In dieser Unterweisung geht es darum, dem Auszubildenden konstruktives Feedback zu geben.
Zum einen werden durch das Verwenden der Feedbackregeln die Fähigkeit, besser miteinander zu kommunizieren, zu kooperieren und Konflikte konstruktiv zu lösen sowie die sachliche und kooperative Auseinandersetzung und Verständigung gefördert (Sozialkompetenz). Zum anderen unterstützen die Lernziele die Ausprägung der Individualkompetenz, da die eigenen Fähigkeiten reflektiert und eingesetzt werden. Durch die Auseinandersetzung mit dem Gesprächspartner und sich selbst werden die eigenen Stärken, Eigenschaften und Verhaltensweisen bedacht und zudem wird das Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Weiterentwicklung einer anderen Person geschult.
Ferner unterstützt das Erlernen und Anwenden der Feedbackregeln deren methodische Nutzung in (Feedback-)Gesprächen, sodass die Methodenkompetenz erweitert wird. Unter dieser ist die Fähigkeit und Bereitschaft zu zielgerichtetem Vorgehen bei der Bearbeitung beruflicher Aufgaben und Problemen zu verstehen. Im Weiteren wird die Fachkompetenz als Anwendung funktionsbezogener Kenntnisse und Fertigkeiten, die zur Lösung der aktuellen und zukünftigen Aufgaben erforderlich sind, geschult.
Inhaltsverzeichnis
1. Ausbildungsbetrieb
2. Adressatenanalyse
3. Lernziele
3.1. Richtlernziel
3.2. Groblernziel
3.3. Feinlernziel
4. Kompetenzbereiche
5. Didaktische Prinzipien
6. Rahmenbedingungen
7. Ausbildungsmethodik
8. Arbeitszergliederung (siehe nächste Seite)
9. Motivierendes Ausbilderverhalten
10. Lernerfolgskontrolle und Erfolgssicherung
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die strukturierte Konzeption einer Ausbildungseinheit, die eine Auszubildende befähigt, in beruflichen Situationen konstruktives und situationsgerechtes Feedback zu geben. Dabei steht die methodische Vermittlung der Feedbackregeln im Fokus, um die Kommunikationskompetenz und das professionelle Handeln der Auszubildenden zu fördern.
- Analyse der Ausgangssituation und Lernvoraussetzungen
- Operationalisierung von Richt-, Grob- und Feinlernzielen
- Anwendung didaktischer Prinzipien zur Lehr-Lern-Gestaltung
- Methodenmix aus aktiven und passiven Lernformen
- Strukturierung einer detaillierten Arbeitszergliederung
- Maßnahmen zur Lernerfolgskontrolle und Nachhaltigkeit
Auszug aus dem Buch
7. Ausbildungsmethodik
Um einen vielseitigen Wissenserwerb und einen nachhaltigen Lernerfolg zu gewährleisten, wird als Ausbildungsmethodik ein Methodenmix aus Präsentation, Lehrgespräch, Brainstorming, Leittextmethode, Fallmethode und Rollenspiel angewandt.
Die Ausbildungseinheit beinhaltet aktive und passive Teile für die Auszubildende. Aufgrund dessen ist die Einheit sowohl ausbilder- als auch auszubildendenzentriert. Durch zielgerichtete Fragestellungen, Übungen und Aufgaben wird die Auszubildende aktiv einbezogen. Einzelne Bausteine der Einheit bauen auf die Äußerungen der Auszubildenden auf und richten sich nach ihren Kenntnissen und Fähigkeiten, weshalb durchgehend Vorwissen und Erfahrungen der Auszubildenden berücksichtigt und eingebunden werden.
Die Ausbildungseinheit könnte nicht ihr Ziel erreichen, wenn die Auszubildende nicht bereit ist, sich auf die unterschiedlichen Situationen einzulassen oder offen, konstruktiv Feedback zu geben. Sollte die Auszubildende nicht motiviert oder konzentriert sein, stellt die Vermittlung der Inhalte eine große Herausforderung dar, da jene nicht für eine Aufnahme bereit ist. Sollte dieser Fall eintreffen, sollte sich für die erste Phase mehr Zeit genommen werden, um die Kommunikationsprobleme im privaten Alltag aufzugreifen und zu verdeutlichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Ausbildungsbetrieb: Vorstellung des Ausbildungsunternehmens und Einordnung der Ausbildungssituation im Rahmen des ersten Ausbildungsjahres.
