Globalisierung - Internationaler Nachrichtenfluss - Veränderungen auf dem Markt der internationalen Nachrichten


Seminararbeit, 2000

20 Seiten


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Inhalt

1. Einleitung

2. Globalisierung auf dem Markt für Nachrichten
2.1. Neues wissenschaftliches Interesse an den großen Nachrichtenagenturen
2.2 Die großen Nachrichtenagenturen oder "The Big Three +/- One"
2.2.1. AP (Associated Press)
2.2.2. Reuters
2.2.3. AFP (Agence France-Presse)
2.2.4. UPI (United Press International)
2.3. Der Rest vom Elefanten

3. Die Bedeutung des Fernsehmarktes für die Nachrichten

4. Neue Technologien und ihre Auswirkungen auf den Journalismus

5. Schlußbetrachtung

6. Literatur

1. Einleitung

Seit 1945 wurde ein immer komplizierteres Kommunikationsnetz um den Planeten gesponnen, das eine Steigerung der Leistungsfähigkeit internationaler Nachrichten mit einschloß. So verfolgte schon 30 Jahre zuvor eine Weltgesellschaft mit ca. 600 Millionen Menschen vor dem Fernseher Neil Armstrong, wie dieser 1969 als erster Mensch den Mond betrat.

Gerade in einer Zeit, in der die Lösung zentraler zusammenhängender Probleme wie Massenarmut, Bevölkerungszunahme, Ernährung, Umweltverschmutzung, schwindende Energieressourcen, Militarisierung und das Weltfinanzsystem1 alle Länder dieser Erde betrifft, liegt die Notwendigkeit einer effektiven internationalen Kommunikation auf der Hand.

Die Steigerung der Effektivität internationaler Kommunikation steht in Verbindung mit einer nach Colin Cherry benannten "Kommunikationsexplosion", welche sich auf drei breiteren Dimensionen vollzieht.

Auf einer ersten geographischen Dimension, auf der zum ersten Mal große Gebiete in Afrika, Süd- und Ostasien und Lateinamerika mit in dieses globale Netzwerk einbezogen werden. Zweitens auf einer quantitativen Dimension, die eine Multiplikation der Menge und Anzahl der Botschaften in diesem System einschließt2 und drittens auf einer technologischen Dimension mit einer gesteigerten Komplexität der Technologie in Form von neuer Hardware, aber auch die Fähigkeit zum Betrieb eines solchen Netzwerkes.3

Verglichen mit der gesamten Menschheitsgeschichte, verging nicht viel Zeit vom Telegraphen des 19. Jahrhunderts mit Ergänzung durch das Telefon ü ber die (drahtlose) Telegraphie und ü ber den Fernschreiber (Klartext-Nachrichten), der den Morsetelegraphen ersetzte, zum Satelliten als Relaisstation in Form des 1964 gegründeten Intelsat-Systems.4 Und seit dem ersten Fernsehservice 1937 vergingen gerade mal 28 Jahre bis Early Bird 1965, der ersten Generation vom Intelsat-System.

Wenn in diesem Zusammenhang von Prozessen der Globalisierung gesprochen wird, dann ist in erster Linie die Rolle der großen Nachrichtenagenturen bzw. -medien betroffen. In dieser Arbeit sollen Veränderungen dieses Systems internationaler Kommunikation besonders unterstützt durch technologische Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf das Weltnachrichtensystem nachgezeichnet werden, in dessen Zusammenhang auch auf die Veränderungen im Journalismus und evtl. Änderungen der klassischen Gatekeeper-Rolle eingegangen werden soll.

2. Globalisierung auf dem Markt für Nachrichten

Dem Begriff der Globalisierung begegnet man heute fast täglich in den Medien.

Optimistische Anh ä nger des u.a. von Herbert Marshall McLuhan geprägten Begriffes des "globalen Dorfes"5 auf der einen Seite sehen in der Globalisierung die Chance eines unverzüglichen Zuganges jeden Bürgers zu einer unbegrenzten Zahl von Informationsquellen, welche den Planeten schrumpfen läßt. Dabei schüren besonders die neuen interaktiven Medien die Hoffnung auf eine grenzenlose Welt.6 Globalisierung wird somit als verbindendes Element verstanden, als Konglomerat "[...] of trends and processes that transcend the boundaries of national states and ethnic communities, and that serve to bind together into common economic, political and cultural patterns the various populations into which the globe is at present divided."7

Dagegen sehen skeptische Betrachter der Globalisierung auf der anderen Seite zwar eine quantitative Erweiterung der Möglichkeiten der Kommunikation und damit der Integration, aber keine qualitative Veränderung. Gerade auf der Ebene der großen Weltnachrichtenagenturen wird die Gefahr der Oberflächlichkeit gesehen aufgrund ihres größer werdenden Abdeckungsgebietes und der von ihnen zu berücksichtigenden vielfältigen Interessenspektren.8

So erscheint die Globalisierung auf dieser einen Ebene als Homogenisierung und auf anderer Ebene als Zersplitterung und Wettbewerb.

