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Das Hilfeplanverfahren im Spannungsverhältnis zwischen Recht und Pädagogik. Akteure, gesetzliche Grundlagen und Modelle der Zielentwicklung

Titel: Das Hilfeplanverfahren im Spannungsverhältnis zwischen Recht und Pädagogik. Akteure, gesetzliche Grundlagen und Modelle der Zielentwicklung

Hausarbeit , 2020 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lea Hölkemann (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit untersucht nicht nur, wie die Hilfeplanung aufgebaut ist, sondern auch, welche Akteure neben den Betroffenen von Bedeutung sind und inwiefern die Zielformulierung relevant ist.

Die Arbeit ist in drei Teile gegliedert. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Hilfeplanung und dessen gesetzlicher Grundlage. Daraufhin werden die wesentlichen Akteure des Hilfeplanprozesses anhand des sozialrechtlichen Leistungsdreiecks sowie die gesamte Durchführung dargestellt.

Im zweiten Teil werden die Zielentwicklung und die Qualitätsstandards erläutert. In der Praxis haben sich zwei Modelle bewiesen. Neben dem Zielentwicklungsmodell „SMART“ wird auf die Qualitätsstandards nach Donabedian und die damit verbundenen Umsetzungsmöglichkeiten bei der Hilfeplanung eingegangen.
Im letzten Teil wird sich kritisch mit der Hilfeplanung auseinandergesetzt, bevor im Fazit die Arbeitsergebnisse zusammengefasst werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hilfeplanverfahren

2.1 Gesetzliche Grundlagen

2.2 Die drei wesentlichen Akteure

2.3 Der Prozess der Hilfeplanung

3 Modelle der Zielentwicklung und Qualitätsbewertung

3.1 Zielentwicklung nach dem „SMART“-Modell

3.2 Qualitätsstandards nach Donabedian

4 Wissenschaftliche Evaluation und Kritik

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Aufbau und die Durchführung der Hilfeplanung gemäß § 36 SGB VIII sowie die Bedeutung der Akteurskonstellationen und Zielformulierungen. Dabei wird analysiert, wie pädagogische Anforderungen und rechtliche Rahmenbedingungen im Hilfeprozess aufeinandertreffen und welche Qualitätsstandards für eine erfolgreiche Umsetzung entscheidend sind.

  • Gesetzliche Grundlagen und rechtlicher Rahmen der Hilfeplanung nach § 36 SGB VIII
  • Die Rolle der zentralen Akteure im sozialrechtlichen Leistungsdreieck
  • Phasenmodell der Hilfeplanung und die Bedeutung der Kooperation
  • Anwendung des SMART-Modells zur präzisen Zielentwicklung
  • Qualitätsdimensionen nach Donabedian zur Bewertung sozialer Dienstleistungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Zielentwicklung nach dem „SMART“-Modell

Die Entwicklung des Ziels findet nicht alleine während des HPGs statt. In jeglichen Alltagssituationen sollten Ziele für die Hilfe entwickelt werden. Das HPG dient dann dafür, die Zielideen im Einzelnen auszuführen (vgl. Schwabe 2019: S.116).

Im Zielentwicklungsprozess besteht die Herausforderung, die Ziele klar und konkret zu formulieren. Erst eine konkrete Formulierung ermöglicht es am Ende der Hilfe den Grad der Zielerreichung zu bestimmen. Zudem soll die Zielplanung den Pädagogen Handlungssicherheit verleihen. Ein individuell passendes Verhältnis zwischen Nähe und Distanz und ein Gleichgewicht aus Spontanität und Regeln prägt neben den Zielsetzungen die Betreuung (vgl. Hekele 2002).

Das „SMART“-Modell ist ein Modell, welches der konkreten Zielformulierung als Hilfestellung dient. Ein Ziel muss nach diesem Modell folgende fünf Kriterien erfüllen:

Spezifisch: Das erste Kriterium gibt eine möglichst klare Formulierung der gewünschten Verhaltensweisen und der Veränderungen vor.

Messbar: Die Messbarkeit dient der Kontrolle. Dabei wird nicht nur der Grad der Zielerreichung, sondern auch die dahinterstehende Methodik erörtert.

Akzeptiert: Das Ziel muss von allen Beteiligten akzeptiert werden.

Realistisch: Die Ziele müssen sich an der Umsetzbarkeit orientieren.

