Arbeit als soziale und psychologische Funktion. Das Phänomen des Aufschiebens


Einsendeaufgabe, 2021

19 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

1 Arbeit als soziale und psychologische Funktion

2 Storytelling und Argumentation in Präsentation mit Wirkung auf Zuhörer

3 Prokrastination

Literaturverzeichnis

1 Arbeit als soziale und psychologische Funktion

Unter dem Begriff Arbeit, kann sich jeder etwas vorstellen, nämlich vor allem im beruflichen Sinne bei der Ausübung einer Tätigkeit, um sein Lebensunterhalt zu bestreiten. Arbeit hat allerdings eine weitaus wichtigere Bedeutung als nur Geld zu verdienen. Deshalb beschäftigt sich dieses Kapitel mit der sozialen und psychologischen Funktion von Arbeit. Außerdem wird ein Zusammenhang zum Selbstmanagement verdeutlicht.

Arbeit als soziale Funktion

Arbeit ist für den Menschen eine wichtige Tätigkeit, um seine eigene Identität zu finden, dies ist heutzutage ausgezeichnet möglich, aufgrund der freien Berufswahl, welche vor vielen Jahren noch nicht so ausgeprägt möglich war, wie heute.

Doch genau diese freie Berufswahl wird durch viele soziale Aspekte eingeschränkt. Zum einem gibt es die Erwartungen der Gesellschaft und der Eltern, zum anderen die eigenen Interessen. Steinmann und Maier (2018, S. 236-238) sprechen den Eltern eine große Rolle zu bei der Berufswahl der Kinder. So ist ein strenger Erziehungsstil, die fehlende Unterstützung oder die Erwartungen, die im Konflikt mit den Interessen des Kindes stehen negativ für die spätere Berufswahl. Aber auch das Geschlecht gibt gesellschaftliche Erwartungen voraus, um einen Beruf zu wählen. So sieht man, dass Frauen eher Berufe wählen, die mit Menschen zu tun haben oder Kreativität benötigen und Männer eher Berufe wählen welche technische Begabung benötigen, wie die MINT-Berufe.

Dieses Bild sollte heutzutage eher veraltet sein, allerdings denken Menschen bei der Berufswahl immer noch an solche Geschlechterberufe, weshalb viele sich für solche Berufe letztendlich entscheiden.

Arbeit ist auch ein wichtiger Bestandteil für unsere sozialen Beziehungen. So können wir bei der Arbeit neue Kontakte knüpfen oder sogar Partnerschaften bilden (Arenberg, 2018, S. 26).

Deshalb kümmern wir uns auch um unsere Kollegen, was im Beispiel des Präsentismus deutlich wird. Beim Präsentismus kommt man trotz Krankheit zur Arbeit. Man möchte nicht durch seine Abwesenheit seine Kollegen belasten oder sie enttäuschen (Hägerbäumer, 2017, S. 156).

Ein anderer Aspekt, welcher durch die Globalisierung unsere Arbeitsweise verändert hat, ist die Flexibilität. Flexibilität wird benötigt, da man an Meetings aus der ganzen Welt teilnehmen soll und diese durch die Zeitzonen außerhalb der eigentlich geregelten Arbeitszeit liegen (Arenberg, 2018, S. 18). Dadurch wird die Familie belastet, da man flexibel arbeiten soll und dies mit Plänen oder Terminen der anderen Familienmitglieder kollidieren kann und man somit in eine Stresssituation kommen könnte.

Arbeit hat eine soziale Funktion, allerdings auch die Arbeitslosigkeit. So besagt Paul und Moser (2015, S. 273), dass Arbeitslosigkeit auch einen großen Einfluss auf die Familiensituation hat. So sind Familienmitglieder unzufriedener oder Kinder schlechter in der Schule, wenn die erwerbstätige Person die Arbeit verloren hat. Außerdem haben auch die Kollegen, die nicht entlassen worden sind, eine schlechtere Motivation und Haltung zum Arbeitgeber.

Arbeit als psychologische Funktion

Arbeit ist ein Bestandteil unserer Lebensbalance, welche bei jedem Menschen unterschiedlich groß ist. So überlegt man sich in diesem Bereich was man erreichen möchte und ab wann man erfolgreich ist (Arenberg, 2018, S. 118).

