Die Geschichte der griechischen Antike


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
6 Seiten

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Die Geschichte der griechischen Antike

Zur Geschichte Pergamons und des großen Altars

Erläuterung zum Pergamon Altar

Carlos Humann (1839-1896) fand den Altar, vor über 100 Jahren bei der Ausgrabung am Burgberg Pergamons (1878-1886). Im Pergamon Museum sahen wir den westlichen Teil des großen Altars. Die Fundamente des Altars befanden sich noch am ursprünglichen Platz, wobei die zerbrochenen Reliefplatten verbaut waren in Festungsplatten, so daß sie heute noch gut erhalten sind. Die Treppe zum Obergeschoß, besaß eine Breite von ca. 20 Metern und war umgeben von Säulen. Zahlreiche Mamorskulpturen schmückten das dach des Pergamon Altars. Den Altar konnte man nur durch die Treppen erreichen. Große Säulenhallen umgaben den Altar und in der Mitte befand sich der Opfertisch. An den Hochwänden des Altars war ein kleiner Fries angebracht, welcher das Leben des Telephos ( Herr Pergamons ) darstellte.

Geschichte Pergamons

Der Pergamon Altar wurde errichtet, als Dank für erwiesene Wohltaten, für das pergam. Herrscherhaus, für die Hilfe der Götter und für die gewonnen Kämpfe gegen Makedonien und Syrien, im 3. Jahrhundert vor Chr.. Das pergam. Königreich besaß großen Einfluss in Kleinasien, war eine bedeutende Residenz der hellenist. Welt und es sollte ein zweites Athen geschaffen werden. Unter Regierung Eumenes II. wurde der Altar zu Ehren des Gottes Zeus errichtet. 180 vor Chr., nach dem Tode Eumenes wurde der Bau eingestellt. Die Bauzeit betrug 21- 24 Jahre. Links am Altar kann man den Kampf der Meeresgötter sehen, die die Giganten niederdrängen und rechts, den Gott Dionsys mit Gefolge.

Nach dem Tod Alexanders, Alexander der Große, besaß Pergamon einen großen Status in Kleinasien, zur Zeit der Diadochenkämpfe. Lysimachos, König Trakiens, stand unter dem Schutz des Herrfühers Philetairos. Lysimachos deponierte den Staatsschatz. Philetairos fiel im Jahre 283 vor Chr. von Lysimachos ab und benutzte die ihm anvertrauten Gelder zur Einrichtung seiner eigenen Herrschaft. Mit der Adoption seines Neffens, der als Eumenes I. im Jahre 263 vor Chr. seine Nachfolge antrat, begründete er die Dynastie der Attaliden. Eumenes I. und Atalos I. konnten mit erfolgreichen Kämpfen gegen die Galater usw. ihre polit. Stellung festigen. Attalos I. erhielt den Königstitel durch den Sieg über Galater an den Quellen des Kaikos. In den Kriegen gegen Philip V. von Makedonien bat er Rom um Hilfe und es war gleichzeitig der Anlaß zur Machterweiterung im Osten. Der Machtzuwachs erregte den Argwohn der röm. Politiker. Die Attaliden förderten die griech. Wissenschaft und Kultur im 3-2 Jahrhundert vor Chr..

Dieser Zeus und Athena geweihte Altar wurde auf einer eigens für ihn erweiterten Terrasse unterhalb des Athenatempels errichtet. Er wurde in der byzantinischen Zeit abgerissen, um Material für eine neue Befestigung gegen die Araber zu errichten.

Erklärung Hellenismus

Zeitepoche in der antiken griechischen Geschichte von 323 vor Chr. bis ca. 30 vor Chr..

Zum Modell der Polis - Wie hat Pergamon in der Antike (2.Jhd. n. Chr.) ausgesehen ?

Pergamon war eine altgriech. Kolonie in Mysien (Westküste Kleinasiens), heute Bergama (Türkei), wurde 283 vor chr. Hauptstadt des pergamen. Reiches, Wissenschaft und Kunst wurden dort gefördert. Pergamon, eines der bedeutendsten kulturellen Zentren des Hellenismus, besaß eine große Bibliothek sowie berühmte Schulen der Grammatik und der Medizin. In dieser Polis wurden viele prächtige Bauten zu Ehren der Götter errichtet.

Die Bebauung des Burgberges von Pergamon begann im 2. Jahrhundert nach Chr. Ca. 300 Jahre nach dem Bau des großen Altars von Pergamon , Hauptstadt Asias ( Provinz), war der Burgberg mit represativen Gebäuden terassenartig dicht bebaut.

