In dieser Hausarbeit werden die Bedeutung und die Notwendigkeit der modernen Wissenschaft als methodisch geregeltes Erkenntnissystem erläutert.
Allem Anschein nach, gibt es keine für die Gesellschaft gültige und klar definierte wissenschaftliche Begriffsbestimmung. Aus diesem Grund sind Kriterien, die eine eindeutige Abgrenzung ermöglichen, von wissenschaftlich und unwissenschaftlich, sowie Wissenschaft und Pseudowissenschaft, unumgänglich. Als Beispiel gilt die gegenwärtige Wissenschaftstheorie oder Denkansätze von Karl Popper mit seinem kritischen Rationalismus.
Die Wissenschaft hat also das Ziel, möglichst relevante und gültige Aussagen zu treffen und dabei möglichst objektiv zu verfahren. Dies ist notwendig, damit gewonnene Erkenntnisse und Ergebnisse wissenschaftlich vergleichbar und nachvollziehbar werden und dadurch alle die gleiche Sprache sprechen können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung in das Thema
2. Die Geschichte der Wissenschaft
2.1. Die Antike
2.2. Das Mittelalter
2.3 Die Neuzeit
2.4 Denkrichtungen ab dem 19. Jahrhundert
2.5 Zwischenfazit zur Geschichte der Wissenschaft
3. Wissenschaftsdisziplinen
3.1 Entwicklung der Wissenschaftsdisziplinen
3.2 Arten der Wissenschaftsdisziplinen
3.3 Zwischenfazit zur Abgrenzung der Wissenschaftsdisziplinen
4. Das Wesen der Wissenschaft
4.1 Erkenntnisgewinn und Wissenschaftstheorie
4.2 Forschungsmethoden
4.3 Merkmale der Wissenschaft
4.4 Zwischenfazit zum Wesen der Wissenschaft
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Bedeutung und Notwendigkeit der modernen Wissenschaft als methodisch geregeltes Erkenntnissystem zu erläutern und ihre grundlegende Struktur aufzuzeigen.
- Historische Entwicklung der wissenschaftlichen Denkweisen
- Klassifizierung und Differenzierung von Wissenschaftsdisziplinen
- Wissenschaftstheoretische Grundlagen und Erkenntnisgewinnung
- Methodologische Ansätze in der Forschung (qualitativ vs. quantitativ)
- Wesentliche Gütekriterien moderner wissenschaftlicher Arbeit
Auszug aus dem Buch
4.2 Forschungsmethoden
Welche Methode nun bevorzugt eingesetzt wird, ist unter den Wissenschaftlern noch nicht vollständig geklärt. Es gibt Forscher die sich an der Naturwissenschaft, der quantitativen Methode, orientieren und andere die der qualitativen Methode nachgehen, da sie glauben, nur damit bestimmte Anomalien aufdecken zu können (Helfrich, 2016, S. 18).
Quantitative Methoden richten sich nach den Vorgehensweisen aus der Naturwissenschaft und belegen ihre Ergebnisse mit Zahlen und Daten (Helfrich, 2016, S. 107).
Qualitative Methoden rücken die Bedeutung und Beurteilung eines Phänomens ins Zentrum. Dieses wird nicht durch Zahlen erklärt, sondern einzig durch die Auffassung eines Wissenschaftlers und dessen Schlussfolgerungen, welche auf seinen aktuellen Wissensstand basieren (Helfrich, 2016, S. 107).
Von diesen zwei unterschiedlichen Perspektiven hängt auch eine andere Herangehensweise ab, sie bezieht sich auf die Methodik und die Eigenschaft der Daten (Helfrich, 2016, S. 106). Während die qualitative Methodik Zusammenhänge und Ursachen gesellschaftlicher Besonderheiten zu erklären versucht, nutzt die Naturwissenschaft die Quantitative, um Naturgesetze mit unverkennbaren Vorgehensweisen zu beantworten (Helfrich, 2016, S. 5). Dabei ergibt es sich, dass Erkenntnisse wie etwa in der Philosophie, den Sozial-, Sprach- und Geschichtswissenschaften, nicht einfach in Zahlen, also quantitativ abgebildet werden können, wie es in der Physik, Chemie und Biologie möglich ist (Buchmüller & Jakobeit, 2016, S. 3).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung in das Thema: Es wird die philosophische Relevanz von Wissen und Wissenschaft beleuchtet und die Problematik einer fehlenden allgemeingültigen Definition aufgezeigt.
2. Die Geschichte der Wissenschaft: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von der Antike über das Mittelalter bis zur Neuzeit und modernen Strömungen wie dem Positivismus nach.
3. Wissenschaftsdisziplinen: Hier wird die Ausdifferenzierung von Einzelwissenschaften sowie deren Unterteilung in Formal- und Realwissenschaften analysiert.
4. Das Wesen der Wissenschaft: Dieses Kapitel behandelt die methodischen Grundlagen, Forschungsmethoden und die spezifischen Qualitätsmerkmale, die wissenschaftliche Erkenntnis definieren.
5. Fazit und Ausblick: Es wird zusammengefasst, dass Wissenschaft ein methodisch geregeltes System zur Standardisierung von Erkenntnis ist, das trotz stetiger Veränderung eine unverzichtbare Struktur bietet.
Schlüsselwörter
Wissenschaft, Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie, Forschungsmethoden, Philosophie, Positivismus, Rationalismus, Empirismus, Wissenschaftsdisziplinen, Qualitative Methode, Quantitative Methode, Objektivität, Gütekriterien, Hermeneutik, Konstruktivismus.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit untersucht, was Wissenschaft im Kern ausmacht und warum sie als methodisch geregeltes System für unsere Gesellschaft unverzichtbar ist.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die historische Genese der Wissenschaft, die Differenzierung verschiedener Disziplinen sowie die methodischen Standards, die objektive Erkenntnis sichern.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Notwendigkeit wissenschaftlicher Methoden zu erläutern und ein Verständnis für die Abgrenzung von wissenschaftlichen zu unwissenschaftlichen Erkenntnissen zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die existierende wissenschaftstheoretische Konzepte und Definitionen systematisch aufarbeitet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Einteilung in Wissenschaftsdisziplinen und die wissenschaftstheoretische Herleitung von Forschungsmethoden und Gütekriterien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie, Forschungsmethodik, Objektivität und die Unterscheidung zwischen qualitativen und quantitativen Ansätzen.
Wie unterscheidet der Autor zwischen Formal- und Realwissenschaften?
Formalwissenschaften erforschen formale Systeme entbunden von der Wirklichkeit, wie Logik und Mathematik, während Realwissenschaften sich mit Gegebenheiten der erfahrenen Realität befassen.
Welche Bedeutung haben Gütekriterien wie Reliabilität und Falsifizierbarkeit?
Sie dienen als notwendige Standards, um sicherzustellen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse nachvollziehbar, objektiv und im Falle der Falsifizierbarkeit kritisch prüfbar bleiben.
- Arbeit zitieren
- Maria Heindorf (Autor:in), 2019, Geschichte der Wissenschaft. Entwicklung und Arten der Wissenschaftsdisziplinen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/991676