Dabei hat sich unsere Einstellung und Motivation in Bezug zur Arbeit verändert. Menschen arbeiten heutzutage, weil sie von etwas überzeugt sind und dies mit ihren Werten übereinstimmt. Dies wird durch den Begriff New Work geprägt (Rump, Eilers, 2017, S. 188).

Aber trotz dessen, dass wir nun mit mehr Bedacht unsere Arbeitsstelle suchen, gibt es einige Aspekte, welche uns sehr belasten können. So wurde der Präsentismus zum Beispiel im vorherigen Abschnitt benannt. Man entscheidet sich trotz Krankheit zur Arbeit zu gehen, welche allerdings weitreichende Folgen haben kann.

So kann aus einer akuten Krankheit eine chronische Krankheit entstehen, im Zusammenhang mit Erschöpfung und Depression (Lohaus, Habermann, 2018, S. 118 - 119). Dies hat zur Folge, dass Arbeitnehmer zu einem späteren Zeitpunkt noch länger ausfallen können, bzw. leistungsschwächer werden. Somit hat der Arbeitgeber noch mehr Kosten, welche er tragen muss.

Aufgrund der Globalisierung und der Digitalisierung hat sich unsere Arbeitsweise ebenfalls verändert. So müssen wir nun zum Beispiel ständig erreichbar sein. Diese ständige Erreichbarkeit, also die Erreichbarkeit 24/7/365, ob im Urlaub oder in der Freizeit haben einen gesundheitlichen Einfluss auf uns. So stellte sich heraus, dass Symptome, wie Stress oder Erschöpfung dadurch gefordert wurden (Arenberg, 2018, S. 112, zitiert nach Pangert, Pauls, Schüpfbach, 2016, S. 38).

Arbeit hat allerdings auch positive Auswirkungen auf uns. Zum Beispiel hat man dadurch eine bessere Zeitstrukturierung und hat somit eine bessere Stabilität. Außerdem ist man aktiv und gibt seinem Leben einen zusätzlichen Sinn (Arenberg, 2018, S. 26).

Arbeitslosigkeit hat ebenfalls eine Auswirkung auf die eigene Person. Im Abschnitt Arbeit als soziale Funktion wurde bereits das soziale Umfeld bearbeitet.

Durch Arbeitslosigkeit kann man psychische, aber auch körperliche Krankheiten entwickeln. Dabei bleiben die Effekte der Arbeitslosigkeit bestehen und nehmen mit der Zeit nicht ab (Arenberg, 2018, S. 24-25).

Laut Paul und Moser (2015, S. 265) haben durchschnittlich 34% der Arbeitslosen psychische Krankheiten, was in einer Studie ermittelt wurde. Dabei bestätigt er Despressionen oder Angstzustände als mögliche Krankheiten, sowie auch eine schlechtere Lebenszufriedenheit.

Arbeitgeber haben heutzutage sehr hohe Erwartungen an die Arbeitnehmer und um diesen Druck standzuhalten hilft das Selbstmanagement.

Selbstmanagement in Bezug zu Arbeit

Durch die neue Arbeitsweise geprägt durch die Globalisierung und Digitalisierung haben sich auch die Anforderungen der Arbeitgeber erhöht.

Aufgrund des ständigen technologischen Wandels der Digitalisierung müssen Menschen sich ständig anpassen und Neues erlernen (Arenberg, 2018, S. 22). Früher, vor der industriellen Revolution, haben Menschen Fähigkeiten in der Schule, sowie zu Hause erworben, welche dann für das Berufsleben ausgereicht hat. Heutzutage verändert sich unsere Welt ständig. So gibt es immer neuere Computer mit verbesserter Software oder Smartphones, welche unsere Arbeit erleichtern können, allerdings auch erlernt werden muss. Auch Loos (2017, S. 13) bestätigt, dass man eine Lernkompetenz benötigt, welche durch Selbstständigkeit erworben wird.

Vor allem aufgrund der Globalisierung müssen Menschen neue Sprachen erlernen, sowie neue Kulturen kennenlernen (Arenberg, 2018, S. 18). Fremdsprachen sind heutzutage sehr wichtig, damit wir mit Geschäftspartnern aus der ganzen Welt kommunizieren können. Die Kultur sollte man außerdem auch verstehen, dadurch zeigt man Interesse an dem Land, sowie erweist Respekt gegenüber dem Geschäftspartner.

