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Genderspezifische Erziehung. "Echte Männer weinen nicht" vs. "Das tun Mädchen nicht"

Titel: Genderspezifische Erziehung. "Echte Männer weinen nicht" vs. "Das tun Mädchen nicht"

Hausarbeit , 2019 , 14 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Anne Lindemann (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Durch verschiedene Einflussfaktoren werden Kinder, bewusst oder unbewusst, in ihre vorbestimmte Geschlechterrolle gedrängt. Doch warum ist sie vorbestimmt, ist sie das überhaupt und welche Faktoren wirken auf die Entwicklung des Kindes ein?
Im Anschluss an die Begriffserklärungen, die dem besseren Verständnis der Thematik dienen sollen, beschäftigt sich die Arbeit mit der Frage, wie ein Kind sein Geschlecht lernt und welche gesellschaftlichen Ansprüche bereits mit dem ersten Atemzug an dieses gestellt werden. Den Bogen schließt der Übergang zur Adoleszenz und endet in der stationären Arbeit, meinem Arbeitsfeld.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Begriffserklärung

Gender und genderspezifisch

Sozialisation

Erziehung

„Es ist egal was es wird, Hauptsache er ist gesund“

Das Geschlecht lernen

Von Autos und Puppen

Die Adoleszenz

Genderbezogen oder genderspezifisch in der stationären Arbeit

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie gesellschaftliche Erwartungen und Rollenbilder Kinder bereits frühzeitig in geschlechtsspezifische Bahnen lenken. Ziel ist es, die Mechanismen der Sozialisation zu beleuchten und Wege aufzuzeigen, wie pädagogische Fachkräfte durch Reflexion und bewusste Gestaltung des Alltags stereotyper Rollenbilder entgegenwirken können.

  • Sozialisationsprozesse und deren Einfluss auf die Geschlechteridentität
  • Die Rolle der Erziehung bei der Vermittlung von Werten und Normen
  • Einflussfaktoren wie Spielzeugwahl, Peergroups und Geschwister
  • Bedeutung der Adoleszenz für die Identitätsfindung
  • Handlungsmöglichkeiten für pädagogisches Personal in der stationären Arbeit

Auszug aus dem Buch

Von Autos und Puppen

Eltern und Pädagogen sind der Genderneutralität gegenüber mittlerweile aufgeschlossener und versuchen den Kindern Angebote zu machen, welche nicht gendertypisch sind. Dennoch werden die Kinder immer wieder mit den Erwartungen an ihr genderspezifisches Sein konfrontiert. Sei es durch das Spielzeug im Zimmer von anderen Kindern, durch Geschenke von Familie und Freunden oder eben auch die unbewusste Indoktrination mit den vorherrschenden Rollenklischees durch den Sprachgebrauch der Umwelt oder in Büchern. Und auch wenn die Umwelt nicht bewusst einwirkt, spielen und denken die meisten Kinder noch in Geschlechterstereotypen und fügen sich automatisch in ihre Rolle, indem die Jungen lieber mit Autos spielen und die Mädchen häufiger zur Puppe greifen. Dies tun sie, laut verschiedener Studien, noch bevor sie sich ihres eigenen Geschlechts bewusstwerden.

„Eltern ermutigen ihre Kinder nicht nur zum Spielen mit geschlechtstypischen Spielsachen, sie spielen mit den Töchtern auch anders als mit den Söhnen, was wiederum die jeweiligen Vorlieben beeinflussen könnte.“ Die Manipulation erfolgt also so subtil, dass es vielen Eltern und Pädagogen nicht einmal bewusst ist. Die Reaktionen auf ein bestimmtes Verhalten der Kinder prägt damit unbewusst die Vorlieben des Kindes bei der Auswahl der Spielsachen.

Einen größeren Einfluss auf das Spielverhalten haben aber gleichaltrige Spielkameraden, aber auch die Geschwister. Was ich nur subjektiv berichten kann, scheint nach Untersuchungen an College-Studenten bewiesen: das Geschlecht des älteren Geschwisterteils prägt die Ausbildung des sozialen Geschlechts des kleineren Kindes in der Familie. Mädchen mit einem älteren Bruder neigen dazu, weniger geschlechterstereotyp zu spielen, sind dabei sportlicher und agiler in der Spielart.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung thematisiert die lebenslange Konfrontation mit geschlechtsspezifischen Erwartungen und formuliert die Forschungsfrage nach den Einflussfaktoren auf die kindliche Entwicklung.

Begriffserklärung: Dieses Kapitel differenziert zwischen dem biologischen Geschlecht („sex“) und dem sozial konstruierten Geschlecht („gender“) und erläutert relevante Begriffe der Geschlechterforschung.

