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Die Kreditkarte aus juristischer Sicht. Grundlagen und Funktionen

Title: Die Kreditkarte aus juristischer Sicht. Grundlagen und Funktionen

Term Paper , 2020 , 13 Pages

Autor:in: Dennis Kubat (Author)

Law - Civil / Private, Trade, Anti Trust Law, Business Law
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Ziel der Arbeit ist es, einen umfassenden Überblick über die juristische Funktionsweise einer Kreditkarte, zu geben. Dabei wird speziell auf die einzelnen Blickwinkel des Kreditkarteninhabers, des Kreditkartenemittenten sowie des Zahlungsempfängers eingegangen.

Durch den zunehmenden Grad des technischen Fortschritts sowie der kontinuierlichen Weiterentwicklung und Flexibilisierung von Einsatzmöglichkeiten der bargeldlosen Zahlungsmöglichkeiten gewinnt der bargeldlose Zahlungsverkehr mittels Kreditkarten über die letzten Jahre immer mehr an Bedeutung. So entwickelte sich das Transaktionsvolumen aller Kreditkarten in Deutschland innerhalb der Jahre 2010 bis 2018 von 43.469 Mio. € auf 108.291 Mio. €.

Die Relevanz des bargeldlosen Zahlungsverkehrs lässt sich auch anhand der regulatorischen Aufmerksamkeit der Europäischen Union verdeutlichen. Das Kreditkartengeschäft gehört zu den elektronischen Zahlverfahren, die ursprünglich überwiegend durch reines Vertragsrecht geregelt wurden.

Erste Grundzüge der Kreditkarte ließen sich im Jahr 1894 feststellen. Dabei diente die Kreditkarte ursprünglich als Stundungsmöglichkeit für Übernachtungspreise durch die sogenannte Hotel Letter Company in den USA. Anschließend wurde die Kreditkarte im Jahr 1949 als Zahlungsmittel in ausgewählten Restaurants in New York verwendet (Diners Club), während sie zwischenzeitlich zu einem eigenen Wirtschaftssektor angewachsen ist.

Mit Gründung des Diners Club im Jahr 1956 - dem ersten Kreditkartenunternehmen weltweit – konnte sich die Kreditkarte nach anfänglichen Startschwierigkeiten ab dem Jahr 1980 allmählich durchsetzen. Mit dieser war es den Kunden – Bonität vorausgesetzt – bei allen Vertragspartnern des Kreditkartenunternehmens möglich, bargeldlos Geschäfte zu verrichten. Damit ist die "Universalkreditkarte" entstanden, die es dem Karteninhaber ermöglicht, Zahlungsgeschäfte aller Art – privater wie geschäftlicher Natur – bargeldlos zu verrichten. Voraussetzung ist lediglich ein Akzeptanzvertrag des Zahlungsempfängers.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BEGRIFFSBESTIMMUNG SOWIE RECHTLICHE QUALIFIKATION

2.1. UNIVERSALKREDITKARTE

2.2. KUNDENKARTE

2.3. DEBITKARTE

3. RECHTSVERHÄLTNISSE

3.1. DREI-PARTEIEN-SYSTEM

3.1.1. KARTENEMITTENT VS. KARTENINHABER (DECKUNGSVERHÄLTNIS)

3.1.2. KARTENINHABER VS. VERTRAGSUNTERNEHMEN (VALUTAVERHÄLTNIS)

3.1.3. KARTENEMITTENT VS. VERTRAGSUNTERNEHMEN (VOLLZUGSVERHÄLTNIS)

3.2. VIER-PARTEIEN-SYSTEM

4. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über die juristische Funktionsweise der Kreditkarte zu geben, wobei die spezifischen Rechtsbeziehungen zwischen Karteninhaber, Emittenten und Vertragsunternehmen im Fokus stehen.

  • Historische Entwicklung der Kreditkartennutzung
  • Differenzierung zwischen Universalkreditkarte, Kundenkarte und Debitkarte
  • Analyse der Rechtsverhältnisse im Drei-Parteien-System
  • Untersuchung des Vier-Parteien-Systems und der Rolle lizenzierter Banken
  • Rechtliche Einordnung der Zahlungsübernahme als abstraktes Schuldversprechen

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Karteninhaber vs. Vertragsunternehmen (Valutaverhältnis)