2.1. Neues wissenschaftliches Interesse an den großen Nachrichtenagenturen

Im Zusammenhang mit der Globalisierung auf dem Markt der internationalen Kommunikation muss besonders auf die Rolle der großen Nachrichtenagenturen AP, Reuters, AFP und UPI und andere globale Nachrichtenmedien hingewiesen werden. Das Interesse an der Funktion und Rolle dieser Organisationen im Prozeß der Globalisierung ist in den letzten 10 Jahren im wesentlichen durch zwei Gründe verstärkt worden.

Erstens die schon angesprochenen globalen Veränderungen wie der Kollaps des Kommunismus mit Beendigung des Kalten Krieges, das folgende Aufkommen neuer politischer Systeme in Zentral- und Osteuropa und die Entwicklung von Südasien und China als große industrielle Kräfte in der Welt, welche speziell die ökonomische Dimension von Globalisierung betrifft.

Diese und andere Entwicklungen forderten eine neue Untersuchung der Gültigkeit oder Nützlichkeit von Abbildungen der Welt heraus, wie sie von der Nachrichtenberichterstattung erzeugt werden. Gerade die heutige unipolare Welt mit dem Zusammenbruch des Kommunismus in weiten Teilen der Welt führte zum Verlust gängiger Interpretationsrahmen bzw. -schemata.9

Zweitens lenkten größere Veränderungen in der Welt der großen Nachrichtenagenturen selbst das wissenschaftliche Interesse auf die Institutionen der Nachrichtenbeschaffung und - vermittlung.10

Gerade die Nachrichtenagenturen fungieren als Agent der Globalisierung auf mehreren Ebenen. Sie spielen eine große Rolle in Prozessen der Globalisierung, solange sie eine wachsende Wichtigkeit in der Unterstützung der Globalisierungsaktivitäten anderer "Global Players" behalten, d.h. die Notwendigkeit und Unentbehrlichkeit zuverlässiger Informationen für ein effektives Funktionieren einer globalen Wirtschaft. Da sich die Globalisierung aber nicht nur auf diese ökonomische Dimension, sondern auch auf die Dimension der Medien selbst, die der Politik und der Kultur bezieht, tragen die Nachrichtenagenturen zu jeder dieser Dimensionen bei.11

2.2 Die großen Nachrichtenagenturen oder "The Big Three +/- One"

Wenn im folgenden von der Dominanz der genannten Agenturen als Nachrichtenbeschaffer die Rede ist, dann sind es mehrere Gründe, die ihre globale Vorherrschaft belegen. Nach William Hachten sind es besonders ihre Freiheit und Unabhängigkeit, ihre größere Vertrauenswürdigkeit als Medien anderer Nationen und die größeren finanziellen und menschlichen Ressourcen, welche die Fähigkeit unterstützen, weltweit zu berichten.12 Robert L. Stevenson begründet ihre Dominanz mit ihrer "Economy of scale", ihrer Technologie und damit verbundenen Geschwindigkeit, ihrem Kundenservice und ihren professionellen Standards.13

So sind es besonders zwei technologische Entwicklungen, Computer und Satelliten, die zu einer Erweiterung und Diversifizierung des Flusses ihrer internationalen Service führten. Gerade die Satellitenübertragung erwies sich als besonders nützlich. Sie befreite von den teuren und uneffizienten Monopolen der öffentlichen Telekommunikationsunternehmen, wie sie in weiten Teilen der Welt anzutreffen sind oder waren, besonders in autokratischen oder sich entwickelnden Ländern. Begleitet wurde es durch eine generelle Deregulierung im Telekommunikationsbereich in den achtziger Jahren, die zu einem Aufbruch dieser staatlichen Monopole der Satellitenkommunikation führte gefolgt von einem Trend der Kommerzialisierung. Durch den Aufbau eigener Satellitennetzwerke verbunden mit der Digitalisierung und Kompression von Daten und Multimediaanwendungen (Text, Bild, Ton) erreichten sie eine ökonomischere Übermittlung ihrer Produkte in kürzerer Zeit auf demselben Kanal.14 Gerade Reuters, AP und AFP haben praktisch ihre globalen Satellitennetzwerke zur Distribution vollendet.

Hinzu kommt die zunehmende Überlegenheit des Fernsehens als Quelle für Nachrichten aufgrund seines Aktualitätsvorsprungs und das Aufkommen der Interaktivität in Form des Internets als Weg zur Informationsbeschaffung.

Was schließlich diese drei Organisationen als Weltagenturen auszeichnet, ist ihre Fähigkeit, Nachrichten aus allen Teilen in alle Teile der Welt zu senden. Sie sind somit nicht in derselben ökonomischen Klasse wie Shell/Royal Dutch oder Daimler/Chrysler anzusiedeln.15

2.2.1. AP (Associated Press)

AP gilt als 16 dominierende Nachrichtenagentur, die schon seit dem letzten Jahrhundert aufgrund der Kosten der Nachrichtenbeschaffung in Form einer Kooperation amerikanischer Medien organisiert ist. Im Vergleich zur Expansion von Reuters aber, die im Anschluß dargestellte Agentur, stagniert AP aufgrund ihrer langen Konzentration auf die Produktion von Text und Fotos für heimische Zeitungsmitglieder. So versuchte sie nie, wirklich mit Reuters auf dem Geschäftsinformationsmarkt zu konkurrieren und startete relativ spät und bescheiden mit dem wachsenden Markt der Videoproduktion.17

Trotzdem ist AP die größte Agentur, wenn es um die Anzahl der verbreiteten Worte am Tag geht. Mit einer Distribution von 20 Millionen Worten täglich steht AP an der Spitze vor den anderen beiden Agenturen (Reuters: 3 Millionen, AFP: 1 Million). Hinzu kommen täglich 1000 Bilder.