Wie bereits erläutert kann Arbeit zu einigen gesundheitlichen Einschränkungen, aber auch sozialen Konflikten kommen, wie durch den Präsentismus, der ständigen Erreichbarkeit, den Druck sich ständig anzupassen oder der Flexibilität. Selbstmanagement kann uns bei diesen Problemen helfen, da man dadurch sein Verhalten verändern kann, welches uns eine bessere Balance für Work und Life geben kann, bzw. uns auch hilft besser zu lernen und sich anzupassen, wie die Globalisierung und Digitalisierung es von uns fordert.

Dabei gibt es allerdings zwei wichtige Voraussetzungen, um Selbstmanagement betreiben zu können. Zum einem muss man den Willen haben, etwas zu verändern zu wollen, eine eigene Motivation haben, dass es so nicht weitergehen kann und das sich etwas verändern soll. Zum anderen muss man die Freiheit dazu haben, diese Veränderung zu erfüllen (Arenberg, 2018, S. 32). Man kann mit dem Arbeitgeber darüber sprechen, wie man eine bessere Balance garantieren kann, zum Beispiel beim Thema der Flexibilität und dieses Verhalten dann anzupassen. Falls die Freiheit verwehrt bleibt, dann kann man immer noch kündigen und sich einen offeneren Arbeitgeber suchen. Es gibt immer eine Entscheidungsfreiheit, man muss nur mit den Konsequenzen leben.

Die Verhaltensveränderung mit Selbstmanagement kann man selbst z. B. durch Selbstbeobachtung feststellen und angehen oder falls man es selbst nicht hinbekommt das gewünschte Verhaltensmuster zu erreichen kann man ebenfalls eine Selbstmanagementtherapie besuchen, welche einen helfen wird (Arenberg, 2018, S. 29).

Durch das Selbstmanagement kann mit den neuen Herausforderungen besser umgehen und somit nicht in die Gefahr laufen psychische Krankheiten zu entwickeln, dennoch sollte man ebenfalls den sozialen Aspekt berücksichtigen, welche sich durch Freunde und Familie äußert, welche ebenfalls ein Bereich unserer Lebensbalance sind (Arenberg 2018, S. 118).

Hierbei sollte man sich Gedanken zu Work-Life-Balance machen, um den Beruf, sowie die Familie besser zu vereinbaren und diese nicht aufgrund der Arbeit zu vernachlässigen.

Work-Life-Balance wird im besten Fall vom Arbeitgeber gefördert, indem er Flexibilität oder Home-Office im Vorteil für den Arbeitnehmer erlaubt. Zwar ist die Flexibilität auch nachteilhaft, wenn diese aufgrund von Meetings zu unpassenden Zeiten angefordert wird, so ist sie auch vorteilhaft, wenn man dadurch die Zeit mit der Familie besser einplanen kann und diese somit häufiger sieht. Home-Office ermöglicht außerdem das Arbeiten von zu Hause, so kann man zwar gleichzeitig bei den Kindern sein und arbeiten, aber auch gleichzeitig abgelenkt werden (Arenberg, 2018, S. 120).

Sofern Menschen diese Möglichkeiten allerdings richtig einsetzen, so kann man erfolgreich im Beruf sein, ein gesundes Leben führen, sowie Zeit für die Familie und Freunde haben, weshalb es sehr wichtig ist, dass Arbeitgeber dies fördern.

2 Storytelling und Argumentation in Präsentation mit Wirkung auf Zuhörer

Um eine Präsentation interessant zu gestalten reicht es nicht aus eine schön gestaltete und animierte PowerPoint-Präsentation zu haben, sondern man muss die Inhalte aus noch gut verkaufen. Dazu gibt es einige Methoden, weshalb sich dieses Kapitel mit dem Storytelling und der Argumentationstechnik beschäftigt, sowie dessen Wirkung auf die Zuhörer.

Storytelling

Storytelling ist ein englischer Begriff, welcher aus den Wörtern „Story“, also Geschichte und „Telling“, also erzählen, sich zusammensetzt.

