Der Kalte Krieg in Star Trek


Masterarbeit, 2019

107 Seiten, Note: 1,7

Marcus Kiefer (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Star Trek?
2.1. Was ist Science-Fiction?
2.2. Gene Roddenberry, DESILU-Studios und NBC
2.3. Das Konzept der Serie

3. Pax Americana
3.1. Das Selbstbild der USA nach den Weltkriegen
3.2. „Ganz neue Dimensionen“
3.2.1. Zusammenfassung
3.2.2. Analyse
3.3. „Das Jahr des roten Vogels“
3.3.1. Zusammenfassung
3.3.2. Analyse

4. Der Schrecken des Atomkriegs
4.1. Die Sowjet-Union und die Volksrepublik China als Gegenspieler
4.2. „Spock unter Verdacht“
4.2.1. Zusammenfassung
4.2.2. Analyse
4.3. „Kampf um Organia“
4.3.1. Zusammenfassung
4.3.2. Analyse

5. Der Vietnamkrieg
5.1. Stellvertreterkriege und die Pazifismusbewegung
5.2. „Griff in die Geschichte“
5.2.1. Zusammenfassung
5.2.2. Analyse
5.3. „Der erste Krieg“
5.3.1. Zusammenfassung
5.3.2. Analyse

6. Die Chance zur friedlichen Koexistenz
6.1. Tauwetter
6.2. „Das Gleichgewicht der Kräfte“
6.2.1. Zusammenfassung
6.2.2. Analyse
6.3. „Star Trek VI: Das unentdeckte Land“
6.3.1. Zusammenfassung
6.3.2. Analyse

7. Roddenberry zwischen Anspruch und Wirklichkeit

8. Glossar

9. Quellenverzeichnis

10. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Eine Geschichte kann die Wahrheit sein, oder vollkommen erdacht oder alles dazwischen. Für eine Geschichte ist es nicht relevant, ob sie nun wahr ist oder nicht. Ihr Zweck ist nur die Übermittlung einer Botschaft. Und dennoch kann man mit Geschichten Geschichte schreiben. Denn Geschichten erzählen uns, was der Geschichtenerzähler für wichtig hielt. Und dies ist beeinflusst von seinem eigenen Leben und seinen eigenen Erfahrungen. Gerade eine Geschichte, die in einem Medium festgehalten wurde, also nicht mündlich weitergeben wurde, ist ein Fixpunkt. Sie ist fest in ihrer Zeit und den entsprechenden Wertvorstellungen, Sorgen und Entwicklungen verankert.

Dies bedeutet also, ein Roman oder ein Gedicht kann genauso historische Quelle sein wie es ein Brief oder ein amtliches Dokument ist. Wie stark die Umwelt der Autoren in ihren Werken widergespiegelt wird, hängt dabei nicht nur von den Präferenzen des kreativen Schöpfers ab, sondern kann auch vom Genre des Werkes beeinflusst werden. Gerade phantastische Geschichten, die scheinbar nichts mit der realen Welt, in der wir leben, gemein haben, sind oft die besten Reflektionsflächen für den Zeitgeist. Ob es nun die epischen Abenteuer des Odysseus sind, der Zyklopen blendet und Sirenen widersteht, oder die des Captain James T. Kirk, der Klingonen austrickst und Computer von der Selbstzerstörung überzeugt, sie alle bilden einen Abdruck der Welt, in der ihre Schöpfer lebten. Während also Homer die griechische Kolonisation des Mittelmeerraums miterlebte und dieser literarisch in der Odyssee ein Denkmal setzte, agierten Gene Roddenberry und seine zahlreichen Kollegen in einer Zeit, in der die Welt in Ost und West geteilt war.

Im sogenannten Kalten Krieg standen sich die Supermächte ihrer Zeit, die USA, selbsternannte Anführer der „freien Welt“, auf der einen und die Sowjetunion, „Vorreiter des internationalen Sozialismus“, auf der anderen Seite gegenüber. Dazu kam noch die Volksrepublik China als eigener Machtblock, der sich von dem der Sowjetunion trennte. Alle Supermächte und einige ihrer Verbündeten verfügten über ein ausreichendes Waffenarsenal, um sich gegenseitig vollkommen zu vernichten, ein Szenario, das gerade zur Zeit der Ausstrahlung Star Treks von 1966 – 1969 eine sehr reale Gefahr darstellte. Es kam zum Glück nie zu einem direkten Konflikt zwischen den Blöcken, doch mehrmals schrammte die Welt nur knapp an einer Eskalation vorbei und mehrfach bekriegten die Supermächte kleinere Verbündete des anderen in sogenannten Stellvertreterkriegen. Diese weltpolitische Situation findet sich in Star Trek wieder.

Und tatsächlich zählt die Analyse von Science-Fiction wie Star Trek heutzutage nicht nur zum Handwerk von Medienwissenschaftlern, sondern auch von Politikwissenschaftlern wie dem Amerikaner Stephen Dyson, der unter anderem Star Trek nutzt um ganz reale internationale Beziehungen zu erklären.1 Ähnlich ging der österreichische Politikwissenschaftler Gerhard Marchl vor, als er die Ambitionen und Vorgehensweisen der EU und UNO im Tschad mit der Außenpolitik und militärischen Zielsetzung der Vereinigten Föderation der Planeten aus Star Trek verglich.2 Sie verwenden Star Trek so gesehen als Allegorie um wirkliche Verhältnisse zu erklären. Umgekehrt kann man Star Trek nutzen, um die Sichtweise der Autoren, in erster Linie die Roddenberrys, auf den Kalten Krieg zu identifizieren. Natürlich bedarf es dabei noch der Kenntnis des historischen Kontexts.

Daher soll die Serie Star Trek dieser Arbeit als Quelle dienen. Es soll zunächst gezeigt werden, welche Weltanschauung Roddenberry hatte, da seine Arbeit dadurch beeinflusst wurde. Hierbei werden neben Star Trek Episoden auch Interviews und der Star Trek Writer’s Guide, also die Anleitung für angehende Autoren der Serie, als Primärquellen herangezogen werden. Zweitens wird anhand einiger ausgewählter Folgen gezeigt, wie die zu seiner Zeit aktuelle weltpolitische Situation in der Serie dargestellt wird. Weiterhin sollen diese beiden Fragen verbunden werden, denn der Einfluss von Roddenberrys Weltbild auf seine Auseinandersetzung mit den Themenfeldern des Kalten Krieges wird ebenfalls behandelt. Zuletzt wird versucht werden Roddenberrys Sicht auf den Kalten Krieg in einen breiteren gesellschaftlichen Diskurs in den USA dieser Zeit einzuordnen. Da viele seiner Ansichten von seinen Kollegen geteilt wurden, Drehbücher welche nicht in sein Weltbild passten von ihm persönlich oder seinem Gesinnungsgenossen Gene L. Coon umgeschrieben wurden und der Sender NBC nur selten eingriff um Episoden zu zensieren, kann man auch davon ausgehen, dass die ausgewählten Episoden als Quelle für Roddenberrys Weltsicht gelten können, auch wenn sie nicht direkt von ihm geschrieben wurden. Er schaffte es jeder dieser Episoden seinen persönlichen Stempel aufzudrücken, womit seine Sichtweise in jeder zu finden ist.

Darüber hinaus soll gezeigt werden, wie die Autoren gelegentlich an ihrem eigenen Anspruch scheiterten und sich absichtlich oder unabsichtlich hinter die Kalte Kriegs-Rhetorik des amerikanischen Staates stellten. Zuletzt soll von Roddenberry aus ein Rückschluss auf das Dilemma der liberalen Humanisten zur Zeiten des Vietnamkriegs gezogen werden. Es soll gezeigt werden, wie diese ihr Bild der USA als Vorreiter des Humanismus, mit der Realität des Kriegs vereinten.

Diese Arbeit wird keine Filmanalyse im medienwissenschaftlichen Sinne sein, da sie sich in ihrer Methodik unterscheiden wird. Das primäre Ziel ist, die Gedanken, Befürchtungen und Hoffnungen der Autorenschaft Star Treks zu ergründen, daher werden Transkripte der Episoden die Quellen sein, nicht die abgedrehten Folgen selbst. Dies vereinfacht auch die Nachvollziehbarkeit der Untersuchung. Im Gegensatz zur Filmanalyse basierend auf Drehbüchern, welche den Nachteil haben, dass sie nicht unbedingt mit dem gedrehten Material übereinstimmen3, gelten Transkripte, auch als Filmprotokolle bezeichnet, als angemessenes Hilfsinstrument zur Übertragung des audiovisuellen Mediums in die Schriftform. Aber, wie Werner Faulstich es formuliert, „noch das ausführlichste und exakteste Filmprotokoll […] darf niemals mit dem Film selbst verwechselt werden – es kann diesen auch nicht ersetzten.“4 Dies bedeutet also, dass Kameraeinstellungen, Mimik und Gestik der Schauspieler, sowieso Kostüm- und Setdesign, welche in einer medienwissenschaftlichen Filmanalyse eine hohe Bedeutung einnehmen, in dieser Analyse aus historischem Blickwinkel eine untergeordnete Rolle spielen werden. Es bedeutet ebenfalls, dass kein Sequenzprotokoll für die Episode anlegt wird, welches dazu dient einen Überblick über Szenen-, Stil- und Tonwechsel zu erhalten.5 Dennoch sollen sie nicht komplett ausgeblendet werden, da die Autoren bewusst im Hinblick auf diese Faktoren ihre Drehbücher schrieben. Der Einfluss, den sie auf die Aussage ihrer Erzählung hatten, war also einkalkuliert.

