John F. Kennedy. Biografie, Präsidentschaft, Privatleben, Attentat, Mythos


Facharbeit (Schule), 2020

9 Seiten, Note: 1-

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. John F. Kennedy (Einleitung)

2. Biografie
2.1 Jugend / Studium
2.2 Kriegsheld
2.3 Werdegang zu Präsidentschaftswahl

3. Präsidentschaft
3.1 Machtzirkel
3.2 Innenpolitik
3.3 Außenpolitik

4. Privatleben
4.1 Familie & Affären.

5. Das Attentat

6. Mythos

7. Fazit

8. Quellenverzeichnis

1. John F. Kennedy (Einleitung)

John Fitzgerald Kennedy, kurz „JFK“ oder auch „Jack“ genannt war mit dem Alter von 43 Jahren, der zweit jüngste und damit der 35. Präsident der USA. Darüber hinaus gilt er als einer der beliebtesten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.

John F. Kennedy wurde am 29. Mai 1917 in Brooklyn, Massachusetts einem Stadtteil von New York City geboren.

Bedauerlicherweise verstarb er im Alter von nur 46 Jahren am 22. November 1963 im Parkland Memorial Hospital, Dallas, im Bundesstaat Texas, nach einem Mordanschlag.

2. Biografie

2.1 Jugend / Studium

Jack wuchs mit seinen Geschwistern in sehr guten Verhältnissen auf, denn seine Familie war schon damals sehr einflussreich, da viele erfolgreiche Politiker und Geschäftsleute aus der Verwandtschaft stammen. Sein Vater zum Beispiel, war Inhaber eines großen Investment-Unternehmens. Außerdem war sein Großvater (John F. Fitzgerald) ein wichtiger demokratischer Politiker. Durch die Arbeit seines Vaters, führte es jedoch zu vielen Umzügen der Familie.

Ab dem Jahre 1931 besuchte der junge Kennedy die Chaote School in Wallingford, die er dann im Jahre 1935 abschloss. Aufgrund seiner schweren Krankheiten, denn er litt schon früher an Asthma, Allergien und Rückenproblemen, musste er seine Leidenschaft, den Football aufgeben. Sowie seinen Traum, dem Studium der Volkswirtschaftslehre, konnte er nicht nachgehen. Stattdessen bewältigte er von 1636 bis 1940 ein Politikstudium an der Harvard University, einer Privatuniversität der Stadt Cambridge. Im selben Jahr schrieb Jack eine Ausarbeitung über Englands Appeasement-Politik die eigentlich nur für Studienzwecke gedacht war. Diese veröffentlichte er dann auch als Buch mit dem Titel „Why England Slept“, wobei ihm der bekannte Journalist Arthur Krock bei der Umgestaltung half. Nach dem Erfolg des Buches, das über 80.000-mal verkauft wurde, war Kennedy im Sommer 1940 mit Interviews und Radiosendungen beschäftigt.

2.2 Kriegsheld

Ein Jahr später, 1941, meldete er sich freiwillig bei der US-Army, von der er anfangs wegen seines schlechten Gesundheitszustandes, vor allem seiner Rückenprobleme abgewiesen wurde. Später aber wurde er mithilfe seines Vaters und Alan G. Kirk, dem Chef des Office of Naval Intelligence, bei der US-Marine aufgenommen. Zu Beginn seiner Laufbahn bei der Marine wurde ihm eine Bürotätigkeit zugeteilt.

Als Pearl Harbor, ein amerikanischer Flottenstützpunkt im Pazifik, am 7. Dezember 1941 von den Japanern überfallen wurde, durchlief Kennedy eine Marineoffizierschule in Chicago.Nach der Beendigung seiner Ausbildung, kam er als Kommandant des Schnellbootes PT-109 im Pazifik zum Einsatz. Die Amagiri, ein japanischer Zerstörer, rammte am 2. August 1943 das Schnellboot Kennedys und seiner Crew an der Backbordseite, dabei brach die PT-109 in zwei Hälften und sank. Daraufhin erlitten alle Kameraden schwere Verletzungen, JFK wurde an seinem auch so schon anfälligen Rücken verwundet. Er ließ sich von seinem Rücken nicht abhalten und zog einen überlebenden Kameraden fünf Kilometer zur nächstgelegenen Insel, die anderen beiden Nichtschwimmer bauten sich ein Floß aus Trümmerteilen des Schnellbootes und schwammen ebenfalls zur Insel, der heutigen „Kennedy Island“, die nach ihm und seinen Heldentaten benannt wurde. Nach mehreren Tagen wurde die Crew gerettet.

