hätte das Stadtbild Berlins maßgeblich verändert und Plätze von historischer Tradition zur Bedeutungslosigkeit degradiert. Hitlers Wunsch war es nicht nur das Ausland zu übertrumpfen und zu besiegen, sondern auch im eigenen Land eine neue Ordnung einzuführen. Dies sollte jedoch ohne Rücksicht auf überlieferte Werte geschehen, da die neuen Werte unübertreffbar sein würden.

Somit läßt sich die Architektur unter der Herrschaft von Adolf Hitler und seinem Regime als reine Schauarchitektur ersehen, deren Hauptaugenmerk auf die Imposanz und das Übertreffen von bereits bestehenden Bauwerken, gerichtet war.

Literaturverzeichnis

-Architektur in Berlin. Hg.: Architektenkammer Berlin. Jahrbuch 1993/94.

-Dieter Bartetzko. Zwischen Zucht und Ekstase: Zur Theatralik von NS-Architektur. Berlin 1985.

-Kurt Bauch. Das Brandenburger Tor. Köln 1966.

-Laurenz Demps. Der Pariser Platz. Der Empfangssalon Berlins. Berlin 1995.

-Helmut Engel. Pariser Platz. Geschichte und Architektur. In: Senatsverwaltung für · Stadtentwicklung und Umweltschutz. Berlin 1994

-Adolf Hitler. Mein Kampf. 12.Auflage. München 1943

-Ingrid Karner. Die Repräsentationsbauten im Dritten Reich. Wien. 1989.

-Klaus von Krosigk. Der Pariser Platz. In: Garten-Kunst-Geschichte. Festschrift für Dieter Hennebo zum 70. Geburtstag. Hg.: Erika Schmidt. Worms am Rhein 1994

-Lars Olof Larsson. Die Neugestaltung der Reichshauptstadt. Albert Speers Generalbebauungsplan für Berlin. Stuttgart 1978.

-Libres Propos S.81. Eintrag vom 21./22. 10. 1941

-Andreas Schätzke. Zwischen Bauhaus und Stalinallee. Architekturdiskussion im östlichen Deutschland 1945-55. Braunschweig/Wiesbaden 1991.

-Albert Speer. Erinnerungen. Frankfurt/Main. 1969.

-Jochen Thies. Architekt der Weltherrschaft. Die >Endziele Hitlers<. Düsseldorf 1976.

-Helmut Weihsmann. Bauen unterm Hakenkreuz. Architektur des Untergangs. Wien 1998.

Abbildungsverzeichnis

-Abb.1. Ansicht des alten Brandenburger Tores, im Hintergrund der Tiergarten 1764. Aus: Laurenz Demps. Der Pariser Platz. Berlin 1995. S.24

-Abb.2. Das Brandenburger Tor 1820. Aus: Helmut Engel. Pariser Platz.

Geschichte und Architektur 1820. Berlin 1994. S.8

-Abb.3. Blick auf das von Stüler umgebaute Palais Pariser Platz Nr. 6 und das von der Familie Liebermann bewohnte Haus Pariser Platz Nr. 7 1875.. Aus: Laurenz Demps. Der Pariser Platz. Berlin 1995. S.77

-Abb.4. Französische Botschaft 1879. Aus: Helmut Engel. Pariser Platz.

Geschichte und Architektur. Berlin 1994. S. 19

-Abb.5. Entwurf von Ernst von Ihne zur Freistellung des Brandenburger Tores 1908. Aus: Laurenz Demps. Der Pariser Platz. Berlin 1995.S. 93

-Abb.6. Reichsluftfahrtministerium. Hausfront in der Wilhelmstraße 1936. Aus: Helmut Weihsmann. Bauen unterm Hakenkreuz. Architektur des Untergangs. Wien 1998. S. 286

-Abb.7. Entwurf zur Freistellung des Brandenburger Tores 1943. Aus: Laurenz Demps. Der Pariser Platz. Berlin 1995. S.111

-Abb.8. Gesamtmodell der Nord-Südachse, im Vordergrund der Südbahnhof 1940 Aus: Lars Olof Larsson. Die Neugestaltung der Reichshauptstadt. Albert Speers Generalbebauungsplan für Berlin. Stuttgart 1978. S.276

-Abb.9.Modell der Nord-Südachse: Volkshalle, davor aufmarschplatz der Nation, links Palast des Führers 1939. Aus: Lars Olof Larsson. Die Neugestaltung der Reichshauptstadt. Albert Speers Generalbebauungsplan für Berlin. Stuttgart 1978. S.279

[...]