Weiterhin gilt zu erwähnen, dass, anders als zum Beispiel in Werner Greves Betrachtung der James Bond-Reihe im zeitgeschichtlichen Kontext6, nicht alle Serien und Filme, sondern nur die erste Serie, „Raumschiff Enterprise“ von 1966 – 69 Gegenstand sein wird. Auch soll in dieser Arbeit nicht das gesamte schöpferische Werk des Raumschiff Enterprise-Autorenteams analysiert werden, da dies schlicht den Umfang sprengen würde und nur in sehr oberflächlicher Weise durchgeführt werden könnte. Stattdessen wurden nach Sichtung aller Folgen, sieben Episoden ausgewählt, welche beispielhaft für das gesamte Werk stehen sollen. Die ausgewählten Episoden haben dabei einen besonders starken Bezug zur damals aktuellen Weltpolitik. Darüber hinaus wurde darauf geachtet in der Auswahl möglichst zwei verschiedene Sichtweisen auf ein Thema zu finden. Eine Ausnahme bildet der letzte Themenblock. Hierfür soll neben einer Episode auch noch eine der Kinoverfilmungen hinzugezogen werden, welche im Gegensatz zu den Episoden nicht während, sondern nach dem Kalten Krieg entstand und bewusst mit den Metaphern und Allegorien der Serie spielt. Es gilt also auch herauszufinden, wie bewusst die Autoren, zu denen Roddenberry in diesem Fall nicht zählte, den Kalten Krieg in den Weltraum trugen und in welcher Form sich der fehlende Einfluss des Star Trek Schöpfers bemerkbar macht.

Da in dieser Arbeit neben den wesentlichen Folgen und Filmen, die analysiert werden, auch andere genannt werden müssen, werden von nun an Titel der Serien und Filme in Kurzform angegeben. Dabei wird die von Paramount/CBS gewählte Kurzform der Titel, welche auch in Literatur und Fanrezeption am meisten Verwendung findet, angewendet werden. Die Orginalserie „Raumschiff Enterprise“ mit Captain Kirk, Mr. Spock, Schiffsarzt McCoy und Co. wird unter der Abkürzung TOS zu finden sein. Dieses Kürzel steht für „The Original Series“. Die Nachfolger Serie „Das Nächste Jahrhundert“ mit Captain Picard, wird unter dem Kürzel TNG („The Next Generation“) zu finden sein. Die Filme in der Star Trek-Reihe sind traditionell in lateinischen Ziffern nummeriert, dies wird auch in dieser Arbeit eingehalten werden. Der erste Star Trek-Film wird dementsprechend als ST I bezeichnet werden, Star Trek VI: Das Unentdeckte Land als ST VI. Einzelne Folgen werden mit ihrem deutschen Titel und der Produktionsnummer angegeben werden, welche aus der Nummer der Staffel und der Nummer der Produktionsreihenfolge hervorgeht. Als Beispiel zu Veranschaulichung dieses Systems: Die Episode, in der die Klingonen ihren ersten Auftritt haben, ist „Kampf um Organia“ (TOS, 1x27). Da in dieser Arbeit auch viele Begriffe verwendet werden, die spezifisch für das von Gene Roddenberry erschaffene Star Trek-Universum sind, befindet sich am Ende der Arbeit ein Glossar, in dem alle wichtigen Begriffe kurz erklärt werden. Auch die gängigen Abkürzungen für die weiteren Serien und Filme werden dort zu finden sein.

Um die Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten werden einzelne Stellen des Dialogs in Transkriptform wiedergegeben. Dieses Transkript wurde nicht vom Autor erstellt, sondern von den Betreibern der Internetseite „chakoteya.net“, welche in einer E-Mail von dem Vorhaben unterrichtet wurden und sich bereit erklärt haben, ihre Transkripte für diese Arbeit zur Verfügung zu stellen. Daher soll an dieser Stelle ein herzlicher Dank an die Transkriptoren der Episoden gerichtet werden. Die Transkripte weichen nicht von dem im Originalton gesprochenem Dialog ab, sie unterscheiden sich lediglich dahingehend, dass die britische Schreibweise einiger Worte, anstelle der amerikanischen Form verwendet wurde, was jedoch keine Auswirkung auf die Aussage der Quelle hat und daher nicht vom Autor dieser Arbeit korrigiert wurde.

Zu jedem Kapitel, in dem Episoden analysiert werden, wird es auch einen historischen Abriss geben. Dabei wird kurz in das Thema eingeleitet werden und mit Hilfe von Quellen und Fachliteratur der Sachstand der heutigen Forschung wiedergegeben. Da dies Aufgrund des Umfangs nur in verkürzter Version geschehen kann, wurde zumeist ein Hauptwerk pro Thema verwendet, mit Ergänzungen durch andere Werke. Die historische Literatur wird dabei vor allem von Archie Brown, Michael G. Kort, Wilfried Loth, Wolfgang Eggenberger, Konrad Löw und Jonathan Colman gestellt. Historiker, Politik- und Filmwissenschaftler, die sich speziell mit Star Trek beschäftigten, sind unter anderem Uwe Meyer, Nancy R. Reagin, Lincoln Geraghty, H. Bruce Franklin und Daniel Bernardi. Fakten zu Produktion und Hintergrund der Serie entstammen in erster Linie den Werken von Ralph Sander und Jan Schlieker, sowie Interviews und Memos, die als Quelle dienten.

2. Was ist Star Trek?

2.1. Was ist Science-Fiction?

Um den Rahmen für diese Arbeit festzulegen, sollte zunächst einmal geklärt werden, worum es sich bei Star Trek überhaupt handelt. Wie entstand die Serie und warum? Welche äußeren Einflüsse gab es auf ihre Entwicklung und wie beeinflusste sie das Fernsehpublikum ihrer Zeit?

Grundlegend ist Star Trek eine Science-Fiction Serie, welche in den 1960ern von Gene Roddenberry erdacht wurde. Die erste Frage ist natürlich: „Was ist Science-Fiction?“ Dies zu bestimmen ist tatsächlich nicht einfach, wie schon der australische Autor und Literaturwissenschaftler Damien Broderick feststellte: „There has been no lack of attempts to reach a satisfactory definition of this `new literature´.“7 Werner Faulstich definiert das Genre Star Treks so: „Science Fiction (SF) ist freilich mehr als nur Raumschiffe, Technikeuphorie, Zeitreisen, Männchen vom Mars, Weltuntergang und fremde Galaxien. Vielmehr bietet der Science Fiction-Film neben solchen neuen Motiven und Sujets explizit die Spekulation mit dem Möglichen – das Phantastische als Gestaltungsweise der Utopie. Der SF-Film beschreibt etwas, das nicht geschehen ist, so, als ob es in unserer Wirklichkeit geschehen wäre.“8 Auch Star Trek-Experte Jan Schliecker bietet eine Definition: „Science Fiction (SF) war ursprünglich ein literarisches Genre; darin hantieren die Autoren mit (meist technischen) Elementen, die in Wirklichkeit nicht vorhanden, deren zukünftiges Auftreten oder unentdeckte Existenz aber denkbar sind.“9 Karlheinz Steinmüller bleibt ähnlich breitgefasst bei seiner Definition, wenn ihm zufolge „… die in der Science Fiction dargestellte Welt zum einen erkenntlich von unserer Wirklichkeit abweicht, zum anderen diese Abweichung durch Bezug auf ein wissenschaftliches Weltbild plausibel gemacht wird.“10 Die SF erschafft also eine Welt die unserer ähnelt und auch Grundsätzlich auf denselben wissenschaftlichen Erkenntnissen fundiert, was das Genre von der Fantasy unterscheidet, welche diesen Plausibilitätsanspruch nicht im selben Maße annimmt. Auf dieser Basis werden Geschichten erzählt die absichtliche Ähnlichkeiten zu realen Problemen, Ereignissen und Entwicklungen aufweisen. Mit Hilfe der Linse des Phantastischen, werden diese realen Geschichten dann auf eine neue Weise betrachtet, die im besten Fall zu neuen Erkenntnissen führt. Diese Beschreibungen fangen Star Trek im Wesentlichen ein und sollen daher als Grundlage zur Betrachtung der Serie dienen.

Die Darstellung von Wissenschaft und Technik sind zwar wesentliche Element der von Autor Gene Roddenberry erschaffenen Welt, sie dienen aber eher als Rahmen für verschiedene SF-Handlungen, die als Parabeln für das Zeitgeschehen gelten können. Dabei wurden verschiedene aktuelle Themen, die Nachrichten, Politik und Stadtgespräch ihrer Zeit waren verarbeitet, von Rassismus wie z.B. in „Bele jagt Lokai“ (TOS, 3x15) über den Umgang mit Völkermord, wie in „Kodos, der Henker“ (TOS, 1x12) bis hin zu Prostitution/Menschenhandel, wie in „Die Frauen des Mr. Mudd“ (TOS, 1x03).

Natürlich waren viele dieser Episoden durch die strikteren Sitten und Normen ihrer Zeit beeinflusst. So nutzt der Kriminelle Harry Mudd, in letzterer Episode eine Droge um die Damen, die er mehr oder weniger als Ware verkauft, für Kunden attraktiver wirken zu lassen. Dadurch erscheinen sie als bildhübsche junge Frauen, sind jedoch in Wirklichkeit vom Leben gezeichnet. Diese freie Nutzung von bewusstseinsverändernden Mitteln, kam jedoch wohl nur durch die Zensur, weil im Laufe der Folge festgestellt wird, dass die Droge eigentlich nur ein Placebo war und Mudds Kunden wohl nur die wahre Schönheit der Damen erkannt hatten.11 Zusätzlich ist der Charakter des Harry Mudd, gespielt von Roger C. Carmel, eher als charmanter Schurke, denn als reueloser Zuhälter ausgelegt, wodurch die Episode, trotz ihres eigentlich erschreckenden Themas, geradezu familienfreundlich wirkt.

