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Die Rolle der Frau in der NS-Volksgemeinschaft

Eine Quellenanalyse mit dem Blick auf die Funktionen der Frau für die Nation

Title: Die Rolle der Frau in der NS-Volksgemeinschaft

Term Paper , 2018 , 16 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Lina Mintzlaff (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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In dieser Arbeit soll das nationalsozialistische Frauenideal genauer untersucht werden und anhand einer kriteriengeleiteten Quellenanalyse die Rolle der Frau in der nationalsozialistischen „Volksgemeinschaft“ aufzeigen. Grundlegendes Interesse der Untersuchung bildet dabei die Funktion der Frau für die Nation und die Nationsbildung. Es soll zudem gezeigt werden, welche Ansichten die nationalsozialistische Politik selbst gegenüber Frauen und ihrer Rolle in der Gesellschaft vertritt.

Aktuelle gesellschaftspolitische Diskussionen und Positionen werfen immer wieder Bezüge zur nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands auf. Dabei wird nicht selten die Position der Frau in der Gesellschaft des Nationalsozialismus thematisiert und zum Teil auch kritisiert. Häufig unter einer Perspektive der weiblichen Opferrolle oder der Frage nach Täterschaft.

Das Regime des Nationalsozialismus versteht sich selbst als ein Männerbund, in dem männliche Vertreter die Führungspositionen einnahmen und die Politik lenkten. Die Position der Frau wurde in der Forschung lange Zeit nebensächlich behandelt, es wurde hauptsächlich die Opferrolle im nationalsozialistischen Deutschland betrachtet. Inzwischen befasst sie die NS-Forschung mit einem umfassenderen Bild der Rolle und der Funktion der Frau im Regime. Es sind zahlreiche Quellen vorhanden, um sich ein genaueres Bild von der Lage und der Rolle der Frau in der Zeit des Nationalsozialismus zu machen. So zum Beispiel die Rede des Reichs- und Propagandaministers Joseph Goebbels zur Eröffnung der Ausstellung „die Frau“ von 1933.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Volksgemeinschaft im Nationalsozialismus

3. Quellenanalyse

3.1 Ideologische Konstruktion der „Volksgemeinschaft“

3.2 Darstellung der Hierarchie zwischen den Geschlechtern

3.3 Die Position der Frau im Gemeinschaftswesen und Gesellschaft

3.4 Funktionen der Frau für die Nation und die Nationsbildung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das nationalsozialistische Frauenideal anhand einer kriteriengeleiteten Quellenanalyse der Eröffnungsrede von Joseph Goebbels zur Ausstellung „Die Frau“ aus dem Jahr 1933, um die Rolle und die spezifischen Funktionen der Frau innerhalb der nationalsozialistischen „Volksgemeinschaft“ zu beleuchten.

  • Analyse des Konstrukts der „Volksgemeinschaft“ im Nationalsozialismus
  • Untersuchung der ideologisch begründeten Geschlechterhierarchien
  • Evaluation der Rolle der Frau als Mutter und „Genossin“ des Mannes
  • Kritische Betrachtung der Funktionalisierung von Frauen für die Nation
  • Einordnung der nationalsozialistischen Frauenpolitik in den historischen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.2 Darstellung der Hierarchie zwischen den Geschlechtern

Die Historikerin Sybille Steinbacher beschreibt in ihrem Werk das Geschlechterverhältnis zwischen Männern und Frauen in der Vorstellung des Nationalsozialismus, als durch spezifische und unmittelbar aufeinander bezogene Aufgaben definiert. Auch Goebbels formuliert in seiner Rede, dass die Frau „ihre Kräfte auf anderen Gebieten einsetzen [sollte] als der Mann“, denn Frauen hätte eine gänzlich andere „Bestimmung“ als Männer. Die nationalsozialistische Geschlechterordnung basierte auf diesem Grundsatz. Die Frau wird beschrieben als „Genossin“ des Mannes und als dessen „Geschlechts- und Arbeitskameradin“.

Die Frau hat somit einen Anteil an der Arbeit des Mannes aber es gäbe auch „Dinge, die dem Mann gehören, [und] auch dem Mann bleiben müssen“, so zum Beispiel die Bereiche Politik und Wehr. Goebbels verweist auf die speziellen, anderen Fähigkeiten der Frau und begründet somit auch die Ansicht der NSDAP Frauen „bewusst aus der Tagespolitik fern[zuhalten]“, denn die „Männer machen Geschichte“ und die Frauen, so verweist Goebbels, hätten andere Fähigkeiten und Anlagen, „die mehr ihrem Wesen entsprechen“. Die in den vorherigen Jahren aufgekommene starke Positionierung der Frau im öffentlichen Leben sei auch der Grund für den Verfall des Reiches.

