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Der Erzählkreis. Ein geeignetes Instrument zur Förderung der Erzählkompetenz von Grundschülern?

Titel: Der Erzählkreis. Ein geeignetes Instrument zur Förderung der Erzählkompetenz von Grundschülern?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 25 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Erzählkompetenz entwickelt sich größtenteils während der Grundschulzeit, weshalb der Fokus der Arbeit auf dieser Zeitspanne liegt. Problematisch ist, dass eher die schriftliche Textproduktion gefördert und das mündliche Erzählen in der Grundschule vernachlässigt wird, obwohl die Förderung des mündlichen Erzählens für Vorschulkinder wie auch für Schulkinder von großer Bedeutung ist.

Aus diesem Grund ist es lohnenswert, einen Blick auf die mündliche Form des Erzählens zu werfen, die in dieser Arbeit, verknüpft mit dem Erzählkreis, thematisiert wird. Es soll an dieser Stelle angemerkt werden, dass es sich in dieser Arbeit vor allem um die Auffassung des Erzählens im engeren Sinne handelt. Es geht also um das Erzählen als sprachliche Handlung. Am Ende der Arbeit soll die Frage „Kann die Erzählkompetenz von Grundschülern und Grundschülerinnen durch den Erzählkreis gefördert werden?“ beantwortet werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen – Erzählen

2.1 Begriffsbestimmung Erzählen

2.2 Mündliches Erzählen

2.2.1 Institutionalisiertes Erzählen

2.2.2 Simuliertes mündliches Erzählen in der Literatur

2.2.3 Konversationelles Erzählen

2.3 Der Erzählerwerb

2.4 Die Erzählstruktur

3. Mündliches Erzählen in der Grundschule

3.1 Bezug zum Lehrplan

3.2 Didaktische Hinweise/Allgemeine Fördermöglichkeiten

4. Erzählkreis

4.1 Begriffsbestimmung

4.2 Einsatz im Unterricht

4.3 Beurteilung des Erzählkreises

4.3.1 Vorteile

4.3.2 Nachteile

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die Grenzen des Erzählkreises als didaktisches Instrument zur Förderung der mündlichen Erzählkompetenz von Grundschülern, wobei die Diskrepanz zwischen spontanem, alltäglichem Erzählen und der institutionellen Unterrichtssituation im Fokus steht.

  • Grundlagen des Erzählens und des mündlichen Sprachgebrauchs
  • Entwicklung des kindlichen Erzählerwerbs und der Erzählstruktur
  • Lehrplananforderungen und didaktische Fördermöglichkeiten in der Grundschule
  • Strukturelle und kommunikative Analyse des Erzählkreises im Unterricht
  • Kritische Abwägung der Vor- und Nachteile des Erzählkreises

Auszug aus dem Buch

2.1 Begriffsbestimmung Erzählen

Was bedeutet Erzählen? Auf diese so simpel erscheinende Frage gibt es multiple Antworten und somit keine einheitliche Definition des Begriffs, was die Beantwortung dieser Frage erschwert. Die unzähligen Definitionen entstehen dadurch, dass sowohl der wissenschaftliche als auch der alltägliche Gebrauch des Erzählens existiert. Hinzu kommt, dass Definitionen von sehr detailreichen Erklärungen bis hin zu groben, impliziten Erklärungen reichen und somit nicht klar ist, inwieweit die Definition des Erzählens eingekreist werden muss. Aus den genannten Gründen werden im Folgenden einige ausgewählte Definitionen aufgelistet.

Martinez (2011: 1) formuliert seine Auffassung allgemein und behauptet: „Erzählen ist eine sprachliche Handlung: Jemand erzählt jemandem eine Geschichte.“

Laut Quasthoff ist das Erzählen ebenfalls als sprachliche Handlung zu verstehen (vgl. Quasthoff 2011: 23). Sie fügt hinzu, dass mindestens zwei Gesprächsteilnehmer bei einer Erzählung beteiligt sind und „für sich wechselseitig deutlich die Rollen Erzähler und Zuhörer im Gespräch etablieren“ (Quasthoff 2011: 23).