Wenn man also verstehen will, welche Gedanken die Autoren Star Treks dazu bewegten, die Drehbücher für verschiedene Episoden zu schreiben, sollte man zuerst betrachten, wer Gene Roddenberry war, wie er das Star Trek-Universum erdachte und welchen Einfluss das Produktionsstudio und der ausstrahlende Sender hatten. Schließlich muss alles noch in den Kontext der Zeit eingeordnet werden.

2.2. Gene Roddenberry, DESILU-Studios und NBC

Eugene Wesley Roddenberry, geboren am 19. April 1921 im texanischen El Paso, war ein Mann voller kreativer Ideen, was ihn schon früh in Konflikt mit seinen Eltern brachte. Seine Mutter, Caroline Glen Roddenberry, war streng baptistisch und nahm ihre Kinder mit zu jeder erreichbaren kirchlichen Veranstaltung. Dies rief bei dem jungen Roddenberry, nach eigener Auffassung, eine lebenslange Abneigung gegen Religion und Kirche hervor.12 Über Gott sagte er später: „We must question the story logic of having an all-knowing all-powerful God, who creates faulty Humans, and then blames them for his own mistakes.”13 Diese Abneigung teilte er mit seinem Vater, Eugene Edward Roddenberry, welcher offen atheistisch lebte, aber ansonsten von seinem Sohn als „bigotter Texaner“14 wahrgenommen wurde. Von den Träumereien und der Science-Fiction-Lektüre seines Sohnes, hielt der ältere Roddenberry jedenfalls wenig. Zumindest erlebte der junge Gene ihn so. Später sollte er eine Fanzuschrift von zwei älteren Damen erhalten, welche ihn für seinen Vater hielten. In einem Interview berichtete Roddenberry:

„They had watched Star Trek, saw my name, and wrote that they could have predicted that I would have done something like Star Trek because I talked of such futuristic things when they had met me on my way to Europe to fight in World War I. They thought they had discovered my father and what he was doing long after he came back from the Great War. They thought I was my father...To have them say about my father – that he held such thoughts when they knew him – was exiting...It made me proud that, in spite of not being formally educated, he had dreamed such dreams."15

Da er jedoch erst lange Jahre nach seiner Jugendzeit, von diesen Gedanken seines Vaters erfuhr, ist davon auszugehen, dass er sie zumindest nicht direkt von ihm übernahm. Er schien auch keine kreative Förderung durch seine Eltern zu erhalten und dennoch sollte dies der Weg sein, den er letztendlich einschlug.

Schon während seiner Zeit als B-17 Bomber-Pilot im Zweiten Weltkrieg verfasste er Gedichte, die er an verschiedene Zeitungen sandte, unter anderen auch an die New York Times.16 Er träumte dabei von einer besseren Welt, in der die Schrecken des Krieges, des Rassismus und der endlosen Gier hinter der Menschheit lagen. Daher begann er bereits 1946 damit Drehbücher an große Sender, wie NBC (National Broadcasting Company) zu senden, zunächst mit mäßigem Erfolg.17

Um sich in dieser Zeit über Wasser zu halten, arbeitete er bei der amerikanischen Fluggesellschaft PanAm, als Linienpilot und Inspektor für Flugzeugabstürze. Er selbst überlebte dabei, 1947 in Syrien, einen solchen Absturz nur knapp.18 Er ließ bald darauf die Luftfahrt hinter sich und trat 1949 erneut in die Fußstapfen seines Vaters, indem er auch Polizist wurde, beim Drogendezernat des Los Angeles Police Department. Auch dort wurde sein Talent als Autor bemerkt und er arbeitete primär als Redenschreiber für seinen Vorgesetzten Chief Parker.19 Seinen Traum vom Durchbruch als Drehbuchautor gab er unterdessen jedoch keinesfalls auf. Er verschickte weiterhin Manuskripte, bis er schließlich 1951 sein erstes Drehbuch, für die Krimiserie „Dragnet“ verkaufte. Dieser folgten über die nächsten Jahre zahlreiche weitere Serien, wie das Mediziner-Drama „Dr. Kildare“, die Polizeiserie „Naked City“ und die Anthologieserie „The U.S. Steel Hour“. 1953 konnte Roddenberry schließlich seinen Dienst bei der Polizei quittieren, da er eine Vollzeitbeschäftigung als Autor der Westernserie „Have Gun Will Travel“ fand.20 Die nächsten zehn Jahre war Roddenberry als Autor bei verschiedenen Fernsehprojekten tätig, bis das Studio MGM (Metro-Goldwyn-Mayer) ihn zum Ausführenden Produzenten seiner eigenen Serie „The Lieutenant“ machte, einem Drama, welches die Marine in Friedenszeiten darstellte.21

Doch all dies genügte Roddenberry noch nicht. Er konnte noch nicht all das auf den Bildschirm bringen, was er eigentlich sagen wollte. Inspiriert von Autoren wie Arthur C. Clarke und Filmen wie Fred M. Wilcox‘ „Alarm im Weltraum“ (1956)22, entschied er sich, dass Science-Fiction ihm erlauben würde „to talk about love, war, nature, God, sex“23, da es durch den fantastischen Kontext des Genres an den Zensoren seiner Zeit vorbei kommen würde. Er dachte dabei an eine Art Pionierserie à la Wagon Train (1962 – 65), nur dass es um die Erforschung des Weltraums ging, anstatt des amerikanischen Westens. Eine Reise zu den Sternen, ein „Star Trek“.24 Der Captain des Schiffes sollte eine Art Horatio Hornblower der Zukunft sein, damit also an C.S. Foresters Romanfigur angelehnt.25 Nach dem mehrere Sender und Studios, wie MGM und CBS Roddenberrys Entwurf ablehnten, zeigte sich NBC interessiert und gab ein Drehbuch für eine Pilotfolge26 in Auftrag.

Roddenberry lieferte im Februar 1965 die Episode „Der Käfig“ (TOS, 0x01), damals noch mit Captain Christopher Pike (Jeffrey Hunter), der nicht namentlich genannten ersten Offizierin „Nummer Eins“ (Majel Barret27 ) und vielen weiteren Rollen und Darstellern, die später nicht in die Serie zurückkehren sollten. Lediglich der vulkanische Offizier Spock, gespielt von Leonard Nimoy sollte seine Rolle behalten. In der Episode wird Captain Pike durch Illusionen auf den Planet Talos IV gelockt und von den einheimischen Talosianern gefangen gehalten. Schließlich müssen sie die hochentwickelten Talosianer jedoch eingestehen, dass Menschen sich nicht wie Tiere in einen Käfig sperren lassen, egal wie angenehm er von ihnen gestaltet wird:

MAGISTRATE: We had not believed this possible. The customs and history of your race show a unique hatred of captivity. Even when it's pleasant and benevolent, you prefer death. This makes you too violent and dangerous a species for our needs.28

Neben dem Kommentar über die menschliche Liebe zur Freiheit, findet sich hier auch noch ein weiterer Aspekt, der Roddenberry überaus wichtig war und der in vielen späteren Star Trek Episoden noch deutlicher zu finden ist: Die Talosianer haben zwar gottgleiche Fähigkeiten, doch haben sie diese durch eine natürliche Entwicklung erhalten. Roddenberry war davon überzeugt, dass sich alle Kulturen in ständiger Entwicklung befanden, welche sie am Ende zu Wesen mit unvorstellbaren Kräften machen sollte. Diese waren jedoch nicht notwendigerweise unfehlbar, wie die Talosianer und spätere ähnliche Außerirdische in der Serie zeigten.

Die Pilotfolge stieß allerdings bei NBC auf Kritik. Sie kamen jedoch zu einer sehr ungewöhnlichen Entscheidung. Anstatt ganz auf die Serie zu verzichten, gaben sie eine weitere Pilotfolge in Auftrag, allerdings mit einigen Veränderungen. So sollte die Serie eher ein Abenteuer sein und der Captain ein Held, der sich mutig allen Gefahren entgegenstellt.29

Das sich diese Möglichkeit überhaupt bot, lag auch an Herbert F. Solow, der sich von Anfang an für Roddenberrys Idee begeistern konnte und dessen Überzeugungskunst NBC erst dazu brachte, diese teure Produktion in Auftrag zu geben. „It was Herb's tenacity and Herb's presentation that sold the series,” wie NBC Produzent Jerry Stanely später zugeben sollte.30 Solow war einer der Ausführenden Produzenten von DESILU-Studios, einem Produktionsstudio, welches 1950 von der Schauspielerin Lucille Ball und ihrem damaligen Ehemann Desi Arnaz gegründet wurde. Die einzige Serie, die DESILU zu diesem Zeitpunkt produzierte, war „I Love Lucy“31, mit Hauptdarstellerin Lucille Ball, weswegen die aufwendige Produktion der ersten Star Trek Pilotfolge ein finanzielles Risiko für das kleine Studio darstellte.

