Morphologie und Wortbildungslehre im "Cours de Linguistique générale". Ihre Bedeutung für die heutige Sprachwissenschaft


Hausarbeit, 2017

21 Seiten, Note: 2,0

Maria von Papenburg (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Morphologie und Wortbildungslehre im « Cours de linguistique générale »
2.1 Syntagmatische und assoziative Solidaritäten und Gruppierungen
2.2 Arbitrarität, Durchsichtigkeit und Motivation

3 Saussures Erkenntnisse im CLG in der heutigen Sprachwissenschaft
3.1 Die Unterteilung von Einheiten und Untereinheiten
3.2 Die Arbitrarität des sprachlichen Zeichens
3.3 Die Durchsichtigkeit
3.4 Die Motivation

4 Schlussfolgerung

Literaturverzeichnis

Abkürzungverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Der Cours de linguistique générale (CLG) wurde 1916 von Charles Bally (1865 - 1947) und Albert Sechehaye (1870 - 1946) nach dem Tod von Ferdinand de Saussure verfasst. Sie erstellten den CLG auf Grundlage von verschiedenen Vorlesungs- mitschriften der Studenten Saussures. Dieser war ein Genfer Sprachwissenschaftler, der jedoch zu Lebzeiten nicht publizierte, da er seine Forschungsergebnisse als unzureichend betrachtete und sein Augenmerk auf die Lehre legte.

Im CLG werden unter anderem Saussures Erkenntnisse zur Morphologie und Wortbildungslehre festgehalten. Diese werde ich zunächst beschreiben und anhand seiner Beispiele erläutern. Hierfür beziehe ich mich auf die deutsche Übersetzung des CLG von Wunderli1. Im Anschluss betrachte ich Saussures Ergebnisse aus dem CLG mit Bezug auf die heutige Sprachwissenschaft, um festzustellen, inwiefern seine Erkenntnisse Auswirkungen auf die heutige Linguistik haben.

2 Morphologie und Wortbildungslehre im « Cours de linguistique générale »

In diesem Kapitel werde ich erläutern wie Ferdinand de Saussure den Aufbau der Sprache versteht und wie dies im CLG von Bally und Sechehaye dargestellt wird.

Saussure unterteilt die Sprache in Einheiten und Untereinheiten. Er beschreibt die Sprache als System, das auf den Beziehungen der Einheiten und Untereinheiten miteinander beruht. Nicht nur Wörter bezeichnet er als Einheiten, denn darin sieht er einen Konflikt:

„Entweder man vernachlässigt die doch offensichtliche Beziehung zwischen cheval [frz. Pferd] und chevaux [frz. Pferde] [...] und sagt, es handele sich um verschiedene Wörter, - oder aber man begnügt sich anstelle der konkreten Einheiten mit einer Abstraktion, die die verschiedenen Formen des gleichen Wortes in sich vereint." (Wunderli 2014: 134).

Auch Redewendungen (d'accord), Komposita (porte-monnaie) und ganze Sätze (j'ai été) zählt er zu den Einheiten der Sprache. Viele der Einheiten kann man noch in weitere Untereinheiten, wie Präfixe (dé- von défaire), Suffixe (-eur von pëcheur) und Stämme (pëch- von pëcheur) unterteilen. Beispielsweise können auch Wörter oder Komposita als Untereinheit eines Satzes gelten, wenn dieser als eigene Einheit beschrieben wird.

Diese Einheiten sind fast immer abhängig von ihren Bestandteilen oder dem Zusammenhang, der sie in ihrer Aussage umgibt. Saussure sieht die Bildung eines Wortes als Produkt zweier Untereinheiten und nicht als zwei unabhängige Einheiten, die nur aneinander gereiht werden. Die zwei Untereinheiten werden durch ihre jeweilige Bedeutung zu einer neuen Einheit. Hierbei sind die Prä- und Suffixe allein inexistent. So kann -eux alleine nicht existieren. Diese Einheit stellt eine Adjektivendung dar, wie in heureux 'glücklich'. Darüber hinaus ist der Stamm eines solchen Wortes jedoch auch nicht immer autonom.

2.1 Syntagmatische und assoziative Solidaritäten und Gruppierungen

Man kann bei der Analyse einer Beziehung zweier sprachlicher Einheiten die syntagmatische und assoziative Beziehung untersuchen. Eine syntagmatische Beziehung ist eine Beziehung, bei der alle Einheiten tatsächlich präsent sind. Eine assoziative hingegen, wenn die Einheiten nur im Gedächtnis eine Beziehung haben. Dass man sich bei dem Wort amoureux 'verliebt' automatisch an amour 'Liebe' erinnert, kann hier als Beispiel dienen.