Flader und Hurrelmann (1984: 224) betonen die Eigenschaft des Vergangenen einer Erzählung und unterstreichen die Rolle des Zuhörers. Erzählen ist „die sprachliche Vergegenwärtigung einer zurückliegenden singulären Erfahrung des Sprechers, die dem Hörer (den Hörern) die Teilnahme an fremdem Erleben ermöglicht“ (Flader/Hurrelmann 1984: 224). Der Zuhörer ist dabei ein aktiver Part, denn „durch die Abgabe von Hörersignalen, Kurzkommentaren, Nachfragen etc. dokumentiert er sein Verstehen und sein jeweiliges Interesse am Ablauf des Erzählvorgangs“ (Flader/Hurrelmann 1984: 224).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Erzählen als zentrale Diskursform und begründet die Relevanz der Erzählkompetenzentwicklung im Grundschulalter sowie die Wahl des Erzählkreises als Untersuchungsgegenstand.

2. Theoretische Grundlagen – Erzählen: Dieses Kapitel erarbeitet Definitionen des mündlichen Erzählens, erläutert Modelle des kindlichen Erzählerwerbs (Schelten-Cornish, Becker) und führt in die theoretische Erzählstruktur (Hausendorf, Quasthoff, Labov, Waletzky) ein.

3. Mündliches Erzählen in der Grundschule: Der Fokus liegt hier auf dem schulischen Kontext, der Integration des Erzählens in den Lehrplan sowie auf didaktischen Strategien zur Förderung der Erzählfähigkeit im Unterricht.

4. Erzählkreis: Das Hauptkapitel analysiert den Erzählkreis als spezifische Methode, beleuchtet den Einsatz im Unterricht und diskutiert differenziert die methodischen Vorteile und Nachteile.

5. Fazit: Das Fazit führt die Erkenntnisse zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass der Erzählkreis zwar Möglichkeiten bietet, aber aufgrund institutioneller Einschränkungen in seiner Wirksamkeit für spontanes Erzählen begrenzt ist.

Schlüsselwörter

Erzählkompetenz, Erzählkreis, Grundschule, mündliches Erzählen, Erzählstruktur, Spracherwerb, Didaktik, Interaktion, Lehrplan, Kommunikation, Erlebniserzählungen, Diskursform, Sprachförderung, Zuhörerverhalten, Lernmethodik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und inwiefern der Erzählkreis ein geeignetes Instrument darstellt, um die mündliche Erzählkompetenz von Grundschülern im schulischen Alltag zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definitionen des Erzählens, Modelle zur Sprachentwicklung von Kindern, Anforderungen der Lehrpläne sowie eine methodische Bewertung des Erzählkreises.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob die Erzählkompetenz durch den Erzählkreis in der Grundschule erfolgreich gestärkt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte theoretische Arbeit, die linguistische Modelle und didaktische Literatur analysiert und gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Erzählerwerbs und der Erzählstrukturen geklärt, bevor der Erzählkreis auf seine praktischen Einsatzmöglichkeiten sowie Vor- und Nachteile untersucht wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Erzählkompetenz, Erzählkreis, Grundschule, Sprachförderung und Erzählstruktur.

Inwiefern beeinflussen die institutionellen Rahmenbedingungen das Erzählen im Kreis?

Die Arbeit stellt fest, dass der Erzählkreis oft eher als institutionelle Anweisung und weniger als spontaner, privater Austausch wahrgenommen wird, was die natürliche Erzählspontanität einschränkt.

Welche Alternative zum klassischen Erzählkreis wird im Fazit erwähnt?

Es werden Ansätze wie die Arbeit in Kleingruppen oder das "Kugellager" vorgeschlagen, um Interaktionsprobleme zu vermeiden und die Teilhabe aller Kinder zu erhöhen.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Erzählkreis. Ein geeignetes Instrument zur Förderung der Erzählkompetenz von Grundschülern?
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
25
Katalognummer
V993984
ISBN (eBook)
9783346359858
ISBN (Buch)
9783346359865
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grundschule Erzählkompetenz Mündliches Erzählen Erzählen Erzählkreis Förderung fördern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Der Erzählkreis. Ein geeignetes Instrument zur Förderung der Erzählkompetenz von Grundschülern?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/993984
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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