Tatsächlich brachte es diese Pilotfolge allein auf Produktionskosten von 630.000 US-Dollar, was nicht nur den teuren Sets, sondern auch der langen Drehdauer von zwölf anstatt wie üblich acht Tagen, sowie der mit 65 Minuten ungewöhnlich langen Laufzeit der Episode geschuldet war.32

Auch gerade weil man bereits so viel Geld in die Produktion investiert hatte, entschied sich NBC also nun dazu eine weitere Pilotfolge in Auftrag zu geben, allerdings nun unter strikteren Vorgaben. Die von Roddenberry geschriebene Rolle des weiblichen ersten Offiziers „Nummer Eins“33 wurde gestrichen, auch weil eine weibliche Führungspersönlichkeit bei Testvorführungen Verwirrung bei den Zuschauern verursacht hatte.34 Deren Persönlichkeit, die kühl und logisch war, wurde an den außerirdischen Mr. Spock gegeben, der trotz der Sorge, dass sein satanisches Aussehen religiöse Zuschauer verschrecken könnte, in der Serie blieb. Auch die Rolle des Captains wurde neubesetzt, nun mit dem etwas dynamischeren William Shatner, der als James T. Kirk den Vorzeigeamerikaner verkörpern sollte.35 Dabei bleibt zu vermerken, dass Shatner, im Gegensatz zu Jeffrey Hunter eigentlich Kanadier und kein US-Amerikaner ist.

Etwas Diversität brachte Roddenberry durch die Nebenrollen des Hikaru Sulu36, gespielt von dem japanisch-amerikanischen Schauspieler George Takei, und der Nyota Uhura37, gespielt von der afro-amerikanischen Schauspielerin Nichelle Nichols in das Ensemble. Weitere Neuzugänge waren Schiffsarzt Dr. Leonard McCoy38, gespielt von Westernveteran DeForest Kelley, und der Chefingenieur Montgomery „Scotty“ Scott, verkörpert von James Doohan. Später sollte noch Pavel Chekov, gespielt von Walter Koenig hinzukommen. Dieser war Russe aus der Sowjetunion, welche anscheinend bis ins 23. Jh. Bestand hatte, und demonstrierte somit, dass der große Gegenspieler im irdischen Kalten Krieg in Zukunft ein ganz gewöhnlicher Teil einer friedlich vereinten Erde sein konnte. Dies soll jedoch nicht verschleiern, dass Roddenberry und seine Kollegen, bei all ihren Träumen von einer Zukunft in der Menschen, egal welcher Hautfarbe, Geschlechts oder Ideologie friedlich zusammenleben, nicht frei von Vorurteilen waren. Hinweise auf latenten Rassismus finden sich in vielen Episoden, zumeist vertreten von jenen, die am Ende eines Besseren belehrt werden. Doch der amerikanische Filmkritiker Daniel Bernardi weist auch auf einige Dialoge die eigentlich von „aufgeklärten“ Charakteren kommen und dennoch auf eine rassistische Weltsicht hindeuten. So erfährt man über die hochlogischen Vulkanier, welche in der Regel von Roddenberry als Sprachrohr der Vernunft genutzt werden, dass für diese Mr. Spock in seiner Jugend aufgrund seiner halbmenschlichen Abstammung Ziel des Spotts und der sozialen Ausgrenzung war. Ebenfalls erläutert er, wie die Außerirdischen als Allegorie für verschiedene menschliche Rassen gelesen werden können.39 Letztlich ist Bernardi der Auffassung, dass Roddenberrys Menschenbild, weniger zukunftsweisend war, als weithin angenommen: „Contrary to what is commonly said about this science-fiction series, I will argue that Star Trek's liberal-humanist project is exceedingly inconsistent and at times disturbingly contradictory, often participating in and facilitating racist practice […]”40

In Anbetracht dieses Vorwurfs, soll also die rassische Unvoreingenommenheit Roddenberrys und seiner Autoren überprüft werden. Eine weitere Frage die sich stellt ist, ob Gene Roddenberry dem Sozialismus zugetan war und wenn ja, ob er dies in der Serie zum Ausdruck bringen konnte. Spätere Star Trek Serien wie TNG, zeigen die Föderation mit einem dem Kommunismus nicht unähnlichem System. In der ersten Staffel dieser Serie, in der Roddenberry noch sehr starken kreativen Einfluss hatte41, fragt ein aus der Vergangenheit stammender Amerikaner42, wie er nun Geld verdienen solle, worauf, Picard, der Captain des Schiffes die Gesellschaftsform der Föderation erklärte:

PICARD: Here's what I propose. You can't stay on the Enterprise, but I have arranged for us to rendezvous with the USS Charleston, bound for Earth. They will deliver you there.

RALPH: Then what will happen to us? There's no trace of my money. My office is gone. What will I do? How will I live?

PICARD: This is the twenty fourth century. Material needs no longer exist.

RALPH: Then what's the challenge?

PICARD: The challenge, Mister Offenhouse, is to improve yourself. To enrich yourself. Enjoy it.43

Das Streben nach Reichtum ist im 24. Jahrhundert also nicht mehr die Triebfeder der Menschheit. Alles was zum Leben nötig ist, wird der Bevölkerung geboten. Man arbeitet nur noch, weil man dies möchte. Zudem taucht in dieser Serie das Volk der Ferengi auf, welche eine Parodie auf den ausbeuterischen Kapitalismus darstellen sollten, wie TNG Regisseur Rob Bowman in einem Interview erläuterte: „The Ferengi sprung from the stereotype of agents and lawyers being cutthroat, greedy and wanting only money.“44 Dieses Volk und seine Eigenheiten waren von Roddenberry speziell gewünscht worden, da er die Enterprisecrew einem Feind gegenüberstellen wollte, dem es nur ums Gewinnen ging: „The act of winning is a most important thing in their system of values. They would agree with the twentieth-century Human athletic coach who said, 'Winning isn't the important thing – winning is the only thing.'”45 Allerdings sind dies beides Beispiele aus der späteren Serie. In TOS ist solch offene Kapitalismuskritik kaum zu finden.46 Ob er diese Gedanken erst später hatte, oder fürchtete, dass sie der Zensur seiner Zeit zum Opfer fallen würden, lässt sich nicht feststellen. Allerdings legte Roddenberry in seinem Leitfaden zur Serie zum Beispiel fest, dass die Erde niemals in der Serie besucht werden dürfe, um nicht zu verraten, welches sozio-ökonomische System sich durchgesetzt hatte. „But television today simply will not let us get into details of Earth's politics of STAR TREK,'S [sic] century; for example, which socio-economic system ultimately worked out best.“47 Auch zeigen viele Episoden einen Wunsch nach Aussöhnung mit dem ideologischen Gegner. So kann man zwar nicht behaupten Roddenberry wäre Sozialist gewesen, man kann jedoch nachweisen, dass er der Ideologie gegenüber durchaus aufgeschlossen war und sie nicht verteufelte wie es in politischen Kreisen zu dieser Zeit noch üblich war.

Fasst man jedoch die Ergebnisse soweit zusammen, kann man die These aufstellen, dass Gene Roddenberrys Weltsicht maßgeblich auf drei Grundgedanken fußt: 1. seinem Atheismus, welcher eine devote Hingabe gegenüber einer höheren Macht als unlogisch kategorisierte. 2. seinem Glauben an eine Stufenleiter menschlicher Entwicklung, auf welcher alle Menschen, egal welcher Herkunft, aufsteigen konnten und welche unvermeidlich zur Erlangung einer pazifistischen Kultur und scheinbar übernatürlichen Fähigkeiten führen würde. 3. seine Aufgeschlossenheit gegenüber dem Sozialismus, welche ihn nicht unbedingt selbst zum Marxist machte, ihn jedoch Vorteile dieser Gesellschaftsordnung erkennen ließ und ihn dazu brachte seine Utopie als eine Verschmelzung westlicher Freiheit mit der Grundabsicherung des Sozialismus darzustellen.48

Doch nun zunächst zur zweiten Pilotfolge, welche es der Serie überhaupt erst ermöglichte das Publikum zu erreichen.

2.3. Das Konzept der Serie

Die neue Episode „Die Spitze des Eisbergs“ (TOS, 1x01) war zwar durchaus actionreicher als „Der Käfig“ (TOS, 0x01), aber verfügte immer noch über genauso viel intellektuellen Anspruch. Während sich der erste Pilot mit dem nicht zu unterdrückenden Freiheitsdrang der Menschen auseinandersetzte, handelte diese Folge davon, wie ein Besatzungsmitglied und guter Freund Captain Kirks, Gary Mitchell durch einen Zufall übermenschliche Kräfte erhält und von diesen im Laufe der Folge korrumpiert wird, bis er schließlich eine tödliche Gefahr für den Rest der Crew und sogar die gesamte Galaxie darstellt. Schweren Herzens entscheidet sich Kirk seinen Offizier Mitchell und die ebenfalls betroffene, aber weniger gewalttätige Dr. Elizabeth Dehner auf einem unbewohnten Planeten auszusetzen. Dort schwingt sich Mitchell zum Gott auf und verlangt von Kirk zu ihm zu beten:

MITCHELL: Morals are for men, not gods.

KIRK: A god, but still driven by human frailty. Do you like what you see?

MITCHELL: Time to pray, Captain. Pray to me.

KIRK: To you? Not to both of you?

MITCHELL: Pray that you die easily.

KIRK: There'll only be one of you in the end. One jealous god. if all this makes a god, or is it making you something else?

MITCHELL: Your last chance, Kirk.