Einheiten, die keine syntagmatische Beziehung zu anderen Einheiten oder ihren Untereinheiten haben, nennt man unabhängige Einheiten. Die unabhängigen Einheiten beschreibt Saussure aber als „Ausnahmecharakter [...], [der nicht genügt], um das allgemeine Prinzip in Frage zu stellen." (Wunderli 2014: 151).

Als syntagmatische Solidarität bezeichnet man die Abhängigkeit einer Einheit von ihren Untereinheiten oder dem Zusammenhang, der sie in einem Satz umgibt. Im CLG wird dies folgendermaßen beschrieben:

„es handelt sich immer um umfassendere Einheiten, die selbst aus begrenzteren Einheiten bestehen, wobei sowohl die einen wie die andern in einem gegenseitigen Solidaritätsverhältnis zueinander stehen." (Wunderli 2014: 150f.)

Diese voneinander abhängigen Einheiten, die zu einer Äußerung gehören, nennt Saussure „Syntagma" (Wunderli 2014: 152). Ein Syntagma zeichnet sich dadurch aus, dass es in mehrere Untereinheiten zerlegbar ist.

Syntagmen kann man nach Saussure auf zwei Arten analysieren. Einerseits in der Redekette auf horizontaler Ebene:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Wunderli 2014: 151)

Andererseits auch auf Achsen, mit unbewussten Assoziationen, die eine Einheit des Syntagmas beinhalten:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Wunderli 2014: 151)

Die syntagmatische Analyse ist demnach nur möglich, weil man die Untereinheiten analysieren kann. Könnte man mit dé- oder -faire nicht andere Worte assoziieren würde défaire 'aufmachen/lösen' eine einzige Einheit darstellen und die beiden Untereinheiten könnten einander nicht gegenübergestellt werden. Saussure nennt als Beispiel, um dies zu verdeutlichen, das Wort marchons. Den Wortstamm marchassoziiert man mit marcher 'gehen' und die Endung -ons mit anderen Verbformen der ersten Person Plural nous 'wir' wie beispielsweise montons von 'hinaufsteigen' und mangeons von 'essen'. Somit ist die Bedeutung von nous marchons 'wir gehen' durch die Assoziationen, die unser Gedächtnis automatisch herstellt, sofort erkennbar. Wenn -ons also in keinem anderen Zusammenhang zu finden wäre, könnte marchons nicht zerlegt werden, und würde als eine Einheit gelten.

Des Weiteren stellt Saussure fest, wenn marche die Präsensform der ersten Person Singular von 'gehen' nicht mehr existieren würde und man nicht mehr zwischen den verschiedenen Verbformen variieren könnte, wäre die Bedeutung von marchons komplett verändert. Dies gilt auch für komplexere Syntagmen wie zum Beispiel Sätze,

„In dem Moment, wo wir den Satz: « que vous dit-il? » aussprechen, variieren wir ein Element in einem latenten syntagmatischen Typ, z.B. « que te dit-il? » - « que nous dit-il » usw., und es ist in diesem Rahmen, daß unsere Wahl auf das Pronomen vous fällt." (Wunderli 2014: 152) aber auch für die kleinsten Einheiten, wie Phoneme, beispielsweise dem -e von grande 'große' gegenüber grand 'groß' zum Ausdruck der weiblichen Form des Adjektivs. Um die gewollten Unterscheidungen in einer Sprache festzulegen, ist demnach die assoziative Gruppierung gleichermaßen notwendig wie die syntagmatischen Typen.

2.2 Arbitrarität, Durchsichtigkeit und Motivation

Mit den Begriffen Arbitrarität, Durchsichtigkeit und Motivation arbeitet Saussure vor allem, um die Analyse der Einheiten auf ihren Wert in der Sprache durchzuführen.