Diese werden übersetzt in fünf Sprachen (englisch, deutsch, niederländisch, französisch, spanisch) und verteilt an ca. 15.000 Abonnenten in 112 Ländern (mehr als 5000 Rundfunkstationen, 1700 nordamerikanische Zeitungen). Mit ihren Schlüsselzentren New York, London und Tokyo und 240 Büros in weltweit 78 Ländern (USA: 145, International: 95), in denen 3500 Mitarbeiter beschäftigt sind (darunter 617 Vollzeitkorrespondenten), verfügt AP über enorme Ressourcen, welche die beschriebene Dominanz ausmachen. Nach eigener Angabe lesen, sehen und hören bis zu 1 Milliarde Menschen täglich AP- Nachrichten.

Seit 1994 betätigt sich AP auf dem Videonachrichtenmarkt. APTV und seit 1998 durch den Zusammenschluß mit WTN als APTN bekannt, besitzt 83 Büros in 65 Ländern, deren globales Netzwerk seine Produkte direkt zu 350 der führenden Rundfunkanbietern überführt. Mit über 200 Kameracrews und voller Produktionskapazitäten in London, Washington D.C., Rom, Tel Aviv, Moskau, Hong Kong und Tokyo besitzt AP auch im Bereich der Videoproduktion inzwischen ausreichend Kapazitäten, die aber immer noch nicht an die von Reuters reichen.

2.2.2. Reuters

Wenn gerade noch18 davon die Rede war, dass die Nachrichtenagenturen nicht in solchen ökonomischen Dimensionen gedacht werden können wie z.B. Daimler/Chrysler, so muss dieses bei Reuters wieder relativiert werden. Denn Reuters (Reuters Group PLC) erreichte schon 1998 Ausmaße eines globalen umsatzstarken Wirtschaftsunternehmen mit einem Umsatz von ca. 4,8 Milliarden EURO und einer Platzierung von Nr. 48 unter den Top 500 europäischer Unternehmen und Platz 12 der am besten an der Londoner Börse bewerteten Unternehmen, deren Aktie auch an der New Yorker NASDAQ gehandelt wird.19 Das bedeutet, dass hier auch schon von einer Globalisierung im ökonomischen Sinne gesprochen werden kann.

Dieser Erfolg gründet sich nicht zuletzt auf die Haupteinnahmequelle. Denn den größten Teil ihrer Einnahmen erzielt Reuters mit ihren Finanzinformationen, die Daten für mehr als 940.000 Aktien, Anleihen und andere Finanzmarktinstrumente sowie für 40.000 Unternehmen und Informationen von 260 Börsen und OTC-Märkten beinhalten.20 In letzter Zeit wird dieser Markt aber auch durch Bloomberg bedient21, so dass hier ein verstärkter Wettbewerb zu vermuten ist.

Doch verfolgen weltweit um die 520.000 Kunden (inklusive Finanzinformationen) die Nachrichten von Reuters, die von 16.546 Mitarbeitern in 212 Städten in 97 Ländern (Stand: 31.12.1999) betreut werden, darunter 2.101 Journalisten in 184 Büros (inklusive Fotografen, Kameraleute).

Gewachsen ist Reuters mit dem britischen Empire, welches schon damals die Unterseekabel kontrollierte. Der Slogan des Gründers Baron Julius Reuters lautete "Follow the cable". Und diese Philosophie verfolgt die Agentur noch heute. Der Baron startete damals mit Brieftauben, erkannte aber die Nützlichkeit neuer Technologien für seinen Erfolg, in diesem Fall in Form des Telegraphen. Wo immer das Kabel auch hinführen sollte, Reuters ging auch dorthin. Das Kabel ist heute abgelöst worden durch Digitalisierung, interaktive Netzwerke, Homeshopping, Real Time Video etc. und Reuters ist noch immer mit enormer Investitionsbereitschaft in neue Technologien aktiv dabei.22

Zur gleichen Zeit, in der UPI unter finanziellen Schwierigkeiten litt, erlebte Reuters die gegenteilige Evolution. Reuters verstärkte die Entwicklung des elektronischen Prozesses der Wirtschaftsinformation für die "Business"-Gemeinschaft mit solch einem Erfolg, dass ihr finanzieller Service, interaktiver Service eingeschlossen, ein unentbehrliches "tool" auf dem globalen Markt geworden ist.23 Durch seinen Monitordienst, einem Computerinformationssystem, informieren sich tagtäglich die besagten Massen über die neuesten Bewegungen am Finanzmarkt in Echtzeit.

Den Fernsehmarkt bedient Reuters über Reuters TV (bis 1992 Visnews) mit einem Netzwerk von 184 Büros in 163 Ländern, davon 76 Büros mit Fernsehausstattung. Daneben existieren eine Fülle an Joint-Ventures und Tochtergesellschaften (z.B. Instinet Corporation).