KIRK: Do you like what you see? Absolute power corrupting absolutely.49

Trotz des danach ausbrechenden Faustkampfs mit anschließender Verwüstung des Sets, bleibt der Kern dieser Folge eine philosophische Erörterung eines Konzepts, ähnlich wie „Der Käfig“. Mit dieser Episode konnten also nun beide Seiten zufrieden sein. NBC akzeptiere damit die zweite Pilotfolge und bestellte eine ganze Staffel. Die Mischung aus Abenteuer und philosophischer Abhandlung sollte ein Grundpfeiler der Serie werden.

Weiterhin fällt auf, dass sich in beiden Pilotfolgen, jedoch noch stärker in dieser zweiten, das Konzept vom ursprünglichen „Wagon Train im Weltraum“, eher zu einer Serie gewandelt hatte, die starken Bezug auf die Seefahrt des 18. und frühen 19. Jahrhunderts nahm. Dies fällt natürlich sofort an den Rängen der Offiziere auf, die direkt von der britischen Marine übernommen wurden, oder die Bezeichnungen der Schiffe als „USS“, welche von den Kriegsschiffen der US-Marine inspiriert ist, aber auch an Konzepten wie das Aussetzen von Personen auf verlassenen Inseln/Planeten, oder die Tatsache, dass der Captain, fernab der Justiz und Regierung seiner Heimat auf eigene Faust Entscheidungen treffen muss.

Dennoch fanden auch typische Westernelemente ihren Weg in die Serie. So basiert der Schiffsarzt Dr. Leonard McCoy auf den alten Landärzten des 19. Jahrhunderts, wie sie in Serien der 30er bis 50er Jahre recht häufig waren. Brenda Gardenour beschreibt diese als „father figure, a man of science, and a fearless, self-sacrificing hero”, sowie als “loving patriarch”.50 McCoy ist damit eher ein TV-Arzt aus dem Kontext seiner Zeit, als eine Vision des medizinischen Personals der Zukunft. Zu einem ähnlichen Urteil kommt auch Alice George über den Captain der Enterprise, den sie in den Fußspuren alter Westernhelden wandeln sieht.51 Weitere Parallelen sieht George in der Darstellung von Außerirdischen, die teilweise auf dem Stereotyp des „edlen Wilden“ basieren, sowie der Kolonisierung neuer Planeten, die sowohl an die Erschließung des Westens, sowie die amerikanische Politik des Manifest Destiny, also der Auffassung, dass eine Ausbreitung bis zum Pazifik das Schicksal des amerikanischen Staates sei.52 Auch die Atmosphäre einiger Folgen erinnert durchaus an klassische Westernszenen. In „Kennen Sie Tribbles?“ (TOS, 2x13) kommt es nach einer Meinungsverschiedenheit zwischen der Enterprisecrew und einigen Klingonen über den besten Verwendungszweck des Föderationsraumschiffs, zu einer handfesten Schlägerei, die genauso einem Westernsaloon hätte stattfinden können:

CHEKOV: You heard what he called the captain.

SCOTT: Forget it. It's not worth fighting for. We're big enough to take a few insults. Now, drink your drink. (swaps Chekov's vodka for Freeman's red wine.)

KORAX: Of course, I'd say that Captain Kirk deserves his ship. We like the Enterprise. We, we really do. That sagging old rust bucket is designed like a garbage scow. Half the quadrant knows it. That's why they're learning to speak Klingonese.

CHEKOV: Mister Scott!

SCOTT: Laddie, don't you think you should rephrase that?

KORAX: You're right, I should. I didn't mean to say that the Enterprise should be hauling garbage. I meant to say that it should be hauled away as garbage.53

Kurze Zeit später, in derselben Episode müssen sich die Involvierten für die Schlägerei verantworten:

KIRK: Who threw the first punch, Scotty?

SCOTT: Um.

KIRK: Mister Scott?

SCOTT: I did, Captain.

KIRK: You did, Mister Scott? What caused it, Scotty?

SCOTT: They insulted us, sir.

KIRK: Must have been some insult.

SCOTT: Aye, it was.

KIRK: You threw the first punch.

SCOTT: Aye. Chekov wanted to, but I held him back. […]

KIRK: All right, Scotty. Dismissed. Scotty, you're restricted to quarters until further notice.54

Es wird also auch Wert darauf gelegt militärische Disziplin zu zeigen, ähnlich wie in den Militärdramen, die Roddenberry zuvor entwickelte. Dies erwähnt er auch in seinem Leitfaden für die Autoren: „For example, it is swallowing quite a bit to believe a present day naval cruiser like our Enterprise would be full or renegades and mutineers.“55 Es zeigt sich also eine Menge an Einflüssen, die ihren Weg in bestimmte oder sogar alle Episoden der Serie fanden. Stephen Dyson beschreibt die Serie daher als „weekly mash-up of futuristic Western, military drama, and morality play.“56

Die Serie fand ein breites Publikum, auch weil Roddenberry Wert darauf legte eine Mannschaft zu zeigen, die nicht nur aus weißen protestantischen Männern bestand. Bürgerrechtler Dr. Martin Luther King Jr. war nachweislich ein Fan der Serie. Als Nichelle Nichols, von ihrer Rolle gelangweilt, die Serie verlassen wollte, wurde sie von Dr. King persönlich davon überzeugt weiterhin in Star Trek aufzutreten: „You cannot do that … This show is changing the way people see us, and see themselves. And the manner in which they’re seeing the world.“57 Vor Star Trek waren farbige Frauen im amerikanischen Fernsehen häufig Dienstmädchen, Sekretärinnen oder sogar Sklavinnen gewesen, doch Roddenberry’s Serie zeigte eine Zukunft in der eine farbige Frau annähernd gleichberechtigt behandelt wurde. Sicher war ihre Rolle immer noch auf eine recht simple Aufgabe beschränkt und in keiner Episode übernahm sie eine Führungsposition. Im Gegenteil, sie wurde in der Befehlskette sogar meistens übergangen und hatte kaum Sprechrollen, was auch zu ihrem Wünsch führte die Serie zu verlassen. Dennoch ist der positive Einfluss der Rolle auf das Außen- und Selbstbild farbiger US-Amerikaner unbestreitbar. Ebenso war es auch eine bewusste Entscheidung Roddenberrys mit Hikaru Sulu einen Japaner auf der Brücke zu haben, da Asiaten zu dieser Zeit im amerikanischen Fernsehen ebenfalls noch häufig marginalisiert und meist nur für die Rollen von Schurken besetzt wurden.58 Roddenberrys Konzept war also von Anfang an auf Diversität ausgelegt und sie wurde im Rahmen des von NBC erlaubten auch umgesetzt. So musste er zwar auf eine weibliche Führungsrolle verzichten, konnte aber zumindest ethnische Diversität darstellen.

Im Gegensatz zur weitverbreiteten heutigen Sicht, dass Star Trek nur mit billigen Effekten arbeitete, ähnlich wie die günstig produzierten „B-Movies“ dieser Zeit, war die Serie tatsächlich die Flaggschiff-Produktion NBCs und war dementsprechend teuer. Schon nach der zweiten Staffel erwog NBC die Sendung abzusetzen, was auf heftigen Protest der Fans traf. Betty JoAnne Trimble, mobilisierte eine Briefkampagne, welche NBC geradezu mit Fanzuschriften überschüttete und zu einer Fortsetzung der Sendung brachte.59 Nachdem jedoch die dritte Staffel sowohl von Kritikern als auch von Fans als enttäuschend gewertet wurde, beschloss sich NBC nun endgültig die Produktion neuer Folgen einzustellen. Die Ausstrahlungsrechte wurden an lokale Sender verkauft, wodurch der finanzielle Aufwand wieder ausgeglichen werden konnte.60

Trotz des recht frühen Endes, nach gerademal drei Staffeln, erfreute sich die Serie in Wiederholungen großer Beliebtheit. Der Verkauf der Serie stellte sich hierbei als Segen heraus, da Episoden nun zu sehr viel besseren Sendezeiten ausgestrahlt werden konnten. Schließlich genehmigte das Studio eine Fortsetzung als Animationsserie (TAS) und nach den großen Kino-Erfolgen von 2001: Odyssee im Weltraum (1968), sowie Krieg der Sterne (1977), gelang Star Trek 1979 ebenfalls der Sprung auf die große Leinwand. Es folgten viele Filmfortsetzungen und schließlich weitere Serien. Die enorm angewachsene Fangemeinde rettete also Star Trek nicht nur vor dem Aus, sie verhalf der Serie zum Kultstatus. Und dieser Kultstatus wird von manchen Soziologen, wie Michael Jindra sogar genau also solcher gesehen. Ihm fiel nämlich bei Besuchen von Star Trek-Conventions auf, dass der Eifer und die Hingabebereitschaft der „Trekkies“ vergleichbar war mit frommen Anhängern verschiedener Religionen.61 Auch wenn dies natürlich eine anfechtbare These ist, zeigt es jedoch wie viel Star Trek vielen Fans bedeutet. Daher kann man wohl auch davon ausgehen, dass viele Zuschauer die Botschaften der einzelnen Episoden verinnerlicht haben. Es wurden also ganze Generationen von den Aussagen und Gedanken der Star Trek Autoren mitgeprägt. Umso mehr Grund, sich diese nun etwas genauer anzusehen. Die Auswahl der Episoden erfolgte dabei unter dem Gesichtspunkt, wie ausgeprägt ein thematischer Bezug zum Kalten Krieg in ihnen zu finden sind. Zwar findet sich in beinahe jeder Episode, eine oder mehrere Szenen, die als Beispiel hätten verwendet werden können, aber die hier besprochenen Folgen, zeigen deutlich mehr Einfluss des Zeitgeschehens. Am schwierigsten gestaltete sich die Auswahl der Folgen, in denen die Klingonen auftreten. Da die Klingonen in vielerlei Hinsicht für die UdSSR stehen,62 böten im Grunde genommen alle ihre Auftritte genug Material für eine Analyse. Daher wurden in diesem Fall, drei Episoden herausgesucht, welche besonders relevant für die Darstellung der Klingonen sind. Zum einen „Kampf um Organia“ (TOS, 1x27), ihr erster Auftritt, „Der erste Krieg“ (TOS, 2x16), welche sich der Thematik der Stellvertreterkriege zwischen USA und Ostblock annimmt und „Das Gleichgewicht der Kräfte“ (TOS, 3x11), welche eine friedliche Koexistenz mit der feindlichen Großmacht propagiert.

