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Sexuelle Gewalt an Menschen mit geistiger Behinderung. Erhöhte Gefährdung?

Title: Sexuelle Gewalt an Menschen mit geistiger Behinderung. Erhöhte Gefährdung?

Bachelor Thesis , 2020 , 30 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Tammy Recht (Author)

Health - Persons with disabilities
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Situation von Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung, mit der Entwicklung ihrer Sexualität sowie mit dem Bezug zwischen geistiger Behinderung und sexueller Gewalt. In Kapitel II wird die geistige Behinderung besprochen. Dazu wird versucht, eine Definition des Begriffes aufzustellen, um einen allgemeinen Einblick in die Thematik zu geben. Dabei wird zuerst auf die medizinische Definition hingewiesen und die medizinischen Ursachen sowie die pädagogische Definition der geistigen Behinderung werden erläutert.

Im dritten Kapitel beschäftigt sich die Arbeit mit der Sexualität in Bezug auf die geistige Behinderung. In diesem Kapitel werden die Besonderheiten der Entwicklung der eigenen Sexualität bei Menschen mit einer geistigen Behinderung thematisiert und die Einflüsse auf das sexuelle Erleben erläutert. Im vierten Kapitel wird die sexuelle Gewalt zuerst im Allgemeinen definiert und es werden Begriffserklärungen gefunden. Dazu werden die Folgen analysiert, welche durch einen sexuellen Übergriff für die Opfer auftreten können. Diese werden in psychosomatische, psychische und psychosoziale Folgen differenziert.

Im fünften Kapitel wird sexuelle Gewalt in Bezug auf geistige Behinderungen thematisiert. Dabei werden die aktuellen Forschungsergebnisse vorgestellt. Danach wird sich in der Arbeit mit der Frage beschäftigt, inwieweit eine geistige Behinderung die Gefahr erhöht, Opfer eines sexuellen Übergriffs zu werden. Darauffolgend wird die Selbstbestimmung im Sexualstrafrecht erläutert. In Kapitel VI wird die Prävention sexueller Gewalt bei Menschen mit einer geistigen Behinderung erläutert. Dabei wird deren spezielle Ausrichtung begründet, die sich auf die Sexualerziehung für Menschen mit einer geistigen Behinderung bezieht. Anschließend werden unterschiedliche Aspekte der Sexualerziehung dargestellt, deren Schwerpunkt auf dem Ergreifen präventiver Maßnahmen in Institutionen liegt. Kapitel VII umfasst abschließend die Reflexion sowie die Interpretation. In diesem Zusammenhang werden die Fragestellungen noch einmal aufgegriffen und im Fazit werden die wichtigsten Punkte der Arbeit zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Geistige Behinderung

1. Medizinische Definition

1.1. Pränatale Ursachen einer geistigen Behinderung

1.2. Perinatale Ursachen einer geistigen Behinderung

1.3. Postnatale Ursachen einer geistigen Behinderung

2. Pädagogische Definition

III. Sexualität und geistige Behinderung

1. Entwicklung der eigenen Sexualität bei Menschen mit geistiger Behinderung

2. Das sexuelle Erleben mit einer geistigen Behinderung

IV. Sexuelle Gewalt im Allgemeinem

1. Definitionen

2. Folgen eines sexuellen Übergriffes für das Opfer

2.1. Physische und psychosomatische Folgen

2.2. Psychische und psychosoziale Folgen

V. Sexuelle Gewalt in Bezug auf geistige Behinderungen

1. Aktuelle Forschungsergebnisse

2. Geistige Behinderung und ‚Opferstatus‘

3. Selbstbestimmung und das Sexualstrafrecht

VI. Prävention

1. Sexualerziehung

1.1. Begründung

1.2. Verschiedene Aspekte der Sexualerziehung

2. Prävention in Institutionen

VII. Reflexion

1. Sexualerziehung als pädagogische Konsequenz

2. Prävention sexueller Gewalt an Menschen mit einer geistigen Behinderung

VIII. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Bachelorarbeit untersucht die Problematik der sexuellen Gewalt an Menschen mit geistiger Behinderung, analysiert die Ursachen für deren erhöhte Gefährdung und erarbeitet pädagogische sowie institutionelle Präventionsmöglichkeiten.

  • Entwicklung der Sexualität bei Menschen mit geistiger Behinderung
  • Definitionen und Folgen sexualisierter Gewalt
  • Forschungslage zur Viktimisierung von Menschen mit Behinderung
  • Bedeutung der Sexualerziehung als Präventionsmaßnahme
  • Institutionelle Anforderungen an den Gewaltschutz

Auszug aus dem Buch

1. Definitionen

Als sexuelle Gewalt wird jede Form von Übergriff auf die sexuelle Selbstbestimmung definiert. Das bedeutet, dass jeder sexuelle Kontakt, der nicht im gegenseitigen Einverständnis stattfindet, als sexuelle Straftat bewertet werden kann. Dazu gehören zum Beispiel Vergewaltigungen sowie sexuelle Übergriffe sowie das intime Berühren einer Person ohne deren Einwilligung. In der fachwissenschaftlichen Literatur wird der Begriff des sexuellen Missbrauchs vom Begriff der sexuellen Misshandlung unterschieden, um differenzierter auf den Begriff der sexuellen Gewalt einzugehen. Ein sexueller Missbrauch findet statt, wenn Menschen entweder bewusst gezwungen werden, sexuelle Handlungen auszuüben oder wenn sie in diese miteinbezogen werden, ohne sich dem Zweck und den Konsequenzen bewusst zu sein.

Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass diese sexuellen Handlungen gegen den Willen des Gegenübers stattfinden oder dass sie durch gewalttätiges Handeln erzwungen werden. Das sexuelle Vergehen von Erwachsenen an Kindern kann als Beispiel eines sexuellen Missbrauchs genannt werden. Im Gegensatz zum sexuellen Missbrauch setzt die sexuelle Misshandlung eine Anwendung von Gewalt voraus. Demnach wird sie als sexuelle Handlung definiert, die unter Einwirkung von Gewalt und gegen den Willen des Gegenübers ausgeübt wird. Inwiefern die sexuelle Handlung als einvernehmlich eingestuft werden kann, muss im Einzelfall beurteilt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für die Themenwahl und stellt die zentralen Forschungsfragen zur Sexualentwicklung und Prävention sexueller Gewalt bei Menschen mit geistiger Behinderung vor.

II. Geistige Behinderung: Dieses Kapitel definiert geistige Behinderung aus medizinischer und pädagogischer Sicht und beleuchtet pränatale, perinatale sowie postnatale Ursachen.

III. Sexualität und geistige Behinderung: Es werden die Besonderheiten der sexuellen Entwicklung sowie das sexuelle Erleben von Menschen mit geistiger Behinderung in einer tabuisierten Gesellschaft thematisiert.

IV. Sexuelle Gewalt im Allgemeinem: Dieses Kapitel definiert den Begriff der sexuellen Gewalt, differenziert zwischen Missbrauch und Misshandlung und analysiert die physischen sowie psychischen Folgen für Betroffene.

V. Sexuelle Gewalt in Bezug auf geistige Behinderungen: Die Arbeit beleuchtet aktuelle Forschungsergebnisse zum erhöhten Risiko für Menschen mit Behinderung und diskutiert den ‚Opferstatus‘ sowie die rechtliche Lage im Sexualstrafrecht.

VI. Prävention: Hier wird die Bedeutung von Sexualerziehung und institutioneller Präventionsarbeit zur Senkung des Gewaltpotenzials dargelegt.

VII. Reflexion: Dieses Kapitel reflektiert die erarbeiteten Inhalte und diskutiert gesellschaftliche Barrieren sowie die Notwendigkeit eines Umdenkens in der Betreuung.

VIII. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Dringlichkeit, Sexualität bei Menschen mit geistiger Behinderung als selbstverständlichen Teil ihres Lebens zu akzeptieren und Schutzmaßnahmen zu institutionalisieren.

Schlüsselwörter

Sexuelle Gewalt, Geistige Behinderung, Sexualerziehung, Prävention, Selbstbestimmung, Soziale Arbeit, Institutionen, Sexualstrafrecht, Viktimisierung, Abhängigkeitsverhältnis, Psychische Folgen, Pädagogik, Identitätsentwicklung, Empowerment, Schutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das sensible Thema der sexuellen Gewalt an Menschen mit geistiger Behinderung, wobei ein besonderer Fokus auf den Ursachen, Folgen und Präventionsmöglichkeiten liegt.

Welches ist das primäre Ziel der Bachelorarbeit?

Ziel ist es, die spezifischen Gefährdungslagen von Menschen mit geistiger Behinderung zu analysieren und Wege aufzuzeigen, wie soziale Einrichtungen und die Gesellschaft durch Prävention und Aufklärung Schutz bieten können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die sexuelle Entwicklung bei Menschen mit Behinderung, die Definition und psychischen Auswirkungen sexueller Übergriffe sowie Konzepte der Sexualerziehung.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse und theoretische Auseinandersetzung, um den aktuellen Forschungsstand und pädagogische Konzepte aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung von Behinderung und Sexualität, die Analyse von Gewaltformen, die Untersuchung der besonderen Risikosituation in Institutionen sowie die Darstellung präventiver Ansätze.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind sexuelle Selbstbestimmung, institutionelle Prävention, Abhängigkeitsverhältnisse und der Bedarf an einer emanzipatorischen Sexualerziehung.

Warum sind Menschen mit geistiger Behinderung laut Arbeit besonders gefährdet?

Die Arbeit identifiziert Abhängigkeitsverhältnisse, oft unzureichende Sexualerziehung sowie strukturelle Fremdbestimmung in Institutionen als Faktoren, die das Risiko für sexuelle Übergriffe erhöhen.

Welche Rolle spielt das Sexualstrafrecht bei dieser Thematik?

Das Sexualstrafrecht wird als Instrument diskutiert, das durch Reformen (wie 1998) versucht, Abhängigkeitsverhältnisse besser zu erfassen, wobei die Autorin auf die Schwierigkeiten bei der Aufdeckung und die Problematik der Glaubwürdigkeit von Opfern hinweist.

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Details

Title
Sexuelle Gewalt an Menschen mit geistiger Behinderung. Erhöhte Gefährdung?
College
University of Trier
Course
Bachelorarbeit
Grade
2,3
Author
Tammy Recht (Author)
Publication Year
2020
Pages
30
Catalog Number
V991936
ISBN (eBook)
9783346355416
ISBN (Book)
9783346355423
Language
German
Tags
sexuelle gewalt menschen behinderung erhöhte gefährdung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tammy Recht (Author), 2020, Sexuelle Gewalt an Menschen mit geistiger Behinderung. Erhöhte Gefährdung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/991936
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