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Mode als nonverbales Kommunikationsmedium zum Ausdruck persönlicher Identität

Titel: Mode als nonverbales Kommunikationsmedium zum Ausdruck persönlicher Identität

Projektarbeit , 2019 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lena Förster (Autor:in)

Design (Industrie, Grafik, Mode)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die theoretische Projektarbeit gibt einen Überblick über die Funktionen und Bedeutungen von Mode bzw. Kleidung im Hinblick auf die Identität in spätmodernen, westlichen Gesellschaften. Dazu wurden verschiedene Ansätze der Soziologie und der Identitätsforschung herangezogen und das Zeichensystem Mode als nonverbales Kommunikationsmedium auf Basis der Kommunikationstheorie nach Watzlawick herausgearbeitet.

Die Ergebnisse zeigen Individualität und Konformität sowie damit einhergehend Abgrenzung und Anpassung, als die beiden sozialen und psychischen Grundfunktionen von Mode auf. Wie sich herausgestellt hat, variiert die Bedeutung von Mode in Form eines nonverbalen Kommunikationsmediums im Hinblick auf Identität je nachdem, welche Perspektive – entweder die der TrägerInnen oder die der BeobachterInnen - man einnimmt. Für die TrägerInnen ist sie von besonderer Bedeutung, da sie ein neues Selbstwertgefühl schafft und die Möglichkeit bietet, in ständiger Kommunikation mit dem Selbst zu stehen. Für die BeobachterInnen ist das Bekleidungsverhalten der Mitmenschen insofern relevant, als dass sie sich noch vor jeglicher verbalen Kommunikation einen ersten Eindruck von der Persönlichkeit und Identität verschaffen und aufgrund dieser Tatsache die weitere soziale Interaktion beeinflusst wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Einführung in die Modewissenschaften

2.1 Mode als Begriff: Annäherung an eine Definition

2.2 Gesellschaftliche Entwicklung von Mode

3 Einführung in Identitätstheorien

3.1 Identität nach George Herbert Mead

3.2 Identität nach Jürgen Habermas

3.3 Identität nach Heiner Keupp

3.3.1 Identitätsbegriff in spätmodernen Gesellschaften

3.3.2 Umbruchserfahrungen

3.3.3 Konzept der Patchwork-Identität

3.3.4 Spannungsfelder der Identitätsdiskussion

4 Einführung in Kommunikationstheorien

4.1 Begriffsdefinition Kommunikation

4.2 Kommunikationstheorie nach Watzlawick

4.3 Nonverbale Kommunikation

5 Einfluss von Mode als Form von nonverbaler Kommunikation auf Identität

5.1 Vestimentäre Kommunikation: Mode als nonverbales Kommunikationsmittel

5.2 Funktionen von Mode im Hinblick auf Identität

5.2.1 Individualität und Abgrenzung

5.2.2 Konformität und Anpassung

5.3 Bedeutung von Mode im Hinblick auf Identität

5.3.1 Selbstausdruck aus der Perspektive der TrägerInnen

5.3.2 Deutung aus der Perspektive der BeobachterInnen

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die sozialpsychologischen und kulturellen Aspekte von Mode als nonverbales Kommunikationsmedium in spätmodernen westlichen Gesellschaften. Ziel ist es, die Funktionen von Mode im Hinblick auf die Konstruktion und Inszenierung individueller Identität zu ergründen und die Wechselwirkungen zwischen dem Träger, dem Beobachter und dem Zeichensystem Mode auf Basis soziologischer und kommunikationstheoretischer Ansätze zu analysieren.

  • Identitätskonstruktion in der Spätmoderne
  • Mode als nonverbales Zeichensystem
  • Kommunikationstheoretische Fundierung (Watzlawick)
  • Spannungsfeld zwischen Individualität und Konformität
  • Perspektivwechsel zwischen Trägern und Beobachtern

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Umbruchserfahrungen

Keupp beschreibt verschiedene Umbruchserfahrungen, welche Individuen aktuell erleben, wobei aufgezeigt werden soll, „daß nicht nur etwas beendet, uns etwas genommen wird, sondern daß in diesen neuen Erfahrungen auch das Potential neuer und produktiver Formen der Lebensgestaltung und -bewältigung enthalten ist.“30

Dazu gehört allen voran die Entbettung aus einem stabilen, kulturellen Rahmen verlässlicher Traditionen, der den Individuen Sicherheit, Klarheit sowie hohe soziale Kontrolle vermittelt.31 An dessen Stelle tritt in spätmodernen Gesellschaften eine individuelle und selbstbestimmte Lebensführung. Eigene Optionen und Lösungswege müssen nun selbstverantwortlich gesucht und abgewägt werden, sodass viele Menschen, wie es Keupp beschreibt, eine Art „ontologische Bodenlosigkeit“32 erleben.

