Radio Frequency Identification. Ein kurzer Einblick in die RFID-Technologie


Hausarbeit, 2017

19 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Definition und Technische Grundlagen RFID
2.1 Was ist RFID eigentlich genau?
2.2 Funktionsweise von RFID
2.3 Das Lesegerät
2.4 Der Transponder

3 Anwendungsfelder
3.1 Die acht Anwendungsfelder von RFID-Systemen
3.2 Beispiel 1: Landwirtschaftliche Nutztiere und der Tierschutz
3.3 Beispiel 2: Personenidentifikation bei Skigebieten

4 Schlussbetrachtung
4.1 Wirtschaftliche Aspekte von RFID-Systemen
4.2 Risiken (Datenschutz und Privatsphäre)
4.3 Fazit

Literatur- und Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Aufbau eines RFID-Systems

Abbildung 2: RFID Anbringungsmöglichkeiten am Rind

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Mögliche Anwendungsfelder von RFID

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Radio Frequency Identification, fortlaufend abgekürzt mit RFID, ist eine Technik, deren Grundlage im Jahr 1922 mittels der Radar- und Radiowellentechnik, geschaffen wurde. Die Radartechnik hat es möglich gemacht, durch die Reflexion von ausgestrahlten Radiowellen die Geschwindigkeit und die Lokalität eines Objektes zu erfassen. Selbst im zweiten Weltkrieg wurde dieses Verfahren genutzt, britische Streitkräfte waren dadurch in der Lage, ihre eigenen Flugzeuge von fremden Flugzeugen über eine Entfernung von 25 Meilen zu unterscheiden. In den späten 60ern und frühen 70ern wurde die Entwicklung dieser Technologie durch das Militär vorangetrieben. Hier wurde das RFID Verfahren zum größten Teil für Zutritts- und Berechtigungskontrollen angewandt, um damit die Sicherheitsmaßnahmen zu fördern. Im Jahr 1977 wurde die RFID-Technologie vom Militär für den zivilen Bereich freigegeben. Die Universität von Chicago wandte 1978 diese Technologie an einer Milchkuh an. Dies wurde zur Analyse und Identifizierung des Tieres eingesetzt. Zusätzlich konnte sowohl der Eisprung des Tieres als auch der Gesundheitszustand oder die Körpertemperatur überwacht werden. Selbst die Überfütterung des Tieres wurde damit verhindert. RFID hatte sich in den 80ern bereits auf die verschiedensten Anwendungsfelder ausgebreitet. Im Jahr 1984 wurde die erste Serienproduktion für RFID- Geräte gestartet. Die ersten industriellen Anwendungen folgten 1988 und seit- dem steigt das Marktwachstum stetig an.1

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Im Rahmen dieser Hausarbeit wird auf Basis der derzeitig publizierten Quellen, die Funktionsweise und aktuelle Anwendungsfelder der RFID-Technologie vor- gestellt. Der Schwerpunkt liegt darin, den wirtschaftlichen Nutzen und die Risi- ken dieser Technologie zu erläutern.

Diese Arbeit ist in vier Hauptkapitel eingeteilt. Im ersten Kapitel wurde im Rahmen der Einführung, die Geschichte zu RFID vorgestellt. Im weiteren Verlauf werden im zweiten Kapitel, die Grundlagen zu dem Thema RFID definiert. In diesem Rahmen wird auch die Funktionsweise dieser Technik erläutert. Das dritte Kapitel befasst sich mit den Anwendungsfeldern der RFID-Technologie und stellt mögliche Praxisbeispiele vor. Das vierte und somit letzte Kapitel dieser Arbeit, befasst sich mit der Zusammenfassung der Ergebnisse. Dazu wird zunächst der Kosten- und Nutzenfaktor gegenübergestellt und danach die Risiken von RFID näher betrachtet. Das Gesamtergebnis dieser Arbeit wird in einem abschließenden Fazit festgehalten.

2 Definition und Technische Grundlagen RFID

2.1 Was ist RFID eigentlich genau?

RFID ist eine Technologie, die zur Übertragung von Informationen zwischen zwei Endgeräten genutzt wird. Dabei erfolgt der Informationsaustausch zwischen einem Datenträger (Transponder) und einem Schreib-/Lesegerät (Scanner) drahtlos über die Luft. Die zentrale Einheit eines Transponders ist ein Mikrochip. Auf diesem Mikrochip werden Informationen über Objekte gespeichert. Sobald sich der Transponder im Empfangsbereich des Lese-/Schreibgerätes befindet, wird er durch das elektromagnetische Feld des Schreib-/Lesegerätes aktiviert. Eine Spule im Transponder dient hier als Antenne und hat die Aufgabe die Informationen an das Lese/-Schreibgerät zu übertragen. Das Kunstwort Transponder ergibt sich aus den wechselnden Aktivitäten von Senden und Empfangen und setzt sich aus den Wörtern TRANSmitter und resPONDER zusammen.2

Wie bereits in der Einleitung erwähnt ist die RFID-Technologie auf verschiede- ne Anwendungsfelder verteilt. Einige dieser Beispiele sind in der nachfolgenden Tabelle aufgelistet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Mögliche Anwendungsfelder von RFID 3

2.2 Funktionsweise von RFID

Das RFID-System wird aus zwei Komponenten, einem Transponder und einem Schreib-/Lesegerät zusammengesetzt. Das RFID-Schreib/-Lesegerät hat die Aufgabe kontinuierlich elektromagnetische Signale zu senden.

Wenn sich ein Transponder in Reichweite befindet wir es aktiviert und in diesem Fall sendet der Transponder seine Informationen an das Schreib-/Lesegerät weiter. Es ist aber auch möglich, dass das Schreib-/Lesegerät Informationen sendet die vom Transponder gespeichert werden. Das Lesegerät ist über eine Netzwerkverbindung oder über eine serielle Schnittstelle mit einem Computer verbunden. Auf diesem Computer findet die Steuerung und Verarbeitung der Informationen, durch den Einsatz von Software und Datenbanken statt.4

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Aufbau eines RFID-Systems 5

2.3 Das Lesegerät

Bei RFID wird zwischen Schreib-/Lesegerät und Lesegerät unterschieden. Die Geräte bestehen aus einer Kontrolleinheit, einem Hochfrequenzmodul (Sen- de/Empfänger) und aus einem Koppelelement (Antenne). Zusätzlich zu den Funktionen eines reinen Lesegerätes kann ein Schreib-/Lesegerät die Informationen auf einem Transponder modifizieren.6

2.4 Der Transponder

Ein Transponder hat die Aufgabe, die Radiowellen, die von der sendenden Station ausgehen, zu empfangen. Der Transponder besteht aus einer Antenne, welches die Signale entgegennimmt und einem Mikrochip, dass wiederum aus einem Prozessor und einem Speicher besteht. 7 RFID-Transponder werden grundsätzlich in drei unterschiedlichen Arten angeboten:8

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3 Anwendungsfelder

3.1 Die acht Anwendungsfelder von RFID-Systemen

Die Anwendungsfelder von RFID-Systemen sind vielfältig und je nach Bedarf können unterschiedliche Anforderungen an das System gestellt sein. Aus diesem Grund wurde die Initiative Coordinating European Efforts for Promoting the European RFID Value Chain, kurz CE RFID entwickelt. Durch diese Initiative wurde ein Referenzmodell ins Leben gerufen, das zur Klassifizierung von RFID- Anwendungen genutzt wird. Das Referenzmodell ist in objektbezogene und personenbezogene Kategorien mit acht Anwendungsgebieten unterteilt.9

- Feld 1 – Logistik: Anwendungen in der Logistik werden in die Unterkategorien interne Logistik, geschlossene und offene Anwendungen, postalische Anwendungen, Gefahrgutlogistik und Produktionslogistik differenziert. Ein interessanter Ansatz im Einzelhandel ist zum Beispiel, das Auf- füllen von Regalen durch den Einsatz von RFID.10
- Feld 2 – Produktion: Hier werden Bereiche der Produktion, der Überwachung und der Wartung abgedeckt. Diese Segmente teilen sich wiederum auf in Archivierungssysteme, Facility Management, Automatisierung, Prozesskontrolle sowie Fahrzeuge, Flugzeuge und Konsumgüter wie Nahrungsmittel.
- Feld 3 – Produktionssicherheit, -qualität und -information: Hier wird die RFID-Technologie bei Konsumgütern, Elektronikartikel, Bekleidung, Nahrungsmittel, Drogerieartikel und bei Kundeninformationssystemen eingesetzt.11

[...]


1 Vgl. Franke, Werner, Dangelmaier, Wilhelm (Hrsg.) (2006), S.10f.

2 Vgl. Franke, Werner, Dangelmaier, Wilhelm (Hrsg.) (2006), S.8f.

3 Vgl. Franke, Werner, Dangelmaier, Wilhelm (Hrsg.) (2006), S.9.

4 Vgl. Zahn, Simone (2007), S.7.

5 Entnommen aus: Zahn, Simone (2007), S.17.

6 Vgl. Zahn, Simone (2007), S.16.

7 Vgl. Zahn, Simone (2007), S.16.

8 Vgl. Bundesnetzagentur (o.J.), S.3.

9 Vgl. Tamm, Gerrit, Tribowski, Christoph (2010), S.41.

10 Vgl. Tamm, Gerrit, Tribowski, Christoph (2010), S.41f.

11 Vgl. Tamm, Gerrit, Tribowski, Christoph (2010), S.42.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Radio Frequency Identification. Ein kurzer Einblick in die RFID-Technologie
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V992858
ISBN (eBook)
9783346370600
ISBN (Buch)
9783346370617
Sprache
Deutsch
Schlagworte
RFID, IT, Technologie, Trends, Transponder, Kommunikation, Security, Cyber
Arbeit zitieren
Onur Güldali (Autor:in), 2017, Radio Frequency Identification. Ein kurzer Einblick in die RFID-Technologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992858

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