Vertriebsweg Internet für Konsumprodukte


Hausarbeit, 2000

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Vertriebsweg Internet für Konsumprodukte

1 Definition von eCommerce und B2C

eCommerce wird in der Literatur und im Internet nicht einheitlich verwendet, oft wird eCommerce einfach mit Online-Shopping gleichgesetzt. Eine breitere Definition ist allerdings aufgrund der verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten sinnvoll.1

eCommerce wird definiert als Abwicklung von Geschäften mittels eines elektronischen Mediums, wobei die beteiligten Geschäftspartner nicht in physischen Kontakt treten. Im engeren Sinn kann eCommerce auf das Verkaufen von Produkten, Dienstleistungen und Informationen über das Internet beschränkt werden.2

Die Erich Kopschitz GmbH möchte im B2C-Bereich tätig werden, dass bedeutet Ihre Produkte über das Internet direkt an den Endverbraucher zu verkaufen. 3

2 Gegenwärtige Situation im B2C Bereich

Die Anzahl der Internetnutzer steigt in Deutschland stetig an, im Juli 2000 verfügten von den 14 bis 69 jährigen Deutschen 26,8 Millionen über einen Internetanschluss, dies entspricht 50% der Bevölkerung in dieser Altersgruppe. Jedoch nutzen nur 18 Millionen Personen das Internet zumindest gelegentlich.4

Die Strukturen der Internet-Nutzer nach soziodemografischen Merkmalen nähert sich den Anteilen in der Bevölkerung weiter an, z.B. stieg der Anteil der Frauen, die aktiv das Internet nutzen, konstant an und lag im Juli bei 39,7%. Die Altersgruppe bis 29 Jahre ist weiterhin deutlich überrepräsentiert, dies lässt sich in Abbildung 01 gut erkennen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Internet-Nutzer nach Altergruppen (QUELLE: Internetnutzung in

Deutschland - Analyse der sechsten Erhebungswelle des GFK-Online-Monitors hrsg. G+J Electronic Media Service GmbH Hamburg September 2000 Seite: 16)

50% der Internet-Nutzer haben bereits Erfahrungen mit eCommerce gemacht, d.h. Produkte im Internet gekauft bzw. Dienstleistungen in Anspruch genommen. Bücher und CDs sind dabei weiterhin die meistgekauften Produkte.5

,,Bemerkenswert ist, dass der Anteil der deutschsprachigen Internet-Nutzer, welche für das kommende halbe Jahr konkret einen Online-Einkauf planen, immer weiter steigt. Waren es im Frühjahr 1996 noch 63,3%, die bestimmt oder vielleicht etwas im World Wide Web einkaufen wollen, so sind dies bei der Befragung im Frühjahr 2000 schon über 90%."6 Die positive Stimmung zum Einkaufen per Internet zeichnet sich natürlich auch bei den Umsatzzahlen der E-Retailer ab. Weltweit stieg der Umsatz von 73 Mrd. US-$ im Jahre 1998 auf 180 Mrd. US-$ im Jahre 1999, dass entspricht einer Steigerung von fast 150%.7

Der Einkauf über das Internet scheint eher ,,rational gesteuert" zu sein, das ist auch aus den Motiven der Internet-Nutzer ersichtlich. Für die meisten Kunden stehen Preisvergleich, Preisvorteil und unkomplizierte Anlieferung im Vordergrund.

Nichtnutzer reklamieren vor allem die unsicheren Zahlungsmodalitäten, das geringe Einkaufserlebnis und die fehlenden persönlichen, sozialen Kontakte.

eCommerce wird in Zukunft ein sehr wichtiger Bestandteil in der deutschen Vertriebsstruktur werden, vor allem Einkäufe von Gegenständen des täglichen Gebrauchs werden verstärkt im Internet stattfinden.

Aufgrund der Weiterentwicklung der Präsentationstechniken im Internet und Schaffung von Erlebniswelten, lässt sich das Einkaufserlebnis weiter steigern.8

Auch Anbieter von Geschenkartikeln erfreuen sich im Internet immer größerer Beliebtheit. In den USA haben in den ersten 12 Maitagen 2000 Anbieter von Muttertagspräsenten ihren Umsatz auf US-$ 189 Millionen (Vorjahr: US-$ 14 Millionen) steigern können. Diese Zahlen übertrafen alle Prognosen bei weitem.

