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Emanzipation im Olymp. Geschlechterkonzepte im antiken Griechenland

Titel: Emanzipation im Olymp. Geschlechterkonzepte im antiken Griechenland

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2019 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mythen und Religion einer Gesellschaft spiegeln diese mit ihren Eigenarten, Werten und ihrer Geschichte wider. Daher kann eine Betrachtung der Geschlechterrollen im griechischen Mythos nicht erfolgen, ohne auch einen Blick auf die Geschlechter und ihren Stand innerhalb der entsprechenden Gesellschaft zu werfen. Diese soll eingangs grundlegend auf ihre Geschlechterrollen und deren Wahrnehmung in der Gesellschaft hin untersucht werden.

Anschließend werden der Olymp und einige seiner zentralen Gestalten beschrieben, namentlich Zeus und die fünf weiblichen Olympierinnen Hera, Athena, Hestia, Artemis und Aphrodite. Zusätzlich werden die Beziehungen und Handlungen der Götter betrachtet und ihre Charakteristiken untersucht. Daneben werden die erfolgten Beobachtungen in den Kontext der Geschlechterwahrnehmung des antiken Athens beziehungsweise Griechenlands gesetzt und mit den Lebensrealitäten des Bürgertums verglichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geschlechterkonzepte im antiken Griechenland

2.1 Der Mann im antiken Griechenland

2.2 Die Frau im antiken Griechenland

2.3 Männer und Frauen

3 Das griechische Götterpantheon

3.1 Zeus und seine Beziehungen

3.2 Hera

3.3 Athene

3.4 Artemis

3.5 Hestia

3.6 Aphrodite

3.7 Die olympischen Götter und Göttinnen

3.8 Gött*innen und ihre Beziehungen zu Sterblichen

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das antike griechische Götterpantheon unter gendertheoretischen Gesichtspunkten, um zu analysieren, inwieweit die dort dargestellten Geschlechterrollen emanzipative Züge aufweisen und wie diese mit den realen Lebensbedingungen im antiken Griechenland korrelieren.

  • Analyse der Geschlechterrollen im antiken Athen
  • Untersuchung zentraler olympischer Gottheiten und ihrer Charaktereigenschaften
  • Gegenüberstellung göttlicher Machtstrukturen und menschlicher Gesellschaftsordnungen
  • Erforschung von Autonomie und Handlungsspielräumen bei Göttinnen
  • Kritische Würdigung der Doppelmoral in mythologischen Beziehungskontexten

Auszug aus dem Buch

3.1 Zeus und seine Beziehungen

Zeus stellt das Oberhaupt des Olymps dar. Er wird als Vater der Götter und der Menschen verehrt und gilt als allmächtig. Seine Macht entspringt der Vereinigung höchster physikalischer und geistiger Kraft. Als Wettergott und Herr über den Kosmos leitet er die Geschicke von Göttern und Menschen.26 In dieser Rolle kann er sowohl als Retter und Beschützer auftreten, oder als im Wahn strafend und verurteilend.27 Als männliches Oberhaupt vermittelt er so den Eindruck eines patriarchalen Systems im griechischen Gottesglauben, das sich gleichwohl aus seiner erkämpften Stellung als Oberhaupt des Olymps ergibt, als auch aus seinem Handeln, wie es in den mythischen Erzählungen nachzuvollziehen ist.28 Die Gestalt und Ordnung des Kosmos ergeben sich zu Teilen auch aus den zahlreichen Beziehungen des Göttervaters zu verschiedenen Göttinnen, als auch zu sterblichen Frauen.