2.2.3. AFP (Agence France-Presse)

Als einziges 24 nicht-angloamerikanisches Mitglied im "Club der Großen" ist AFP mit ihrer

Gründung 1835 die älteste Nachrichtenagentur der Welt. Durch ihre Unterstützung durch die französische Regierung stellt sich auf Anhieb die Frage nach der Unabhängigkeit von staatlichen Interessen, da kein Eigenkapital und damit auch keine Anteilseigner oder Eigentümer vorhanden sind.25 Dennoch genießt AFP internationale Reputation und Professionalität.

Weltweit arbeiten 2.000 Festangestellte (950 Redakteure, 150 Fotographen) und über 2.000 freie Mitarbeiter in 165 Ländern für AFP. Sie bedient 12.500 Abonnenten in 144 Ländern (650 Tageszeitungen und Zeitschriften, 400 Radios und TV, 1.500 nonmediale Kunden und 100 nationale Agenturen). Über nationale Agenturen erreicht AFP nach eigener Auskunft 7.600 weitere Printmedien, 2.500 Radiostationen und 400 TV-Sender. Ihren Status als Weltagentur vertritt AFP weiterhin durch ihren vielseitigem Sprachservice mit sechs verschiedenen Sprachen (französisch, englisch, spanisch, deutsch, arabisch und portugiesisch). Doch vor wenigen Jahren erlitt AFP einen Rückfall hinter die anglo- amerikanischen Agenturen, wodurch oftmals nur noch ein Vergleich mit großen nationalen Agenturen wie dpa stattfindet und somit in einigen Bereichen nicht mehr zu den Großen gezählt wird.26

Ihre Markterschließungsbemühungen, besonders im technischen Bereich, sind aber dennoch sichtbar, wie die im Dezember 1999 bekanntgegebene Zusammenarbeit mit Nokia im Bereich des auf dem WAP-Standard basierenden mobilen Nachrichtenmarkt.

2.2.4. UPI (United Press International)

Seit 1986 gab 27 es bei UPI drei Besitzer, zwei Bankrotte und eine gerichtliche Liquidation. Im März 1997 kam der bis dahin letzte Besitzer, die Middle East Broadcasting Co. aus London mit Verbindung zur saudi-arabischen Königsfamilie.28

So ist UPI auch heute noch weit weg vom profitablen Betrieb und kein effektiver Wettbewerber mit AP oder Reuters. Sie ist eigentlich nur noch schwer zu den Großen zu zählen.29

Aber trotz finanzieller Schwierigkeiten und Status als zweite amerikanische Nachrichtenagentur produziert UPI nach eigener Angabe 14 Millionen Worte am Tag an 6.000 Kunden in 100 Ländern. Sie beschäftigt 105 Korrespondenten in 81 Ländern. "For the quality of the international news flow to the United States, the collapse of UPI has certainly been a loss. There was obviously a large amount of duplication in the foreign coverage of the two American newswires. But there was also a complementary element in their competition, each one having its strong and weak points in international reporting."30

Am treffendsten fasst Claude Moisy den Status der großen Nachrichtenagenturen zusammen, indem er schreibt: "As different as they are in their structure and activities, the three global newswires are the only organizations that really collect general news all around the world and distribute it all around the world to a wide variety of media and non-media clients. To conduct this double activity they rely on networks of news producing bureaus that no other type of news organizations maintain, and on world-wide autonomous telecommunication systems to distribute their services [...]."31

Historisch betrachtet liegen die ersten Ansätze dieser dominanten Stellung in der Kartellbildung der Agenturen Havas, dem Vorläufer von AFP, Reuters, dem heute nicht mehr existierenden WTB und AP im Jahr 1870, mit der sie die Welt in vier Einflusszonen mit exklusivem Recht der Nachrichtensammlung und -verbreitung jeweils einer Agentur aufteilten und das bis zum Ersten Weltkrieg und teilweise bis 1934 bestand. Denn schon damals erforderten verschiedene politische und soziale Ursachen eine Reaktion der Agenturen auf eine sich steigernde Nachfrage nach gedruckter Information. Hinzu kamen die beschriebenen technischen Innovationen in Gestalt des Telegraphen, welche schon das Bank- und Börsenwesen und internationale durch den Kolonialismus begünstigte Wirtschaftsbeziehungen unterstützten.32

Oliver Boyd-Barrett und Terhi Rantanen beschreiben diese Ansätze einer Globalisierung als "Trojanisches Pferd"33, das sich auf diese Weise Einlaß ins 20. Jahrhundert verschaffte, während William Hachten schreibt: "Historically, these [...] agencies flowered because of an extensive root system of telegraph lines and submarines cables. Reuters´ early dominance grew out of its accessibility to the cables linking the British Empire."34 Heute beliefern sie weltweit Kunden, die Jaap van Ginneken in drei Typen einteilt. Erstens die Kunden der Geschäfts- und Finanzwelt, zweitens die Medien in den entwickelten Ländern und drittens die nationalen Verwaltungen bestimmter entwickelter Länder.35

2.3. Der Rest vom Elefanten

Zweitrangige nationale Agenturen wie dpa, efe, ansa oder Kyodo stehen als Bindeglied zwischen den großen Weltagenturen und dem nationalen Nachrichtenmarkt. Sie produzieren auch in mehreren Sprachen, operieren in vielleicht 50 Ländern (anstatt 100) und übermitteln zehn- oder hunderttausende Worte am Tag (anstatt von Millionen).36