Storytelling, also das Erzählen von Geschichten wurde bereits bei den Höhlenmenschen, durch Zeichnungen angewandt (Arenberg, 2015, S. 75). Außerdem werden Geschichten bereits seit tausenden Jahren mündlich erzählt, weshalb es z. B. auch Legenden gibt. Die mündlichen Überlieferungen wurden später immer häufiger schriftlich festgehalten, damit die heutige Menschheit darüber Bescheid weiß und daraus lernen kann. Ohne die mündlichen oder schriftlichen Überlieferungen wüssten wir heute gar nicht was in der Vergangenheit passiert ist.

Außerdem hätten wir erforschte Fähigkeiten und Erkenntnisse wieder vergessen. (Schinko-Fischli, 2019, S. 106). Storytelling vermittelt uns Erfahrungsberichte, damit unsere Nachfahren dieses Wissen schneller anwenden, sowie sich weiterentwickeln können (Thier, 2017, S. 3).

Um Storytelling erfolgreich durchzuführen muss man die Eigenschaften einer guten Rede beherrschen. Dabei sollte man glaubwürdig sein, die Zuhörer ansprechen und sie zum Denken animieren, sowie eine logische Struktur haben (Arenberg, 2015, S. 76). Laut Sammer (2017, S. 19) sollten gute Redner durch persönliche Erlebnisse die Emotionen der Zuhörer aktivieren damit diese sich die Geschichte mit den jeweiligen Aussagen besser merken können.

Beim Storytelling aus der psychologischen Perspektive konnte man durch eine Studie herausfinden, wie sich Storytelling mit den Hirnaktivitäten des Sprechers, sowie der Zuhörer bildet. Dabei entwickeln Zuhörer Hirnaktivitäten verzögert, zur selben Zeit, sowie im Voraus. Zuhörer erleben die Hirnaktivitäten verzögert, da der Sprecher die Informationen und Wörter erstmal aussprechen muss und der Zuhörer diese verarbeiten muss, daher tritt einer Verzögerung auf. Die Hirnaktivitäten, welche zur selben Zeit stattfinden können Gefühle sein, die man während der Geschichte, bzw. während einer Szene fühlt. So könnte man sich traurig fühlen über eine längere Zeit (Szene) und dieses Gefühl wird im selben Augenblick vom Sprecher, sowie vom Zuhörer gefühlt. Zuhörer entwickeln allerdings auch Hirnaktivitäten im Voraus, das liegt daran, dass das Gehirn sich Gedanken macht, wie die Geschichte weitergehen könnte, es also vorhersieht. Vor allem wenn man die Person gut kennt oder der Geschichte gut folgen kann macht das Gehirn dies und dadurch entwickelt man Hirnaktivitäten, bevor der Sprecher überhaupt die Information ausgesprochen hat (Arenberg, 2015, S. 76 – 77; Spitzer 2015).

Schinko-Fischli (2019, S. 110) behauptet, dass die Geschichten eine Struktur benötigen, um eine Dramaturgie aufzubauen. Dabei sollte in der Einleitung die Situation und die Personen beschrieben werden, im Hauptteil soll die Handlung stattfinden, welche immer spannender sein soll, bis zum Höhepunkt und im Schluss soll die Spannung, bzw. Situation zu Ende gehen. Sie (2019, S. 125 – 127) sagt außerdem, dass man in Präsentationen drei Arten hat Geschichten zu erzählen. Man kann über sich selbst eine Geschichte erzählen, also über einen Erfahrungsbericht, welchen man mit den Zuhörern teilt. Eine Geschichte über eine andere Person oder eine Geschichte über den Inhalt oder ein Produkt, wobei man hierbei auch Aspekte der Praxis eingliedert, damit die Zuhörer sich den Inhalt vorstellen können, daher sind abstrakte Inhalte hier nicht gut geeignet.

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Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Arbeit als soziale und psychologische Funktion. Das Phänomen des Aufschiebens
Hochschule
SRH Fernhochschule
Veranstaltung
Selbstmanagement
Note
1,3
Autor
Jahr
2021
Seiten
19
Katalognummer
V991079
ISBN (eBook)
9783346358790
ISBN (Buch)
9783346358806
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Selbstmanagement, Zeitmanagement, Arbeit, Storytelling, Argumentation, Präsentationskompetenz, Präsentationstechniken, Kreativitätstechniken, Prokrastination, Aufschieberitis, Bachelor, Wirtschaftspsychologie
Arbeit zitieren
Denis Pyttel (Autor), 2021, Arbeit als soziale und psychologische Funktion. Das Phänomen des Aufschiebens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/991079

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