Außenhandelspolitik und Arbeitsmarktökonomik. Grundlagen der Volkswirtschaftslehre


Einsendeaufgabe, 2020

20 Seiten, Note: 1.0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Ökonomische Gründe für und gegen einen freien Aussenhandel
1.1 Aussenhandel
1.2 Freihandel versus Protektionismus
1.3 Die Arbeitsteilung, der absolute und komparative Vorteil
1.4 Fazit

2 Marktwirtschaft
2.1 Freie Marktwirtschaft im Sinne der Klassik
2.2 Zentralverwaltungswirtschaft

3 Arbeitsmarkt
3.1 Übersicht über den Arbeitsmarkt
3.2 Das klassische Modell des Arbeitsmarktes
3.3 Das keynesianische Modell des Arbeitsmarktes
3.4 Klassisches vs. keynesianisches Modell
3.5 Funktionsweise Arbeitsmarkt in Deutschland

4 Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

BIP - Bruttoinlandprodukt

bspw. - beispielsweise

ca. - circa

d.h. - das heisst

EWR - Europäischer Wirtschaftsraum

FR - Frankreich

sog. - sogenannt

SWE - Schweden

Vgl. - Vergleiche

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Struktur des Handels

Abbildung 2: Klassisches Modell des Arbeitsmarktes

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Beispiele der Handelsformen

Tabelle 2: Argumente & Gegenargumente protektionistischer Praktiken

Tabelle 3: «Normaler» Handel

Tabelle 4: Binnenhandel

Tabelle 5: Aussenhandel

Tabelle 6: Vor- und Nachteile des Aussenhandels

Tabelle 7: Vor- und Nachteile der Zentralverwaltungswirtschaft

Tabelle 8: Ansatzpunkte Bekämpfung der Arbeitslosigkeit (Güter- und Arbeitsmarkt)..

1 Ökonomische Gründe für und gegen einen freien Aussenhandel

1.1 Aussenhandel

Zum Aussenhandel gehören alle betriebswirtschaftlichen Tätigkeiten, bei welchen der Güterverkehr aufgrund von wirtschaftlichen Beziehungen zum Ausland die Staatsgrenze überschreitet. Unter dem Begriff des Aussenhandels werden Exporte, Importe und Transithandel von Gütern, Dienstleistungen und Kapital sowie deren Abwicklung verstanden. Das Gegenteil des Aussenhandels ist der Binnenhandel.1

In einem weiteren Schritt kann der Aussenhandel in direkt und indirekt unterteilt werden. Der entscheidende Faktor für die Abgrenzung ist die Frage, ob ein inländischer Zwischenhändler eingeschaltet wird, oder ob der Handel direkt, d.h. ohne Zwischenhändler, stattfindet. Der direkte Aussenhandel setzt dabei eine gradlinige, geschäftliche Beziehung zwischen dem inländischen und dem ausländischen Händler voraus.2

Die nachfolgende Grafik soll die Struktur des Handels nochmals verdeutlichen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Struktur des Handels3 4

Wie eingangs erwähnt, ist der Binnenmarkt das Gegenteil des Aussenhandels. Aus wirtschaftlicher Sicht ist der Binnenmarkt ein einzelner in sich geschlossener Handelsraum. Die vier Grundeigenschaften, welche den Binnenmarkt ausmachen, werden unter 1.2.1 Das Binnenmarktprogramm genauer erläutert. Sind die Rahmenbedingungen der jeweiligen Handelsnationen sehr ähnlich, verlieren die Handelsbeziehungen den Aussenhandelscharakter und nähern sich einander an, was zu einer Binnenhandel-Struktur führt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Beispiele der Handelsformen 4

Die oben gezeigte Tabelle soll die verschiedenen Varianten veranschaulichen. Werden beispielsweise Maschinen von Zürich nach Bern verkauft, handelt es sich um den klassischen Binnenhandel. Handelt es sich beim Abgangsort um Berlin und die Waren werden nach Paris verkauft, findet ein Binnenhandel innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) statt. Treffen die Maschinen in Los Angeles ein und wurden von München verkauft, handelt es sich um Aussenhandel. In diesem Fall wird die Maschine aus Deutschland exportiert und in den USA wieder importiert.

