In dieser Arbeit wird zum Buch "Jesus ganz anders" von Hansjörg Kägi (2018) eine Rezension verfasst, eine Wortstudie zum Begriff "Menschensohn" ausgearbeitet und eine Exegese zu Markus 3, 1-6 erstellt.
Im Buch "Jesus ganz anders" zeigt der reformierte Pfarrer Hansjörg Kägi anhand des Markusevangeliums das Leben Jesu Christi auf. Kägi nimmt den Leser auf eine Reise mit in das Leben von Jesus durch die verschiedenen Zusammenhänge, um Kulturen und Szenen kennenzulernen. Dem reformierten Pfarrer geht es in seinem Buch nicht um eine theoretische-theologische Abhandlung, obwohl Kägi einen Doktorgrad in Dogmatik erlangt hat. Kägi möchte mit seinem Buch eine Begegnung zwischen dem Leser und dem Messias schaffen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Rezension
3 Wortstudie
3.1 Verwendung des Begriffs
3.2 Im klassischen Griechisch
3.3 Altes Testament
3.4 Neuen Testament
4 Exegese
4.1 Textthema
4.2 Übersetzungsvergleich
4.3 Historische Analyse
4.4 Synoptischer Vergleich
4.5 Kontextuelle Analyse
4.6 Literarische Analyse
4.7 In Pragmatische Analyse des Textprinzips
4.8 Anwendung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, durch eine detaillierte exegetische Untersuchung der Erzählung von der Heilung am Sabbat (Markus 3, 1-6) sowie eine begleitende Wortstudie zum Begriff "Menschensohn" die theologische Bedeutung des Handelns Jesu im Spannungsfeld zwischen Gesetz und Gnade aufzuzeigen.
- Analyse des Begriffs "Menschensohn" in biblischen Kontexten
- Exegetische Untersuchung von Markus 3, 1-6
- Vergleichende Analyse zwischen verschiedenen Bibelübersetzungen
- Synoptischer Vergleich zwischen Markus, Matthäus und Lukas
- Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse auf die heutige Gemeinde und Gesellschaft
Auszug aus dem Buch
4.7.4 Markus 3,4
Und er spricht zu ihnen: Darf man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun, das Leben retten oder töten? Sie aber schwiegen. – Markus 3,4 – Jesus stellte den Menschen in der Menge und den Leuten, die ihn zweifellos anklagen wollten, eine Frage. Nur Jesus selbst wusste die Antwort. Aber keiner konnte ihm eine Antwort auf seine Frage geben. Indes finden wir die Antwort in Markus 2, 23-28. In dieser Gegebenheit positioniert sich Jesus ganz klar über den Sabbat: „Der Sabbat wurde um des Menschen willen geschaffen, nicht der Mensch um des Sabbats willen. Also ist der Sohn des Menschen Herr auch über den Sabbat“. (Mk 2, 28). Der Sabbat ist indirekt (als) Zeichen des Gesetzes. Der Mensch wurde nicht des Gesetzes wegen erschaffen, sondern das Gesetz wegen dem Menschen. Doch Jesus brachte einen neuen Bund, ein neues Zeitalter mit „neuen Gesetzen“.
Komplett neu ist dies nicht. Denn schon im AT forderte Gott das Volk Israel zur Nächstenliebe auf (vgl. Lev 19,18). Jesus, der ohne jede Sünde war, brach das Gesetz nicht. Er war der Herr dieses Gesetzes, beziehungsweise diesem Gesetz übergeordnet. Jesus hielt sich an die „Gesetze der Liebe“, denn diese Gebote stehen über allen Geboten. Jesus gab ihnen durch diese Stellungnahme die Lösung auf seine Frage.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Kurze Vorstellung der Arbeit, der untersuchten Literatur sowie der verwendeten Bibelübersetzungen.
2 Rezension: Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Buch „Jesus ganz anders“ von Hansjörg Kägi, das das Leben Jesu anhand des Markusevangeliums beleuchtet.
3 Wortstudie: Untersuchung des biblischen Begriffs „Menschensohn“ unter Berücksichtigung alttestamentlicher Wurzeln und neutestamentlicher Bezüge.
4 Exegese: Eine detaillierte exegetische Analyse der Perikope Markus 3, 1-6 inklusive Textvergleich, historischer, kontextueller und literarischer Analyse.
Schlüsselwörter
Markusevangelium, Markus 3,1-6, Sabbat, Menschensohn, Exegese, Jesus Christus, Gesetz und Gnade, Nächstenliebe, Heilungswunder, Synoptischer Vergleich, Theologie, Bibelstudium, Messias, Pharisäer, Herodianer.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt eine exegetische Untersuchung der Heilung am Sabbat (Markus 3, 1-6) im Kontext des Markusevangeliums.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind das Spannungsfeld zwischen Gesetz und Gnade, das Schriftverständnis im Kontext des Sabbatgebots und die christologische Bedeutung des Titels "Menschensohn".
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die exegetische Erschließung der Erzählung Markus 3, 1-6, um das Verhältnis Jesu zum Gesetz sowie seine Rolle als Herr über den Sabbat zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt die exegetische Methode, bestehend aus Übersetzungsvergleich, historischer, kontextueller und literarischer Analyse sowie eine Wortstudie.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Wortstudie zum Menschensohn und eine tiefgehende Exegese der Verse aus Markus 3, 1-6, ergänzt durch einen synoptischen Vergleich.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Markusevangelium, Sabbat, Menschensohn, Exegese, Gesetz, Gnade, Messias, Nächstenliebe.
Wie positioniert sich der Autor zur Rolle Jesu am Sabbat?
Der Autor argumentiert, dass Jesus den Sabbat nicht abschafft, sondern durch sein Handeln als "Herr des Sabbats" auf dessen eigentlichen Schöpferwillen hinweist.
Welche praktische Bedeutung leitet der Autor aus dem Text ab?
Der Autor überträgt das Handeln Jesu auf die heutige Gesellschaft und fordert dazu auf, Menschen an den Rand der Gesellschaft zu stellen und ihnen Nächstenliebe entgegenzubringen.
- Arbeit zitieren
- Lorenzo Schweingruber (Autor:in), 2020, Exegese des Evangeliums nach Markus. "Der Herr des Sabbats", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992388