Zusammenfassung für KA


Skript, 2001

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Klassenarbeit BWL 2001

Thema: Lohnformen u. Kostentheorie

1. Refa - Zeitgleichung

Ziel:Vorgabezeit -> Auftragszeit

¬ Summe der Ausführungszeiten

Rüstzeit Stückzeit

Grundzeit (regelmäßig) Grundzeit

Verteilzeit (unregelmäßig, sachl. Art od. pers. Art) Verteilzeit Erholungszeit (Pausen) Erholungszeit

Definitionen

Auftragszeit:Zeit, die für die Erledigung einer Arbeitsaufgabe insgesamt vorzugeben ist (Vorgabezeit).

Rüstzeit:Zeit, für die Vorbereitung und Wiederherstellung des Arbeitsplatzes.

Ausführungszeit: Summe der Stückzeiten

Stückzeit:Zeit, die für die Fertigung eines Stückes benötigt wird.Grundzeit:regelmäßig auftretende BearbeitungszeitErholungszeit:Pausen

Verteilzeit:unregelmäßig auftretende Rüst- und Ausführungszeiten

- sachlicher Art ( Wartung, Fehler am Werkstoff)
- persönlicher Art ( persönliche Bedürfnisse)

Beachte:Verteil- und Erholungszeiten werden in der Regel als prozentualer Zuschlag zur Grundzeit festgelegt.

Beispiel:

Für einen Auftrag, der 100 Werkstücke umfaßt wurden durch Zeitmessungen folgende Zeiten ermittelt:

Rüstzeit:24 Minuten für Lesen des Auftrages, Herrichten der Werkzeuge, Einstellen der Maschine. Für unvorhergesehene Störungen im Arbeitsablauf (Verteilzeit) wird ein Zuschlag von 10% einkalkuliert.

Stückzeit:18 Minuten für die Bearbeitung eines Werkstücks. Für unvorhergesehene Störungen wird ein Zuschlag von 5 % einkalkuliert.

Erholungszeit:Nach 60 Minuten Arbeitszeit 5 Minuten Pause = 8 1/3 %

Rüstzeit Stückzeit Ausführungszeit Grundzeit24 min 18 min 100*18 = 1800 min

Verteilzeit10% von 24 min 5% von 18 min 100*0,9

=2,4 min. =0,9 min. = 90 min.

Erholungszeit8 1/3% von 24 min. 8 1/3% von 18 min. 100*1,5

= 2 min. = 1,5 min. = 150 min.

Summe28,4 min. 20,4 min. 100*20,4 min.

= 2040 min.

Auftragszeit= Rüstzeit + Ausführungszeit

= 28,4 + 2040 min= 2068,4 min.

2. Verfahren der Arbeitsbewertung

Summarisches Verfahren: analytisches Verfahren:

Arbeitsplätze werden als ganzes bewertet Arbeitsplätze werden nach Anforderungs-

- als Lohngruppenverfahren arten bewertet
- als Rangfolgeverfahren - Fachkönnen
- Verantwortung
- Belastung
- Umwelt
- Rangreihenverfahren (einfaches Verfahren ohne Gewichtung)
- Stufenwertzahlverfahren ( Kriterien bekommen Prioritäten, besondere Gewichtung)

Vorteile Summarisches Verfahren:

- einfach
- dadurch Kostengünstig
- allg. anerkannt (Tarifvertrag)

Nachteile Summarisches Verfahren:

- keine Anforderungsgerechte Entlohnung, weil zu undifferenziert
- Gefahr der Falscheinstufung

Vorteile analytisches Verfahren:

- gerechte Entlohnung, da differenzierte Bewertung
- keine Gefahr der Falscheinstufung

Nachteile analytisches Verfahren:

- kostenintensiv
- Gefahr der subjektiven Bewertung Ziel dieser Verfahren:
- Aufwendiges Verfahren - gerechte Entlohnung

3. Die Lohnformen

Zeitlohn Leistungslohn

Es wird die geleistete Arbeitszeit es wird die tatsächliche Entlohnt (nicht objektiv meßbar) Arbeitsleistung entlohnt (ist

objektiv meßbar)

- Stundenlohn - Akkordlohn (Stück)
- Monatslohn - Prämienlohn
- Gehalt

¬ Berechnung des Stundenlohns

Bruttolohn:L = Lo + A * f

Lo = Lohnsatz bei Arbeitswert 0

A = Arbeitswert (erreichte Punktzahl) F = Steigerungsfaktor

1. Der Steigerungsfaktor

Ziel: Höherer Lohnsatz bei höherem Arbeitswert

Höchster Lohnsatz (Lmax) = 32,-- DM Niedrigster Lohnsatz (Lmin) = 16,50 DM Höchster Arbeitswert (Amax) = 51,-- DM Niedrigster Arbeitswert (Amin) = 10,-- DM

f = Lmax - Lmin 32 - 16,50 =0,38 DM/A

(Amax-Amin) (51-10)

