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Die Entwicklung der Altersarmut. Armutsrisiken älterer Frauen

Title: Die Entwicklung der Altersarmut. Armutsrisiken älterer Frauen

Term Paper , 2017 , 30 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der derzeitigen Altersarmut. Vor allem betrachtet sie die Situation der älteren Frauen.

In den vergangenen Jahren haben sich die Bedeutungen und die Umstände des Alterns in Deutschland gewandelt, insbesondere nach einer Phase der Verbesserung der Situation im Alter seit dem Paradigmenwechsel. Das Thema Altersarmut ist in den letzten Jahren wieder in die öffentliche und politische Diskussion gedrängt.

Vor allem im Hinblick auf die Rentenreformen der Jahre 2001 bis 2007 wird ein Anstieg der Altersarmut in naher Zukunft
befürchtet. Denn die Zahl, der von Armut bedrohten ab 65-Jährigen wächst seit Jahren kontinuierlich.
Dabei wird der Begriff „altersarm“ vieldeutig und zudem oftmals sehr emotionsbezogen verwendet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begrifflichkeiten

2.1. Altersarmut – eine Definition

2.2 Zum Begriff der „älteren Frau“

3. Zur prekären Situation der älteren Frau

3.1. Derzeitige Altersarmut

3.2. Die Entwicklung der Altersarmut

3.3. Die Armutsrisiken älterer Frauen

4. Erklärungen für die Entwicklung der Altersarmut

5. Fazit und Diskussion der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen der Altersarmut in Deutschland mit einem spezifischen Fokus auf die prekäre Lebens- und Erwerbssituation älterer Frauen. Ziel der Arbeit ist es, die Entwicklung der Altersarmut zu analysieren, geschlechtsspezifische Benachteiligungen im Renten- und Arbeitsmarktsystem aufzuzeigen und die Frage zu klären, ob Altersarmut ein sozialpolitisch zunehmend relevantes Problem darstellt.

  • Analyse der Definition und statistischen Erfassung von Altersarmut
  • Untersuchung der historischen Entwicklung sozialstaatlicher Sicherungssysteme
  • Betrachtung der spezifischen Armutsrisiken von Frauen durch Erwerbsunterbrechungen und Teilzeitbeschäftigung
  • Diskussion der Auswirkungen von Rentenreformen auf die Altersvorsorge
  • Gegenüberstellung von offiziellen Armutsstatistiken und der tatsächlichen Inanspruchnahme von Grundsicherungsleistungen

Auszug aus dem Buch

3.3. Die Armutsrisiken älterer Frauen

Wie in Kapitel 3 deutlich wurde, ist Einkommensarmut im Alter auch heute noch in überwiegendem Maße ein Frauenproblem. In den meisten Fällen sind Alleinstehende und ledige sowie geschiedene oder getrennt lebende Frauen von Altersarmut betroffen. Ebenso prägend sind daneben aber auch soziale Ausgrenzungen von kultureller Teilhabe, Interaktion und Kommunikation sowie von gesellschaftlicher Anerkennung. Die Gründe für das niedrige Einkommensniveau der Frauen im Rentenalter sind vielfältig und setzen an mehreren Ebenen an, wie etwa der politischen und sozialen. Geringere Löhne und Gehälter, ein Rentensystem, das auf eine Vollzeit-Erwerbsbiographie aufgebaut ist sowie eine mangelnde Bereitschaft der Frauen sich mit ihrer Altersvorsorge auseinanderzusetzen spielen eine bedeutende Rolle (Sick 2002, S. 19). Oftmals entscheiden sich Frauen für Berufe mit niedrigen Löhnen und mangelnden Aufstiegschancen und immer noch verdienen Frauen in manchen Unternehmen weniger Geld für die gleiche Leistung, als Männer. Rentnerinnen erhalten im Schnitt nur die Hälfte der Rente von Männern, da sie oftmals zu wenig verdienen und zu kurz in die Kassen einzahlen, obwohl sie im Schnitt besser ausgebildet sind (N-TV 2012).