1.2 Freihandel versus Protektionismus

Man unterscheidet zwei Formen des Aussenhandels: Den Protektionismus und den Freihandel. Seit mehr als 150 Jahren sind die Vorteile, welche die internationale Arbeitsteilung für die Länder bringt, bekannt. Aufgrund der staatlichen und politischen Schutzmassnahmen der jeweiligen Länder konnte sich jedoch die Freihandelsidee nicht zügiger und geradliniger durchsetzen. Gleichzeitig gilt der komparative Kostenvorteil auch nicht als allgemeingültiger Freipass für Handelsliberalisierungen. Trotz der offensichtlichen Vorteile birgt der Freihandel auch diverse Nachteile. Dank dem zunehmenden internationalen Handel und der dazugehörigen Arbeitsteilung steigen die Transport- und Transaktionen rasant an. Zusätzlich kommen verstärkt Umweltthemen zutage. Heutzutage wird die Globalisierung der Wirtschaft subventioniert, weil beispielsweise der Verkehr die dazugehörigen externen Kosten nur teilweise zu tragen hat. Die aufkommende internationale Arbeitsteilung fördert auch die Abhängigkeit vom Ausland, wie beispielsweise während der COVID19-Krise ersichtlich wurde. Aber auch für produzierende Länder bergen die erwähnten Abhängigkeiten weitere Gefahren, wenn beispielsweise die Spezialisierung überwiegt und eine Nation nur noch ein Produkt herstellt.5

Bei vielen Entwicklungsländern ist eine Abhängigkeit in Bezug auf die Nachfrage- und Preisentwicklung ihres hergestellten Produktes festzustellen. Die sogenannten «terms of trade», zu Deutsch «Geschäftsbeziehungen», haben sich verschlechtert. Dies hat zur Folge, dass die Produzenten mehr von ihren hergestellten Produkten exportieren müssen, um die gleiche Menge an Importen tätigen zu können. Gesamthaft hat das Weltsozialprodukt zugenommen, jedoch haben nicht alle Parteien gleichermassen davon profitiert.6

Eine starke Veränderung bewirkt die Globalisierung der Wirtschaft, welche einen Zusammenschluss von Volkswirtschaften mit unterschiedlichen Voraussetzungen mit sich bringt. Fertigprodukte und Rohstoffgüter aus dem Ausland können zu einem, im Vergleich zum inländischen Unternehmen, niedrigeren Preis angeboten werden, weil die Herstellkosten tiefer liegen. Eine logische Folge aus der Liberalisierung im Aus- senhandel ist demzufolge, dass inländische Hersteller bei einzelnen Produktgruppen und in gewissen Branchen vom Markt verdrängt werden, da diese nicht mehr marktfähig sind. Andere Anbieter haben dafür die Möglichkeit, die angebotenen Leistungen vermehrt ins Ausland exportieren zu können. Bis die jeweiligen Prozesse und Umstrukturierungen jedoch durchgeführt werden können, kann eine länger andauernde Arbeitslosigkeit eintreten. Wie einzelne Branchen zeigen, gibt es jedoch auch immer Ausnahmen, wie beispielsweise der Luxusartikelhersteller Richemont.7 8

In der nachfolgenden Tabelle werden die wichtigsten Argumente für die protektionistische Praktiken und die jeweiligen Gegenargumente gegenübergestellt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Argumente & Gegenargumente protektionistischer Praktiken8