Das Valutaverhältnis resultiert aus dem Rechtsverhältnis zwischen dem Karteninhaber und dem Vertragsunternehmen, bei dem zur Erfüllung der Geldschuld die bargeldlose Zahlung mittels der Kreditkarte im Fokus steht. Der Karteninhaber hat gegenüber dem Vertragsunternehmen bei Abnahme von Produkten oder Dienstleistungen also einen Anspruch auf Zahlung mittels der Kreditkarte, sofern der entsprechende Kaufvertrag zustande gekommen ist und entsprechende Voraussetzungen erfüllt sind. Dies ergibt sich aus der Akzeptanzvereinbarung (Akquisitionsvertrag), die das Kreditkartenunternehmen zuvor mit dem Vertragsunternehmen im Vollzugsverhältnis geregelt hat. Diese Vereinbarung zur u.a. Annahme des bargeldlosen Zahlungsmittels der Kreditkarte aus dem Vollzugsverhältnis kann dabei als Übernahme einer Verpflichtung ausgelegt werden, sodass der Karteninhaber das Einverständnis auf Einsatz der Kreditkarte durch das Vertragsunternehmen verlangen kann. Soweit das Akquisitionsvertrag die Verpflichtung des Händlers enthält, die Karte des Emittenten zu akzeptieren, wirkt dieser nach § 328 Abs. 1 BGB unmittelbar zugunsten der Karteninhaber. Die bargeldlose Zahlung mittels der Kreditkarte des Karteninhabers führt anschließend analog § 264 Abs. 2 BGB zu einer sogenannten Leistung erfüllungshalber. Zunächst ist das Vertragsunternehmen verpflichtet, den Zahlungsanspruch bei dem Kreditkartenemittenten einzufordern. In dieser Zwischenzeit gilt die offene Forderung als gestundet. Sofern der Kreditkartenemittent die Zahlung des Karteninhabers nicht an das Vertragsunternehmen entrichtet, sprich gilt die Erfüllung als Misslungen, so kann dies den gestundeten Zahlbetrag auch direkt gegenüber dem Karteninhaber geltend machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel beleuchtet die steigende Bedeutung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs und skizziert die historische Entwicklung der Kreditkarte von einer Stundungsmöglichkeit hin zum modernen Zahlungsmittel.

2. BEGRIFFSBESTIMMUNG SOWIE RECHTLICHE QUALIFIKATION: Hier werden die verschiedenen Kartentypen, insbesondere die Universalkreditkarte, die Kundenkarte und die Debitkarte, voneinander abgegrenzt und rechtlich eingeordnet.

3. RECHTSVERHÄLTNISSE: Der Hauptteil analysiert die komplexen vertraglichen Beziehungen zwischen den Akteuren im Drei- sowie Vier-Parteien-System und erläutert die dogmatische Einordnung der Zahlungsabwicklung.

4. FAZIT: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit der rechtlichen Differenzierung zwischen den beteiligten Parteien bei der bargeldlosen Zahlungsabwicklung.

Schlüsselwörter

Kreditkarte, Universalkreditkarte, Zahlungsverkehr, Drei-Parteien-System, Vier-Parteien-System, Deckungsverhältnis, Valutaverhältnis, Vollzugsverhältnis, Akquisitionsvertrag, bargeldlose Zahlung, Schuldversprechen, BGB, ZAG, Zahlungsdienst, Haftung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die rechtliche Funktionsweise von Kreditkartentransaktionen und die dabei entstehenden vertraglichen Beziehungen zwischen den beteiligten Parteien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die juristische Qualifikation verschiedener Kartentypen sowie die detaillierte Aufschlüsselung der Rechtsverhältnisse im Drei- und Vier-Parteien-System.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die juristische Struktur von Kreditkartenzahlungen aus der Perspektive aller involvierten Akteure zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine juristische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Gesetzestexte, Verordnungen und rechtswissenschaftlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das Deckungsverhältnis, das Valutaverhältnis und das Vollzugsverhältnis detailliert analysiert sowie die Unterschiede zwischen Systemen mit drei und vier Parteien herausgearbeitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Kreditkarte, Rechtsverhältnisse, Zahlungsverkehr, Akquisitionsvertrag und die dogmatische Einordnung als abstraktes Schuldversprechen.

Wie unterscheidet sich die Universalkreditkarte von der Kundenkarte?

Während die Universalkreditkarte universell einsetzbar ist, ist die Kundenkarte auf ein Zwei-Parteien-System beschränkt und dient primär der Kundenbindung bei einem spezifischen Händler.

Welche Rolle spielt die Rechtsprechung bei der Einordnung der Zahlungsübernahme?

Die Rechtsprechung ordnet die Zahlungsübernahme durch den Emittenten überwiegend als abstraktes Schuldversprechen gemäß § 780 BGB ein, um die Sicherheit der bargeldlosen Zahlung zu gewährleisten.

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Details

Title
Die Kreditkarte aus juristischer Sicht. Grundlagen und Funktionen
Author
Dennis Kubat (Author)
Publication Year
2020
Pages
13
Catalog Number
V991871
ISBN (eBook)
9783346356550
ISBN (Book)
9783346356567
Language
German
Tags
kreditkarte sicht grundlagen funktionen juristische sicht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dennis Kubat (Author), 2020, Die Kreditkarte aus juristischer Sicht. Grundlagen und Funktionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/991871
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