Diese Studienarbeit enthält verschiedene, praktische Übungen zur sozialen Interaktion in einer Klasse im Setting Indoor, Outdoor und im Klassenzimmer, mit Bezug zur fachwissenschaftlichen Literatur und dem Lehrplan 21.
Inhaltsverzeichnis
1. Übungen
Setting Klassenzimmer
Setting Sporthalle
Setting Outdoor
2. Bezug Fachliteratur
Psychomotorik und Rhythmik
Lehrplan 21
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung und fachliche Analyse von praxisorientierten Übungen zur Förderung sozialer Interaktionen im schulischen Kontext, unter besonderer Berücksichtigung rhythmik- und psychomotorikpädagogischer Ansätze.
- Vermittlung konkreter Spielformen für verschiedene Settings (Klassenzimmer, Sporthalle, Outdoor).
- Stärkung von Kooperationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen bei Kindern.
- Theoretische Fundierung der gewählten Aktivitäten durch Fachliteratur.
- Verknüpfung der Übungen mit den Kompetenzzielen des Lehrplans 21.
Auszug aus dem Buch
Psychomotorik und Rhythmik
Gegenstand des Spiels ist ein Luftballon. Damit wird eine Materialerfahrung gemacht, indem im Speziellen die Flugeigenschaft des Ballons als physikalische Eigenschaft erlebt wird. Um am Spiel teilzunehmen wird der Ballon mit der Hand und in einem weiteren Schritt wahlweise auch mit anderen Körperteilen in die Höhe geprellt. Hierfür ist visuelle Wahrnehmung massgebend: «Die Visuelle Wahrnehmung trägt dazu bei, dass sich das Kind im Raum orientieren, die Flugbahn von Wurfgegenständen verfolgen und entsprechend einschätzen und reagieren kann» (Lienert et al., 2010). Das Spiel fordert also eine Reihe von körperlichen Kompetenzen. Aus der Perspektive der Rhythmik formulieren Bühler und Thaler (2001, S. 25): «Die körperliche Kompetenz bezeichnet die Fähigkeiten, die der Mensch hat, um seine Körperbewegungen wahrzunehmen und zu steuern und umfasst seine Bewegungs- und Ausdrucksmöglichkeiten» (Bühler et al. 2001, S. 25). Darin wird die ganzheitliche Betrachtungsweise von Bewegungen als Teil der rhythmischen Kompetenzen eines Menschen ersichtlich.
Da das Spiel in der Gruppe stattfindet, ergeben sich jedoch darüber hinaus weitere Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler. Das Spiel gibt der Aktivität eine Rhythmisierung vor. Der Ballon wird reihum von allen Spieler/Innen gespielt, sodass kein Kind mehr Ballonberührungen als ein anderes haben soll. Somit entsteht die Anforderung der «Ich und Wir» Auseinandersetzung der Gruppe im Bereich Soziale Interaktion C (vgl. Danuser, 2013, S. 122). Danuser legt in einer Reihe von Grob- und Feinzielen dar, welche Aspekte der sozialen Interaktion in Gruppenaktivitäten angesprochen werden. Es geht um die Wahrnehmung der Gruppe und der einzelnen Gruppenmitglieder, welche die Voraussetzungen sind, dass ein Kreisspiel funktioniert. Die Schüler/Innen müssen beim beschriebenen Jongleur Spiel wahrnehmen, wann sie an der Reihe sind und wenn eine andere Person dran ist, den Ballon anzuspielen (C.1). Geschieht dies erfolgreich, entsteht das Gefühl «Wir machen etwas gemeinsam» (C.4). Gemeinsam wird der Luftballon in der Luft gehalten. Somit fördert das beschriebene Ballonspiel im Kreis die soziale Interaktion.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Übungen: In diesem Kapitel werden verschiedene interaktive Spiele für unterschiedliche Lernumgebungen (Klassenzimmer, Sporthalle, Outdoor) vorgestellt, die die Kooperation und das Gemeinschaftsgefühl stärken sollen.
2. Bezug Fachliteratur: Das Kapitel analysiert die Aktivität «Jongleure» unter Einbeziehung theoretischer Erkenntnisse aus der Rhythmik und Psychomotorik sowie der Anforderungen des Lehrplans 21.
Schlüsselwörter
Soziale Interaktion, Rhythmik, Psychomotorik, Kooperation, Lehrplan 21, Bewegungsförderung, Gruppenaktivitäten, Materialerfahrung, Körperwahrnehmung, Unterrichtsgestaltung, Gemeinschaftsgefühl, Schülerinnen und Schüler, Kreisspiel, Bewegungsspiel, motorische Kompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit fokussiert auf die Förderung sozialer Interaktionsfähigkeiten bei Kindern im Grundschulalter durch praxisnahe Bewegungs- und Rhythmikübungen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die soziale Interaktion innerhalb von Gruppen, die Förderung von Körperwahrnehmung und die praktische Anwendung von Bewegungsspielen in verschiedenen schulischen Umgebungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch gezielte Übungen und deren theoretische Einbettung soziale Kompetenzen gestärkt und der Lehrplan 21 im Sportunterricht umgesetzt werden kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?
Es wird eine didaktische Analyse einer spezifischen Spielaktivität durchgeführt, die durch Literatur aus den Bereichen Rhythmik und Psychomotorik untermauert wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sammlung praktischer Spielanleitungen für diverse Settings sowie eine tiefgehende Analyse der Aktivität «Jongleure».
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Wesentliche Begriffe sind Soziale Interaktion, Rhythmik, Psychomotorik, Kooperation und der Bezug zum Lehrplan 21.
Wie trägt die «Materialerfahrung» zur sozialen Interaktion bei?
Durch die gemeinsame Interaktion mit einem Objekt, wie einem Luftballon, müssen die Kinder ihre Bewegungen aufeinander abstimmen und lernen, ihre Impulse in einer Gruppe zu kontrollieren.
Warum wird im «Jongleur»-Spiel die Rhythmisierung als wichtig erachtet?
Die Rhythmisierung sorgt dafür, dass jedes Kind gleichberechtigt in den Spielprozess einbezogen wird, was die soziale Verantwortung und das Bewusstsein für die Gruppe («Ich und Wir») schärft.
Welche Rolle spielt der Lehrplan 21 in der Analyse?
Der Lehrplan 21 dient als normativer Rahmen, um die pädagogische Relevanz der Übungen zu legitimieren und deren Beitrag zu spezifischen Kompetenzzielen (z. B. BS.3.A.1) nachzuweisen.
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- Anonym (Author), 2019, Psychomotorik und Rhythmik in der Schule. Übungen für Klassenzimmer, Sporthalle und Outdoor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992076