Daneben existieren regionale und spezialisierte Agenturen wie die PANA (Pan African News Agency), CANA (Carribbean News Agency), PacBroad, IPS, Depthnews, South-North oder Women´s News, die sich besonders seit den 70er Jahren etablieren konnten. Damals wurde auf Ebene der Unesco in der Dominanzdebatte der Ruf nach einer neuen internationalen Kommunikationsordnung (NWICO) als Reaktion auf den von blockfreien und sozialistischen Staaten vorgeworfenen Kultur- bzw. Medienimperialismus der großen Agenturen laut, der mit der Forderung nach einem "free and balanced flow of information" auf Regulierung zielte.37 Eine darauf folgende Studie bestätigte dann auch einige der Vorwürfe, so z.B. die relativ seltene Berichterstattung aus der Dritten Welt, bei der dann auch noch der Nachrichtenfaktor Negativismus bestimmend zu sein schien.38

Die meisten der neuen Agenturen sind heute aber weiterhin organisatorisch schwach, begrenzt auf den nationalen Markt, ohne internationalen Einfluss und selbst in inländischer Nachrichtengebung von anderen Agenturen abhängig.39

Sie betätigen sich im "secondary gatekeeping"40 oder fungieren als "key gatekeepers"41, d.h. als potentielle Zensoren besonders in Ländern mit eingeschränkter Pressefreiheit. Eine Ausweitung der Weltagenturen wird somit zum großen Teil behindert durch den Status der Pressefreiheit in einigen Ländern. Im Bereich der Printmedien gibt es ebenfalls Globalisierungstendenzen, wenn man sich Zeitungen wie die NY Times und das Wall Street Journal aus den USA, Le Monde aus Frankreich, Times aus London oder die FAZ aus Deutschland betrachtet. Alle Zeitungen erhält man an fast allen Plätzen der Welt. Nachrichtenmagazine wie das Time-Magazin oder Newsweek unterhalten sogar spezielle Ausgaben mit internationalem Aussehen, um ein möglichst großes Publikum zu erreichen.

Doch diese sind nicht nur Nutznießer des eng gewobenen Netzes der Agenturen, sondern beschäftigen genauso wie die großen Rundfunksender NBC, ABC oder BBC selbst eigene weltweite Korrespondentennetze als Antwort auf die Informationsnachfrage in einer schrumpfenden Welt mit Englisch als "Lingua Franca".

So besteht z.B. zwischen der New York Times, der Washington Post, der L.A. Times und dem Guardian ein Syndikat für Nachrichten mit Verkauf an andere Zeitungen.42

3. Die Bedeutung des Fernsehmarktes für die Nachrichten

APTN und Reuters TV gelten als die großen Zwei auf dem Fernsehnachrichtenmarkt. Über Austauschvereinbarungen der großen Zwei z.B. mit den U.S. Networks ABC, CBS, NBC und CNN, die alle mehrere Büros außerhalb des Landes unterhalten, beliefern sie eine große Zahl von Abnehmern.

Eurovision, das Programmaustauschsystem öffentlich-rechtlicher Sender in Form des Konsortiums EBU43 mit ihrem Kanal "Euronews", erhält 40 - 50% ihres Materials von Reuters TV und APTN. Die Mehrheit der größeren TV-Systeme auf der Welt sind abhängig vom Lieferservice dieser großen Zwei.44 Besonders Reuters setzte Maßstäbe, denn "[...] television has become ´global´ in the sense that it has acquired the capacity to cover events everywhere and bring that coverage everywhere [...] We cannot discount the possibility that if a real global television news network ever exists, it will come out of one of the global newswire services that have already started producing video news, Reuters being the prime candidate."45

Die nationalen Verwerter verfügen auch hier über eine potentielle Zensurgewalt und Interpretationsmacht. So kann ein und derselbe Nachrichtenfilm in verschiedenen Ländern je nach politischen System mit unterschiedlichen Interpretationen erscheinen.46 Der europäische Markt wurde seit den 50er Jahren im wesentlichen durch zwei Säulen geprägt. Erstens die kommerziellen Nachrichtenagenturen und zweitens die oben erwähnte EBU, welche durch das Solidarprinzip ihren Mitgliedern die kostenlose Verfügung über das Poolmaterial überläßt und inzwischen auch den privaten Sendern gegen Entgelt Zugriff gewährt.

Es kam zu einer Ausdifferenzierung des Systems, das sich charakterisieren läßt durch mehrere Anbieter, unterschiedliche Formate, Internetpräsenz und Konzentration auf Teilmärkte. Reine Nachrichtenkanäle entstanden durch bessere Verwertung bestehender Infrastruktur zur Nachrichtenbeschaffung und -verbreitung mit dem Trend zur Segmentierung trotz erheblicher Schwierigkeiten, da gerade im Nachrichtensektor mit rückläufigen nationalen Reichweiten gleich drei Programme (CNNI, Euronews - jetzt ITN zugehörend - und BBC World) im europäischen Raum miteinander im Wettbewerb stehen, die gemäß dem Leitsatz "Think global, act local" als internationale Anbieter nationale Märkte bedienen.47

