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Hexenjagden heute auf dem afrikanischen Kontinent. "Witch camps" in Nordghana

Title: Hexenjagden heute auf dem afrikanischen Kontinent. "Witch camps" in Nordghana

Academic Paper , 2013 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Master of Arts Rosanna Meier (Author)

History - Africa
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Der allgegenwärtige Hexenglaube in Afrika, besonders in der Republik Ghana, ist Gegenstand dieser vorliegenden Arbeit. Ziel ist es, den ghanaischen okkulten Glaubenssystem im weitesten Sinne zu analysieren und gegebenenfalls Probleme aufzuzeigen, die alle Gesellschaftsschichten betreffen, unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Folgen für Hexenjagdflüchtlinge in sogenannten „witch camps“. Damit dies möglich ist, soll zuerst einer der Siedlungen für Hexenjagdflüchtlinge repräsentativ dargestellt werden, indem Entstehung, Lebensbedingungen und das politische System beleuchtet werden. Im zweiten Abschnitt werden Hexenvorstellungen sowie Hexenanschuldigungen an einem konkreten Fallbeispiel, einschließlich verschiedenen Einflussfaktoren im Zentrum der Betrachtung gestellt. Anschließend soll kurz auf die aktuelle Gesetzeslage Bezug genommen und einen Ausblick zur Problemlösung durch Hilfsorganisationen geben. Zum Schluss sollen die aufgezeigten Ergebnisse in einem abschließenden Fazit zusammengefasst werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Aufbau, Inhalt und Ziel dieser Arbeit

1.2 Forschungsstand

2. Das „witch camp“ in Gambaga

2.1 Entstehung

2.2 Lebensverhältnisse

2.3 Hierarchie

3. Die Hexenanschuldigungen

4. Folgen für Hexenjagdflüchtlinge

4.1 Behandlung von der Gemeinde

4.2 Rituale im „witch camp“

5. Gesetzeslage, Hilfsorganisationen und Reintegration

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert das okkulte Glaubenssystem in der Republik Ghana und untersucht die tiefgreifenden sozialen Auswirkungen für Frauen, die aufgrund von Hexenanschuldigungen aus ihren Gemeinschaften vertrieben wurden und in sogenannten „witch camps“ Zuflucht suchen.

  • Analyse der Entstehung und Hierarchie von Hexenlagern (Beispiel Gambaga)
  • Untersuchung von Hexenvorstellungen und deren gesellschaftlicher Funktion
  • Darstellung der prekären Lebensbedingungen stigmatisierter Hexenjagdflüchtlinge
  • Kritische Würdigung der rechtlichen Situation und lokaler Hilfsinitiativen

Auszug aus dem Buch

Der Fall von Asara Azindu

„My grandmother used to run a chop bar. She used to cook rice and sell it. It’s thanks to my grandmother that I learnt how to run a successful chop bar in Gushiegu. I then started trading in mangoes. When mangoes were in season, I’d travel out to villages to buy them and return to my village and sell them. After the mango season was over, I‘d start selling firewood. I’d hire a tractor, travel out to villages, buy the firewood and then come back to Gushiegu and sell it. I made a lot of money that way and I helped people.

If you happened to be in need and you came to me for help, I’d help you. I used to help people financially. They’d borrow money from me. When I wanted it back, the person I’d lent the money to would threaten me by saying that they’d dreamt of me. Even though I went out of my way to be of use to people, I was never respected. People in the village hated me. They gossiped and said all sorts of things about me, which got me into trouble.

There was a bad outbreak of cerebral spinal meningitis in my village, Gushiegu. It came to Sakogo as well. People in my community thought that I was the cause of sickness because I lived independently, away from my husband. I was doing fine. Local people called me an „NGO“ because I was living independently. There were three women in my neighbourhood of the village that they called „NGOs“. People thought that we were responsible for the sickness.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Hexenglaube in Ghana ein und definiert das Ziel, die sozialen Folgen für Betroffene in „witch camps“ zu analysieren.

1.1 Aufbau, Inhalt und Ziel dieser Arbeit: Hier wird der theoretische Kontext des Hexenglaubens skizziert und die methodische Vorgehensweise der Arbeit dargelegt.

1.2 Forschungsstand: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über die bestehende wissenschaftliche Literatur und relevante Dokumentationen zum Thema afrikanischer Hexenglaube.

2. Das „witch camp“ in Gambaga: Das Kapitel stellt die Siedlung Gambaga als beispielhaftes „witch camp“ vor und beleuchtet dessen Strukturen und Entstehungsgeschichte.

2.1 Entstehung: Es wird beschrieben, wie sich das Lager Gambaga historisch aus einer Zufluchtsstätte unter religiöser Führung entwickelte.

