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Das störende Geschlecht

Das Frauenbild Heinrich Kramers im Hexenhammer

Titel: Das störende Geschlecht

Quellenexegese , 2016 , 8 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Lina Mintzlaff (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die europäische Hexenverfolgung ist kein vereinzeltes Ereignis. Menschen, vor allem Frauen, wurden über 300 Jahre lang verfolgt und gejagt. Grund dafür waren unterschiedliche historische und politische Bedingungen, sowie religiöse und soziale Dimensionen. Während des Hexenwahns verbanden sich elitäre Vorstellungen mit volkstümlichen Vorurteilen. Welche Rolle spielte dabei der "Hexenhammer" von Heinrich Kramer?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Maleus Maleficarum – Eine Anleitung der Frauenvernichtung?

2. Heinrich Kramer – Institoris : Zwischen Misogynie und Christentum

2.1 Das Frauenbild im Hexenhammer

2.2 Intention zur Verfassung des Hexenhammers

3. Der Hexenhammer als Einleitung der Hexenverfolgungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das frauenfeindliche Weltbild des Inquisitors Heinrich Kramer und analysiert, wie er durch seinen Traktat „Malleus Maleficarum“ (Hexenhammer) die Hexenverfolgungen im 15. Jahrhundert theoretisch legitimierte.

  • Analyse des negativen Frauenbildes im Hexenhammer
  • Untersuchung der Argumentationsstrategien Kramers unter Verwendung biblischer und theologischer Quellen
  • Herausarbeitung der Intention des Autors zur Rechtfertigung der Inquisition
  • Bewertung der gesellschaftlichen Auswirkungen und der Rolle des Hexenhammers bei der Hexenverfolgung

Auszug aus dem Buch

Das Frauenbild im Hexenhammer

Kramer beschreibt in seiner vermeintlichen Rechtsschrift malleus maleficarum ein stark negativ ausgeprägtes Frauenbild. Durch seine Argumentation versucht er auf wissenschaftlicher und auf religiöser Basis seine Theorie zu beweisen. Kramer sieht vor allem biologische Gründe im schwachen Wesen der Frau. Die Frau sei von Natur aus das „schwache Geschlecht“, ein „Fehler der Natur“.6 Er beschreibt die Frau als durch Gefühle beschränktes Wesen mit einer mangelhaften körperlichen Verfassung.7 Die Frau sei eine „andere Art als Männer“. Durch die schöpfungsgeschichtlich beschriebene Schaffung der Frau aus der Rippe des Mannes, stellt sie nur ein unvollkommenes Lebewesen dar, das von Natur aus dem Mann „zugeneigt“ ist. Die Frau sei „von Natur aus schlecht“.8 Durch Mangel an Verstand und Erinnerungsvermögen ist die Frau gesellschaftlich untergeordnet. Sie besitze eine „lügnerische Stimme“ und „Eitelkeit im Gehen und Stehen“, welche sie dem Mann körperlich unterstellt.9 Die größte Einschränkung der Frau stellt ihre „fleischige Begierde“ dar.10

Zusammenfassung der Kapitel

1. Maleus Maleficarum – Eine Anleitung der Frauenvernichtung?: Dieses Kapitel führt in die historische Person Heinrich Kramers ein und ordnet den „Hexenhammer“ als Rechtsschrift zur Legitimation der Hexenverfolgung ein.

2. Heinrich Kramer – Institoris : Zwischen Misogynie und Christentum: Hier wird das spezifische Frauenbild Kramers analysiert, das auf theologischen und vermeintlich biologischen Argumenten für die Minderwertigkeit der Frau basiert.

2.1 Das Frauenbild im Hexenhammer: Dieser Abschnitt vertieft die Darstellung der Frau als unvollkommenes, durch Fleischeslust und Aberglauben definiertes Wesen, das eine Gefahr für die Männerwelt darstellt.

2.2 Intention zur Verfassung des Hexenhammers: Das Kapitel erläutert, wie Kramer das Werk nutzte, um die Inquisition theoretisch zu untermauern und das Ketzertum zu bekämpfen.

3. Der Hexenhammer als Einleitung der Hexenverfolgungen: Abschließend wird die verheerende historische Wirkung des Werkes auf die Verfolgung von Frauen reflektiert und die Rolle Kramers als Wegbereiter des Hexenwahns bewertet.

Schlüsselwörter

Heinrich Kramer, Hexenhammer, Malleus Maleficarum, Hexenverfolgung, Frauenbild, Inquisition, Misogynie, Mittelalter, Theologie, Patriarchat, Genesis, Sündenfall, Dämonologie, Ketzerei, Frauenhass

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Quelleninterpretation des „Hexenhammers“ von Heinrich Kramer und untersucht, wie darin ein destruktives Frauenbild konstruiert wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle der Frau im Mittelalter, die Geschichte der Hexenverfolgung, die kirchliche Inquisition und die Verbindung zwischen theologischer Argumentation und Misogynie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Argumentationsweise Kramers offenzulegen und zu verstehen, wie er das Frauenbild nutzte, um die Hexenverfolgungen in Europa zu rechtfertigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Quellenanalyse, bei der der „Hexenhammer“ textnah ausgewertet und im historischen Kontext der Inquisition betrachtet wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Frauenbild, die Intention des Autors bei der Verfassung seines Werkes sowie die langfristigen Auswirkungen des Hexenhammers auf die gesellschaftliche Situation von Frauen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Heinrich Kramer, Hexenhammer, Misogynie, Inquisition, Frauenbild und Hexenverfolgung.

Warum stuft Kramer Frauen als besonders gefährlich ein?

Kramer begründet dies mit einem angeblichen Mangel an Verstand und einer „fleischigen Begierde“, die Frauen anfälliger für die Verführung durch Dämonen und schwarze Magie mache.

Welche Rolle spielt die Kirche bei der Legitimierung von Kramers Thesen?

Kramer beruft sich auf die päpstliche Bulle „Summis desiderantes affectibus“ von 1484, die Inquisitoren ausdrücklich unterstützte und somit eine rechtliche Basis für sein Vorgehen bot.

Wie bewertet die Arbeit die Wirkung des Hexenhammers?

Das Werk wird als frauenfeindlich eingeordnet, das maßgeblich dazu beitrug, ein negatives Frauenbild in der Gesellschaft zu festigen und die Verfolgung von Frauen über Jahrhunderte hinweg zu legitimieren.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das störende Geschlecht
Untertitel
Das Frauenbild Heinrich Kramers im Hexenhammer
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Institut für Geschichte)
Veranstaltung
Hexen, Huren, Heilige - Frauen im Mittelalter
Note
2.0
Autor
Lina Mintzlaff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
8
Katalognummer
V992922
ISBN (eBook)
9783346362520
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hexen Huren Heilige Frauen Mittelalter Hexenverfolgung hexenhammer malleus maleficarum heinrich Kramer inquisition
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lina Mintzlaff (Autor:in), 2016, Das störende Geschlecht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992922
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Leseprobe aus  8  Seiten
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