Die Arbeit analysiert neben den grundlegenden Merkmalen und Kennzeichen des HipHops die Voraussetzungen, mit denen der Tanzstil im Sportunterricht eingebaut werden kann.
HipHop entstand als Jugendsubkultur Anfang der 1970er Jahre in der Bronx in New York. Ende der 1970er Jahre wurde HipHop durch erste musikalische Veröffentlichungen rasch über die Grenzen von New York hinaus bekannt, um Anfang der 1980er Jahre seinen weltweiten Siegeszug anzutreten.
Im Zuge dessen erreichte die HipHop-Kultur auch Österreich. Mit der 15-minütigen Sendung „Tribe Vibes & Dope Beats" wurde HipHop in Österreich 1990 erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Mit dem 1991 von den Produzenten der Sendung durchgeführten ersten HipHop-Contest, der in weiterer Folge zum ersten HipHop- Sampler „Austrian Flavors" führte, wurde der Grundstein für die österreichische HipHop-Szene gelegt.
Zu Beginn meiner Arbeit gebe ich einen kurzen Einblick in die Geschichte des HipHop, ehe ich mich anschließend mit der schulischen Anwendung auseinandersetzen werde. Abschließend behandle ich ein Stundenbild für eine Unterrichtsstunde.
Die Bezeichnung „HipHop" steht im Allgemeinen nicht nur für ein Musikgenre, sondern wird als Sammelbegriff für afroamerikanische urbane Kunststile, die in den 1970er Jahren entstanden, verwendet. Diese umfassen Tanzstile (Breakdance, Popping, Locking etc.), grafische (Graffiti, Tags) sowie musikalische Ausdrucksformen (DJing, Rappen) und eine Musikrichtung, die ebenfalls HipHop genannt wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Fragestellungen:
1.2 Gliederung der Arbeit:
1.3 Begriffsdefinitionen:
2. HipHop in den USA
2.1 Der Cross-Bronx Expressway, Gangs und Arbeitslosigkeit
3. Schulische Anwendung
3.1 Gesundheit und Fitness
3.2 Freizeit und Umwelt
3.3 Leisten und Gestalten
3.4 Fairness und Kooperation
3.5 Technische Merkmale des HipHop
3.6 Kooperative Vermittlungsmethoden
3.6.1 Gruppenpuzzle
4. Stundenbild
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Integration von HipHop-Elementen in den schulischen Sportunterricht. Das primäre Ziel besteht darin, aufzuzeigen, wie HipHop nicht nur als Tanzform, sondern auch als pädagogisches Werkzeug zur Förderung von Gesundheit, sozialer Kooperation und kreativer Selbstentfaltung bei Schülern eingesetzt werden kann.
- Historische Entstehung und soziale Hintergründe der HipHop-Kultur
- Didaktische Potenziale von HipHop im Schulsport
- Förderung von Fairness, Teamgeist und Konfliktfähigkeit durch Gruppenmethoden
- Technische Grundlagen und Bewegungsmerkmale des HipHop-Tanzes
- Praktische Umsetzung in Form eines konkreten Stundenbildes
Auszug aus dem Buch
3.4 Fairness und Kooperation
Hip Hop eignet sich für Schüler und Schülerinnen auf Grund seiner relativ einfachen und variabel kombinierbaren Grundschritte gut für kooperative Vermittlungsmethoden. Schüler müssen, wenn sie in der Gruppe eigene Bewegungssequenzen gestalten mit anderen Schüler kooperieren. Mit Vermittlungsmethoden wie beispielsweise das Gruppenpuzzle, zielt man auf die Verwirklichung von Teamgeist und Konfliktfähigkeit ab. Darüber hinaus kann die nonverbale Kommunikationsfähigkeit der Schüler verbessert und auch die Wahrnehmungsfähigkeit für das eigene Bewegen und das der Anderen geschult werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss über die Entstehung des HipHop und definiert die in der Arbeit verwendeten Fachbegriffe sowie die Zielsetzungen.
2. HipHop in den USA: Hier werden die sozialen Ursprünge der HipHop-Kultur in der Bronx beleuchtet, insbesondere der Einfluss städtebaulicher Maßnahmen und sozioökonomischer Bedingungen.
3. Schulische Anwendung: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen pädagogischen Einsatzmöglichkeiten von HipHop im Sportunterricht, von gesundheitlichen Aspekten bis hin zur Förderung sozialer Kompetenzen.
4. Stundenbild: Dieser Abschnitt bietet einen konkreten Entwurf für eine Unterrichtsstunde, inklusive Phasen, Lerninhalten und methodischen Hinweisen für Lehrkräfte.
Schlüsselwörter
HipHop, Sportunterricht, Schulsport, Tanz, Gruppenpuzzle, Kooperation, Gesundheitsförderung, Bronx, Jugendkultur, Kreativität, Bewegungsgestaltung, Sozialkompetenz, Methodik, Vermittlung, Choreografie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Fachbereichsarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration der HipHop-Kultur und des HipHop-Tanzes in den schulischen Sportunterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Herkunft des HipHop, dessen didaktischem Nutzen für die körperliche Fitness sowie der Förderung von sozialen Kompetenzen im Unterricht.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie HipHop-Elemente methodisch im Schulsport eingesetzt werden können, um Schüler zu motivieren und soziale Prozesse zu unterstützen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur historischen Einordnung sowie eine didaktische Aufbereitung zur Übertragung der Inhalte in ein schulpraktisches Stundenbild.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Genese der HipHop-Kultur, die pädagogische Bedeutung für den Sportunterricht und die Vorstellung spezifischer Lehrmethoden wie dem Gruppenpuzzle.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie HipHop, Schulsport, Kooperation, Bewegungsgestaltung und Gruppenpuzzle geprägt.
Warum wird das Gruppenpuzzle als Lehrmethode hervorgehoben?
Das Gruppenpuzzle wird explizit genannt, da es die strukturierte Zusammenarbeit der Schüler fördert und die gegenseitige Abhängigkeit nutzt, um Lernziele effektiv zu erreichen.
Welchen Einfluss hatte der Cross-Bronx Expressway auf die Entstehung von HipHop?
Der Bau der Autobahn führte zur sozialen Destabilisierung, Verwahrlosung und einer Perspektivlosigkeit, in der Jugendliche begannen, in kreativen Nischen eigene kulturelle Ausdrucksformen zu entwickeln.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Hip Hop in der Schule. Die Entwicklungsgeschichte eines Tanzstils und seine Anwendung im Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/991597