Der regionale Wettbewerb zeigt sich z.B. auch in Indien. Dort steht Murdochs Star News im Wettbewerb mit TVI, einem lokalen Service seit 1996 und India TV, das dem hiesigen ZEE TV zugehört. In Lateinamerika steht CNN mit CNN Espanol im Wettbewerb mit CBS´s Telenoticias, an dem Reuters beteiligt ist, und mit der mexikanischen TV-Gruppe Eco. Die arabische Welt unterhält zwei neue lokale Nachrichtenservice mit Al Jazira etabliert 1996 durch Qatar und Arab News Network durch den Neffen vom kürzlich verstorbenen syrischen Präsident.48

Ein generelles Kennzeichen des Marktes ist eine Verwischung der Grenzen zwischen

Nachrichtenzulieferer und Nachrichtenprogramme bzw. "wholesale"- und "retail"- Nachrichtenmedien. So vermarktet CNN sein Bildmaterial über die eigene Tochter CNN News Source oder Reuters etablierte seinen ersten eigenen Nachrichtenkanal Telenoticias.49 Reine Nachrichtenkanäle wie CNN, BBC World Service, Euronews, aber auch nationale Anbieter wie NTV oder N24 stehen verschiedenen Problemen gegenüber. Fehlende technische Reichweiten, die viele potentielle Zuschauer vom Empfang ausschließt, die Abhängigkeit von einer spezifischen Zielgruppe mit ausgesprochenem Informationsinteresse und ausreichenden Fremdsprachen-kenntnissen, das geringe Interesse der Werbewirtschaft wegen zu niedriger Zuschauerbindung aufgrund einer hohen Programmredundanz, die zu hohen Streuverlusten und Programmkosten führt. Besonders Betriebskosten der Satellitenverbreitung, das "Newsgathering", und am meisten die Bezahlung einer ausreichenden Zahl von Korrespondenten zwingt durch Rationalisierung internationaler Nachrichtenbeschaffung zu Allianzen, Fixkostendegression und zu zunehmenden Verflechtungen bzw. Konzentration, die wohl auch weiterhin die angelsächsische Dominanz aufgrund der Nutzung bestehender Ressourcen beibehält. Zu nennen wären hier die Kooperationen zwischen Microsoft und NBC in Gestalt von MSNBC, die in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem ZDF auch im Internet präsent sind50, oder zwischen BBC und dem amerikanischen Network ABC.

Generell ist eine Angebotsdiversifizierung zu beobachten mit der angesprochenen Internetpräsenz vieler Nachrichtenkanäle, aber auch der Printmedien und dem damit angebotenen zusätzlichen Service mit ständiger Erreichbarkeit.

4. Neue Technologien und ihre Auswirkungen auf den Journalismus

Das große Investitionsaufkommen der Nachrichtenagenturen und sonstigen Nachrichtenmedien in die Technik und damit besonders im Bereich des Internets läßt wesentliche Veränderungen im traditionellen Nachrichtengeschäft erahnen. Weischenberg et al. teilen Bereiche journalistischer Arbeit ein, die Veränderungen unterworfen sein können: Arbeitsmittel, -organisation, - bedingungen, -strategien, -folgen und Arbeitsanforderungen.51

Bei der Arbeit mit bzw. im Internet treffen jeweilige Vor- und Nachteile bisher voneinander getrennter Medien aufeinander, wo alle den gleichen Regeln folgen müssen. Damit wären mehrere Bereiche wie Arbeitsmittel und -bedingungen betroffen.

Die vielfach genannten technischen Innovationen und die Entwicklung zum Online- Journalismus führen zu einer Veränderung der traditionellen Gatekeeper-Funktion der Journalisten und damit schließlich auch der Determinanten im internationalen Nachrichtenfluss.52

Das Internet und mit ihr die Digitalisierung und Vernetzung der Erde ist nach Christopher Harper eine Hauptursache für diesen Wandel.53

So legt der Online-Journalismus viel mehr Macht in die Hände der User als es vorher der Fall war. Der User kann sich entweder auf die Vorselektion des Gatekeepers verlassen oder selbst die jeweiligen Quellen erschließen, die den Gatekeeper erreichten.

Weiterhin eröffnet der Online-Journalismus neue Wege der Berichterstattung. Besonders die Möglichkeit der Integration verschiedenster Medien bietet eine umfassendere Darstellungsmöglichkeit in Form von Text, Audio, Video und Fotographie, die damit ebenfalls Veränderungen in der Rezeption dieser Inhalte mit sich ziehen werden. Die Möglichkeit zur ständigen Aktualisierung der Informationen relativiert ebenfalls die Bedeutung der Zeit. Ein herkömmlicher, druckausübender Redaktionsschluss wird ebenso eine Veränderung erfahren wie die Möglichkeit, Ereignisse, die bisher nicht in den Zeitrahmen einer Publikation passten, zum Thema zu machen bzw. auf die Agenda zu setzen. Aber auch die klassische Rolle des Journalisten als Mediator verliert an Bedeutung. Jeder, der einen Computer mit Internetanschluss besitzt, hat die Möglichkeit, als Kommunikator seine eigene Plattform zur Informations- und Meinungsverbreitung zu gestalten.54 Gerade die Transparenz dieses neuen Mediums im Sinne der Möglichkeit der Überprüfung von Originalquellen im Vergleich mit dem, was dem Rezipienten vom Gatekeeper vorgesetzt wird, könnte dem Bild vom mündigen und aufgeklärten Bürger in einer Demokratie eher entsprechen als es vorher möglich war. Natürlich spielen verschiedene Faktoren wie Zugangsmöglichkeit und Bildung in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle, auf die unter dem Stichwort des "digital divide" hingewiesen wird.