Sozialisation: Hier wird Sozialisation als lebenslanger Prozess definiert, in dem das Individuum durch soziale Lernprozesse Normen und Werte einer Kultur sowie eine Geschlechtsidentität erwirbt.

Erziehung: Das Kapitel beschreibt Erziehung als beziehungsorientierte Bildungsarbeit, bei der Erziehende aktiv Einfluss auf die Meinungsbildung und Einstellungen von Kindern nehmen.

„Es ist egal was es wird, Hauptsache er ist gesund“: Dieser Abschnitt beleuchtet die bereits vor der Geburt einsetzende Kategorisierung und Bewertung von Geschlecht durch die Gesellschaft.

Das Geschlecht lernen: Es wird analysiert, wie Kinder durch verschiedene Sozialisationsinstanzen wie Familie, Kindergarten und Schule lernen, sich an kulturelle Erwartungen anzupassen.

Von Autos und Puppen: Dieses Kapitel zeigt auf, wie durch subtile Einflüsse und Rollenklischees im Spielverhalten Geschlechterrollen gefestigt werden, bevor Kinder sich ihrer selbst bewusst sind.

Die Adoleszenz: Der Fokus liegt hier auf der Pubertät als zentrale Umbruchphase, in der Identitätskonstruktion und die Abgrenzung von Geschlechterrollen eine wesentliche Rolle spielen.

Genderbezogen oder genderspezifisch in der stationären Arbeit: Hier wird der Mangel an männlichen Vorbildern im sozialen Sektor diskutiert und die Notwendigkeit der Selbstreflexion von Fachkräften hervorgehoben.

Fazit: Das Fazit stellt fest, dass Rollenklischees trotz Frauenbewegung weiterhin tief verwurzelt sind und die Soziale Arbeit durch aktives Vorleben eine offene, geschlechtergerechte Lebenswelt fördern sollte.

Schlüsselwörter

Geschlechterrollen, Sozialisation, Erziehung, Gender, Geschlechterstereotype, Identitätsentwicklung, Doing Gender, Pädagogik, Rollenklischees, stationäre Arbeit, Geschlechtsidentität, soziale Konstruktion, Kindheit, Pubertät, Selbstreflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Geschlechterrollen in der Erziehung entstehen und welche Auswirkungen diese auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die Begriffe Gender und Sozialisation, die Bedeutung von Erziehung, den Einfluss von Rollenklischees auf das Spielverhalten sowie die Rolle der pädagogischen Fachkräfte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die sozialen Konstruktionsprozesse von Geschlecht zu schaffen und aufzuzeigen, wie Pädagogen durch Reflexion Stereotype in der stationären Arbeit aufbrechen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit soziologischen und pädagogischen Fachbegriffen sowie einer Reflexion über die eigene berufliche Praxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Begriffsklärungen, die Analyse von Sozialisationsprozessen, die Entwicklung der Geschlechteridentität im Kindesalter und in der Adoleszenz sowie die Anwendung im pädagogischen Arbeitsfeld.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die zentralen Begriffe sind Geschlechterrollen, Sozialisation, Identitätsentwicklung, Doing Gender, Pädagogik und Rollenklischees.

Warum ist die Selbstreflexion für Pädagogen so entscheidend?

Da Fachkräfte oft unbewusst Rollenklischees vorleben, ist die Reflexion eigener Erfahrungen und Prägungen notwendig, um Kindern einen differenzierteren Blick auf Geschlechterbilder zu ermöglichen.

Wie beeinflussen Geschwister und Spielzeug die Identitätsbildung?

Untersuchungen zeigen, dass bereits die Auswahl des Spielzeugs und der Umgang mit Geschwistern (insbesondere älteren Brüdern) die geschlechtertypische Spielweise und das soziale Verhalten maßgeblich prägen.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich der stationären Arbeit?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Soziale Arbeit das Potenzial hat, durch aktives Vorleben einer offenen Lebenswelt zur Toleranz zwischen den Geschlechtern beizutragen, dies jedoch eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema erfordert.

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Details

Titel
Genderspezifische Erziehung. "Echte Männer weinen nicht" vs. "Das tun Mädchen nicht"
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Zentrale
Note
1,8
Autor
Anne Lindemann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
14
Katalognummer
V991145
ISBN (eBook)
9783346354556
ISBN (Buch)
9783346354563
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gender genderspezifisch Erziehung echte Männer weinen Geschlecht Kind Jugendliche Sozialisation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anne Lindemann (Autor:in), 2019, Genderspezifische Erziehung. "Echte Männer weinen nicht" vs. "Das tun Mädchen nicht", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/991145
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Leseprobe aus  14  Seiten
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