Die Folgen wurden dabei in vier Themengebiete aufgeteilt, welche den Kalten Krieg auf die wichtigsten Kernaspekte herunterbrechen sollen, wobei einige Episoden auch für andere Themenblöcke relevant sind. Die Themengebiete behandeln, den Umgang der USA mit ihrer neuen Rolle als globale Supermacht, das Bild welches die Autoren von der Gegenseite hatten, der Sowjetunion und der Volksrepublik China, ihre Meinung zu den Stellvertreterkriegen, in erster Linie dem Vietnamkrieg und schließlich der Hoffnung des Autorenteams auf eine friedliche Koexistenz mit den kommunistischen Staaten. In letzterem Themenblock soll dabei auch der Film ST VI betrachtet werden, welcher erst nach Roddenberrys Tod veröffentlicht wurde und nur unter indirekter Beteiligung von ihm geschrieben wurde. Dieser soll demonstrieren, wie wichtig das humanistische Menschenbild Roddenberrys für seine fiktionale Version des Kalten Kriegs war. Nun jedoch zum ersten Thema: Der neuen Rolle der USA in der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg.

3. Pax Americana

3.1. Das Selbstbild der USA nach den Weltkriegen

Die amerikanische Außenpolitik und damit das Selbstverständnis der Regierung als Akteur in der internationalen Gemeinschaft, änderten sich häufig. Oft allein durch die Personalie des US-Präsidenten. So rief der 28. US-Präsident Woodrow Wilson im August 1914 noch zur Neutralität auf. Die USA würden sich nicht in den innereuropäischen Konflikt eimischen, welcher durch die Ermordung des österreichischen Thronfolgerpaars ausgelöst wurde und gerade die europäischen Immigranten, sollten alte Bande nach Übersee kappen, um den Konflikt nicht zu importieren.63 Dies war natürlich leichter gesagt als getan. Der Großteil der Wähler war zwar gegen einen Krieg doch weite Teile der europäisch-stämmigen Bevölkerung ergriff Partei für die eine oder andere Seite und schließlich plädierten auch Wirtschaft und die intellektuelle Elite, vor allem an der Ostküste, für einen Kriegseintritt der USA64, welcher schließlich 1917, als Reaktion auf den uneingeschränkten U-Boot-Krieg seitens des Deutschen Reichs beschlossen wurde.65

Die USA waren zu diesem Zeitpunkt bereits die größte Wirtschaftsmacht der Erde, ihr wenn auch verspäteter Eintritt in den Krieg, der viele der alten Großmächte des 19. Jahrhunderts zerstörte, zementierte ihren Status als neue Supermacht. Als solche hatte sie nun auch internationale Interessen, wie man nicht nur an Beteiligung am 1. Weltkrieg und den darauf folgenden Friedensgesprächen sieht, sondern auch an der Parteinahme im russischen Bürgerkrieg zu Gunsten der Weißen Armee, durch deren Finanzierung die Machtübernahme der Kommunisten verhindert werden sollte.66 Dies sollte jedoch dem neuen Ruf der USA und Wilsons nicht schaden. Ihre Bemühungen einen zu harten Versailler Vertrag zu verhindern, sowie die Idee Wilsons, welche zur Gründung des Völkerbunds führte, verhalfen dazu, die USA als aufgeklärte und selbstlose Großmacht erscheinen zu lassen, ganz im Kontrast zu den imperialistischen Mächten Europas.67

Als Europa und Asien 1939, bzw. 1937 erneut in das Chaos eines Weltkriegs gestürzt wurden, zeigte sich, dass Wilsons Außenpolitik weit weniger nachhaltig war, als 1920 noch vermutet. Franklin D. Roosevelt, welcher wie Wilson Demokrat war, hoffte darauf schnellstmöglich intervenieren zu können. Die Fehler der Neutralitätspolitik, zwei Jahrzehnte zuvor sollten nicht wiederholt werden. Die Bevölkerung wandte sich jedoch wieder wie unter Wilson mehrheitlich gegen einen Kriegseinstritt der USA.68 Gegen eine Belieferung der Feinde des Nazi-Regimes war jedoch wenig einzuwenden.

Der Angriff Japans auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 brachte schließlich den Umschwung in der öffentlichen Meinung den Roosevelt brauchte um in den Krieg einzutreten. Einige Historiker, wie Hamilton Fish gehen sogar davon aus, dass Roosevelt und die Militärführung von dem geplanten Angriff wussten und ihn geschehen ließen, um genau dieses Ziel zu erreichen.69 Dies wird jedoch von der Mehrheit der Historiker angezweifelt.

Roosevelt konnte an den Friedensverhandlungen nach dem Krieg nicht mehr teilnehmen, da er kurz vor dessen Ende verstarb. Sein Vizepräsident und Nachfolger Harry S. Truman führte seinen Kurs jedoch fort. Die wesentlichen Ziele waren der Aufbau von westlich gerichteten Demokratien in Deutschland und Japan, sowie die Eindämmung des Kommunismus. Dieser letzte Punkt sollte zum Schwerpunkt amerikanischer Außenpolitik für die nächsten Jahrzehnte werden.

Besonders interessant ist dabei die Präsidentschaft Lyndon B. Johnsons, da er für beinahe die gesamte Laufzeit von TOS das Amt ausübte. Erst während der dritten Staffel, welche von September 1968 bis Juni 1969 ausgestrahlt wurde, bekleidete mit dem im Januar 1969 eingeschworenen Richard Nixon, ein neuer Präsident das Amt. Da der Großteil der Episoden jedoch 1968, bzw. sogar noch zuvor geschrieben wurden, kann davon ausgegangen werden, dass Johnsons Vorgehen sehr viel stärkeren Einfluss auf die Autoren der Serie hatte als Nixons.

Johnson war, ähnlich wie Truman, durch den Tod seines Vorgängers zum Präsidenten geworden. In diesem Fall war es jedoch kein natürlicher Tod, sondern der Mordanschlag auf John F. Kennedy. Das Attentat schockierte die Nation und sorgte weltweit für Entsetzen. Um nach diesem Ereignis wieder zur Normalität zurückzukehren, setzte Johnson auf Kontinuität.70 Die Außenpolitik Kennedys, welche auf einer Mischung aus demonstrierter Stärke und offener Kompromissbereitschaft bestand sollte dabei sein Vorbild sein. So hatte Kennedy in seinen nicht ganz drei Jahren Amtszeit, die Sowjetunion und ihre Verbündeten immer wieder herausgefordert, wie bei der gescheiterten Invasion der Schweinebucht 1961 in Kuba oder seinen ehrgeizigen Plänen vor der UdSSR den Mond zu erreichen, aber er war auch der erste US-Präsident der auf eine tatsächliche Annäherung mit der Sowjetführung setzte, als die Welt im Rahmen der Kuba-Krise 1962 an den Rande der nuklearen Vernichtung geführt wurde und im Zuge dessen der „heiße Draht“ eingerichtet wurde, welcher eine direkte und schnelle Kommunikation zwischen Anführern der Blöcke erlaubte.71

Entsprechend war auch Johnsons Vorsatz. Man würde sich gegen Diktatoren und totalitäre Regime stemmen, jedoch zugleich niemals direkt in den Konflikt mit der Sowjetunion geraten, da dies die gegenseitige Vernichtung bedeuten könnte. Dies waren die Lehren, die seine Regierung aus der Beteiligung der USA in den Weltkriegen, sowie Kennedys Handeln in Bezug auf die Kuba-Krise zog.72 Allerdings bemängelten schon Zeitgenossen, dass Johnson dabei wenig souverän wirkte. Der spätere US-Außenminister Henry Kissinger sagte über ihn „[he] did not take naturally to international relations. One never had the impression that he would think about the topic spontaneously.”73 Auch Historiker Henry S. Bausum74 und Politikwissenschaftler D.F. Fleming75 stellten die Pax Americana, welche Johnson außenpolitisch durchsetzen wollte, in Frage.

Die Bilanz Johnsons ist tatsächlich durchwachsen. Zum einen zog er die USA in den Vietnamkrieg, welcher in einem späteren Kapitel noch ausführlicher behandelt werden soll, zum anderen gelang es ihm nicht, aus dem Sino-Sowjetischen Zerwürfnis der 1960er, welches ebenfalls in einem späteren Kapitel genauer beleuchtet wird, Kapital zu schlagen.76 Auch schaffte er es nicht, alte Projekte Kennedys, wie die „Alliance for Progress“, welche Lateinamerika durch wirtschaftliche Einbindung vom Kommunismus fernhalten sollte, erfolgreich fortzusetzen. Im Gegenteil, die Einmischung und das teilweise militärische Eingreifen der USA destabilisierten die Nationen Südamerikas sogar.77 Zumindest mit dem Weltraumvertrag von 1967 konnte er einen kleinen Erfolg erringen, denn hier bei einigten sich die Supermächte darauf, den Weltraum frei von Gebietsansprüchen zu lassen.78 Damit blieben die „unendlichen Weiten“ zwar nicht vom Kalten Krieg verschont, da das Rennen um den Weltraum immer noch hoch politisch blieb, aber zumindest geschah dies offiziell im Geiste der Wissenschaft und nicht aus strategischen Gründen.