Man sollte sich bewusst sein, dass sobald eine Umverteilung der Einkommen stattfindet, diese zugunsten der abgesicherten Produzenten und zu Lasten der Verbraucher geht. Wie einige Nationen zeigen, kann Protektionismus mit einigen wenigen Instrumenten reguliert werden; beispielsweise mithilfe von Zöllen und mengenmässigen Einfuhrbeschränkungen, Steuern auf Importe, Subventionen für Exporte oder «freiwillige» Selbstbeschränkungsmassnahmen. Damit der Staat eine liberale Aussenhan- delspolitik erreichen kann, können entweder multilaterale Abkommen getroffen werden, wie sie im Rahmen der «World Trade Organisation» vorgenommen wurden, oder einen gemeinsamen Wirtschaftsraum bilden, wie zum Beispiel der «EWR - Europäischer Wirtschaftsraum».9

1.3 Die Arbeitsteilung, der absolute und komparative Vorteil

Beim «komparativen Vorteil» als auch beim «absoluten Vorteil» geht es um die Arbeitsteilung rund um die Spezialisierung. Ökonomen verwenden den Ausdruck «absoluter Vorteil», sobald sie die Produktivität einer Person, eines Betriebes oder eines Landes mit einer anderen vergleichen. Beim «absoluten» Kostenvorteil ist der Grundgedanke, herauszufinden, wo ein besagtes Produkt kostengünstiger hergestellt werden kann als in einem anderen Land.10

Einige Nationen haben absolute Kostenvorteile und können jede Gütermenge mit tieferen Herstellkosten produzieren. Mithilfe der Arbeitsteilung kann in einem Privathaushalt oder in einem Unternehmen die Wertschöpfung gesteigert werden, kombiniert man dies mit der internationalen Arbeitsteilung, führt dies zu einem höheren Wohlstandsniveau.11 12 Mithilfe des nachfolgenden Beispiels wird auf die Vor- und Nachteile des absoluten Vorteils eingegangen. Schweden und Frankreich brauchen für die Produktion von 100 Einheiten Tuch und 100 Einheiten Wein folgenden Zeitaufwand:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: «Normaler» Handel12

Nun konsumieren die beiden Länder jeweils zusammen 80 Tuch und 35 Wein:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4: Binnenhandel12

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 5: Aussenhandel12

Betrachtet man die Tabellen 4 und 5, wird erkennbar, dass die beiden Länder «FR» und «SWE» bei der Herstellung von jeweils 80 Einheiten Tuch und 35 Einheiten Wein bei gemeinsamer Zusammenarbeit 94 Arbeitsstunden sparen können. Die eingesparten 94 Stunden können für andere Wirtschaftszweige fruchtbar genutzt werden. Vergleicht man die einzelnen Einheiten mit den vorherigen Werten, stellt man fest, dass die Nationen die Produktionsmenge verändern müssen. Frankreich muss nun gesamthaft neu 12 Arbeitsstunden mehr leisten. Betrachtet man den Mehraufwand von Schweden können 106 Arbeitsstunden eingespart werden. Wie das oben gezeigt Beispiel zeigt, profitieren beide Nationen dank Spezialisierungen.

Neben dem «absoluten Vorteil» gibt es noch eine weitere Möglichkeit, die Produktionskosten zu bewerten. Anstatt die erforderlichen Aspekte zu vergleichen, werden die Opportunitätskosten miteinander abgeglichen.13 Werden bei zwei Herstellern die Opportunitätskosten verglichen, verwenden Ökonomen häufig den Begriff des «komparativen Vorteils». Der Hersteller mit den niedrigeren Opportunitätskosten hat jeweils bei der Herstellung eines spezifischen Gutes den «komparativen Vorteil».14 15

1.4 Fazit

In der nachfolgenden Tabelle werden die Vor- und Nachteile des Aussenhandels in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 6: Vor- und Nachteile des Aussenhandels 15

Wie die gezeigten Argumente, Beispiele und Vor- sowie Nachteile zeigen, ist der Aus- senhandel zwischen den Nationen unabdingbar. Dieses Fazit unterstützt auch eine der gesamthaft zehn volkswirtschaftlichen Regeln, welche besagt, dass es jedem durch Handel besser gehen kann.16 In der Realität kann nicht auf den Aussenhandel verzichtet werden, wobei es dabei auch Verlierer geben kann, welche nicht vollumfänglich vom Markt entschädigt werden. Bei diesem Fazit wurde jedoch keine Aussage gemacht, wie die politischen Auswirkungen zu beurteilen sind.