Die Arbitrarität umfasst die grundlegenden Eigenschaften eines sprachlichen Zeichens, sie misst den Wert, den dieses hat. Sie beschreibt die Willkür der Wahl eines sprachlichen Zeichens zu seiner Bedeutung. Es gibt zu keinem sprachlichen Zeichen einen „natürlichen Anknüpfungspunkt in der Realität" (Wunderli, 2014: 107). Saussure sieht die Arbitrarität als Prinzip, das die ganze Linguistik des Sprachsystems dominiert.2 Arbitrarität bedeutet allerdings nicht, dass der Sprecher willkürlich neue Begriffe in der Sprache etablieren kann. Wenn diese einmal festgelegt sind, ist ein Sprecher darauf angewiesen, sie in der Art und Weise zu verwenden, wie sie etabliert sind, um verstanden zu werden. Er könnte beispielsweise niemals „Ich habe Durst." als Ausdruck für „Draußen scheint die Sonne." nutzen, da das was er meint nicht dem entspricht, was der Rest der Sprechergemeinschaft darunter versteht. Wie auch die oben genannte Unterteilung in syntagmatisch und assoziativ, dient die Arbitrarität ebenfalls dazu, die Sprache zu analysieren. Bei der Arbitrarität unterscheidet Saussure in radikal arbiträr und relativ arbiträr. Sprachliche Zeichen, die unmotiviert sind, sind die radikal arbiträren Zeichen, und diejenigen, die relativ motiviert sind, sind auch relativ arbiträre Zeichen.

„Nur ein Teil der Zeichen ist vollkommen arbiträr; bei andern findet man ein Phänomen, das es erlaubt, [verschiedene] Grade der Arbitrarität zu unterscheiden, ohne diese [jedoch] aufzuheben: Das Zeichen kann relativ motiviert sein." (Wunderli 2014: 153)

Demnach sieht Saussure die Arbitrarität des Zeichens in verschiedene Stufen unterteilbar, wenn man verschiedene sprachliche Zeichen vergleicht.

Zur Bestimmung der Arbitrarität und der Motivation nutzt man die syntagmatische Analyse. Saussure stellt im CLG viele Beispiele3 dar, um die Arbitrarität und Motivation verständlich zu machen. So ist vingt 'zwanzig' unmotiviert, da es nicht in weitere Untereinheiten teilbar ist, während dix-neuf 'neunzehn' relativ motiviert ist, da es aus den Untereinheiten dix 'zehn' und neuf 'neun' besteht. Somit werden diese beiden Zahlen und alle anderen zusammengesetzten Zahlen, in denen sie enthalten sind, assoziiert, wie beispielsweise vingt-neuf 'neunundzwanzig'. Dix wäre allerdings gleichrangig mit vingt 'zwanzig'. Außerdem ist zu ergänzen, dass die Motivation nicht als Summe der Werte der Untereinheiten, sondern als neuer Wert der ganzen Einheit gesehen wird. Also wird bei dix-neuf nicht der Wert von dix und neuf addiert, sondern der Wert von dix-neuf als eine Einheit mit ihren Untereinheiten als Motivation gewertet.

Dasselbe gilt für Wörter mit denselben Affixen. Als Beispiel nennt Saussure hier Obstbäume, die im Französischen dasselbe Suffix haben, und deren Wortstamm dem Wort für die Frucht sehr ähnelt:

„Entsprechendes gilt für poirier [frz. Birnenbaum], das das einfache Wort poire [frz. Birne] evoziert und dessen Suffix -ier an cerisier [frz. Kirschbaum], pommier [frz. Apfelbaum] usw. denken läßt" (Wunderli 2014: 153).

Er erwähnt jedoch auch, dass dies für die Baumarten frëne 'Esche' und chëne 'Eiche' nicht gilt, da man diese nicht unterteilen kann. Dies wird auch an Beispielen wie concierge 'Hausmeister' und portier 'Portier' deutlich. Portier kann man in port-ier unterteilen, wobei der Stamm an das französische Wort für Tür porte erinnert und das Suffix -ier eine häufig vorkommende Substantivendung ist.

Saussure erklärt die Arbitrarität aber auch an Beispielen aus anderen Sprachen und stellt fest, dass man Sprachen auch aufgrund der Arbitrarität vergleichen kann. Hierfür nennt er das deutsche Wort Laub im Vergleich zum französischen feuillage. Das deutsche Wort lässt sich nicht weiter unterteilen, das französische hingegen in feuill-age wobei das Suffix auch hier typisch für ein französisches Substantiv ist und feuill- an feuille 'Blatt' erinnert. Saussure fällt auf, dass im Englischen der Plural an weitaus mehr erinnert, da die Pluralendung -s im Englischen bei vielen Wörtern genutzt wird (ships 'Schiffe', birds 'Vögel', books 'Bücher', usw.). Andere Pluralbildungen ohne -s hingegen assoziieren keine anderen Wörter und sind unmotiviert: „während men 'Menschen', sheep 'Schafe' an nichts erinnern." (Wunderli 2014: 153). Auch zum Griechischen stellt Saussure ein Beispiel auf.

