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Psychotherapieresistenz bei Anorexia Nervosa. Eine psychodynamische Betrachtung

Título: Psychotherapieresistenz bei Anorexia Nervosa. Eine psychodynamische Betrachtung

Trabajo , 2014 , 20 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Benjamin Dittrich (Autor)

Psicología - Psicología clínica, Psicopatología, Prevención
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Diese Arbeit soll die Probleme, die in der psychotherapeutischen Behandlung entstehen, aufgreifen und Lösungsansätze liefern. Es ist unvermeidbar und auch sinnvoll, dass hierbei Grenzen zwischen den therapeutischen Schulen verschwimmen. Auch wenn die Problematik der Therapieresistenz in unterschiedlichen Therapiekonzepten unterschiedlich ausfällt, so besteht ein Grundkonflikt zwischen der Pathologie und einer psychotherapeutischen Intervention.

Die Anorexia Nervosa ist eine psychische Störung der Neuzeit, die bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts lediglich als monomorphes Phänomen Beachtung in medizinischer oder therapeutischer Diskussion fand. Erst danach begann die Erforschung der "Magersucht" mit grundlegenden Überlegungen zur Therapie. In der Verhaltenstherapie wurde nach den ersten Katamnesestudien um 1978 festgestellt, dass die erfolgversprechenden Behandlungen nicht nachhaltig wirkten. Diese Problematik hat sich trotz ausgereifter spezifischer Therapieansätze verschiedenster Schulen bis heute nicht vollständig aufgelöst. Entgegen der veralteten Behauptung Anorexia Nervosa sei nicht behandelbar, liegen inzwischen Ergebnisse zur psychotherapeutischen Wirksamkeit vor.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Absicht der Arbeit

2. Diagnose und Epidemiologie

3. Behandlung

3.1 Therapeutische Konzepte

3.2 Verhaltenstherapeutisch orientierte Psychotherapie

3.3 Psychopharmaka

4. Psychodynamik

5. Therapieresistenz

5.1 Das Arbeitsbündnis - eine Illusion?

5.2 Übertragung und Gegenübertragung

5.3 Widerstand

5.4 Zusammenfassende Lösungsansätze

6. Diskussion

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Therapieresistenz bei Anorexia Nervosa aus einer psychodynamischen Perspektive. Ziel ist es, die Gründe für Behandlungsverweigerungen und Widerstände im therapeutischen Prozess zu analysieren, um daraus fundierte Lösungsansätze für eine effektive und nachhaltige therapeutische Intervention abzuleiten.

  • Psychodynamische Ursachen der Anorexia Nervosa
  • Analyse von Widerstand und Behandlungsverweigerung
  • Bedeutung des Arbeitsbündnisses in der Anorexie-Therapie
  • Konfrontation mit Übertragung und Gegenübertragung
  • Zweigleisige Behandlungsstrategien (Zwei-Phasen-Modell)

Auszug aus dem Buch

5.3 Widerstand

Während in der kognitiven Theorie von negativen Denkmustern über die Therapie ausgegangen wird und in der familientherapeutischen Perspektive der Therapeut als neuer Bezugspartner die Familiendynamik aufzeigt, geht man im psychodynamischen Verständnis davon aus, dass die Behandlungsverweigerung als Abwehrmechanismus funktioniert, um die (verbliebene) psychische Stabilität nicht durch innerpsychische Konflikte zu gefährden (Goldner, 1989).

Die Ursachen für einen bestehenden oder aufkommenden Widerstand in der psychodynamischen Behandlung sind multifaktoriell. Charakteristisch ist das Aufleben der unterschiedlichen Konflikte, die die Integrität des Selbst bedrohen. Wie bereits beschrieben ist der Konflikt von Abhängigkeit und Separation zentral und wird durch die Nahrungsaufnahme und Behandlungsverweigerung reinszeniert. Die Definition der eigenen Identität über das asketische Ideal wird durch den therapeutischen Prozess untergraben. Durch das zentrale Ziel der Gewichtsrestoration wird den Patient*innen die Kontrolle über ihren privaten Bereich entzogen, die sie sich mühsam über die Askese angeeignet haben. Der entstandene Zustand der Hilflosigkeit wird sowohl durch eine ambulante Behandlung, als auch eine stationäre Aufnahme oder gar Zwangsernährung forciert und wiederholt die frühkindlichen Ohnmachtserfahrungen. Durch die psychologisch und physiologisch bedingten Einschränkungen der Kognitionen werden rationale Denkweisen und die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen erschwert. Die Unfähigkeit, Anliegen und der Ziele der Therapie zu formulieren, behindern nicht nur den therapeutischen Prozess, sondern sorgen ebenfalls für das von Bruch (1979) beschriebene Gefühl der Ineffektivität (Goldner, 1989).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Absicht der Arbeit: Diese Einführung beleuchtet die historische Entwicklung der Anorexia-Forschung und formuliert das Ziel, Probleme in der psychotherapeutischen Behandlung sowie Lösungsansätze aufzuzeigen.