Kennedy erhielt mehrere Auszeichnungen für seine Taten, unter anderem das Purple Heart und die Navy and Marine Corps Medal, einer der höchsten Nicht-Kampfeinsatz-Auszeichnungen der US-Navy. Infolgedessen wurde er in seiner Heimat, der USA als Kriegsheld gefeiert.

Sein Bruder Joseph P. Kennedy verunglückte jedoch 1944 bei einem Flugeinsatz, durch eine Explosion. Demzufolge setzte der Vater jegliche Hoffnung auf JFK.

2.3 Werdegang zur Präsidentschaftswahl

Kennedy machte es sich zum Ziel, Präsident zu werden. Im Jahre 1946 bewarb er sich um einen Sitz im US-Repräsentantenhaus, mithilfe seines Vaters der ihm eine große Geldsumme zur Verfügung stellte. Er setzte sich mit 42,4 Prozent der Stimmen gegen neun andere Teilnehmer in der Primary der Demokraten durch. Die eigentliche Wahl gewann er mit beinahe 72 Prozent der Stimmen gegen den Republikaner Lester W. Bowen. Ab dem 3. Januar 1947 nahm Kennedy sein Mandat im Repräsentantenhaus wahr.

Dank der Unterstützung seines Vaters hatte er mehr Mitarbeiter als jeder andere Abgeordnete in seinen zwei Büros, die im Wahlbezirk und Georgetown waren. 1950 reiste Kennedy mit seinen Geschwistern Pat und Robert in die Länder Indien, Iran, Israel, Japan, Korea, Pakistan, Singapur und Thailand. Er gehörte dem 80., 81. Und 82. Kongress an, da er zweimal in seinem Mandat bestätigt wurde. JFK wusste jedoch, dass er nicht genug Anhänger für einen Präsidentschaftswahlkampf haben würde.

Sein Vater stellte ihm mehrere Millionen US-Dollar zum Wahlkampf um einen Sitz im Senat 1952 zur Verfügung, darüber hinaus gründete er mit dem Geld weitere Komitees. Dabei nutzte der Vater eine Gesetzeslücke aus, da Kandidaten nur maximal 20.000 Dollar ihres eigenen Vermögens und Spenden auf 1.000 Dollar pro Person begrenzt waren. Des Weiteren unterstützte die Lokalzeitung „Boston Post“ Kennedy mit einem Darlehen von über 500.000 Dollar. Das Ergebnis der Wahl war außerordentlich knapp, denn er führte mit 51,5 Prozent der Stimmen.

Im November desselben Jahres wurde er zum US-Senator des Bundesstaates Massachusetts gewählt. Sein Erfolg war erstaunlich, denn die Republikaner waren in allen landesweiten Wahlen klare Sieger. Nach dem Einzug Kennedys in den Senat war der erste Schritt zur Präsidentschaft gemeistert, jedoch hatte er bedenken, dass er ohne einer Ehefrau nicht weit kommen würde. Daher heiratete er am 12. September 1953 seine große Liebe Jacqueline Bouvier. Daraufhin gebar Jacqueline vier Kinder, davon zwei Mädchen und zwei Jungs, die die Namen Arabella, Caroline, Patrick und John F. Kennedy jr. trugen.