2.2 Lebensverhältnisse: Dieser Teil dokumentiert die schwierigen Lebensumstände, die physische Not und den Alltag der Frauen in den Siedlungen.

2.3 Hierarchie: Es wird die interne Organisationsstruktur von Gambaga analysiert, inklusive der Rolle der Königinmutter und der verschiedenen Ethnien.

3. Die Hexenanschuldigungen: Dieses Kapitel erläutert, wie Hexenvorstellungen als Instrument zur Erklärung von persönlichem Pech und sozialem Unglück dienen.

4. Folgen für Hexenjagdflüchtlinge: Hier werden die dramatischen Auswirkungen der Stigmatisierung und die soziale Ausgrenzung der Betroffenen thematisiert.

4.1 Behandlung von der Gemeinde: Dieser Abschnitt behandelt die Gewalt und soziale Ächtung, die Frauen nach einer Hexenanschuldigung durch ihre Gemeinschaft erfahren.

4.2 Rituale im „witch camp“: Es werden die rituellen Verfahren beschrieben, die zur Bestimmung von Schuld oder Unschuld im Lager eingesetzt werden.

5. Gesetzeslage, Hilfsorganisationen und Reintegration: Das Kapitel setzt sich mit der Verfassung Ghanas, den Menschenrechten und der schwierigen Aufgabe der sozialen Wiedereingliederung auseinander.

6. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass der Hexenglaube tief in den sozialen Normen verwurzelt bleibt, trotz des Engagements von Hilfsorganisationen.

Schlüsselwörter

Hexenglaube, Ghana, Witch camps, Gambaga, Hexenanschuldigung, Menschenrechtsverletzungen, soziale Stigmatisierung, Frauenrechte, traditionelle Rituale, Reintegration, Okkultismus, Stammesgesellschaft, Hexenjagd, Subsahara-Afrika, Empowerment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der anhaltenden Praxis des Hexenglaubens und den daraus resultierenden Hexenjagden in Nordghana, wobei der Fokus auf dem Schicksal der betroffenen Frauen in sogenannten „witch camps“ liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden beleuchtet?

Zentrale Themen sind die Entstehungsgeschichte und Struktur der Lager, die soziokulturellen Hintergründe von Hexenanschuldigungen sowie die Auswirkungen auf die Menschenrechte der betroffenen Frauen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das ghanaische okkulte Glaubenssystem zu analysieren und die Probleme aufzuzeigen, die durch Hexenbezichtigungen für die gesamte Gesellschaft und speziell für die stigmatisierten Hexenjagdflüchtlinge entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, wertet soziologische sowie ethnologische Studien aus und bezieht zeitgenössische Dokumentationsfilme und Berichte von Hilfsorganisationen ein.

Was umfasst der inhaltliche Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung des Lagers Gambaga, die Untersuchung der Mechanismen hinter Hexenanschuldigungen und eine Erörterung der Gesetzeslage sowie der Reintegrationsversuche.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Forschungsarbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Hexenglaube, Menschenrechte, soziale Stigmatisierung, „witch camps“ und traditionelle Glaubenssysteme in Westafrika geprägt.

Wie gehen die Dorfgemeinschaften mit beschuldigten Frauen um?

Die Frauen werden häufig Opfer von Gewalt, öffentlicher Erniedrigung und Lynchjustiz, was sie dazu zwingt, aus ihren Dörfern in die geschützten, aber notleidenden „witch camps“ zu fliehen.

Was sind die „Reinigungsrituale“ in den Lagern?

Es sind traditionelle Gottesurteile, bei denen etwa Federvieh geopfert wird oder Gebräue konsumiert werden müssen, um die angeblichen „bösen Kräfte“ zu neutralisieren und die Schuld oder Unschuld der Frau zu beweisen.

Warum gestalten sich Reintegrationsbemühungen als so schwierig?

Die Stigmatisierung als „Hexe“ ist so tief in den sozialen Normen verankert, dass eine Rückkehr ohne ein hohes Risiko für die Betroffene kaum möglich ist; zudem fehlen effektive staatliche Schutzmechanismen.

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Details

Title
Hexenjagden heute auf dem afrikanischen Kontinent. "Witch camps" in Nordghana
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Course
Hexenglaube und Hexenverfolgungen
Grade
2,0
Author
Master of Arts Rosanna Meier (Author)
Publication Year
2013
Pages
21
Catalog Number
V992519
ISBN (eBook)
9783346356147
ISBN (Book)
9783346356154
Language
German
Tags
hexenjagden kontinent witch nordghana
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Arts Rosanna Meier (Author), 2013, Hexenjagden heute auf dem afrikanischen Kontinent. "Witch camps" in Nordghana, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992519
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