Diese Bachelorarbeit erörtert die Konsequenzen und Gründe von Lebensmittelverschwendung und stellt darauf aufbauend eine vielerorts übertragbare Vermeidungsmaßnahme dar, die den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung Rechnung trägt.
Die Vergeudung von Lebensmitteln widerspricht dem gegenwärtigen Trend des Nachhaltigkeitsgedankens und ist aus mehreren Sichten problematisch. Neben ethischen Aspekten im Hinblick auf die Millionen Hungernden unserer Erde, haben unsere Essgewohnheiten laut WWF und Umweltbundesamt die größten Auswirkungen auf unser Ökosystem. Angesichts des zunehmendes Klimawandels und der wachsenden Weltbevölkerung stellt es eine globale Herausforderung dar, die Ernährungsgrundlage auch langfristig zu sichern.
Das wohl größte Problem der heutigen Industrienationen ist es, dass Lebensmittel nicht mehr als das angesehen werden, was sie eigentlich sind: MITTEL zum LEBEN und Überleben. Aus diesem Grund müssen vor allem junge Menschen frühzeitig sensibilisiert werden, welche ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen unser Konsum- und Wegwerfverhalten hat.
Das entwickelte Projekt „Teller statt Tonne – durch Fairteilung von Lebensmitteln“ wird mit Schülerinnen und Schülern der Grundschule durchgeführt, bietet aber Potenzial es fächer- und schulübergreifend einzusetzen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen zu Food Waste
2.1 Begriffsdefinition von Food Waste
2.2 Das Erkennen von Food Waste als Problem
2.3 Food Waste nach Sektoren (Ursachen & Mengen)
2.3.1 Verluste in der Landwirtschaft
2.3.2 Verluste in der Verarbeitung
2.3.3 Verluste im Handel
2.3.4 Verschwendung von Großverbrauchern
2.3.5 Verschwendung von privaten Haushalten
2.3.6 Gesamtverluste
2.4 Die Konsequenzen von Food Waste
3 Förderung einer nachhaltigen Entwicklung
3.1 Das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung
3.2 Nachhaltige Entwicklung im Kontext der Lebensmittelverschwendung
3.2.1 Initiativen gegen Lebensmittelverschwendung
4 Konzeption eines Projekts zum Thema Food Waste
4.1 Sachanalyse zum Unterrichtsprojekt „Teller statt Tonne – durch Fairteilung von Lebensmitteln“
4.2 Didaktische Analyse
4.2.1 Bedingungsanalyse
4.2.2 Legitimation der Themenwahl
4.2.3 Einordnung der Unterrichtseinheit
4.2.4 Didaktische Reduktion
4.3 Methodische Analyse
4.3.1 Vorstellung der Projekteinheit „Teller statt Tonne – durch Fairteilung von Lebensmitteln“
4.3.2 Projektinhalte, -methoden und -phasen
4.3.2 Differenzierung
4.3.3 Angestrebte Kompetenzen und Projektziele
4.3.4 Unterrichtsprinzipien
4.3.4 Alternativen
5 Diskussion & Fazit
6 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist die Sensibilisierung für die Problematik der Lebensmittelverschwendung sowie die Entwicklung einer praktischen Unterrichtskonzeption für Grundschulen. Die Forschungsfrage untersucht, wie Schülerinnen und Schüler durch die eigenständige Konzeption und Errichtung eines sogenannten "Fairteilers" einen achtsamen Umgang mit Nahrungsmitteln erlernen und aktiv zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen können.
- Analyse der Ursachen und Folgen von Lebensmittelverschwendung in verschiedenen Sektoren.
- Bedeutung der Bildung für nachhaltige Entwicklung im Kontext der Verbraucherbildung.
- Konzeption eines handlungsorientierten Unterrichtsprojekts ("Teller statt Tonne").
- Bedeutung von außerschulischen Lernorten und praktischer Projektarbeit.