Neben romantischer List und Verführung bemächtigte sich Zeus auch seiner Kraft und vergewaltigte manche seiner Geschlechtspartner.29 Die Liebschaften zu Sterblichen lassen sich auch damit erklären, dass viele Adelsfamilien Griechenlands ihre Abstammungen auf die Götter zurückführen wollten.30 Den sterblichen Frauen erscheint Zeus in verschiedenen Tiergestalten, oder gar in der Gestalt des entsprechenden Partners der Frau, wie im Fall von Alkmene, der Mutter Herakles, der Zeus als ihr Ehemann erschien.31 Neben den sterblichen Frauen pflegte Zeus auch ein ausgeprägtes Verhältnis zu verschiedenen Göttinnen. Als erste göttliche Gemahlin wird Metis genannt, die Tochter Okeanos, die er wegen einer Prophezeiung und ihrer Klugheit verschlingt.32 Mit zahlreichen weiteren Göttinnen und Titaninnen geht Zeus Beziehungen und Affären ein, aus denen Kinder hervorgehen.33 Der Natur der göttlichen Genese mit zunächst begrenztem ‘Gen-Pool’ geschuldet, ergibt sich so ein inzestuöses Geflecht, aus dem sich der griechische Götterpantheon mit Zeus an der Spitze als Gottvater konstituiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Forschungsvorhaben vor, die griechische Mythologie durch eine gendertheoretische Brille zu betrachten und die Götterfiguren in den Kontext antiker Geschlechterrollen zu setzen.

2 Geschlechterkonzepte im antiken Griechenland: Dieser Abschnitt erläutert die rigiden, von Männern dominierten Gesellschaftsstrukturen des antiken Athens, in denen Frauen kaum eigenständige Handlungsspielräume besaßen.

3 Das griechische Götterpantheon: Das Kapitel bietet eine detaillierte Analyse spezifischer Gottheiten wie Zeus, Hera, Athene, Artemis, Hestia und Aphrodite hinsichtlich ihrer mythologischen Rolle und ihres Verhaltens.

4 Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Götterwelt zwar ein ambivalentes Bild der Emanzipation zeichnet, die mythologischen Rollenbilder jedoch oft die patriarchalen Strukturen der antiken irdischen Gesellschaft widerspiegeln.

Schlüsselwörter

Griechische Mythologie, Götterpantheon, Geschlechterrollen, Antikes Griechenland, Emanzipation, Patriarchat, Zeus, Hera, Athene, Artemis, Hestia, Aphrodite, Gendertheorie, soziale Strukturen, soziale Normen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Charaktere und Rollen der griechischen Götter des Olymps unter einem gendertheoretischen Aspekt, um gesellschaftliche Muster der Antike zu reflektieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören das antike Geschlechterverständnis, die Analyse der Götter-Hierarchien und der Vergleich zwischen göttlichem Verhalten und den Lebensrealitäten von Menschen im klassischen Athen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ergründen, ob man im Olymp von einer emanzipativen Zurschaustellung der Geschlechter sprechen kann und inwieweit Göttinnen tatsächlich in einem befreiten Umfeld agierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer tiefgehenden Analyse einschlägiger Sekundärliteratur zur griechischen Mythologie und zur antiken Sozialgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beschreibt detailliert die Rollen einzelner Olympierinnen wie Athene oder Aphrodite und stellt diese den patriarchalen Strukturen eines Gottvaters wie Zeus gegenüber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Griechische Mythologie, Emanzipation, Patriarchat, Geschlechterrollen und die verschiedenen olympischen Gottheiten.

Inwiefern unterscheidet sich die Rolle der Athene von den anderen Göttinnen?

Athene bricht mit den klassischen weiblichen Archetypen, da sie Weisheit und maskuline Stärke verkörpert und keine Bezüge zu Mutterschaft oder sexueller Begierde aufweist.

Wie lässt sich die „Doppelmoral“ im Olymp zusammenfassen?

Während männliche Götter sich Promiskuität weitgehend erlauben konnten, war das Verhalten der Göttinnen stärkeren Zwängen unterworfen; dennoch genossen sie mehr Handlungsspielraum als sterbliche Frauen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Emanzipation im Olymp. Geschlechterkonzepte im antiken Griechenland
Hochschule
Universität des Saarlandes
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
17
Katalognummer
V993992
ISBN (eBook)
9783346359698
ISBN (Buch)
9783346359704
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Olymp griechische Mythologie Emanzipation Vergleich Zeus Hera Athena Athene Geschlechterrollen Geschlecht Ehe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Emanzipation im Olymp. Geschlechterkonzepte im antiken Griechenland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/993992
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Leseprobe aus  17  Seiten
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