Während die Präsidentschaftswahl 1956 stattfand bewarb er sich zum Demokratischen Parteitag für das Amt des Vizepräsidenten, wurde jedoch bei der letzten Abstimmung mit einem minimalen Rückstand vom Senator Estes Kefauver überholt. Infolgedessen veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel „Zivilcourage“, welches das Leben bekannter US-Politiker und deren politischen Entscheidungen wiedergibt, wofür er 1957 den Pulitzer-Preis für herausragende journalistische und literarische Leistung bekam. Darüber hinaus erhielt er im selben Jahr über 2.500 Einladungen zu Vorträgen und nahm ganze 144 davon an. 1958 wurde Kennedy wieder zum Senator Massachusetts gewählt. Ab diesem Zeitpunkt stand fest, dass er große Chancen für die Präsidentschaftswahl des Jahres 1960 hat. Darauffolgend wurde er zum Parteitag nominiert, den er dann anschließend auch gewann. Außerdem half ihm die Mafia von Chicago, diese engagierte sich für positive Vorwahlen in West Virginia. Lyndon B. Johnson wurde zu seinem „Running Mate“ (ein Mitkandidat für ein Stellvertreteramt), dadurch gelang es ihnen den Staat ebenfalls für sich zu gewinnen. Am 26. September kam es zum ersten Fernsehduell gegen seinen Kontrahenten Richard M. Nixon welches ziemlich ausgeglichen ablief.

Am 8. November kam es zur Wahl die beiden Konkurrenten John F. Kennedy mit 303 Wahlleuten und Richard M. Nixon mit 219 Wahlleuten standen sich gegenüber. Es stellte sich heraus, dass Kennedy mit 49,72% und 23 Staaten gegen Nixon mit 49,55% der Stimmen und 26 Staaten um eine Haaresbreite gewann.

3. Präsidentschaft

Kennedy wurde am 20. Januar 1961 zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ernannt. Bei seiner Antrittsrede lobte er die verbündeten Nationen und hatte viel Hoffnung in die Vereinigten Staaten gelegt: „ Der Weltversammlung souveräner Staaten, den Vereinten Nationen, unserer letzten und größten Hoffnung in einem Zeitalter, in dem die Instrumente des Krieges so viel weiter entwickelt sind als die Instrumente des Friedens, erneuern wir unser Gelöbnis, sie zu unterstützen – zu verhindern, dass sie nur noch als Forum für Beschimpfungen genutzt wird – sie als Schutzschild für die Neuen und die Schwachen zu stärken – und den Geltungsbereich ihrer Regeln weiter auszudehnen. “[8]

Er sprach jedoch auch davon, mit den verfeindeten Nationen Frieden schließen zu wollen, bevor die Streitereien zu einem Krieg ausarten und es zu einer Weltzerstörung kommt: „ Und an jene Nationen schließlich, die unsere Gegner sein wollen, richten wir kein Gelöbnis, sondern einen Aufruf: dass sich beide Seiten erneut der Suche nach Frieden zuwenden, bevor die dunklen Mächte der Zerstörung, die von der Wissenschaft entfesselt wurden, alle menschliche Existenz auslöschen in geplanter oder versehentlicher Selbstvernichtung. “[8]

3.1 Machtzirkel

Kennedy ernannte seinen Bruder Robert zum Justizminister im Kabinett. Die Ämtervergabe an Familienmitglieder wurde später jedoch gesetzlich verboten, um jeglicher Art von Machtausnutzung vorzubeugen. Die Position des Stabschefs ist sehr Machtvoll, daher ernannte er niemanden für dieses Amt. Vizepräsident war Lyndon B. Johnson, der nach der Ermordung Kennedys zum Präsidenten aufrückte. Unteranderem bestand der Machtzirkel aus zwölf weiteren Genossen.

3.1 Innenpolitik

Er führte das Programm „New Frontier“ zur Verbesserung der Sozialhilfe, der Krankenversicherung und der Bildung ein. Währenddessen wies JFK noch eine Steuerreform an. Denn er wollte während seiner Amtszeit sowohl für Frieden als auch für das Ende der rassistischen Diskriminierungen gegenüber den Afroamerikanern sorgen. Im Jahre 1962 unterstützte Kennedy den schwarzen Studenten James Meredith, der aufgrund seiner Hautfarbe nicht an die University of Mississippi gehen durfte, indem er eine ganze Militäreinheit schickte. Daraufhin erlaubte der Staat Mississippi 1963 die Integration und hob die Rassentrennung im Bildungssystem auf. Als sich viele Bürgerrechtler am 28. August 1963 für den „Marsch auf Washington“ versammelten -200.000 an der Zahl- in der sich auch

Martin Luther King befand, lud Kennedy die Anführer ins Weiße Haus ein. Im Laufe der Zeit setzte er nur einen Drittel seiner Ziele durch, die dann allerdings von seinem Nachfolger weitergeführt wurden.