Die Ausgaben für Muttertagsgeschenke lagen pro Online Käufer bei durchschnittlich US-$ 65,- . 90% von ihnen wollen auch im nächsten Jahr wieder im Internet einkaufen. Bluemountain.com ein Versender von elektronischen Grußkarten, zählte in der Woche vor dem Muttertag mehr als 2 Millionen Besucher auf der Homepage.9

1999 schrieben 44% der Online-Anbieter schwarze Zahlen. Für das Jahr 2000 erwarten 69% einen Gewinn. Je größer die Online-Erfahrung eines Anbieter ist, desto höher sind auch seine Aussichten Gewinne zu erzielen.10

3 Perspektiven für B2C

"In August, women became a majority of Web users in the U.S. for the first time in history, a milestone for an Internet once considered to be a male-oriented environment."11

Die Anzahl der Frauen, die das Internet zum Einkaufen nutzen, steigt deutlich an, mittlerweile sind zwei von drei Onlinekäufern in den USA Frauen. Die Anzahl der weiblichen Internet- Nutzer erreichen langsam den soziodemografischen Anteil den sie in der Bevölkerung haben. Die Akzeptanz des Internets als Einkaufsplattform durch Frauen ist für den Erfolg des eCommerce von großer Bedeutung, denn sie sind in den USA für ca. 80% der Einzelhandelsumsätze verantwortlich.12 Es ist zu erwarten, dass der Anteil von Frauen, die das Internet in Deutschland nutzen, sich den Verhältnissen in USA anpassen wird.

Der B2C Bereich im Internet wächst trotz erster spektakulärer Pleiten weiterhin exponential. In den USA kauften im zweiten Quartal 2000 die Onlineshopper 18% mehr im Internet als im ersten Quartal 2000. Die Umsätze im Bereich Heim und Garten wuchsen sogar um 36%.13

Die Erwartungen für den B2C Bereich sind sehr positiv. Die einzelnen Studien, Umfragen und Prognosen differieren teilweise gravierend in den prognostizierten Zahlen.

In den letzten Monaten kam es an der Börse zu einer Neubewertung aller Internetfirmen.

Ausgelöst wurde dies durch negative Entwicklungen bei einigen Marktführern, so musste z.B. der bekannte europäische Onlinestore für Designerclothes www.boo.com Konkurs anmelden. Trotzdem ist der Trend zum Einkaufen im Internet weiterhin ungebrochen. 120 Mio. der 300 Mio. weltweiten Internetnutzer haben bereits im Internet eingekauft, und dabei durchschnittlich US$ 500 pro Person in den letzten drei Monaten ausgegeben.14

Forrester Research erwartet für Deutschland das die Umsätze im B2C Bereich bis 2004 auf EURO 405 Mrd. steigen. Allerdings müssen die Webshops bei Fulfillment (Versand und Abwicklung) noch besser werden, denn in diesem Bereich sind viele Katalogversender noch wesentlich schneller und günstiger.15

[...]


1 Vgl. http://www.webagency.de/infopool/e-commerce-knowhow/ak981021.htm

2 Vgl. http://www.starcon.de/info/ecommdef.html

3 Vgl. http://www.starcon.de/info/ecommdef.html

4 Vgl. ,,Internetnutzung in Deutschland - Analyse der sechsten Erhebungswelle des GFKonline-Monitors" S. 6

5 Vgl. : Internetnutzung in Deutschland - Analyse der sechsten Erhebungswelle des GFKOnline-Monitors Seite: 16 bis 17

6 http://www.w3b.de

7 Vgl. http://www.ecin.de/marktbarometer/daten/umsatz.html 19.9.2000 FTK - Forschungsinstitut für Telekommunikation

8 Vgl. "Internetnutzung in Deutschland - eCommerce Nachbefragung zur fünften Erhebungswelle des GFK-Online-Monitors" S.10

9 Vgl. ECIN Newsletter vom 16.05.2000, Gigantische Online-Umsätze zum Muttertag

10 Vgl. ECIN Newsletter 13.06.2000, B2C schreibt schwarze Zahlen

11 http://www.ecommercetimes.com/news/articles2000/001006-2.shtml

12 Vgl. http://www.peoplesupport.com/releases/news052500.htm

13 Vgl. ECIN Newsletter vom 26.07.2000, B2C is still alive

14 Vgl. ECIN Newsletter 30.6.2000 Gute Aussichten für Online-Shops und -Dienstleister

15 Vgl. ECIN Newsletter 18.04.2000 B2C-Markt wächst 2000 um 85%

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Details

Titel
Vertriebsweg Internet für Konsumprodukte
Autor
Jahr
2000
Seiten
5
Katalognummer
V99122
Dateigröße
389 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Ein Überblick über die aktuelle Entwicklung im B2C Bereich. Ist ein Teil meiner Diplomarbeit gewesen. Die ganze Arbeit kann leider nicht veröffentlicht werden (Firmenschutz).
Schlagworte
Vertriebsweg, Internet, Konsumprodukte
Arbeit zitieren
Florian Gattung (Autor:in), 2000, Vertriebsweg Internet für Konsumprodukte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/99122

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