Diese aufgeführten Vermutungen über die Auswirkungen dieser Form der Technisierung betreffen in erster Linie den Printjournalismus.

Doch muss an dieser Stelle auch kurz auf die Auswirkungen auf die Arbeit von Fernsehjournalisten eingegangen werden, die neben der Benutzung des Internets für Recherche und Datentransfer auch mit anderen technischen Neuerungen "zu kämpfen" haben. So sind auch hier traditionelle durch neue, elektronische Produktionsverfahren ersetzt worden. Immer bessere Videotechnik (betacam-Technik und Hi-8 Kameras), die immer unkomplizierter zu bedienen und kostengünstiger ist, schuf mit ihrem vielfältigen Verwendungsspektrum u.a. neue Berufsbilder wie Kamerakorrespondenten und Videojournalisten. Sie begünstigte die Ausdifferenzierung reiner Nachrichtenkanäle wie CNN oder BBC World News, mit denen sich das SNG (Satellite News Gathering) als mobile Satelliten-übertragungsanlagen zum Standard entwickelte. CNN setzte hier mit seiner Liveberichterstattung aus dem Golfkrieg Anfang der 90er Jahre Maßstäbe. Damit einher geht ein zunehmender Druck der Konkurrenzsituation auf die Aussagenproduktion. Zusammen mit der Kommerzialisierung auf dem Fernsehmarkt wird auf die Gefahr der Verflachung der Information durch ihre Definition als Ware hingewiesen. Betonung von Elementen wie "Unterhaltung" und "Sensation" in Form des "Infotainments" sollen ein möglichst großes Publikum anziehen, die das Überleben eines Senders sichern.55 David Demers bezeichnet dies als "The Paradox of Capitalism". Denn eigentlich fungiert der Wettbewerb auf freien Märkten als Motor des Kapitalismus. Er sollte Preise niedrig und Produktqualitäten hoch halten, doch "Yet, in the ´real world´, competition tends to set in motion ´forces´ that, over time, reduce the number of competitors in an industry".56

5. Schlußbetrachtung

Mit den letzten Ausführungen gelangt man wieder zur eingangs erwähnten skeptischen Betrachtung möglicher Folgen der Globalisierung.

In Zeiten der Globalisierung und der damit verbundenen Kommerzialisierung führt der zunehmende Wettbewerbsdruck zu einer immer stärkeren Orientierung der "Produktion" von Nachrichten an rein betriebswirtschaftlichen statt an journalistischen Kriterien. Aus diesem Grunde entstehen immer mehr Synergien und Verflechtungen wie sie in dieser Arbeit angesprochen wurden.

Die Frage stellt sich, ob es gleich mehrere Anbieter für den globalen Markt geben kann, wenn nur der stärkste und kapitalste Marktteilnehmer gewinnt. Auch wenn die dargestellten Agenturen als Agenten der Globalisierung nur ein Anhängsel verglichen mit anderen größeren Unternehmen darstellen, so sind es doch diese, welche die Globalisierungsbemühungen derselben großen Unternehmen maßgeblich fördern.

So entwickelt sich die Welt in erster Linie im ökonomischen Sinne zu einer einzelnen Gemeinschaft. Dies wären dann, wenn man dem optimistischen Globalisierungsbegriff folgt, die positiven Folgen, nach denen zusammenwächst, was zusammen gehört. Doch scheint Veränderung zurzeit das einzig Konstante in dieser Welt zu sein.

Es geht aber noch über die ökonomische Ebene hinaus. Heutige globale Krisen erfordern eine Kooperation und Bereitschaft unter den Nationen zur Verbesserung, wenn nicht gar zur Lösung dieser Probleme. Um das zu erreichen, bedarf es eben dieser Informationen durch die großen Nachrichtenmedien zum Verständnis der Herausforderungen.

Das Ausmaß der Fähigkeit zu solch einer Kommunikation determiniert die Grenzen einer jeden Gemeinschaft. Die nötige Technologie existiert seit langem, doch stößt sie auf ihre Grenzen in Form von Analphabetismus, Armut und politischen Zwängen, die so viele Menschen weltweit vom Empfang internationaler Nachrichten ausschließt, um wenigstens ein oberflächliches Wissen der Geschehnisse zu erlangen. Und gerade diese Wahrnehmungen der Welt werden stärker wie jemals zuvor durch revolutionäre Umbrüche in der vermittelten Kommunikation geformt und umgebildet.57

Zum Ende hin kommt es auf jeden einzelnen an, ob er/sie sich von der komplexer und lauter werdenden Welt abschottet oder ob sich jeder für eine aktive Beteiligung am Weltgeschehen entscheidet. Das vielfach zu beobachtende abnehmende Interesse an internationalen Nachrichten in vielen Ländern läßt für die Zukunft viele Schwierigkeiten erahnen. Denn nicht nur die Nachrichtenmedien können global denken und lokal handeln, sondern auch der normale Rezipient vermag sich diesen Leitspruch einzuverleiben.