Terminiert: Es wird zwischen dem Zeitraum und der Zeitdauer unterschieden. Der Zeitraum gibt hierbei die komplette Zeit an, in dem Ziele erreicht werden sollen, während sich die Zeitdauer auf die Umsetzung einer bestimmten Handlung bezieht (vgl. Schwabe 2019: S.228-234).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verortet die Hilfeplanung im SGB VIII und skizziert das Spannungsfeld zwischen Recht und Pädagogik sowie den Aufbau der Arbeit.

2 Hilfeplanverfahren: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Akteure des sozialrechtlichen Leistungsdreiecks und die strukturierten Phasen des Hilfeprozesses.

3 Modelle der Zielentwicklung und Qualitätsbewertung: Hier werden das SMART-Modell zur Zielformulierung und die Donabedian-Qualitätsdimensionen als Instrumente zur Sicherung pädagogischer Qualität vorgestellt.

4 Wissenschaftliche Evaluation und Kritik: Dieser Abschnitt beleuchtet fachliche Kritikpunkte, insbesondere die Komplexität des Prozesses, mangelnde Beteiligung und die hohe Personenabhängigkeit der Hilfeplanung.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Hilfeplanung als Steuerungsinstrument zusammen und betont die Notwendigkeit, sich stetig an gesellschaftliche Entwicklungen anzupassen.

Schlüsselwörter

Hilfeplanung, SGB VIII, Jugendamt, HzE, Leistungsdreieck, SMART-Modell, Zielentwicklung, Donabedian, Ergebnisqualität, Prozessqualität, Strukturqualität, Partizipation, Sozialpädagogik, Fallkoordination, Qualitätssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Instrument der Hilfeplanung nach § 36 SGB VIII in der Kinder- und Jugendhilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Rollenverteilung zwischen Jugendamt und freien Trägern, sowie Methoden der Zielentwicklung und Qualitätsmessung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie Hilfeplanung aufgebaut ist, welche Akteure von Bedeutung sind und welchen Einfluss die präzise Zielformulierung auf den Hilfeprozess hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der theoretischen Einordnung der Hilfeplanung sowie deren kritischer Evaluation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Hilfeplanverfahrens, die Vorstellung der Modelle zur Zielformulierung und Qualitätsbewertung sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Hilfeplanung, Leistungsdreieck, SMART-Modell, Donabedian-Standards, Partizipation und pädagogische Qualität.

Warum spielt das „sozialrechtliche Leistungsdreieck“ eine so wichtige Rolle?

Es veranschaulicht die Interdependenz zwischen dem leistungsberechtigten Kind/Jugendlichen, dem öffentlichen Träger (Jugendamt) und dem Leistungserbringer (freier Träger) im Hilfeprozess.

Welche Kritikpunkte äußert die Arbeit an der aktuellen Hilfeplanungspraxis?

Kritisiert werden unter anderem die hohe Komplexität, die teils unzureichende Einbeziehung der Betroffenen und die starke Personenabhängigkeit der fachlichen Fallentscheidungen.

Welche fünf Kriterien zeichnen das SMART-Modell aus?

Ein SMART-Ziel muss spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert sein.

Was unterscheidet Ergebnis-, Prozess- und Strukturqualität nach Donabedian?

Während die Ergebnisqualität den Erfolg der Hilfe bewertet, fokussiert die Prozessqualität auf den tatsächlichen Ablauf und die Strukturqualität auf die Rahmenbedingungen wie Personalentwicklung und Kooperationsstrukturen.

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Details

Titel
Das Hilfeplanverfahren im Spannungsverhältnis zwischen Recht und Pädagogik. Akteure, gesetzliche Grundlagen und Modelle der Zielentwicklung
Hochschule
Fachhochschule des Mittelstands
Note
1,3
Autor
Lea Hölkemann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
14
Katalognummer
V992698
ISBN (eBook)
9783346373618
ISBN (Buch)
9783346373625
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hilfeplanung Sozialarbeit §36 36 SGBVIII Kinder- und Jugendhilfe ASD Jugendamt Hilfen zur Erziehung HzE Soziale Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lea Hölkemann (Autor:in), 2020, Das Hilfeplanverfahren im Spannungsverhältnis zwischen Recht und Pädagogik. Akteure, gesetzliche Grundlagen und Modelle der Zielentwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992698
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Leseprobe aus  14  Seiten
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