Eine andere Umbruchserfahrung, die ebenfalls einhergeht, ist die Pluralisierung von Lebensformen. Keupp bezieht sich in diesem Punkt auf Peter Berger, der den Pluralismus wie folgt beschreibt: „Die Moderne bedeutet für das Leben der Menschen einen riesigen Schritt weg vom Schicksal hin zur freien Entscheidung. … Aufs Ganze gesehen gilt…, daß das Individuum unter den Bedingungen des modernen Pluralismus nicht nur auswählen kann, sondern daß es auswählen muß.“33 Da die Pluralisierung von Lebensformen und Milieus zu unzähligen Alternativen führt, existiere zum einen kein allgemeines Konzept mehr vom guten bzw. richtigen Leben, zum anderen sei die Zugehörigkeit zu bestimmten Milieus kein unabänderliches Schicksal, sodass das Individuum dieses selbst auswählen oder zwischen verschiedenen wechseln könne.34

Darüber hinaus stellen dramatische Veränderungen der Geschlechterrollen und das veränderte Verhältnis vom Einzelnen zur Gesellschaft - denn Individualisierung stehe im Widerspruch von Egozentrierung und selbstbestimmten Gemeinschaftserfahrungen35 - weitere, ausschlaggebende Umbruchserscheinungen in spätmodernen Gesellschaften dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Mode als Ausdrucksmittel der Identität ein und definiert die Forschungsfrage sowie das Vorgehen innerhalb der Arbeit.

2 Einführung in die Modewissenschaften: Dieses Kapitel nähert sich einer Definition des Begriffs Mode, grenzt diesen von Kleidung ab und skizziert die gesellschaftliche Entwicklung des Phänomens.

3 Einführung in Identitätstheorien: Hier werden die Identitätsansätze von George Herbert Mead, Jürgen Habermas und Heiner Keupp analysiert, um das Verständnis von Identität in der Spätmoderne zu schärfen.

4 Einführung in Kommunikationstheorien: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Kommunikation, insbesondere Watzlawicks Axiome, und führt in die nonverbale Kommunikation ein.

5 Einfluss von Mode als Form von nonverbaler Kommunikation auf Identität: Das Hauptkapitel verbindet die Identitäts- und Kommunikationstheorien, um die Funktionen von Mode wie Individualisierung und Konformität sowie die verschiedenen Perspektiven der Träger und Beobachter zu beleuchten.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die Rolle von Mode als ambivalentes, aber essenzielles Kommunikationsmedium bei der Identitätsarbeit hervor.

Schlüsselwörter

Identität, Mode, Kommunikation, Spätmoderne, Nichtverbale Kommunikation, Kleidung, Sozialpsychologie, Individualisierung, Konformität, Patchwork-Identität, Selbstdarstellung, Watzlawick, Soziologie, Identitätsarbeit, Symbolik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Funktion von Mode als nonverbales Kommunikationsmedium und deren Bedeutung für die Identitätsbildung in spätmodernen westlichen Gesellschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen Identitätstheorien (Mead, Habermas, Keupp), Kommunikationstheorie nach Watzlawick sowie die soziale Bedeutung von Kleidung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Bedeutung und Funktion von Mode für das Individuum zu klären und aufzuzeigen, wie Identität durch Kleidung ausgedrückt und gestaltet wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Projektarbeit, die soziologische und kommunikationswissenschaftliche Ansätze literaturbasiert zusammenführt und analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil wird die Übertragung von Kommunikationstheorien auf das Zeichensystem Mode vollzogen und die Funktionen von Mode – insbesondere Individualisierung/Abgrenzung und Konformität/Anpassung – detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Identität, Mode, Kommunikation, Spätmoderne, nonverbale Kommunikation, Individualisierung und Konformität sind die prägenden Begriffe.

Was versteht Heiner Keupp unter dem Konzept der Patchwork-Identität?

Es ist ein Modell für die Spätmoderne, in dem Identität als nie abgeschlossener Prozess verstanden wird, bei dem das Subjekt Erfahrungsfragmente zu einer persönlichen Identität verknüpft.

Warum spielt die Perspektive der Beobachter eine Rolle für die Mode?

Beobachter nutzen Mode als nonverbales Signal, um sich schnell einen ersten Eindruck von der Persönlichkeit oder Gruppenzugehörigkeit des Gegenübers zu verschaffen, oft unbewusst.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mode als nonverbales Kommunikationsmedium zum Ausdruck persönlicher Identität
Hochschule
Universität zu Köln  (Humanwissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Theorievertiefung und Praxisreflexion
Note
1,0
Autor
Lena Förster (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
25
Katalognummer
V994258
ISBN (eBook)
9783346365408
ISBN (Buch)
9783346365415
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Identitätstheorie Mode Bekleidungspsychologie Modewissenschaften Kleidung Psychologie Kommunikationstheorie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lena Förster (Autor:in), 2019, Mode als nonverbales Kommunikationsmedium zum Ausdruck persönlicher Identität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/994258
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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