Die in diesem Portfolio erarbeiteten Themen stammen aus den jeweiligen belegten Seminaren im Modul der Handlungsformen der Sozialpädagogik, welche aus Hilfeplanung und Beobachten der sozialpädagogischen Handlungsform bestehen.
In der Hilfeplanung wurde ein Hilfeplanspiel durchgeführt und im späteren Verlauf eine Reflexion des Hilfeplanspiels erarbeitet. Im darauffolgenden Seminar, welche die Beobachtung thematisiert, werden im Portfolio inhaltliche Zusammenfassungen sogenannte Abstracts, die im Seminar behandelten Texte, angefertigt.
Die Texte boten eine gewisse Grundlage um die angeforderte Beobachtungsaufgabe erfolgreich durchführen zu können. Darüber hinaus wurde ein Statement angefertigt, indem ein Input entlang der wesentlichen, aus unserer Präsentation stammenden Texte angefertigt. Anschließend an die durchgeführte Beobachtungsaufgabe wird eine Reflexion der Beobachtung erarbeitet.
In der Abschlussreflexion werden die erarbeiteten Punkte nochmal reflektiert, aber der Schwerpunkt liegt auf der Beantwortung der Frage inwiefern Hilfeplanung und Beobachtung sozialpädagogische Handlungsformen sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hilfeplanung
2.1. Hilfeplanspiel
2.2. Gesprächsverlauf
2.3. Reflexion
3. Beobachten
3.1. Abstracts
3.2. Statement
3.3. Beobachtungsaufgabe
3.3.1. Reflexion der Beobachtungsaufgabe
3.4. Abschlussreflexion
Zielsetzung & Themen
Dieses Portfolio setzt sich kritisch mit den sozialpädagogischen Handlungsformen der Hilfeplanung und der Beobachtung auseinander, um deren Bedeutung und Anwendung in der professionellen Praxis zu hinterfragen. Ziel der Arbeit ist es, durch die Analyse eines simulierten Fallbeispiels und die theoretische Fundierung zu klären, inwiefern diese Methoden als grundlegende Instrumente professionellen Handelns in der Sozialen Arbeit fungieren.
- Analyse des Hilfeplanverfahrens anhand eines konkreten Fallbeispiels
- Untersuchung von Gesprächsführung und Partizipation in der Hilfeplankonferenz
- Theoretische Auseinandersetzung mit Beobachtungsverfahren und Dokumentation
- Reflexion über Machtstrukturen und Adressierung in der Helfer-Klient-Beziehung
- Erörterung der Rolle der Sozialen Arbeit im Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle
Auszug aus dem Buch
3.3. Beobachtungsaufgabe
Person A (Mann) stellt sich an den Kaffeeautomaten an. Er steckt seine Karte in den Kartenschlitz und macht eine Bewegung mit den Fingern als würde er überlegen welche Sorte Kaffee er für sich auswählt. Ein anderer Mann stellt sich hinter hin und spricht ihn an, der erste Mann erkennt ihn und grinst. Beide unterhalten sich, der Mann am Kaffeeautomaten blickt ständig zur Kaffeemaschine um zu sehen wie weit sein Kaffee eingelaufen ist. Als der Kaffee zu fertig ist nimmt der Mann seinen Kaffee dreht sich nochmal um zu dem anderen Mann und verabschiedet sich von diesem Mann. Danach verlässt er zügig das AB Bistro.