2. Adressatenanalyse: Charakterisierung der Auszubildenden hinsichtlich ihres Vorwissens, ihrer Motivation und ihrer Lernbedürfnisse in Bezug auf Feedbackgespräche.
3. Lernziele: Ableitung und Operationalisierung von Richt-, Grob- und Feinlernzielen basierend auf dem Ausbildungsrahmenplan.
4. Kompetenzbereiche: Erläuterung der Förderung von Sozial-, Individual-, Methoden- und Fachkompetenz durch die gewählte Ausbildungseinheit.
5. Didaktische Prinzipien: Beschreibung der pädagogischen Grundsätze, wie Zielklarheit und Anschaulichkeit, zur gezielten Wissensvermittlung.
6. Rahmenbedingungen: Darstellung der organisatorischen Voraussetzungen und des zeitlichen Rahmens für die Durchführung der Einheit.
7. Ausbildungsmethodik: Detaillierung des gewählten Methodenmixes und der aktiven Einbindung der Auszubildenden in den Lernprozess.
8. Arbeitszergliederung (siehe nächste Seite): Tabellarische Übersicht des zeitlichen Ablaufs sowie der Aufgaben und Lernprozesse pro Phase.
9. Motivierendes Ausbilderverhalten: Analyse der Faktoren zur Steigerung der intrinsischen und extrinsischen Motivation der Auszubildenden.
10. Lernerfolgskontrolle und Erfolgssicherung: Strategien zur kurzfristigen Überprüfung und langfristigen Verankerung des erworbenen Wissens.
Schlüsselwörter
AEVO-Prüfung, Ausbildungssituation, Feedbackgespräch, Feedbackregeln, Konstruktives Feedback, Lernziele, Adressatenanalyse, Ausbildungsmethodik, Kompetenzbereiche, 4-Augen-Prinzip, Didaktische Prinzipien, Lernerfolgskontrolle, Handlungskompetenz, Ausbildungsrahmenplan, Rollenspiel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit erstellt ein didaktisches Konzept für eine praktische AEVO-Prüfung, das sich mit der Befähigung einer Auszubildenden zum konstruktiven Feedbackgeben auseinandersetzt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Planung einer Ausbildungseinheit, die methodische Vermittlung von Kommunikationsregeln sowie die Förderung der Handlungskompetenz von Auszubildenden.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist, ein strukturiertes Konzept zu entwickeln, mit dem die Auszubildende lernt, in einem Feedbackgespräch nach den geltenden Regeln situationsgerecht und konstruktiv Rückmeldung zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine didaktische Strukturplanung verwendet, die auf der Analyse von Lernzielen, der Auswahl geeigneter Methoden (Methodenmix) und einer systematischen Arbeitszergliederung basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Adressatenanalyse, die Herleitung der Lernziele aus dem Ausbildungsrahmenplan, die didaktischen Prinzipien, die methodische Vorgehensweise sowie die konkrete Phasenplanung der Ausbildungseinheit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselwörter sind Feedbackgespräch, AEVO, Handlungskompetenz, Ausbildungsmethodik und Didaktik.
Warum wird das 4-Augen-Prinzip in der Arbeit hervorgehoben?
Das 4-Augen-Prinzip dient als methodischer Rahmen für Feedbackgespräche, um diese professionell, geschützt und objektiv zu führen.
Welche Rolle spielt die Lernerfolgskontrolle?
Sie stellt sicher, dass die Inhalte verstanden wurden, und beinhaltet weiterführende Maßnahmen wie eine zweite Einheit nach zwei Wochen zur Vertiefung.
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- Anonym (Author), 2020, Konstruktives Geben von Feedback für Auszubildende (Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement, 1. Lehrjahr), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992397