Es werden die Vor- und Nachteile des Freihandels vorgestellt sowie die Definition von sozialer Ungleichheit.
Zu Beginn wird der allgemeine Freihandel mit seinen Vor- und Nachteilen vorgestellt. Folgen wird eine Definition der sozialen Ungleichheit. Danach wird die soziale Ungleichheit in Entwicklungs- und Schwellenländern, verursacht durch Freihandel, sowie die spezifische soziale Ungleichheit der Frauen in diesen Ländern untersucht. Anschließend wird die soziale Ungleichheit in den Industrieländern erörtert, welche ebenfalls im Zusammenhang mit Freihandel stehen. Zum Schluss wird ein Fazit gezogen und einige Denkanreize für Verbesserungen werden vorgeschlagen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Freihandel und seine Vor- und Nachteile
3. Soziale Ungleichheit - Was ist soziale Ungleichheit?
3.1 Soziale Ungleichheit in den Entwicklungs- und Schwellenländern
3.2 Frauen und soziale Ungleichheit - Entwicklungs- und Schwellenländer
3.3 Soziale Ungleichheit in Industrieländern
4. Fazit - Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht den Einfluss des globalen Freihandels auf die soziale Ungleichheit. Ziel ist es zu analysieren, inwiefern die durch Freihandelsabkommen geförderte Wirtschaftsintegration und Unternehmenspraktiken wie Offshoring zu einer Polarisierung der Einkommensverhältnisse führen und soziale Standards beeinträchtigen.
- Vor- und Nachteile des Freihandels im globalen Kontext
- Definition und Ausprägung sozialer Ungleichheit in verschiedenen Gesellschaftsformen
- Auswirkungen von Offshoring auf Arbeitsbedingungen in Entwicklungs- und Schwellenländern
- Geschlechtsspezifische Diskriminierung und Ungleichheit durch Welthandelsstrukturen
- Analyse der Einkommensungleichheit und Sozialstaatlichkeit in Industrieländern
Auszug aus dem Buch
3.2 Frauen und soziale Ungleichheit - Entwicklungs- und Schwellenländer
Gerade für Frauen hat der Freihandel einen negativen Einfluss. Der Welthandel schafft zwar neue Perspektiven, zerstört aber gleichzeitig die Alten (vgl. Steinkopf Rice 2009: 43). Weibliche Arbeitskräfte werden gerne für Export-orientierte Berufe präferiert, „(…) because they are seen as ‘naturally‘ inclined to excel at low-skilled, low-paying jobs (…)“ (Steinkopf Rice 2009: 44). Dadurch, dass Frauen als eher fügsam gesehen werden, werden sie nicht als geschäftlich orientiert wahrgenommen und werden meist nur vorübergehend eingestellt.
Außerdem besteht in vielen Ländern noch die “Breadwinner ideaology“ der Männer, was das Einkommen der Frau nur als zweitrangig einstuft (vgl. Segunio 2005: 5). Hinzu kommt, dass der Lohn der Frauen meist weniger als die Hälfte des Lohnes der Männer beträgt (vgl. Segunio 2005: 5). Aus dieser Ansicht, scheint es aus der Sicht des Freihandels klüger und optimaler, teure, männliche Arbeitskräfte durch billigere weibliche Arbeitskräfte zu ersetzen. Obwohl der allgemeine Lohn, welche die Frauen erhalten gestiegen ist, ist die Gender-Pay-Gap genau so groß wie zuvor.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Freihandels ein, stellt die aktuelle globale Abkommensdichte dar und definiert die zentrale Forschungsfrage zur sozialen Ungleichheit.
2. Freihandel und seine Vor- und Nachteile: Das Kapitel erläutert die ökonomischen Pro- und Contra-Argumente, wie Wohlstandsgewinne durch Preissenkungen gegenüber den negativen Auswirkungen für importabhängige Länder.
3. Soziale Ungleichheit - Was ist soziale Ungleichheit?: Hier wird der theoretische Begriff der sozialen Ungleichheit definiert und auf die unterschiedlichen Chancen von Bevölkerungsgruppen innerhalb verschiedener Gesellschaftssysteme übertragen.
3.1 Soziale Ungleichheit in den Entwicklungs- und Schwellenländern: Dieses Kapitel untersucht die negativen Auswirkungen von Offshoring, wie schlechte Arbeitsbedingungen und den Verlust lokaler Wirtschaftsstrukturen, insbesondere in Asien und Afrika.
3.2 Frauen und soziale Ungleichheit - Entwicklungs- und Schwellenländer: Fokus dieses Abschnitts ist die spezifische Benachteiligung von Frauen durch exportorientierte Arbeitsmärkte und tief verwurzelte ideologische Rollenbilder.
3.3 Soziale Ungleichheit in Industrieländern: Der Abschnitt befasst sich mit der Konkurrenzsituation in Europa und den USA, steigender Einkommensungleichheit und dem Druck auf Sozialsysteme durch globalen Wettbewerb.
4. Fazit - Ausblick: Das Fazit fasst die Ambivalenz des Freihandels zusammen und schlägt Lösungsansätze wie globale Sozialstandards und eine Stärkung nationaler Tarifsysteme vor.
Schlüsselwörter
Freihandel, soziale Ungleichheit, Welthandel, Globalisierung, Offshoring, Einkommensverteilung, Gender-Pay-Gap, Arbeitsbedingungen, Armutsreduktion, Industrieländer, Schwellenländer, Sozialstaat, Gini-Koeffizient, Protektionismus, Arbeitsmarkt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den sozialen Auswirkungen von globalen Freihandelsabkommen und untersucht, ob diese tatsächlich zu Wohlstand für alle führen oder soziale Ungleichheiten verschärfen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den zentralen Feldern gehören die ökonomischen Vor- und Nachteile des Freihandels, die Auswirkungen von Produktionsverlagerungen (Offshoring) sowie die geschlechtsspezifische Benachteiligung auf dem globalen Arbeitsmarkt.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welchen Einfluss der Freihandel konkret auf die soziale Ungleichheit in verschiedenen Wirtschaftsräumen hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse, in der aktuelle Studien und theoretische Konzepte zur politischen Ökonomie und zur sozialen Ungleichheit ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Definitionen von Ungleichheit als auch empirische Beispiele für die Folgen des Freihandels in Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländern detailliert erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Freihandel, soziale Ungleichheit, Globalisierung, Offshoring, Gender-Pay-Gap und Sozialstaatlichkeit beschreiben.
Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Frauen im Kontext des Freihandels?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Freihandel Frauen oft in prekären und niedrig entlohnten Beschäftigungsverhältnissen hält, wobei sie zusätzlich mit gesellschaftlichen Vorurteilen und einer bestehenden Lohnlücke zu Männern zu kämpfen haben.
Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Zukunft des Freihandels?
Die Autorin plädiert dafür, dass ein reiner Fokus auf Profitmaximierung nicht ausreicht und schlägt verpflichtende globale Sozialstandards sowie globale Sicherungssysteme vor, um die negativen sozialen Auswirkungen abzufedern.
- Arbeit zitieren
- Celine Karaman (Autor:in), 2020, Einfluss des Freihandels auf soziale Ungleichheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992989