2. Lohnsatz bei Arbeitswert 0 (Lo)

Lo = Lmin - (Amin * f) = 16,5 -(10*0,38) =12,70 DM

Bruttolohn:(L)= 12,70 + (23,5*0,38) =21,63 DM

Beispiel:

Der Arbeitsplatz des Elektrikers Spannung, Hoch wurde mit 53 Punkten (niedr. Punkte

=20) Es gelten folgende Bedingungen:

- Niedrigster Arbeitswert = 22 (Amin)

- Höchster Arbeitswert = 60,-- DM (Amax)

- Niedrigster Lohnsatz = 18,-- DM (Lmin)

- Höchster Lohnsatz = 34,-- DM (Lmax)

Berechne den Stundenlohn für den Elektriker Spannung

f= Lmax - Lmin f = 34 - 18 =0,42 DM/A

(Amax - Amin) (60-22)

Lo= 18 - (22 * 0,42) =8,76 DM

Bruttolohn:L = 8,76 + (53 * 0,42) =31,02 DM

4. Der Zeitlohn

Der Zeitlohn entlohnt die abgeleistete Arbeitszeit. Er wird angewendet, wenn:

- die Leistung nicht exakt meßbar ist
- es auf Qualität ankommt
- die Arbeit schwierig ist (bsp.: Softwareentwicklung - Geistige Anforderung)
- die Arbeitsschritte sich nicht ständig wiederholen (keine Geistige Anforderung)
- die Arbeit gefährlich ist, verboten im Akkord zu entlohnen

Die Vorteile des Zeitlohns:

- die Arbeit kann an der Qualität gemessen werden
- höhere Arbeitszufriedenheit durch nicht vorhandenen Zeitdruck
- einfach Lohnermittlung
- feste Lohngrößen für die Mitarbeiter (konstantes Einkommen)

Die Nachteile des Zeitlohns:

- geringer Leistungsanreiz
- deshalb aufwendige Kontrollen
- unsichere/erschwerte Kalkulation

5. Leistungslohn

Akkordlohn

Anwendung:

Entlohnung der tatsächlichen Arbeitsleistung

- Leistung exakt meßbar
- Arbeit darf nicht gefährlich sein
- Qualität spielt keine Rolle
- Einfache Arbeit (man muß nicht nachdenken)
- Routinearbeiten (nicht kompliziert)

Die Vorteile des Akkordlohns

- hoher Leistungsanreiz
- deshalb geringe Kontrollen (Selbstkontrolle)
- sichere Kalkulation

Die Nachteile des Akkordlohns

- die Arbeit kann nicht an der Qualität bemessen werden
- hoher Zeitdruck
- erschwerte Lohnermittlung
- Bemessung des Lohns anhand der Stückzahlen

6. Prämienlohn

z. Bsp.: nach Halsey

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Prämienlohn

Es werden dem Mitarbeiter Zuschläge gezahlt für besondere Leistungen. Er ist eine Kombination zwischen Zeitlohn und Akkordlohn, denn der Mitarbeiter erhält bei einer Mehrleistung nicht die volle Vergütung sondern nur einen bestimmten Prozentsatz.

Die Vorteile des Prämienlohns:

- Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich die Mehrleistung
- Durch die Staffelung der Prämien können die Vorteile des Akkordlohns genutzt, die Nachteile aber gedämpft werden.

Prämienarten:

- Treueprämie: für lange Betriebszugehörigkeit
- Ersparnisprämie: für eingespartes Material oder Energieersparnis
- Mengenprämie: für Überschreitung der Normalleistung
- Qualitätsprämie: für geringen Ausschuß

Regelmäßige Entlohnung Beispiel:

In der Metallbau AG sind in der Türenmontage 4 Arbeiter pro Montageplatz beschäftigt. Sie montieren 8 Türen pro Stunde. Der bisherige Stundenlohn betrug DM 22,--. Die Fixkosten des Montageplatzes betragen DM 600,--. Das Stundenergebnis (Produktivität) soll um 25% gesteigert werden. Dazu sollen die Arbeiter eine Prämie von DM 4,20 für jede zusätzliche Tür erhalten.

a) Wie verändern sich die Fertigungskosten pro Stück bei der geplanten

Produktivitätssteigerung?

b) Beweisen Sie rechnerisch, daß der Vorteil der Produktivitätssteigerung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern aufgeteilt würde (Wer hat einen größeren Vorteil)?