1 Laurenz Demps. Der Pariser Platz. Der Empfangssalon Berlins. Berlin 1995. S.9

2 Demps. Pariser Platz. 17

3 Helmut Engel. Pariser Platz. Geschichte und Architektur. In: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz. Berlin 1994. S.10

4 Kurt Bauch. Das Brandenburger Tor. Köln 1966.

5 Demps. Pariser Platz. 29

6 Demps. Pariser Platz. 60

7 Engel. Pariser Platz. 14

8 Architektur in Berlin. Hg.: Architektenkammer Berlin. Jahrbuch 1993/94. S. 84

9 Demps. Pariser Platz. 56

10 Engel. Pariser Platz. 20

11 Demps. Pariser Platz. 91

12 Adolf Hitler. Mein Kampf. 12.Auflage. München 1943

13 Vgl. Jochen Thies. Architekt der Weltherrschaft. Die >Endziele Hitlers<. Düsseldorf 1976. S. 78f

14 Thies. Architekt. 101

15 Albert Speer. Erinnerungen. Frankfurt/Main. 1969. S. 151

16 Thies. Architekt. 100

17 Hitler. Kampf. 290

18 Libres Propos S.81. Eintrag vom 21./22. 10. 1941

19 Thies. Architekt. 73.

20 Hitler. Kampf. 291

21 Ingrid Karner. Die Repräsentationsbauten im Dritten Reich. Wien. 1989. S.23

22 Helmut Weihsmann. Bauen unterm Hakenkreuz. Architektur des Untergangs. Wien 1998. S.272

23 Andreas Schätzke. Zwischen Bauhaus und Stalinallee. Architekturdiskussion im östlichen Deutschland 1945-

55. Braunschweig/Wiesbaden 1991. S. 16

24 Weihsmann. Hakenkreuz. 286

25 Dieter Bartetzka. Zwischen Zucht und Ekstase. Zur Theatralik von NS-Architektur. Berlin 1985. S. 103

26 Lars Olof Larsson. Die Neugestaltung der Reichshauptstadt. Albert Speers Generalbebauungsplan für Berlin. Stuttgart 1978. S.55

27 Larsson. Neugestaltung. 61

28 Larsson. Neugestaltung. 62

29 Demps. Pariser Platz. 110f

30 Weihsmann. Hakenkreuz. 278f

31 Demps. Pariser Platz. 112

32 Völkischer Beobachter. 24. Juli 1939

33 Völkischer Beobachter. 24.Juli 1939

34 Klaus von Krosigk. Der Pariser Platz. In: Garten-Kunst-Geschichte. Festschrift für Dieter Hennebo zum 70. Geburtstag. Hg.: Erika Schmidt. Worms am Rhein 1994 S: 30

35 Dieter Bartetzko. Zwischen Zucht und Ekstase: Zur Theatralik von NS-Architektur. Berlin 1985.

36 Larsson. Neugestaltung. 38

37 Thies. Architekt. 97

38 Thies. Architekt. 98

20 von 20 Seiten

Details

Titel
Architektur im Dritten Reich
Hochschule
Universität Wien
Veranstaltung
Bauen und Wohnen im 19. Jahrhundert
Autor
Jahr
1999
Seiten
20
Katalognummer
V99093
Dateigröße
381 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Architektur, Dritten, Reich, Bauen, Wohnen, Jahrhundert
Arbeit zitieren
Oskar Ters (Autor), 1999, Architektur im Dritten Reich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/99093

Kommentare

  • Gast am 26.1.2001

    Lob.

    Eine sehr interessante Arbeit, bei der der Autor sehr gut die Entwicklung des Pariser Platzes recherchiert hat und recht anschaulich darstellt, welche Belastungen einer Bevölkerung zugemutet werden, die von einer größenwahnsinnigen Diktatur beherrscht wird.
    Bravo, ich freue mich schon auf die nächste Arbeit.

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