„Im Griechischen drückt dosö 'ich werde geben' die Idee der Zukünftigkeit durch ein Zeichen aus, das Assoziation mit lüsö, stesö, tupsö usw. hervorruft, während emi 'ich werde gehen' vollkommen isoliert ist." (Wunderli 2014: 153)

Die Motivation ist demnach leichter zu bestimmen, wenn man eine klare syntagmatische Analyse durchführen kann. Auch die klare Unterteilung in Untereinheiten und deren Bedeutung macht es deutlich einfacher. Saussure bezeichnet die Untereinheiten, deren Bedeutung klar zu verstehen ist, als durchsichtiges Bildungselement4. Jedoch gibt es auch undurchsichtige Wörter, die zwar äußerlich Gemeinsamkeiten aufweisen, aber nicht in bedeutsame Untereinheiten unterteilbar sind.

„Wenn man Wörter wie coutelas [frz. Fleischmesser], fratras [frz. Plunder], canevas [frz. Stickerei] usw. nebeneinander stellt, hat man das vage Gefühl, -as sei ein substantivisches Bildungselement, ohne es aber genauer definieren zu können." (Wunderli 2014: 153f.).

Eine vollkommene Motivation ist jedoch auch bei den durchsichtigsten Wörtern nicht gegeben, da die Motivation nicht nur durch den Ursprung eines Wortes bestimmt ist. Bei der relativen Motivation werden immer eine syntagmatische und eine assoziative Analyse der Beziehung der Einheiten gefordert, um die Motivation festzustellen.

Demnach führt man zuerst die Analyse der Beziehung mit den Untereinheiten und anschließend die Analyse der Beziehung mit den assoziierten Begriffen durch.

Die syntagmatische und assoziative Solidarität begrenzt die Arbitrarität, denn die einzelnen Einheiten gewinnen ihren Wert auch durch die solidarischen Beziehungen zu den Einheiten oder Untereinheiten, von denen sie umgeben werden.

„Dix-neuf ist assoziativ solidarisch mit dix-huit, soixante-dix usw., und syntagmatisch ist es solidarisch mit seinen Elementen dix und neuf [...]. Diese Doppelbeziehung verleiht ihm einen Teil seines Wertes." (Wunderli 2014: 154)

Für Bally und Sechehaye beruht nach Saussure das ganze Sprachsystem auf der Arbitrarität des Zeichens. Dieses System der Arbitrarität des Zeichens scheint sehr umfassend, da man immer wieder neue Wörter finden kann, die eine Beziehung oder Solidarität zu einem anderen haben.

„Aber der Geist schafft es, ein Ordnungs- und Regularitätsprinzip in gewisse Teile der Masse von Zeichen einzubringen, und genau dies ist die Rolle der relativen Motivation." (Wunderli 2014: 154)

Keine Sprache ist nur motiviert oder komplett unmotiviert. Man findet immer nur viele verschiedene Zwischenstufen. Jede Sprache umfasst vollkommen arbiträre und relativ motivierte Einheiten, jedoch sind die Sprachen deshalb auch in ihrer Gesamtheit unterschiedlich motiviert. Saussure bestimmt unmotivierte Sprachen als eher lexikalisch und die motivierten Sprachen als eher grammatikalisch. Dabei setzt er die Arbitrarität mit dem Lexikon und die relative Motivation mit der Grammatik nicht gleich, sondern vergleicht sie eher mit „zwei Pole[n], zwischen denen sich das ganze System bewegt, zwei gegenläufige Strömungen, die sich den Mechanismus der Sprache teilen[.]" (Wunderli 2014: 154)

[...]


1 Wunderli, Peter (2014), Ferdinand de Saussure : Cours de linguistique générale. Studienausgabe in deutscher Sprache, Tübingen: Narr

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Details

Titel
Morphologie und Wortbildungslehre im "Cours de Linguistique générale". Ihre Bedeutung für die heutige Sprachwissenschaft
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster  (Romanisches Seminar)
Veranstaltung
Proseminar: Saussures « Cours de linguistique générale » und seine Bedeutung für die moderne Sprachwissenschaft
Note
2,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
21
Katalognummer
V992151
ISBN (eBook)
9783346357779
ISBN (Buch)
9783346357786
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ferdinand de Saussure, Cours de linguistique générale, Morphologie, Wortbildungslehre, Französische Sprachwissenschaft, französische Morphologie, französische Wortbildungslehre
Arbeit zitieren
Maria von Papenburg (Autor), 2017, Morphologie und Wortbildungslehre im "Cours de Linguistique générale". Ihre Bedeutung für die heutige Sprachwissenschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992151

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