Johnsons Außenpolitik fand Kritiker auf der rechten und linken Seite des politischen Spektrums und Gene Roddenberry bildet dabei keine Ausnahme, wie die ausgewählten Episoden zeigen werden.

3.2. „Ganz neue Dimensionen“

3.2.1. Zusammenfassung

Die Episode „Ganz neue Dimensionen“ (TOS, 1x19), im Originaltitel „Arena“, beginnt zunächst ganz friedlich. Die Enterprise wird von Commodore Travers, einem Vorgesetztem Captain Kirks, auf den Planeten Cestus III zum Essen eingeladen. Auf dem Planet angekommen entdecken sie jedoch Spuren eines Angriffs. Das gesamte Personal der Basis scheint schon seit Tagen tot. Nur Momente später wird das Außenteam von unbekannten Wesen mit Energiewaffen unter Beschuss genommen. Zur selben Zeit wird die Enterprise im Orbit des Planeten von einem fremden Schiff attackiert.

Durch taktisches Kalkül gelingt es sowohl den Angriff auf der Planetenoberfläche als auch im Weltraum abzuwehren. Doch Captain Kirk, nun getrieben von Wut über den feigen Angriff, beamt zurück an Bord der Enterprise und nimmt die Verfolgung des fliehenden Alienschiffes auf. Auf der Krankenstation der Enterprise wird zeitgleich einer der wenigen Überlebenden der Station auf Cestus wegen der Angreifer befragt:

KIRK: Can you tell me what happened?

MAN: Scanners reported a ship approaching. We get them now and then. They're all welcome to use our facilities. You know that.

KIRK: Yes, I know.

MAN: They came in space normal speed, using our regular approach route, but they knocked out our phaser batteries with their first salvo. From then on we were helpless. We weren't expecting anything! Why should we? We didn't have anything anyone would want.

KIRK: Easy. Easy.

MAN: They poured it on, like, like phasers, only worse, whatever they were using. I tried to signal them. We called up. Tried to surrender. We had women and children. I told them that! I begged them! They wouldn't listen. They didn't let up for a moment.

KIRK: Lieutenant, the Enterprise received two messages, ostensibly from Cestus Three. One for the Enterprise to go there, and the other for myself and my tactical crew to beam down to the surface.

MAN: They hit us a full day before you got there, Captain. No messages came from us, Captain. Why did they do it? Why? Why did they do it? There has to be a reason. There has to be a reason!79

Hier wird die Barbarei des Angriffs noch einmal offensichtlich gemacht. Die Föderationskolonie verhielt sich friedlich und freundschaftlich. Sie wurde scheinbar grundlos Opfer einer brutalen Attacke, die auch keine Rücksicht auf anwesende Frauen und Kinder nahm. Darüber hinaus waren es wohl die Angreifer, welche die Nachricht an die Enterprise sandten. Captain Kirk und seine Crew wurden also bewusst in eine Falle gelockt:

KIRK: It was a trap. Getting the Enterprise to come to Cestus Three, getting us and our whole crew to come ashore.

SPOCK: Very clever. As to the reason?

KIRK: The reason is crystal clear. The Enterprise is the only protection in this section of the Federation. Destroy the Enterprise, and everything is wide open.

SPOCK: You allude to invasion, Captain, yet positive proof

KIRK: I have all the proof I need on Cestus Three.

SPOCK: Not necessarily, sir. Several possible explanations

KIRK: How can you explain a massacre like that? No, Mister Spock. The threat is clear and immediate. Invasion.80

Captain Kirk, wohl auch getrieben von Emotionen, glaubt die Beweggründe und Vorgehensweise der Angreifer durchschaut zu haben. Sein erster Offizier, Mr. Spock, bleibt skeptisch. Er sieht noch nicht Fakten und Zusammenhänge um auf die Hintergedanken der Angreifer zu schlussfolgern. Bevor die beiden ihre Diskussion zu Ende führen können, holt die Enterprise das fremde Schiff ein. Die Schiffe befinden sich dabei in der Föderation unbekanntem Gebiet. Als Captain Kirk auf der Brücke, sein Vorhaben das andere Schiff zu zerstören klar macht, meldet sich Spock noch einmal zu Wort:

SPOCK: You mean to destroy the alien ship, Captain?

KIRK: Of course.

SPOCK: I thought perhaps the hot pursuit alone might be sufficient. Destruction might be unnecessary.

KIRK: Colony Cestus Three has been obliterated, Mister Spock.

SPOCK: The destruction of the alien vessel will not help that colony, Jim.

KIRK: If the aliens go unpunished, they'll be back, attacking other Federation installations.

SPOCK: I merely suggested that a regard for sentient life

KIRK: There's no time for that. It's a matter of policy. Out here, we're the only policemen around. And a crime has been committed. Do I make myself clear?

SPOCK: Very clear, Captain.81

Captain Kirk sieht keine Alternative zur Zerstörung des fremden Schiffs. Zu grausam war ihr Angriff. Er fürchtet sie entkommen zu lassen, könnte als Zeichen der Schwäche gewertet werden und zu weiteren brutalen Angriffen auf Zivilisten führen.

Bevor es jedoch zu einem erneuten Kampf zwischen den Schiffen kommen kann, werden beide von einer äußeren Macht gestoppt. Der Eingriff erfolgte durch eine Spezies, die sich selbst als „Metronen“ bezeichnen und technologisch beiden Kontrahenten weit überlegen sind. Die Metronen halten sich auch für zu hoch entwickelt für bewaffnete Konflikte und lehnen es strikt ab, dass solche in ihrem Gebiet stattfinden sollen. Daher wollen sie diesen Konflikt mit so wenig Blutvergießen wie möglich beenden. Die beiden Kapitäne der Schiffe sollen in einem Zweikampf auf Leben und Tod antreten. Das Schiff des Verlierers soll zerstört werden, der Sieger darf von dannen ziehen. Alles im Namen des Friedens.

[...]


1 Stephen Benedict Dyson, Otherworldly Politics. The International Relations of Star Trek, Game of Thrones, and Battlestar Galactica, Baltimore 2015, S. 5 – 9.

2 Gerhard Marchl, Militärisches Eingreifen im Namen der EU und der UNO: EUFOR Tchad/RCA, in: Christian Wagnsonner/ Stefan Gugerel (Hgg.), Star Trek für Auslandseinsätze? Konfliktstrategien und Lösungsansätze für reale Probleme in Science fiction, Wien 2011, S. 131 – 132.

3 Werner Faulstich, Grundkurs Filmanalyse, Paderborn 2000, S.67.

4 Faulstich, Grundkurs Filmanalyse, S. 69.

5 Faulstich, Grundkurs Filmanalyse, S. 78.

6 Werner Greve, James Bond 007. Agent des Zeitgeists, Göttingen 2012, S. 11.

7 Damien Broderick, Reading by Starlight. Postmodern Science Fiction, London 1995, S. 6.

8 Faulstich, Grundkurs Filmanalyse, S. 40.

9 Jan Schliecker, Roddenberrys Idee. Die Star Trek – Originalserie im Wandel der Zeit. Ein kritischer Episodenführer, Marburg 2014, S. 12.

10 Siehe Klaus Sachs-Hombach, Pflicht, Neigung oder Kitsch? – Star Trek als verfremdete Darstellung moralischer Grundprobleme, in: Frank Hörnlein/Herbert Heinecke (Hgg.), Zukunft im Film. Sozialwissenschaftliche Studien zu Star Trek und anderer Science Fiction, Magdeburg 2000, S. 156.

11 Vgl. Ralph Sander, Das Star Trek Universum. Das erste deutsche Handbuch zur erfolgreichsten Multimedia-SF-Serie der Welt (Band 1), München 1994, S. 52.

12 Interview mit Gene Roddenberry, The Humanists 51,2, März/April 1991, S. 6 – 7.

13 Gene Roddenberry, zitiert nach Michael Guillen, Can A Smart Person Believe in God?, Nashville 2004, S. 90.

14 Herbert F. Solow/Robert H. Justman, Inside Star Trek. The real Story, New York 1996, S. 14.

15 Interview mit Gene Roddenberry, The Humanists 51,2, März/April 1991, S. 6 – 7.

16 Sander, Band 1, S. 13.

17 Lincoln Geraghty, Living with Star Trek. American Culture and the Star Trek Universe, New York 2007, S. 1.

18 Check-Six.com, Offering Aviation History & Adventure First-Hand! (22.11.2016). URL: http://www.check-six.com/Crash_Sites/ClipperEclipse-NC88845.htm (abgerufen am 08.03.2019).

19 Sander, Band 1, S. 13.

20 Sander, Band 1, S. 13.

21 Sander, Band 1, S. 14.

22 Schliecker, Roddenberrys Idee, S. 13.

23 Gene Roddenberry, zitiert nach J.M. Dillard, Star Trek ‘Where No One Has Gone Before: A History in Pictures, New York 1996, S. 6.