3.2 Außenpolitik

Zu Beginn seiner Amtszeit hatte er vor einer Ausbreitung des kommunistischen Einflussgebiets Angst, die er dann versuchte zu bekämpfen. Hinterher kam es zur Kubakrise, die durch den Beschluss der UdSSR atomare Waffen in Kuba aufzustellen ausgelöst wurde. Dies versuchte Kennedy mit der Drohung einen Atomkrieg zu beginnen aufzulösen. Es kam zur Lösung, dass die Sowjetunion ihre Raketen abzieht und die USA keine militärische Invasion (= feindliches Einrücken von militärischen Einheiten in fremdes Gebiet) in Kuba weiterführt.

In Deutschland flohen die DDR-Bürger in die BRD, da sie gesehen hatten, dass es in der BRD wirtschaftlich besser läuft, die DDR drohte zusammenzubrechen. Am 25. Juli 1961 schlug Kennedy einen Ausweg vor, die auch die „three essentials“ genannt werden: „

1. das unantastbare Recht der Westmächte auf Anwesenheit in ihren jeweiligen Sektoren West-Berlins
2. das Zugangsrecht der Westmächte zur ehemaligen Reichshauptstadt Berlin
3. die Wahrung der Sicherheit und der Rechte der Bürger West-Berlins durch die westlichen Besatzungsmächte.“[12].

Letztendlich beschloss Chruschtschow die Berliner Mauer am 13. August 1961 zubauen, was Kennedy befürwortete, jedoch in der Öffentlichkeit kritisierte. Am 26. Juni 1963 reiste er als erster amerikanischer Präsident nach Westberlin. Wo er am Rathaus Schöneberg eine antikommunistische Ansprache mit etwa 1,5 Millionen Menschen hielt. Bei der Ansprache äußerte er den weltbekannten Satz „Ich bin ein Berliner“. Er benutzte diese Aussage um den Menschen in Westberlin deutlich zu machen, dass sie freie Menschen sind: „Vor zweitausend Jahren war der stolzeste Satz ‚Ich bin ein Bürger Roms‘. Heute, in der Welt der Freiheit, ist der stolzeste Satz ‚Ich bin ein Berliner‘.“ „Alle freien Menschen, wo immer sie leben mögen, sind Bürger Berlins, und deshalb bin ich als freier Mensch stolz darauf, sagen zu können ‚Ich bin ein Berliner‘!“ [11]. Kennedy sprach Deutschland die USA als Schutzmacht zu.

Das friedliche Ende der Kubakrise war der Anfang Kennedys Entspannungspolitik zum Schluss des Kalten Krieges. Die beiden Weltmächte richteten das Rote Telefon, ein Telefax-Gerät ein, um eine direkte Verbindung zwischen den Beiden Hauptstädten Moskau und Washington D.C. herzustellen, um mögliche Kriege zu unterbinden. 1963 einigten sich diese Staaten mit Großbritannien auf ein Atomteststoppabkommen, das die Atomtests zur Verschmutzung der Atmosphäre beitrugen.

Der Krieg in Vietnam machte den USA viel zu schaffen. Kennedy schickte statt 700 ganze 16.000 Soldaten in den Krieg, darüber hinaus beförderte er verschiedenste Arten von gepanzerten Fahrzeugen in das Land und schlussendlich befahl er den Einsatz von Napalm und Entlaubungsmitteln die das Gleichgewicht der Ökologie hätten kaputt machen können. Außerdem starben viele Zivilisten durch die Einsätze der Gifte. Dies tat er alles um Südvietnam vor Nordvietnam zu “schützen“.

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
John F. Kennedy. Biografie, Präsidentschaft, Privatleben, Attentat, Mythos
Veranstaltung
Gesellschaftslehre
Note
1-
Jahr
2020
Seiten
9
Katalognummer
V992433
ISBN (eBook)
9783346356420
Sprache
Deutsch
Schlagworte
John F. Kennedy, JFK, John, Fitzgerald, Kennedy, John Fitzgerald Kennedy, John F Kennedy, Jack
Arbeit zitieren
Anonym, 2020, John F. Kennedy. Biografie, Präsidentschaft, Privatleben, Attentat, Mythos, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992433

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: John F. Kennedy. Biografie, Präsidentschaft, Privatleben, Attentat, Mythos



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden