Shakespeare und das elisabethanische Theater


Referat / Aufsatz (Schule), 2000
5 Seiten, Note: 1

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Sandra Schuster

Shakespeare und das elisabethanische Theater

1. Shakespeare-Biografie

wenige und kaum genaue Daten über S., da nicht viel überliefert wurde: handschriftlich nur 6 Unterschriften + "by me" unter seinem Testament keine weiteren persönliche Notizen keine private Briefe anöffentlichk.

da man viele Daten aus S. Leben nicht genau kennt und es ziemlich unterschiedliche Angaben gibt, hab ich hier die gebräuchlichsten genommen 23.4.1564 als drittes Kind der Familie in Stratford geboren und am 26. in der Holy Trinity Church getauft

Vater: John Shakespeare

angesehener Landwirt und Händler Wohlstand,öffentliche Ämter 1565 zum Stadtrat gewählt berichten von Fehlschlägen in den Geschäften ⇒ ; zeitweise Verarmung d. Familie

Mutter: Mary Arden of Wilmcote

aus alter Landsadelfamilie

⇒ ; Erbin eines kleinen St ück Landes

S. hatte 7 Geschwister

1566 Bruder Gilbert wird geboren

S. von 1570 bis 1579örtliche Lateinschule: *Free Grammar School* Schule guter Ruf;

Teilnahme war frei (Unterhalt zahlte Bezirk) ⇒ ;

gute Ausbildung: Geschichte, lateinische Sprache und Dichtung
verlässt sie mit 13 Jahren besucht danach keine Universit ät

Heirat der 8 Jahre älteren Anne Hathaway (26 Jahre), Tochter eines Farmers aus Shottery (Shakespeare damals 18) am 27.11.1582 Heiratslizenz erhalten

1583 Tochter Susanna geboren am 26.5 wurde sie getauft

Geburt der Zwillinge Hamnet und Judith am 2.2.1985 wurden sie getauft

11.8.1596 Sohn Hamnet stirbt mit 11 Jahren

bis 1592 *Verlorene Jahre* es gibt während dieser Zeit keinerlei Notizen über sein Verbleiben aber es existieren viele verschd. Berichte darüber:

Zeit als Lehrer gearbeitet und dann nach London gekommen wo eine Reihe von Hilfsarbeiten gemacht

es ist ebenso wahrscheinlich, dass er über eine fahrende Schauspieltruppe namens "Lord Leicesters's Men" nach London gekommen ist

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- bei dieser Truppe ist er während seiner gesamten Theater- laufbahn geblieben und hat als Schauspieler (bis ca. 1603) und als Hausautor gearbeitet (er musste pro Jahr 2 St ücke liefern und hat dafür ein Pauschalhonorar und die Einnahmen der jeweils zweiten Vorstellung bekommen) Truppe später in "Lord Chamberlain's Men" und nach Thronbesteigung Jacob I. in "Lord King's Men" umbenannt ab 1589 vermutet man seine Anwesenheit in London; hatte dort wahrscheinlich eine schwierige Zeit, da er noch unbekannt war man vermutet, dass er erst ganz unten anfangen musste: wahrscheinlich zuerst nichtmal Statist, sondern Knecht, ehe er erste kleine Rollen spielen durfte 1592 wird er erstmals in London erwähnt: Graham Greene (Dramatiker):"Krähe, die sich mit unseren Federn schmückt"

⇒ ; schon Erfolg und Neid anderer Dramatiker

1593 erscheint sein Epos "Venus und Adonis", das ihn in deröffentlichkeit bekannter werden lässt

1594 erscheint sein zweites Werk "The Rape of Lucrecia". Beide Werke sind seinem Gönner dem Earl of Southampton: Henry Wriothesly gewidmet.

Beweis f. steigenden Wohlstand Williams Bewilligung eines Familienwappens (1596) auf S. -Denkmal zu sehen 1598 Druck der Komödie "Love's labour's lost" und Lob des Literaten Francis Meres deuten auf sein gutes Ansehen außerdem entstehen Werke wie "Romeo und Julia", "Heinrich V" und "Julius Caesar"

8.9.1601 Tod des Vaters

9.9.1608 Tod der Mutter

seine Schauspieltruppe wird nach der Thronbesteigung Jacobs I. zur Hofschauspielertruppe namens "Lord King's Men" und S. erhält den Titel eines königlichen Kammerdieners

⇒ ; Wohlstand erlaubt ihm den Kauf mehrerer Grundst ücke in Stratford und London (NewPlace) ab 1599 war er Teilhaber des Globe-Theaters galt als guter Geschäftsmann ab 1608 war er Teilhaber am Blackfriars-Theatre

1607 Tochter Susanna heiratet Dr. J. Hall 1608 J. Milton geboren (Enkel) 1610 verkauft alle seine Theateranteile 1612 / 1613 Rückkehr nach Stratford

S. zieht sich in sein Haus zurück

1613 endgültiger Rückzug aus dem Theaterleben

25.3.1616 fertiges Testament - liegt noch als Original vor - Unterschrift unter Dokument mit zitternder Hand ⇒ ; war bereits schwer krank

1616 Tochter Judith heiratet Th. Quiney

23.4.1616 gestorben mit 52 Jahren

nach seinem Tod Beerdigung in der Trinity Church in Stratford (25.4.1616)

Einige wichtige Werke:

Tragödien: Romeo und Julia (1598)

Hamlet (1601)

Macbeth (1606)

Komödien: Der Widerspenstigen Zähmung (1593)

Ein Sommernachtstraum (1595)

Was ihr wollt (1606)

Historien: Richard II (1594)

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Heinrich IV (1597)

Heinrich V (1597)

36 Dramen : durch seine Freunde und Schauspielerkollegen erstmals 1623 gesammelt herausgegeben

2 Versepen "Venus und Adonis"; "Lucretia": als einzige St ücke von S. selbst veröffentlicht ein Band mit 154 Sonetten (1609)

... es gibt Theorien darüber, dass S. seine Werke bzw. einen Teil seiner Werke nicht selbst verfasst hat: das beginnt ca. im 18.Jhd. und wurde weiterverfolgt von Delia Bacon, einer Nachkommin von Francis Bacon; sie behauptete er hätte S. Werke geschrieben (sie landete später im Irrenhaus) im Laufe der Zeit sind immer mehr Namen dazugekommen, die S. Werke geschrieben haben könnten: Grafen von Oxford, Derby und Rutland, ... mittlerweile sind die meisten Experten jedoch der Meinung, dass das nur
Hirngespinste sind und die Werke wirklich von S. stammen

Unterteilung seiner Werke in 4 Bereiche:

1. Historien und Königsdramen

- huldigen einerseits Tudormonarchie
- warnen andererseits vor Gefahr der politischen Instabilit ät
- diskutieren die Elemente eines harmonischen Satzgefüges

2. Tragödien

- Anzahl: 10
- Wirkung des Bösen, Konflikte der Menschen, Verbrechen, Ehrgeiz, unüberlegte Machtausübung, private Rache und Täuschung von Liebenden

3. Komödien

- verwickelte Handlungen um Liebe, politische Herrschaft, Trennung und Wiedervereinigung
- tragische Geschehen z. T. durch magische Kr äfte zu einem glücklichen Ende

4. Versdichtungen

- Versepen: Versuch der Renaissancepoetik zu gen ügen
- 154 Sonette: Freundschaft, Liebe

2. Elisabethanisches Theater

Historischer Hintergrund: ~ Bezeichnung für engl. Renaissance-Theater von ca. 1570-1625 während Regentschaft von Elisabeth I.

- Blütezeit: 1590 - 1610

⇒ ; Königin von England (1558-1603)

unterstützte niederländische Unabhängigkeitskampf

Übergriffe gegen spanische Schiffe: 1588 Sieg über span. Armada ⇒ Sicherung Englands als protestantische Großmacht

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⇒ ; brachte England politische Macht und wirtschaftlichen Aufschwung
Entwicklung: ~ Ursprung im Volkstheater des 14. / 15. Jahrhunderts

- Kirche übernahm in dieser Zeit die Ausrichtung des Theaters Themen: Historien aus Weltgeschichte Geschichten zwischen Schöpfung und Jüngstem Gericht Moralitäten
- elisabethanisches Theater entfernte sich von biblischem Stoff und spielte mehr Ereignisse aus dem Alltag ~ nach Sieg über spanische Armada beflügelte das Volk, die auch die Künstler dieser Zeit beflügelte; man versuchte sich gegenseitig zu übertrumpfen
- zu beginn Handwerkszünfte und kleine Truppen fahrender Schauspieler auf Jahrmärkten, Höfen oder in Wirtshäusern
- Zuschauer aßen und tranken während der Vorstellung
- Theater ist ein gesellschaftliches Ereignis für alle Bevölkerungsschichten
~ St ücke meist auf Geschmack des breiten Publikums zugeschnitten
~ bei einer Vorstellung war sehr viel los: st ändiges Kommen und Gehen

Zuschauer machten manchmal sogar selbst mit

⇒ ; teilweise Spielabläufe erst im Dialog mit Zuschauern entwickelt

- Bühnen sehr einfach und primitiv
- es gab kaum Requisiten
- viele Schauspieler haben die schlechten Bedingungen beklagt
- durch den Rummel bei so einem Theater worden auch Taschendiebe und Prostituierte angelockt; außerdem hatte man Angst vor der Einschleppung der Pest

⇒ ; 1572 wurde das "Vagabundengesetz" verst ärkt: Schauspieler brauchten eine Genehmigung um auftreten zu
dürfen

==⇒ ; es bildeten sich große Theatertruppen mit Sitz in London unter der Schirmherrschaft reicher Adliger: Namensgebung

- eine Theater-Truppe bestand meist aus ca. 15 Personen
- 1574 James Burbage "The Theatre": erstes Geb äude für Theatervorstellungen
- war so erfolgreich, dass innerhalb nächste 20 Jahre 6 weitere Theater entstehen
- Bau der Londoner Theater relativ einheitlich: kreisförmiger Grundriss (arena- artig)

Platz für 2000 - 3000 Zuschauer

Zuschauerplätze auf drei Seiten

Außenbegrenzung ist meist dreigeschössig mit Sitzen und überdachten Galerien (6 Penny) rings um die Bühne gibt es Stehplätze (1 Penny)

Bühne ist ein Podest, dass weit in Zuschauerraum hineinreicht

Bretterplattform auf Holzblöcken oder Ständern errichtet

an der Wand eine zweite, abdeckbare Bühne mit Balkon

alles wird von einem Turm überragt: Ankündigung der Vorstellung

- es gab wegen mangelnder Beleuchtung nur Tagvorstellungen ~ die Theater spielten in der Woche 6 mal
- Schauspielarbeit nur durch Männer, die vom Erlös lebten: weibl. Rollen durch Knaben
- mit der Zeit brachte das elisabethanische Theater viele begabte Darsteller hervor : James Burbage, Richard Tarlton (Komiker), Edward Alleyn, ...

⇒ ; Schauspieler für Männer ein relativ anerkannter Beruf; für Frauen dagegen "unschicklich"

- durch die großeöffentlichkeit der Schauspieler herrschte starke Konkurrenz ⇒ ; Professionalit ät ~ Requisiten + Kulissen sehr wenig vorhanden

- dagegen Kostüme sehr sorgfältig + teuer ⇒ ; Charaktere wurden an Kleidung erkannt teilweise Musik und Hintergrundeffekte: bei Duellen, Schlachten, Tänzen ... in erster Linie aber Sprache und Dichtkunst, weniger Realismus und Illussion

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- der Höhepunkt für jede Theatertruppe war Weihnachtszeit: man hoffte an Hof spielen ~ 1608 /1609 entstanden neue vollst ändig überdachte Theater: höhere Preise

kleiner, exklusiver Kundenkreis (max. 500 Gäste)

mehr Requisiten und Kulissen ⇒ ; mehr Realismus + Illussion künstl. Beleuchtg. ⇒ ;nicht auf Tageslicht angewiesen

- von 1590 bis 1642 schrieben ca. 50 Berufsdramatiker über 900 St ücke nach 1625 rapider Rückgang des Interesses am Theater 1642 durch erwirktes Verbot der Theatergegner vollst ändiges Erliegen

5 von 5 Seiten

Details

Titel
Shakespeare und das elisabethanische Theater
Note
1
Autor
Jahr
2000
Seiten
5
Katalognummer
V99286
Dateigröße
335 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Shakespeare, Theater
Arbeit zitieren
Sandra Schuster (Autor), 2000, Shakespeare und das elisabethanische Theater, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/99286

Kommentare

  • Gast am 16.6.2001

    Naja.

    Nich so schlecht. aba viel zu ausführlich. Bei mir uf der penne würdeste aber keine 1, bestenfalls ne 3 bekommen.
    Für´n Referat viel zu lang, dit schläfert die Kameraden eher ein, wenn du da solange (n paar stunden)plapperst.
    Lern dich uf wesentliche sachen zu beschränken.

  • Gast am 11.10.2001

    positive kritik....

    ich denke das die arbeit wirklich gelungen ist,wobei sie ,im bezug auf den umfang,geringer hätte ausfallen können!

  • Gast am 15.3.2002

    Sehr gut.

    Also ich muss sagen sehr gut. endlich habe ich mal was richtig ausführliches zum thema elisabethanisches theater gefunden! danke!!

  • Gast am 13.4.2002

    Ich habe sooo... lange im Internet geschnüffelt!.

    Da ich so lange gesucht habe,habe ich es schon fast wieder aufgegeben,hier etwas zu finden!Ich war jeder Internetseite die es nur gibt!!!Ich muss nämlich bis Montag einen Hefter in Englisch und Deutsch fertig abgeben!Ich brauchte unbedingt noch eine einzige Information zu dem "Elisabethanischen Theater"!Jetzt weiß ich es:Sitzkissen kosten 6 Penny!Ich danke euch allen ganz herzlich!!!Jetzt gucke ich auch gleich nach noch mehr Informationen!!!DANKE!

  • Gast am 11.9.2002

    Es geht.

    Dein Referat enthält viele und gute Infos.Leider ist die Gestaltung sehr unübersichtlich.Das macht das Verständnis schwerer. Schade!

  • Gast am 17.12.2002

    danke.

    Danke hast mir echt gut geholfen!danke

  • Gast am 10.8.2008

    Super.

    Vielen Dank einfach nur klasse spitze :)

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