In dieser Hausarbeit wird zunächst der Zusammenhang zwischen Aufmerksamkeit und Leistung dargestellt sowie die jeweiligen Definitionen. Anschließend wird ein praktischer Bezug zur Multitasking in der digitalisierten Arbeitswelt dargestellt.
Es folgt eine ausführliche und wissenschaftlich fundierte Beschreibung über die Effizienz sowie den Folgen von Multitasking.
Es soll objektiv festgestellt werden, ob Multitasking überhaupt möglich ist und falls ja, wie effizient dieses Verhalten ist. Zudem besteht die Frage, wo die Grenzen des Multitasking sind und was mögliche Folgen für das Individuum sind. Diese Fragestellungen werden vor allem im Kontext der (digitalisierten) Arbeitswelt betrachtet, da gerade hier das Phänomen des Multitasking nahezu omnipräsent ist. Außerdem stellt Multitasking die am stärksten verbreitete Anforderung der modernen Arbeitswelt dar.
Zunehmende zeitliche Anforderungen suggerieren auch bei Arbeitnehmer und Beschäftigten den Eindruck, viele Dinge gleichzeitig erledigen zu müssen. Aber auch außerhalb der Arbeitswelt ist Multitasking erstaunlich oft erkennbar. So werden beispielsweise oftmals während dem Fernsehschauen am Smartphone Nachrichten verschickt oder es wird während dem Autofahren telefoniert. Man kann sagen, Multitasking ist ein fester Bestandteil unserer Zeit und die Vorstellung, auf Multitasking verzichten zu müssen, stößt auf viel Widerstand. Trotz dieser Omnipräsenz und Unverzichtbarkeit im Alltag und der Arbeitswelt unterliegt der Begriff Multitasking einer eher negativen Konnotation. Dies liegt auch daran, dass von Seiten der Neurowissenschaften Multitasking massiv infrage gestellt wird. Im Laufe der Hausarbeit wird also herausgearbeitet, ob diese negative Konnotation gerechtfertigt ist und falls ja, warum.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zusammenhang Aufmerksamkeit und Leistung
2.1 Wortbestimmungen
2.1.1 Definition Aufmerksamkeit
2.1.2 Definition Leistung
2.1.3 Definition Multitasking
2.2 Zusammenspiel
2.2.1 Aufgabenähnlichkeit
2.2.2 Aufgabenschwierigkeit
2.2.3 Übung
2.3 Theorien der Mehrfachaufgabenperformanz
2.3.1 Theorie der zentralen Kapazität
2.3.2 Modulare Theorien
2.3.3 Ein- Kanal Theorie
3. Multitasking in der digitalisierten Arbeitswelt
3.1 Entwicklung
3.2 Aktuelle Situation
3.2.1 Empirische Studien
3.2.2 Praktisches Beispiel
4. Effizienz Multitasking
5. Folgen Multitasking
5.1 Kurzzeitfolgen
5.2 Langzeitfolgen
6. Diskussion
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Multitasking in der modernen, digitalisierten Arbeitswelt mit dem Ziel, dessen Effizienz zu objektivieren und die Folgen für das Individuum zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit Multitasking tatsächlich möglich ist und ob die häufig damit assoziierte negative Konnotation durch neurowissenschaftliche und arbeitspsychologische Erkenntnisse gerechtfertigt ist.
- Theoretische Grundlagen von Aufmerksamkeit, Leistung und Multitasking
- Determinanten der Mehrfachaufgabenperformanz (Aufgabenähnlichkeit, Schwierigkeit, Übung)
- Die Rolle von Digitalisierung und Arbeitsunterbrechungen im Berufsalltag
- Empirische Untersuchung von Effizienz und Leistungsveränderungen
- Analyse von Kurzzeitfolgen (Stress, Erschöpfung) und Langzeitfolgen
- Gestaltungsmöglichkeiten von Arbeitsplätzen zur Risikominimierung
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Empirische Studien
Um zu beweisen, dass Multitasking ein fester Bestandteil in der heutigen Arbeitswelt ist, folgen nun empirische Studien bezüglich der Thematik. Hierbei wird zunächst eine Studie zur Aufgabenunterbrechung in der Arbeitswelt dargestellt bevor anschließend mehrere Studien zur Mehrfachaufgabenperformanz in der Arbeitswelt folgen.