Von rechts unten führte eine am Ufer des Berges bepflasterte, schmale Straße zur Oberstadt empor, Waffenasinale, Tempel und Königpaläste lagen dicht beieinander. Zur Zeit Kaiser Paul Jans wurde auf dem obersten Bergplatan ein Podiumstempel nach röm. Baukunst errichtet, Säulenhallen umschlossen die Stätte des Kaiserkultes. Das am steilen Berghang gelegene Theater bot 10000 Besuchern Platz, und gewährt einen weiten Blick in die Talebene. Oberhalb des Theaters, auf einer Terrasse sieht man den Tempel und den Altar der Göttin Athena. Durch ein doppelgeschossiges Tor hatte man Zugang zu dieser Kultstätte der Stadtgöttin, von der Bergstraße aus. Auf der größten Terrasse, unterhalb des Athener Bezirkes, rechts neben dem Theater konnte man den Pergamonaltar (der große Zeusaltar) erkennen, der Pergamonaltar, der massive fast quadrat. Sockelbau von 34x34 Meter, ist so ausgerichtet, daß man vom Burgberg kommt auf die Rückseite zugeht. Der Altarsockel, mit seinen herrlichen Schmuck aus Mamorreliefplatten auf dem Fries, zog sicherlich alle Aufmerksamkeit auf sich.

Der Kampf der Götter gegen die Giganten

An den Friesteilen ist der Kampf der Götter gegen die Giganten dargestellt, an deren Ende die unsterblichen Götter siegen. Die Giganten, das sind die sterblichen Söhne der Erdmutter Gaia, versuchen die Macht zu erringen, doch ihr Aufbegehren gegen die Herrschaft der Götter nimmt ein furchtbares Ende. Die Giganten sind nackt dargestellt, zu Boden gestürzt oder sich mühsam erhebend, ihre Gesichter von Schmerz und Verzweiflung gezeichnet. Ganz anders die Götter und Heroen, sie wirken kühl und überlegen.

Den einzelnen Friesteilen sind bestimmte Sagenkreise und Götterfamilien zugeordnet. Am Südfries die Gestirn und Lichtgötter, am Nordfries die Schicksals- und Rachegötter, am Westfries die Meeresgötter und am Ostfries kämpfen die bedeutendsten olympischen Götter, deren Kampf im folgenden Teil näher erläutert wird.

Die Kampfszenen sind als zeitgleiches Geschehen zu verstehen. Links befindet sich im unbekleideter schlangenbeiniger Gigant. Er will gegen die dreiköpfige Zaubergöttin Hekate einen Felsblock schleudern. Sie schützt ihren Körper mit einem Schild, in das sich ein Schlangenbein des Giganten verbissen hat. Der Hund der Göttin beißt in den Oberschenkel des Schlangenbeines. Gut gerüstet mit brennender Fackel, Lanze und Schwertern greift die vielarmige Göttin ihren Gegner an. Das folgende Kämpferpaar ist ein Gigant und die Jagdgöttin Artemis, welche mit gespannten Bogen ihrem Feind entgegenstürmt. Zu ihren Füßen wehrt sich vergeblich ein weiterer gestürzter Gigant gegen den Hund der Göttin, der ihm im Genick gepackt hat . Diesem Kampfpaar den Rücken zugewandt kämpft die Göttin Leto.

Sie stößt eine brennende Fackel in das Gesicht eines rücklings gestürzten Gegners. Aus folgenden Kampfszenen fehlen große Teile, so daß eine Deutung schwer bzw. nicht möglich ist. Die nächsten gut erhaltenen Szenen gehören zu den eindrucksvollsten des Frieses. Zeus und Athena, beide in Pergamon besonders verehrte Gottheiten, sind im vielfigurigen Kampfgetümmel dargestellt. Links kämpft Zeus gegen drei Giganten, die er an Größe und Kraft weit überragt. Den Arm weit ausholend will er seinen Blitzbündel gegen den rechts aufsteigenden Giganten schleudern.

Die anderen beiden Gegner sind schon besiegt. Den geflügelten Giganten Alkyonens hat Athena bei den Haaren gepackt, um ihn von der Erde fortzureißen. Sein Fuß berührt noch die lebenspendende Brust der Erdmutter Gaia, ihr üppiger Oberkörper taucht durch den Boden auf.

Gaia bittet vergeblich für ihren Sohn, über ihr fliegt schon die Siegesgöttin Nille heran, um Athena den Siegeskranz auf das Haupt zu setzen. Der Fries endet mit dem Pferdegespann des Kriegsgottes Aares.

Dieser von höchster künstlerischer Qualität gearbeitete Fries ist ein Meisterwerk der hellenistischen Epoche. Bemerkennswert sind vorallem die realistischen Darstellungen und die vielfältig variierten Details.

Das Eingangstor zum Heiligtums Athenes

Die Eingangshalle steht im Zeichen der hellenistischen Baukunst, und bildete das Eingangstor zum Heiligtum der prächtigen Göttin Athena, auf der Burg Pergamon. Die Inschrift ist in griechischer Schrift, über dem Eingangstor eingemeißelt und trägt die Bedeutung König Eumenes der siegbringenden Athena. Diese Eingangshalle kann als Grund oder Thema vieler Bauwerke stehen, wie z.B. Pergamon. Es wurde jedoch im Auftrag von König Eumenes gebaut um kulturelle, politische und militärische Macht zum Ausdruck bringen. Euphenes lies das hellenistische Gebäude in 3 Seiten von Säulenhallen aus Marmor umgeben, die sich damals rechts und links vom Tor anschlossen. Dies war der Eingang zur Bibliothek von Pergamon. Typisch für den hellenistischen Stil ist der zweigeschossige Aufbau des Tores. Die strenger und kräftiger proportionierte dorische Säulenordnung befindet sich im Untergeschoss und die leichte ionische Baukunst in der zweiten Hälfte, welche durch reich geschmückte Girlanden von Stierköpfen und Adlern getragen wird. Das weist darauf hin, daß das Tor zu einem Heiligtum gehört.