Auszug aus dem Buch
Unvermeidbare Lebensmittelabfälle
Abfallprodukte, die für den menschlichen Verzehr ungeeignet sind und die während der Nahrungsverarbeitung und -zubereitung anfallen, gelten als unvermeidbar. Hierzu gehören etwa Kaffeesatz, Bananen- oder Eierschalen, Kerne, Knochen oder Fischgräten, aber auch Lebensmittel, die trotz korrekter Lagerbedingungen von Krankheitserregern befallen sind, dürfen bei bestem Wissen nicht mehr verzehrt werden. [KOESTER 2012: 1; KRANERT et al. 2012: 13; HAFNER et al. 2012 / 2013] Diese Abfälle haben weder das Potenzial zur Optimierung noch zur Vermeidung.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der Lebensmittelverschwendung im Kontext von steigendem Wohlstand und einer globalen Ernährungskrise, wobei die Rolle der Konsumenten hervorgehoben wird.
2 Theoretische Grundlagen zu Food Waste: Dieses Kapitel definiert die Begriffe „Food Losses“ und „Food Waste“ und analysiert die Ursachen und Mengen der Abfälle entlang der Wertschöpfungskette, mit besonderem Fokus auf private Haushalte.
3 Förderung einer nachhaltigen Entwicklung: Hier wird die Rolle der Nachhaltigkeit als Leitbild sowie die Relevanz von Bildungsinitiativen zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung diskutiert.
4 Konzeption eines Projekts zum Thema Food Waste: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte didaktische und methodische Analyse für das Unterrichtsprojekt „Teller statt Tonne“ zur praktischen Umsetzung in der Grundschule.
5 Diskussion & Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens zusammen und betont, dass der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung ein kooperatives Handeln auf allen Ebenen erfordert.
6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die zentralen Erkenntnisse der Arbeit und unterstreicht das Potenzial handlungsorientierter Lernprojekte für eine nachhaltige Zukunft.
Schlüsselwörter
Lebensmittelverschwendung, Food Waste, Nachhaltigkeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Verbraucherbildung, Fairteiler, Lebensmittelabfälle, Konsumverhalten, Ernährungsbildung, Projektmethode, Nachhaltigkeitsstrategie, Ressourcenverschwendung, Grundschule, Lebensmittelrettung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem drängenden Problem der Lebensmittelverschwendung und entwickelt ein pädagogisches Konzept, um dieses Thema bereits in der Grundschule praxisnah und handlungsorientiert zu behandeln.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung von „Food Waste“, die ökologischen und sozialen Konsequenzen, die Bedeutung der nachhaltigen Entwicklung sowie die praktische Realisierung eines Schülerprojekts zur Lebensmittelrettung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Sensibilisierung junger Menschen durch ein konkretes Projekt („Teller statt Tonne“), das den Schülern ermöglicht, durch die Errichtung eines Fairteilers aktiv Verantwortung zu übernehmen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche, eine sachanalytische Aufbereitung der Problematik sowie eine detaillierte didaktische und methodische Planung eines Unterrichtsprojekts.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Bestandsaufnahme der Ursachen von Lebensmittelverlusten sowie eine ausführliche Konzeption des Unterrichtsprojekts, inklusive Bedingungsanalyse, didaktischer Reduktion und methodischer Umsetzung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Lebensmittelverschwendung, Nachhaltigkeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Fairteiler, Verbraucherbildung und handlungsorientiertes Lernen.
Warum ist das Projekt speziell für Grundschüler konzipiert?
Die Arbeit argumentiert, dass Verhaltensweisen früh geprägt werden und dass Grundschüler in einer Phase sind, in der sie durch handlungsorientiertes Lernen eine tiefe Wertschätzung für Nahrungsmittel entwickeln können.
Welche Rolle spielt der sogenannte „Fairteiler“ im Projekt?
Der Fairteiler fungiert als zentrales, praktisches Endergebnis des Projekts, an dem die Schüler ihre erlernten Kompetenzen in die Tat umsetzen, indem sie Lebensmittel retten und der Öffentlichkeit zugänglich machen.
- Arbeit zitieren
- Tina Aff (Autor:in), 2020, Nachhaltige Entwicklung im Kontext Food Waste. Das Unterrichtsprojekt „Teller statt Tonne – durch Fairteilung von Lebensmitteln“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/993211