Der „Platz der Frau [ist] in der Familie“ und nicht in der Politik, so Goebbels. Zusammen mit der allgemeinen Massenmobilisierung untergrub die NS-Politik das traditionelle Verhältnis zwischen Privatem und Politischem, mit gravierenden Folgen für die Geschlechter und deren Beziehungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Fragestellung ein und erläutert die Bedeutung der Rolle der Frau innerhalb der NS-Ideologie sowie die Relevanz der Quellenanalyse von Goebbels’ Rede.

2. Die Volksgemeinschaft im Nationalsozialismus: Dieses Kapitel definiert das Konzept der Volksgemeinschaft als gesellschaftliche Ordnungsvorstellung, die durch Inklusion und Exklusion sowie durch eine rassenbiologische Ausrichtung geprägt war.

3. Quellenanalyse: Der Hauptteil unterzieht die Eröffnungsrede von Joseph Goebbels einer systematischen Untersuchung anhand definierter Kriterien.

3.1 Ideologische Konstruktion der „Volksgemeinschaft“: Hier wird untersucht, wie die Volksgemeinschaft als allgegenwärtiges Schlagwort zur Mobilisierung und zum „Neuaufbau des Volkes“ genutzt wurde.

3.2 Darstellung der Hierarchie zwischen den Geschlechtern: Dieser Abschnitt analysiert die propagierte strikte Trennung der Lebensbereiche von Mann und Frau sowie die Zurückweisung weiblicher politischer Partizipation.

3.3 Die Position der Frau im Gemeinschaftswesen und Gesellschaft: Das Kapitel befasst sich mit der Aufwertung der Mutterschaft als zentralem Dienst der Frau am „Volksganzen“.

3.4 Funktionen der Frau für die Nation und die Nationsbildung: Hier wird verdeutlicht, dass die Frau primär als Instrument zur Erhaltung der „Rasse“ und Sicherung der Nation funktionalisiert wurde.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Hypothese, dass die Frau im Nationalsozialismus zwar eine essenzielle funktionale Rolle innehatte, aber politisch fremdbestimmt blieb.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Volksgemeinschaft, Frauenbild, Joseph Goebbels, Quellenanalyse, Geschlechterhierarchie, Mutterschaft, NS-Ideologie, Nationsbildung, Rassenpolitik, Frauenrolle, NS-Regime, Gesellschaftspolitik, Volksgenossin

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Rolle der Frau im Nationalsozialismus, wobei der Fokus auf ihrer Funktion innerhalb der „Volksgemeinschaft“ und ihrer Stellung in der NS-Ideologie liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die ideologische Konstruktion der Volksgemeinschaft, die hierarchische Einteilung der Geschlechterrollen sowie die politische Funktionalisierung der Frau für die NS-Nation.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, auf Basis einer kriteriengeleiteten Quellenanalyse der Eröffnungsrede von Joseph Goebbels aus dem Jahr 1933 aufzuzeigen, welche Aufgaben und Funktionen der Frau vom NS-Regime zugeschrieben wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit verwendet eine kriteriengeleitete Quellenanalyse, um die Aussagen von Joseph Goebbels im Kontext historischer Sekundärliteratur kritisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die ideologische Konstruktion der Volksgemeinschaft, die Darstellung der geschlechtsspezifischen Hierarchien, die Position der Frau in der Gesellschaft und die funktionale Rolle der Frau für die Nation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Nationalsozialismus, Volksgemeinschaft, Frauenbild, Mutterschaft und Funktionalisierung beschreiben.

Welche Rolle spielt die „Mutterschaft“ in der untersuchten Ideologie?

Die Mutterschaft wurde als „höchste Aufgabe“ der Frau und als Dienst am „Volksganzen“ idealisiert, um das Fortbestehen der Nation und der „arischen Rasse“ zu sichern.

War die Rolle der Frau im Nationalsozialismus starr oder flexibel?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass es kein einheitliches Frauenbild gab; die Politik war flexibel und änderte sich je nach Bedarf, etwa in Kriegszeiten, wobei die ideologische Ausrichtung jedoch stets der männlich dominierten Staatsführung untergeordnet blieb.

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Details

Title
Die Rolle der Frau in der NS-Volksgemeinschaft
Subtitle
Eine Quellenanalyse mit dem Blick auf die Funktionen der Frau für die Nation
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Institut für Geschichte)
Course
Geschichte des 19. Jahrhunderts
Grade
2,3
Author
Lina Mintzlaff (Author)
Publication Year
2018
Pages
16
Catalog Number
V992910
ISBN (eBook)
9783346357403
ISBN (Book)
9783346357410
Language
German
Tags
Nationalsozialismus Frauenbilder Frauenbild Volksgemeinschaft Gender Frauenrolle Nation Nationalismus Geschlechterrolle Position der Frau Gesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lina Mintzlaff (Author), 2018, Die Rolle der Frau in der NS-Volksgemeinschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992910
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