Die Adler und die in den Girlanden erscheinenden Eulen sind Symbole der Götter. In der Mitte werden Waffen dargestellt z.B. Schildformen, Brustpanzer und Standarten. König Eumenes stiftete dieses Gebäude wegen eines großen militärischen Erfolges.

Das Markttor von Milet

Das Markttor von Milet ist unter Einfluß der römischen Baukunst errichtet worden, vorwiegend unter dem Einfluß aus den östlichen Teilen des römischen Kaiserreiches. Die zweigeschossige Mamorfassade läßt Einblicke in den Reichtum von Milet gewähren. Dieses Tor war der prunkvolle Eingang zum milesischen Staatsmarkt (120 v. Chr.). Durch Wollhandel und Purpur-Färberei entstand der Wohlstand dieser Architektenstadt. Durch die griechischen Philosophen Parias und Anaxmeiros wuchs ihre Popularität, später jedoch verlor die Stadt an politischen Ansehen.

Die römische Markttorfassade erstreckt sich in der Breite von ca. 29 Metern. Das Tor ist in Säulen, Bögen und Nischen gegliedert, ein Mittelgiebel erreicht eine Höhe von 16.68 Metern. Im Bau vereinigten sich römische ( z.B. das Bogentor und die Kompositkapitelle) und hellenistische Baukünste. Dem römischen Stilempfinden entsprach: die reiche Ornamentik, die pfl. Motive und die Girlanden ( Blätter an Säulenenden). Charakteristisch war für die Römer die Außenfassade, statt durchgehender Säulenschluchten sind hier Säulen paarweise aufgestellt, sowie vor und zurück gekröpftes Gebälk, kleinere Ziergiebel, die sogenannten gesprengten Giebelformen in der Mittelachse stehen als Beispiel röm. Kunstwerke (Theaterbühnen). Ursprünglich befanden sich Bilder über den Säulenbögen. Bei den Ausgrabungen wurden Reste kolossaler Skulpturen gefunden (ein nackter Jüngling und ein König in Prunkrüstung).

Die Innenschrift belegt zwar, daß private Sponsern beteiligt waren, das Tor jedoch überwiegend durch staatliche mittel erworben wurde. Die Händler und Handwerker geben uns Aufschluß über den regen Handelsverkehr, der an diesem bedeutenden Platz stattfand. Auf der Wand ist zu lesen: glückliches Gelingen einem verehrten Rat und einer verehrten Schiffsmannschaft. Man konnte auch genau erkennen, wo bestimmte Händler ihren Stand hatten, da sie ihre Namen in die Wände eingekratzt hatten.

Auswertung

Mein Eindruck vom Markttor von Milet war, daß ziemlich viele Details noch vorhanden waren. Man konnte den Reichtum dieser Stadt deutlich an dem Aufbau und an der Vielzahl von Details erkennen. Das Markttor war verziert mit Pflanzen und Tieren, auch die Größe des Tores lies erkennen, daß Milet eine reiche Stadt gewesen sein muß.

Obwohl die Torbögen von Milet mir sehr niedrig erschienen, hatte man doch den Eindruck, daß sich hinter diesen Mauern ein reges Treiben verborgen haben mußte.

Mir war aufgefallen, daß zwischen den Säulen und der Mauer nur wenige Meter Platz frei war, so konnte ich mir kaum vorstellen, daß all diese Händler dort Platz hatten. Mich hätte einmal interessiert, ob man damals auch schon eine gewisse Ständeordnung hatte, ob das Markttor auch von der anderen Seite so reich und prächtig aussah oder ob es nicht nur zur Seite des Meeres solche Verzierungen aufbrachte, um Neuankömmlinge ihren Reichtum zu präsentieren. Auf jeden Fall habe ich ein Stück Griechenland mit nach Hause genommen und auch den Anreiz einmal nach Griechenland zu reisen.

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Details

Titel
Die Geschichte der griechischen Antike
Autor
Jahr
2001
Seiten
6
Katalognummer
V99222
Dateigröße
382 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichte, Antike
Arbeit zitieren
Thomas Ketterer (Autor), 2001, Die Geschichte der griechischen Antike, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/99222

Kommentare

  • Gast am 20.3.2001

    Kommentar.

    Dier Titel ist vielleicht etwas zu hoch gegriffen - denn dazu gibt es dicke Bücher... ich schlage vor, den Titel wie folgt zu ergänzen: "ein Ueberblick", oder, "neudeutsch": "Ein Crashkurs"... :-)
    Der dargebotene Inhalt dagegen geht in Ordnung...

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Titel: Die Geschichte der griechischen Antike


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