2. Diagnose und Epidemiologie: Das Kapitel definiert die klinischen Kriterien nach ICD-10 und DSM-V und erläutert die Prävalenz sowie die verschiedenen Subtypen der Erkrankung.

3. Behandlung: Hier wird der aktuelle Stand der Behandlung, einschließlich stationärer Konzepte, verhaltenstherapeutischer Ansätze und psychopharmakologischer Möglichkeiten, dargestellt.

4. Psychodynamik: Der Fokus liegt auf den psychodynamischen Wurzeln der Störung, insbesondere auf dem Konflikt von Abhängigkeit und Separation sowie den Triebkonflikten.

5. Therapieresistenz: Das Kapitel analysiert die verschiedenen Formen der Therapieresistenz sowie die Rolle von Arbeitsbündnis, Übertragung und Widerstand im therapeutischen Setting.

6. Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch reflektiert und die Notwendigkeit einer integrativen, psychodynamisch informierten Herangehensweise betont.

Schlüsselwörter

Anorexia Nervosa, Magersucht, Psychotherapieresistenz, Psychodynamik, Verhaltenstherapie, Widerstand, Arbeitsbündnis, Übertragung, Gegenübertragung, Gewichtsrestoration, Identitätskonflikt, Separation, Behandlungsverweigerung, Adoleszenz, Traumata.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Gründen, warum die Therapie von Anorexia Nervosa häufig auf Schwierigkeiten stößt, und beleuchtet diese insbesondere aus einem psychodynamischen Blickwinkel.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Diagnosekriterien, verschiedene Behandlungsmodelle, die psychodynamische Struktur der Störung sowie die Phänomenologie des Widerstands im therapeutischen Prozess.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, das Verständnis für Behandlungsverweigerungen zu verbessern, um Therapeuten konkrete Handlungsoptionen für eine effektive Therapiebegleitung chronisch anorektischer Patienten zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Synthese verschiedener psychodynamischer sowie verhaltenstherapeutischer Interventionskonzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Behandlungsformen und eine tiefgehende Analyse psychodynamischer Abwehrmechanismen, die das Arbeitsbündnis und den Therapieerfolg beeinflussen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Therapieresistenz, psychodynamische Betrachtung, Arbeitsbündnis, Widerstand, Identitätsentwurf und das Verhältnis von Autonomie und Abhängigkeit.

Warum wird Anorexia Nervosa oft als "therapieresistent" bezeichnet?

Der Begriff resultiert aus der hohen Rückfallquote und der oft vehementen Verweigerungshaltung der Patienten, wobei die Arbeit argumentiert, dass dies eher als Abwehrmechanismus denn als absolute Unbehandelbarkeit zu verstehen ist.

Wie lässt sich laut der Arbeit ein Arbeitsbündnis mit Anorexie-Patienten aufbauen?

Durch die Akzeptanz des anorektischen Identitätsentwurfs in der ersten Phase der Therapie, bei gleichzeitiger Vermeidung von Überforderungen und Wahrung der patientenseitigen Kontrolle über den Prozess.

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Detalles

Título
Psychotherapieresistenz bei Anorexia Nervosa. Eine psychodynamische Betrachtung
Universidad
International Psychoanalytic University
Calificación
1,0
Autor
Benjamin Dittrich (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
20
No. de catálogo
V991920
ISBN (Ebook)
9783346340726
ISBN (Libro)
9783346340733
Idioma
Alemán
Etiqueta
Anorexie Magersucht Psychotherapie Therapieresistenz Psychodynamik Psychoanalyse Anorexia Nervosa Übertragung Widerstand Behandlung Freud Verhaltenstherapie Tiefenpsychologie Ätiologie Pathogenese Intervention
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Benjamin Dittrich (Autor), 2014, Psychotherapieresistenz bei Anorexia Nervosa. Eine psychodynamische Betrachtung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/991920
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