Insbesondere im Verlauf der Einführung der Rente mit 67, hat sich die Situation der älter werdenden Beschäftigten deutlich verschlechtert im Hinblick auf eine, bis zum Renteneintrittsalter durchlaufende Erwerbsbiographie (Leve et al. 2009, S. 171-172). Ältere Beschäftigte sehen sich vor zahlreiche Formen der Benachteiligung im Arbeitsleben ausgesetzt:

- Altersselektive Personaleinstellungs- und Rekrutierungspolitik

- Alterssegmentierte Aufgabenzuweisungen, häufig mit der Folge von betriebsspezifischer Dequalifizierung und „Spezialisierungsfallen“

- Unterdurchschnittliche Beteiligung bei betrieblich organisierter Fort- und Weiterbildung

- Benachteiligung bei innerbetrieblichen Aufstiegsprozessen

- Geringschätzung von Erfahrungswissen

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des sich wandelnden Alterns in Deutschland ein und formuliert das Ziel der Arbeit, die Situation älterer Frauen im Kontext der Altersarmut zu beleuchten.

2. Begrifflichkeiten: Hier werden zentrale Konzepte wie Altersarmut und das gesellschaftliche Bild der älteren Frau definiert, wobei auf die methodischen Herausforderungen der Armutsdefinition eingegangen wird.

3. Zur prekären Situation der älteren Frau: Dieses Hauptkapitel analysiert die derzeitige Datenlage zu Altersarmut, zeichnet die historische Entwicklung seit 1945 nach und beleuchtet die spezifischen Armutsrisiken für Frauen.

4. Erklärungen für die Entwicklung der Altersarmut: Das Kapitel diskutiert aktuelle politische Reformansätze und den wissenschaftlichen Diskurs über die Ursachen steigender Armutsrisiken im Alter.

5. Fazit und Diskussion der Ergebnisse: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse, die bestätigt, dass Altersarmut bei Frauen ein multifaktorielles und weiterhin hochrelevantes Problem darstellt.

Schlüsselwörter

Altersarmut, Ältere Frau, Rentenversicherung, Sozialpolitik, Armutsrisiko, Erwerbsbiographie, Teilzeitarbeit, Grundsicherung, Einkommensarmut, Geschlechterspezifische Unterschiede, Rentenreform, Lebenslagen-Ansatz, Altersvorsorge, Beschäftigungssituation, Soziale Ausgrenzung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Altersarmut in Deutschland und untersucht, warum insbesondere ältere Frauen ein überdurchschnittliches Armutsrisiko aufweisen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Armut im Alter, die historische Entwicklung der Sozialpolitik, die Auswirkungen des Rentensystems auf Frauen sowie die Analyse von Arbeitsmarktstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, ob Altersarmut in Deutschland aktuell wieder an Bedeutung gewinnt und welche strukturellen Faktoren die finanzielle Situation älterer Frauen maßgeblich beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender statistischer Daten von Institutionen wie dem Statistischen Bundesamt basiert.

Was genau wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die aktuelle Altersarmutsstatistik, vergleicht diese mit historischen Daten der Sozialpolitik seit 1945 und widmet sich intensiv den beruflichen sowie privaten Lebensumständen, die bei Frauen zu Versorgungslücken führen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die wichtigsten Begriffe sind Altersarmut, Ältere Frau, Rentenversicherung, Armutsrisiko, Erwerbsbiographie und geschlechterspezifische Benachteiligung.

Wie unterscheidet sich die Armutssituation von Frauen von der der Männer?

Frauen sind aufgrund von Erwerbsunterbrechungen durch Kindererziehung, häufigerer Teilzeitarbeit und niedrigerer Löhne stärker benachteiligt, was im Rentenalter zu signifikant höheren Armutsrisiken führt als bei Männern.

Welchen Einfluss hatte die „Rente mit 67“ laut dieser Arbeit?

Die Arbeit legt dar, dass die Anhebung des Renteneintrittsalters die Situation für viele Beschäftigte, insbesondere solche mit unterbrochenen Erwerbsbiographien, durch drohende Abschläge verschlechtert hat.

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Details

Title
Die Entwicklung der Altersarmut. Armutsrisiken älterer Frauen
College
University of Vechta
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
30
Catalog Number
V991697
ISBN (eBook)
9783346357854
ISBN (Book)
9783346357861
Language
German
Tags
Altersarmut Frauen im Alter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Die Entwicklung der Altersarmut. Armutsrisiken älterer Frauen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/991697
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