2 Marktwirtschaft

Wie bei allen Märkten geht es auch bei der Marktwirtschaft um «Angebot und Nachfrage». Die Marktwirtschaft bezeichnet die unterschiedlichen Wirtschaftsformen, welche zur Anwendung kamen und auch immer noch kommen. Es kann dabei zwischen einer «freien Marktwirtschaft» (individuelle Freiheit), einer «sozialen Marktwirtschaft», dem «Föderalismus», dem «Kommunismus» und der «Planwirtschaft» (zentrale Staatsverwaltung) unterschieden werden. Daneben existieren noch weitere Formen der Marktwirtschaft als rein theoretische Modelle, welche nicht näher erläutert werden.17

Nachfolgend werden in einem ersten Schritt die Charakteristika einer freien Marktwirtschaft im Sinne der Klassik erläutert. Danach wird auf die Charakteristika der Zentralverwaltungswirtschaft eingegangen, worauf abschliessend die ökonomischen Gründe für das «nicht durchsetzen» der Zentralverwaltungswirtschaften beleuchtet werden.

2.1 Freie Marktwirtschaft im Sinne der Klassik

Die freie Marktwirtschaft im Sinne der Klassik bildet die individuelle Freiheit ab. Sie gilt als Gegenpart zur Planwirtschaft. Der Markt gibt vor, welche Produkte zu welchen Preisen veräussert werden können und in welcher Menge die Produkte nachgefragt werden. Ebenfalls legt der Markt fest, welche Löhne und Saläre als markttauglich gelten und bestimmt die Zinssätze.18

Nachfolgend werden einige nicht abschliessende Merkmale der freien Marktwirtschaft zusammengefasst:19

- Keine Staatseingriffe in das Wirtschaftsgeschehen
- Produktions- und Unternehmerfreiheit
- Freiheit für die Konsumenten
- Privateigentum an Unternehmen und Produktionsmitteln
- Freie Berufswahl
- Uneingeschränkter Aussenhandel
- Vertragsfreiheit

[...]


1 Vgl. Wirtschaftslexikon (2016)

2 Vgl. Altmann (2001)

3 Eigene Darstellung

4 Eigene Darstellung

5 Vgl. Eisenhut (2016), S. 233

6 Vgl. Eisenhut (2016), S. 233

7 Vgl. Eisenhut (2016), S. 233

8 Vgl. Eisenhut (2016), S. 234

9 Vgl. Eisenhut (2016), S. 233

10 Vgl. Kottmann D. - eEducation Net e.K. (2020)

11 Vgl. Eisenhut (2016), S. 230

12 In Anlehnung an Mankiw/Taylor (2016), S. 591

13 Vgl. Mankiw/Taylor (2016), S. 594

14 Vgl. Mankiw/Taylor (2016), S. 595

15 In Anlehnung an Mankiw/Taylor (2016), S. 597

16 Vgl. Mankiw/Taylor (2016), S. 7

17 Vgl. Eisenhut (2016), S. 54

18 Vgl. Schenk / Schanz / Koch (2018), S. 22

19 Vgl. Schenk / Schanz / Koch (2018), S. 22

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Außenhandelspolitik und Arbeitsmarktökonomik. Grundlagen der Volkswirtschaftslehre
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Note
1.0
Jahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V993472
ISBN (eBook)
9783346362100
ISBN (Buch)
9783346362117
Sprache
Deutsch
Schlagworte
außenhandelspolitik, arbeitsmarktökonomik, grundlagen, volkswirtschaftslehre
Arbeit zitieren
Anonym, 2020, Außenhandelspolitik und Arbeitsmarktökonomik. Grundlagen der Volkswirtschaftslehre, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/993472

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