3.2.1.1 Feldstudie zur Arbeitsunterbrechung
Mark et. all untersuchten in einer Studie mit 24 Beschäftigten eines IT- Unternehmens die Häufigkeit von Arbeitsunterbrechungen. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass 57% aller erfassten Aufgaben nach einer durchschnittlichen Dauer von 11 Minuten unterbrochen wurden. Diese Arbeitsunterbrechungen wurden vor allem vormittags beobachtet. Die unterbrochenen Tätigkeiten wurden zu 77% noch am gleichen Tag aufgenommen. Es ist zu erwähnen, dass Mark et. all davon ausgehen, dass diese Berufsgruppe besonders stark von Arbeitsunterbrechungen belastet sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik Multitasking ein, formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich Effizienz und Folgen und erläutert den Aufbau der Hausarbeit.
2. Zusammenhang Aufmerksamkeit und Leistung: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe, beleuchtet deren Zusammenspiel anhand von Determinanten wie Aufgabenähnlichkeit und Übung und stellt wissenschaftliche Theorien der Mehrfachaufgabenperformanz vor.
3. Multitasking in der digitalisierten Arbeitswelt: Hier wird der Einfluss der modernen Arbeitswelt auf Multitasking-Verhalten analysiert, wobei aktuelle empirische Studien und ein praktisches Beispiel als Grundlage dienen.
4. Effizienz Multitasking: Dieses Kapitel setzt sich mit der Wirksamkeit von Multitasking auseinander und belegt anhand von Laborforschung die Auswirkungen auf Reaktionszeiten, Fehlerraten und Leistung.
5. Folgen Multitasking: Es wird zwischen reversiblen Kurzzeitfolgen, wie Stress und Ermüdung, und potenziellen Langzeitfolgen, wie Irritation und Erschöpfung, differenziert.
6. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Untersuchungsergebnisse kritisch, hinterfragt die Aussagekraft bisheriger Studien und diskutiert Implikationen für die Gestaltung von Arbeitsplätzen.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass Multitasking aufgrund seiner negativen Auswirkungen auf die Effizienz und das Wohlbefinden nur unter restriktiven Bedingungen und mit entsprechenden Schutzmaßnahmen praktiziert werden sollte.
Schlüsselwörter
Multitasking, Aufmerksamkeit, Leistung, Mehrfachaufgabenperformanz, Digitalisierung, Arbeitsunterbrechungen, Effizienz, Stress, Kurzzeitfolgen, Langzeitfolgen, Handlungsspielraum, Arbeitsgedächtnis, Arbeitsbelastung, psychische Gesundheit, Arbeitsgestaltung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das Phänomen Multitasking, insbesondere in der modernen, digitalisierten Arbeitswelt, und beleuchtet dessen Wirksamkeit sowie die Auswirkungen auf den Menschen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Aufmerksamkeit, die Determinanten der Mehrfachaufgabenperformanz, der Einfluss der Digitalisierung auf den Arbeitsalltag sowie die kurz- und langfristigen Folgen von Multitasking.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, objektiv zu ermitteln, ob Multitasking effizient ist, wo dessen Grenzen liegen und ob die oft negative Einschätzung seitens der Neurowissenschaften gerechtfertigt ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche, die Einbeziehung empirischer Studien (Befragungen und Feldbeobachtungen) sowie die theoretische Analyse psychologischer Modelle.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse von Multitasking im Kontext der digitalisierten Arbeit, die Untersuchung der Effizienz unter Laborbedingungen sowie die Erörterung psychologischer Belastungsfolgen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Multitasking, Mehrfachaufgabenperformanz, Effizienz, Arbeitsunterbrechungen, Stress, Arbeitsgestaltung und Aufmerksamkeit.
Warum wird im praktischen Beispiel das Szenario eines Reiseveranstalters genutzt?
Das Beispiel dient dazu, einen typischen, stressbehafteten Arbeitsalltag zu illustrieren, in dem Multitasking und Arbeitsunterbrechungen gezwungenermaßen auftreten, um die theoretischen Konzepte praxisnah zu verdeutlichen.
Welche Rolle spielt die individuelle kognitive Leistungsfähigkeit?
Die Arbeit verdeutlicht, dass Personen mit einem höheren Arbeitsgedächtnis und einer besseren Aufmerksamkeitsleistung negative Effekte des Multitaskings zwar besser kompensieren können, diese aber auch bei ihnen auftreten.
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- Anonym (Author), 2020, Multitasking im Kontext der digitalen Arbeitswelt. Gründe für Multitasking, Folgen und Effizienz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992335