Person B (Mann) kommt zum Kaffeeautomaten steht seine Karte in den Kartenschlitz und drückt auf eine Taste. Er wartet ein paar Sekunden, als nichts aus dem Automaten kommt drückt er auf einen grünen Knopf und seine Karte kommt wieder raus. Er steckt sie wieder rein und drückt wieder auf einen Knopf um den Kaffee auszuwählen. Da kommt eine Hilfskraft zu ihm geeilt und überprüft den Kaffeeautomaten. Ihr fällt der Deckel vom Kaffeeautomaten auf den Boden dabei scheppert es. Sie entfernt den Kaffeepulver aus der Maschine und zuckt mit den Schultern. Der Mann zappelt herum und wartet ungeduldig auf seinen Kaffee. Der Mann zieht seine Brille aus und betrachtet den geöffneten Automaten genauer. Beide Personen unterhalten sich und schauen immer wieder zur Kaffeemaschine. Die Hilfskraft schließt den Deckel von der Kaffeemaschine und nimmt den Zucker in die Hand. Mit dem Zucker in der Hand drückt die Hilfskraft auf den Knopf und geht weg. Der Kaffee läuft ein und der Mann nimmt sich einen zweiten Becher und stellt ihn unter die Kaffeemaschine, während der zweite Kaffee einläuft stellt er den ersten Kaffee auf sein Tablett das am Rande steht. Nachdem der zweite Kaffee eingelaufen ist nimmt er sein Tablett und verlässt das Bistro.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Aufbau des Portfolios, das die Themen Hilfeplanung und Beobachtung aus den belegten Seminaren zusammenführt und die zentrale Forschungsfrage nach deren Relevanz als Handlungsformen aufwirft.
2. Hilfeplanung: Dieses Kapitel behandelt ein durchgeführtes Hilfeplanspiel, den konkreten Gesprächsverlauf im Fall Simon und eine anschließende Reflexion über Machtasymmetrien und die Notwendigkeit von Partizipation.
3. Beobachten: Der Abschnitt umfasst wissenschaftliche Abstracts zu Beobachtungstheorien, ein Statement zur Wahrnehmung, eine praktische Beobachtungsaufgabe in einer Cafeteria sowie deren detaillierte Reflexion anhand von Adressierungskonzepten.
Schlüsselwörter
Hilfeplanung, Beobachtung, Sozialpädagogik, Handlungsformen, Partizipation, Dokumentation, Hilfe zur Erziehung, Adressierung, Professionelles Handeln, Soziale Arbeit, Fallbeispiel, Machtbalance, Wahrnehmung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, inwiefern Hilfeplanung und Beobachtung als essenzielle sozialpädagogische Handlungsformen innerhalb der beruflichen Praxis betrachtet werden können.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Jugendhilfe im Einzelfall, die theoretischen Grundlagen der Beobachtung und Dokumentation sowie die Interaktion zwischen Fachkräften und Klienten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, durch die Kombination aus Fallsimulation und theoretischer Literaturanalyse zu ergründen, warum Hilfeplanung und Beobachtung grundlegende Bausteine professionellen sozialpädagogischen Handelns darstellen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Simulation (Hilfeplanspiel), qualitativer Beobachtung einer Alltagssituation und der theoretischen Einordnung durch fachwissenschaftliche Literatur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung eines Hilfeplangesprächs zu einem fiktiven Fall sowie die Dokumentation und Analyse einer systematischen Beobachtungsaufgabe in einer öffentlichen Cafeteria.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Hilfeplanung, Partizipation, Adressierung, das doppelte Mandat der Sozialen Arbeit und die Bedeutung reflektierter Beobachtung.
Wie beeinflusst das Konzept der „Adressierung“ die Analyse der Beobachtung?
Das Adressierungskonzept hilft, unbewusste soziale Handlungen und Klassifizierungen in der Interaktion sichtbar zu machen, um die Beobachtung objektiver reflektieren zu können.
Warum wird im Rahmen der Hilfeplanung die Machtbalance thematisiert?
Die Arbeit zeigt auf, dass Fachkräfte in einem Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle agieren, was eine asymmetrische Machtbeziehung erzeugt, die den partizipativen Prozess erschweren kann.
- Arbeit zitieren
- Tammy Recht (Autor:in), 2019, Hilfeplanung und Beobachten als sozialpädagogische Handlungsformen. Merkmale und Funktionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/991929