Wenn die Rede ist von der Transformation alter Zentren in heutige Peripherien, dann sind die neuen Zentren nicht mehr unbedingt stationär personifiziert in Form einzelner Länder zu denken, sondern flexibel in Form von globalen Unternehmen mit unterschiedlichen Standorten und ihrer jeweiligen Macht, welche oft die besagte Skepsis hervorruft. In unserem Fall sind es die Medienkonzerne und ihre Möglichkeit der Kontrolle des Outputs, der uns täglich erreicht und mehr oder weniger interessiert.

6. Literatur

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WEISCHENBERG, SIEGFRIED/ KLAUS-DIETER ALTMEPPEN/ MARTIN LÖFFELHOLZ (1991): Kompetenz und Technik. Journalistenausbildung für die

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[...]


1 Vgl. Hachten 1999, S. 8 und Moisy 1996, S. 3

2 nach Münch 1993 wesentliches Strukturmerkmal des Wandels zur Kommunikationsgesellschaft

3 vgl. Hachten 1999, S. 38f.

4 vgl. Schulz 1996, S. 317f.

5 vgl. McLuhan 1968b, S. 57

6 vgl. Moisy 1996, S. 3

7 Smith 1992, S. 64f. zitiert nach Kriener/Meckel 1996, S. 11

8 vgl. Zimmer 1996, S. 177

9 Kalter-Krieg-Frame

10 vgl. Boyd-Barrett/Rantanen 1998, S. 4

11 vgl. a.a.O., S. 2

12 vgl. Hachten 1999, S. 40

13 Stevenson 2000 in der Vorlesung "Mass Media and Foreign Affairs" im SS 2000, TU Dresden

14 vgl. Moisy 1996, S. 6f.

15 vgl. Hachten 1999, S. 40

16 wesentl. Informationen unter <http//:www.ap.org>

17 vgl. Moisy 1996, S. 5

18 wesentl. Informationen unter <http//:www.reuters.com>

19 vgl. Boyd-Barrett/Rantanen 1998, S. 2

20 vgl. Unternehmensbericht September 1999

21 vgl. <http://www.bloomberg.com>

22 vgl. Nelson 1996, S. 2

23 vgl. Moisy 1996, S. 5

24 wesentl. Informationen unter <http//:www.afp.com>

25 1993 betrugen die Einkünfte seitens der französischen Regierung 48% für die Versorgung der Botschaften. Daneben subventioniert der Staat Verkäufe in die Dritte Welt

26 "Minus One"

27 wesentl. Informationen unter <http//:www.upi.com>

28 Am 16.5.2000 erfolgte der Kauf durch News World Communications Inc., Besitzer der Washington Times, mit einer nicht genannten Summe, die kontrolliert wird durch die Rev. Sun Myung Moon-Sekte, Gründer der "Unification Church", die konservative Stimme hinter der Times, worauf die Kündigung von Helen Thomas, "the grand dame of White House", erfolgte (Washington Post vom 16.05.2000)

29 "Plus One"

30 Moisy 1996, S. 5

31 vgl. a.a.O., S. 6

32 vgl. Schulz 1996, S. 313

33 vgl. Boyd-Barrett/Rantanen 1998, S. 5

34 Hachten 1999, S. 47

35 vgl. Ginneken 1998, S. 42

36 vgl. Stevenson 1993, S. 291

37 vgl. Kepplinger 1996, S. 134ff.

38 vgl. Schulz 1983

39 vgl. Schulz 1996, S. 317

40 vgl. Rullmann 1996, S. 42

41 vgl. Hachten 1999, S 41

42 vgl. a.a.O., S. 42

43 European Broadcasting Union

44 vgl. Hachten 1999, S. 43

45 Moisy 1996, S. 4

46 Bsp. Kämpfe um Unabhängigkeit: Freiheitskämpfer oder Terroristen?

47 vgl. Zimmer 1996, S. 165

48 vgl. Economist v. 4.7.98, S. 19

49 vgl. Zimmer 1996, S. 178

50 vgl. <http://www.msnbc.de>

51 vgl. Weischenberg/Altmeppen/Löffelholz 1991, S. 11 - 12

52 vgl. hierzu Wu 1998

53 vgl. Harper 1998

54 vgl. auch Langenbucher 1974/1975

55 vgl. Kirschstein 1996

56 Demers 1999, S. 41

57 vgl. Hachten 1999, S. 4ff.

19 von 20 Seiten

Details

Titel
Globalisierung - Internationaler Nachrichtenfluss - Veränderungen auf dem Markt der internationalen Nachrichten
Hochschule
Technische Universität Dresden
Veranstaltung
Seminar Neue Medien, alte Medien. Veränderungen der Medienstruktur
Autor
Jahr
2000
Seiten
20
Katalognummer
V99142
Dateigröße
471 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Globalisierung, Internationaler, Nachrichtenfluss, Veränderungen, Markt, Nachrichten, Seminar, Neue, Medien, Medienstruktur
Arbeit zitieren
Andree Blumhoff (Autor), 2000, Globalisierung - Internationaler Nachrichtenfluss - Veränderungen auf dem Markt der internationalen Nachrichten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/99142

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