Zu a)

- 8 Türen
- 22,- Stundenlohn
- 600,- Fixkosten
- 4,20 Prämie

voher: Zeitlohn 88,- (4*22,-) Kf 600,-

688 : 8 = 86,-- fixe Kosten pro Tür

nachher: 22 * 4 = 88,-- 8 + 25% = 10 Türen

8 * 4,20 = 33,60

fixe Kosten = 600,--

= 721,60 : 10 = 72,16 fixe Kosten pro Tür

Zu b) Fertigungskosten bisher 86,-- * 10 = 860,--

- fixe Kosten = 600,--

Lohn = 260,--

- Zeitlohn = 88,--

= zu verteilende Prämie = 172,-- (für 2 Türen mehr + 4 MA)

172 : 2 : 4 = 21,50 mögliche Prämie

4,20 ca. 1 : 5 für AG

AG hat einen größeren Vorteil als die AN

7. Die Erfolgsbeteiligung

Betriebsergebnis 2.545.000,--

- Mindestdividende 330.000,-- (6% gez. Kosten, 2& Risiko)
- Rücklagen 140.000,--

= zu verteilender Gewinn 2.075.000,--

a) Welcher Gewinn steht zur Verteilung?

- In der Regel das Betriebsergebnis, nicht das Gesamtergebnis. Das neutrale Ergebnis wird nur auf die Kapitalgeber verteilt, weil die AN nichts mit dem neutralen Ergebnis zu tun haben.

b) Welcher Gewinnanteil steht den Kapitalgebern und der Belegschaft zu?

- 1 : 1 für Kapitalgeber
- Jahreslohnsummen = 25.500.000,-- } = 100 % = 1,24 betriebsnotw. Kapital 20.500.000,--

- Mitarbeiter:2.075.000,-- * 55,43%= 1.150.172,50 DM
- Kapitalgeber:2.075.000,-- * 44,57% =924.827,50 DM

Ergebnis dieser Verteilung:

- Mitarbeiterfreundlich, da mehr an die Mitarbeiter geht als an die Kapitalgeber.
- Kooperate identity = Identifizierung der Mitarbeiter mit dem Unternehmen.

1) Kollektivbeteiligung

- für soziale Einrichtungen im Betrieb
- Vorteil für die gesamte Belegschaft
- z.B. Kantine, Betriebskindergarten
- 50 : 50

2) Individualbeteiligung

- Pro Kopf -> selten ---> 3.594,29
- nach Betriebszugehörigkeit
- nach Jahreslohn
- Barausschüttung
- Belegschaftsaktien
- Pensionsfonds
- MA- Kredit an den Betrieb

Vorteile der Erfolgsbeteiligung aus Sicht des Unternehmers

- höhere Motivation
- geringere Fluktuation
- Kapital bleibt im Unternehmen (Belegschaftskredit, aktien)
Nachteile der Erfolgsbeteiligung aus Sicht der Gewerkschaft
- Aufweichung der Arbeitskampffronten
- Interessenkonflikte
- Gewerkschaften haben keinen Einfluß auf die Erfolgsbeteiligung -

>Ungleichbehandlung der Mitarbeiter

8. Kostentheorie Allgemeine Definitionen:

- Nutzenschwelle (Break-Even-Point)
- Die Nutzenschwelle wird auch Break-Even-Point (BEP) genannt. Der BEP kennzeichnet die Produktionmenge, bei der die Summe der Erlöse gerade ausreicht um die entstandenen Gesamtkosten zu decken. Bei dieser Menge sind Erlös und Kosten gleich hoch. Mathematisch ist dies der Schnittpunkt von Erlös- und Gesamtkostenfunktion.
- Betriebsoptimum / maximum
- Das Betriebsoptimum liegt an der Kapazitätsgrenze. Bei dieser (maximalen) Ausbringungsmenge ist der Gewinn am höchsten. Es wird daher auch Betriebsmaximum (wegen der maximalen Ausbringungsmenge) genannt.

Das Betriebsoptimum muß aber nicht zwingend das Betriebsmaximum sein.

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Details

Titel
Zusammenfassung für KA
Veranstaltung
Berufsbildende Schule Wirtschaft Koblenz
Autor
Jahr
2001
Seiten
11
Katalognummer
V99330
Dateigröße
396 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zusammenfassung, Berufsbildende, Schule, Wirtschaft, Koblenz
Arbeit zitieren
Susanne Sauerborn (Autor), 2001, Zusammenfassung für KA, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/99330

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