24 Sander, Band 1, S.14.

25 Schliecker, S. 12.

26 Die erste Episode einer Fernsehserie wird im Englischen als “Pilot” bezeichnet.

27 Majel Barrett wurde später Gene Roddenberrys zweite Ehefrau und ist die einzige Darstellerin die in jeder Star Trek Serie einen Auftritt hatte, meist jedoch nur als Stimme des Computers, oder posthum in wiederverwendetem Archivfilmmaterial.

28 Transkript “The Cage” (Der Käfig), chakoteya.net. URL: http://www.chakoteya.net/StarTrek/1.htm (abgerufen am 09.03.2019). Auf der Webseite gibt es leider keine Angabe über die letzte Aktualisierung des Textes, daher muss diese Information entfallen.

29 Geraghty, Living with Star Trek, S. 2.

30 Solow/Justman, Inside Star Trek, S. 13 – 23.

31 Sander, Band 1, S. 16.

32 Sander, Band 1, S. 23.

33 Roddenberry schmuggelte jedoch Majel Barret dennoch in die Serie, da er für sie die Nebenrolle der Christine Chapel schrieb und sie zudem die Stimme des Bordcomputers wurde.

34 Sander, Band 1, S. 27 – 28.

35 Geraghty, Living with Star Trek, S. 2.

36 Gene Roddenberry freundete sich während seiner Zeit als Bomberpilot mit dem asiatischstämmigen Kim Noonien Wang an. Siehe Schliecker, S. 164. Dieser könnte das Vorbild für Sulu gewesen sein. Er war auf jeden Fall der Namensgeber für Khan Noonien Singh aus der Folge „Der Schlafende Tiger“ (TOS, 1x24).

37 Ihren Vornamen Nyota erhielt der Charakter erst lange nach dem Ende der Serie. In TOS selbst wird die Rolle stets als Lietuenant Uhura bezeichnet. Uhara leitet sich dabei von dem Swahiliwort „Uhuru“ ab, was „Freiheit“ bedeutet und damit auf das Ende der Sklaverei in den USA anspielt.

38 In der zweiten Pilotfolge hieß die Rolle noch Dr. Piper und wurde von Paul Fix gespielt. Dieser gefiel Roddenberry jedoch nicht und wurde nach einer Episode durch seinen Wunschdarsteller Kelley ersetzt.

39 Daniel Bernardi, "Star Trek" in the 1960s: Liberal-Humanism and the Production of Race, Science Fiction Studies 24,2 (1997), S. 209 – 210.

40 Bernardi, “Star Trek” in the 1960s, S. 211.

41 Ironischerweise kostete Roddenberry die Angst vor einem kreativen Kontrollverlust, genau diesen bei TNG. Er band seinen Anwalt Leonard Maizlish stark in die Produktion ein, um zu verhindern, dass er die Rechte an den Charakteren, oder der Serie verlieren konnte. Allerdings ekelte Maizlish laut Justman alle alten Freunde und Kollegen Roddenberrys geradezu aus der Produktion, mit seiner kontrollierenden Art. All seiner Gleichgesinnten beraubt, verlor Roddenberry mehr und mehr an Einfluss am Set der Serie. Solow/Justman, S. 433 – 434.

42 Der Mann war eingefroren worden, da es zu seiner Zeit noch keine Heilung für seine Krankheit gab. Die Ärzte der Enterprise kümmerten sich um das Problem.

43 Transkript „The Neutral Zone“ (Die Neutrale Zone), chakoteya.net. URL: http://www.chakoteya.net/NextGen/126.htm (abgerufen am 21.06.2019).

44 Interview mit Rob Bowman, Cinefantastique 21,2 (September 1990), S. 35.

45 Memo Gene Roddenberrys, 11. Mai 1987, zitiert nach: Joel Engel, Gene Roddenberry: The Myth and the Man Behind Star Trek, New York 1994, S. 236.

46 Tatsächlich bediente sich der Star Trek-Schöpfer selbst durchaus einiger Tricks um sich zu bereichern. So schrieb er einen Text für die Titelmelodie der Serie, welche von Alexander Courage komponiert wurde, was ihm 50% der Tantiemen für das Lied sicherte, obwohl der Text nie genutzt wurde und es auch nie Pläne gab diesen zu nutzen. Dies verärgerte Courage verständlicherweise so sehr, dass er nicht mehr für die Produktion arbeitete, solange Roddenberry die Zügel in der Hand hielt. Solow/Justman, S. 178 und 185.

47 Gene Roddenberry, Star Trek Writers/Directors Guide, Third Revision April 17, 1976, S. 29.

48 Hier ist allerdings anzumerken, dass diese Darstellung in TOS noch nicht sehr ausgeprägt war und erst in TNG voll zur Geltung kam.

49 Transkript “Where No Man Has Gone Before ” (Die Spitze des Eisbergs), chakoteya.net. URL: http://www.chakoteya.net/StarTrek/2.htm (abgerufen am 10.03.2019). YouTube „Star Trek - Absolute Power“ (16.07.2013). URL: https://www.youtube.com/watch?v=QT4fm0f2lZY (abgerufen am 10.03.2019).

50 Brenda Gardenour, The Compassionate Country Doctor and Cold-Blooded Biomedicine. Bones, Spock, and Medicine beyond the Machine, in: Nancy R. Reagin (Hg.), Star Trek and History, Hoboken 2013, S. 43.

51 Alice L. George, Riding Posse on the Final Frontier. James T. Kirk, Hero of the Old West, in: Nancy R. Reagin (Hg.), Star Trek and History, Hoboken 2013, S. 7.

52 George, Riding Posse on the Final Frontier, S. 11 – 18.

53 Transkript “The Trouble with Tribbles” (Kennen Sie Tribbles?), chakoteya.net. URL: http://www.chakoteya.net/StarTrek/42.htm (abgerufen am 14.03.2019). YouTube „Klingon insults Enterprise in front of Scotty” (08.06.2016). URL: https://www.youtube.com/watch?v=TKNSRwp6RVs (abgerufen am 14.03.2019).

54 Transkript “The Trouble with Tribbles” (Kennen Sie Tribbles?), chakoteya.net. URL: http://www.chakoteya.net/StarTrek/42.htm (abgerufen am 14.03.2019).

55 Roddenberry, Writers/Directors Guide, S. 31.

56 Dyson, Otherworldly Politics, S. 1.

57 Martin Luther King laut Nichelle Nichols, Interview vom 24. Mai 2011, zitiert nach: Margaret A. Weitekamp, More than „Just Uhura“. Understanding Star Trek’s Lt. Uhura, Civil Rights, and Space History, in: Nancy R. Reagin (Hg.), Star Trek and History, Hoboken 2013, S. 27.

58 Margaret A. Weitekamp, More than „Just Uhura“. Understanding Star Trek’s Lt. Uhura, Civil Rights, and Space History, in: Nancy R. Reagin (Hg.), Star Trek and History, Hoboken 2013, S. 24.

59 Scott Tipton, Star Trek Archive. 40 Jahre Sci-Fi Kult, Wien 2013, S. 14.

60 Sander, Band 1, S. 196.

61 Michael Jindra, Star Trek Fandom as a Religious Phenomenon, in: Sociology of Religion 55,1 (1994), S. 29.

62 Wieso dies der Fall ist, soll später in der Arbeit ausführlich erläutert werden.

63 Wolfgang Effenberger/Konrad Löw, Pax Americana. Die Geschichte einer Weltmacht von ihren angelsächsischen Wurzeln bis heute, München 2004, S. 208.

64 Effenberger/Löw, S. 209.

65 Effenberger/Löw, S. 222 – 225.

66 Archie Brown, The Rise and Fall of Communism, New York 2009, S. 54.

67 Effenberger/Löw, S. 254.

68 Effenberger/Löw, S. 309.

69 Hamilton Fish, Der zerbrochene Mythos – F.D. Roosevelts Kriegspolitik 1933 – 1945, Tübingen 1982, S. 159.

70 Jonothan Colman, The Foreign Policy of Lyndon B. Johnson. The United States and the World, 1963 – 1969, Edinburgh 2010, S. 6.

71 Effenberger/Löw, S. 404 – 414.

72 Colman, S. 7.

73 Henry A. Kissinger, The White House Years, S. 18, zitiert nach Jonothan Colman, The Foreign Policy of Lyndon B. Johnson. The United States and the World, 1963 – 1969, Edinburgh 2010, S. 8.

74 Henry S. Bausum, Alternative to Pax Americana, in: World Affairs, 130,2 (1967), S. 77 – 88.

75 D.F. Fleming, Can Pax Americana Succeed?, in: The Annals of the American Academy of Political and Social Science, 360 (1965), S. 127 – 138.

76 Colman, S. 115 – 116.

77 Colman, S. 164 – 169. Allerdings zeichnete sich das Scheitern des Plans schon während der Präsidentschaft Kennedys ab.

78 Daniel Immerwahr, How to Hide an Empire. A History of the Greater United States, New York 2019, S. 263.

79 Transkript “Arena” (Ganz neue Dimensionen), chakoteya.net. URL: http://www.chakoteya.net/StarTrek/19.htm (abgerufen am 17.03.2019).

80 Ebd.

81 Ebd.

Ende der Leseprobe aus 107 Seiten

Details

Titel
Der Kalte Krieg in Star Trek
Hochschule
Universität Mannheim  (Historisches Institut)
Note
1,7
Autor
Jahr
2019
Seiten
107
Katalognummer
V993311
ISBN (eBook)
9783346358097
ISBN (Buch)
9783346358103
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Science Fiction Kalter Krieg USA Sowjetunion Vietnamkrieg Fernsehserien
Arbeit zitieren
Marcus Kiefer (Autor), 2019, Der Kalte Krieg in Star Trek, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/993311

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